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Kategorien > Fantasy > Drachen, Einhörner und Abendteuer

Elfensicht

von Feder

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Elfensicht
Prolog CELENA:
Die Nacht hing wie eine finstere Glocke über den schlafenden Ländern, begleitet von dichtem Nebel, der alles am Boden wie ein grauer Schleier bedeckte. Es schien als ob die Zeit diese Ebenen nicht berührte. Weiter und weiter zog der Nebel träge seine Bahnen über die Gräser. Nahes Hufschlagen. Der dichte graue Schleier zerriss als ein unter Schatten verborgenes Pferd im Galopp hindurchpreschte. Als die Huflaute in der Ferne verstummt waren, setzten weitere Hufschläge den Takt fort; diesmal waren es vier, fünf vielleicht sogar noch mehr Tiere. Als sie vorbei ritten konnte man erkennen, dass sie schwere Rüstungen trugen und dennoch bewegten sie sich unter diesem Gewicht übernatürlich schnell. Sie waren angetrieben von den Peitschen der Herren, die zwielichtige Gestalten waren. Mit diesem Tempo würden sie die Reiterin bald eingeholt haben. Lediglich ein paar Augenblicke verstrichen und sie kreisten die Reiterin von den Flanken her ein. Bevor es zu einem Gefecht kommen konnte reagierte die Reiterin und riss ihr Pferd ins Unterholz hinein. Man vernahm ein kurzes, unverständliches Murmeln und ein grellgrüner Lichtblitz flammte in der Hand der Reiterin auf, schoss geradewegs in den Boden worauf einen Sekundenbruchteil später fingerlange, rasiermesserscharfe Dornen aus dem Boden stießen. Das Pferd des ersten Verfolgers bäumte sich, angesichts der bestehenden Gefahr, auf und warf seinen Reiter zur Seite hin ab. Er hatte einen harten Aufprall auf den Boden und rollte direkt in die mörderischen Dornen hinein. Einen Augenblick hielt er inne, rappelte sich dann aber eigenartigerweise wieder auf, stieg erneut auf sein verschrecktes Pferd und umging die Dornen. Es hatte ihn weder gekümmert, dass er in die Dornen gefallen war, noch war er von ihnen verletzt worden. Er trieb sein Ross an um den Vorsprung der anderen Reiter wieder gutzumachen. Währenddessen schlug die Reiterin schlanke Haken um die riesigen Baumstämme zu denen einzelne Bäume gehörten, welche bereits über 150 Fuß in die Höhe ragten. Einen Augenblick schien die Zeit stillzustehen, als ein Streifen pfahlen Mondlichts das Antlitz und den Körper der Reiterin offenbarte. Ihr Haar schien aus Laubwerk geflochten zu sein, sie hatte wache Augen mit einer grünen Iris und einen Körperbau, der dem einer menschlichen Frau glich. Dennoch schien sie etwas größer zu sein. Aus ihrem einzigartigen aber zugleich wunderschönen Aussehen zu schließen, gehörte sie der ältesten und vollkommensten Rasse der Länder und Ebenen von Bodeo´n an- sie war eine Baumfrau, eine Dryade. Die Dryaden hatten vor allen anderen Lebewesen die Welt bevölkert, sie hatten die erste Zivilisation aufgebaut. Sie waren in eine komplizierte und verstrickte Geschichte verwickelt aber dennoch berichteten ihre Urväter, die Bäume, mit denen sie mittels einer aus Magie geformten Sprache zu sprechen vermochten, dass sie einst allein in der Absicht für die Pflanzen die Welt zu ergründen von letzteren geformt und geboren worden waren. Schon allein dieses Grundes waren die Dryaden die Freunde der Pflanzen, denen sie für ihr Dasein dankten. Ihr Volk schenkte den Pflanzen nur reines Wohlwollen und erhielt als Gegenleistung Nahrung und viele andere lebenswichtige Dinge. Ihre komplette Rasse umfasste nur rein weibliche Mitglieder, wodurch sie ein Invidium waren. Selbst unter ihnen vermag es keine Gleichnisse zu geben, denn selbst die kleinsten Gemeinsamkeiten, die bei manchen Menschen zu erkennen waren, waren unter ihnen völlig ausgeschlossen. Dennoch mussten sie vor den übrigen später ansiedelnden Völkern durch deren Anpassung weichen und sich in die tiefsten Wälder zurückziehen, wo sie ihre Städte und Dörfer auf den höchsten Bäumen erbauten und unter Freunden waren. Entschlossen hielt die Reiterin nun auf die tieferen Gebiete der Wälder zu. Gerade jetzt kam ihr enges Bündnis zum Einsatz und sie war sich bewusst dadurch ihre lästigen Verfolger abzuschütteln. „Sr havo´ ken pursr!“ ertönte es mit wallender Stimme aus ihrem Mund. Sie hatte die Bäume in der Baumsprache zu Hilfe gerufen, worauf die sonst so starren Ungetüme zum Leben erwachten und die Verfolger unter schallenden Peitschenhieben der Äste zur Flucht zwangen. „Thoe´ fo havuy!“ rief sie erleichtert den Bäumen zu, welche bereits ihre starre normale Stellung wieder eingenommen hatten. Noch umgewandt und ihre gewaltigen begutachtend, bauten sich vor ihr zwei weitere Reiter vor ihr auf. Im letzten Moment bemerkte sie diese und riss ihr Pferd abermals herum und galoppierte weiter in den dunklen Wald hinein. Trotz aller Bemühungen zu fliehen versagte dann nicht etwa ihr Verstand sondern ihr Pferd das wild schnaubend immer langsamer wurde und schließlich mit Schaum vor dem Maul stehen blieb. Schnell sattelte sie ab und zog ihre scharfe mondscheinhelle Klinge. Vor ihr saßen nun auch die beiden unheimlichen Reiter ab. Zu allem entschlossen und bereit zu sterben focht sie mit beiden Reitern, die alle ihrer Angriffe leicht parierten. Sie waren in der Überzahl, es war aus, alle Mühen waren umsonst gewesen. Die Dryade segnete schon ab als es plötzlich im Gebüsch rumorte und die Aufmerksamkeit der Reiter diesem anderen Geschehnis galt. Sofort witterte sie ihre Chance und rammte dem Einen ihre Klinge in den Schädel. Unter lautem Geheul brach dieser zusammen und zerfiel Wundersamerweise zu Staub. Noch bevor der zweite, und somit auch letzte Reiter, wieder ihr seine Aufmerksamkeit widmete, traten aus dem Gebüsch acht verhüllte Personen hervor und ließen ihre tödlichen Zauber los. Es war schrecklich, erst brannte er unter Schmerzensschreien und wurde eingeäschert um anschließend von einer sanften Brise weggeweht zu werden. Als sich die Wolke aus Asche verzog, traten die acht Personen vor. Aus Angst einen neuen Angriff erleiden zu müssen festigte die Reiterin ihren griff um ihr wunderschönes aber tödliches Schwert. Die acht Personen warfen nun anmutig ihre Kapuzen zurück und entblößten ihre Gesichter. Einen Moment lang stutzte die Reiterin aber dann erkannte sie die Lage. Sie war gerettet, vor ihr standen ihre Schwestern. Sie versuchte sie wieder zu erkennen aber ihr fiel nur eine Person als ihr bekannt ins Auge. „Nadri?“ fragte sie hocherfreut über ihre Anwesenheit. „Wie sie leibt und lebt!“ antwortete Nadri. „Celena, wir haben dich so vermisst!“ Vor Freude zu Tränen gezwungen fiel Nadri ihr in die Arme. „Wir dachten du hättest es nicht überstanden.“ Vergewisserte sich Nadri. „Wie habt ihr von meinem Kommen Bescheid erhalten?“ fragte Celena immer noch entzückt über das Widersehen. „Die Bäume berichteten uns von einer Verfolgung. Es erstaunt mich immer wieder wie schnell sie uns über die neuesten Vorkommnisse unterrichten. Sie haben uns von deiner Anwesenheit gemunkelt, da sie meinten sie hätten deine Aura erspürt. Wir haben uns sofort auf den Weg gemacht um dir zu Hilfe zu eilen, aber wir kamen dennoch ein bisschen spät.“ Nadri ließ erleichtert von ihr ab und musterte sie einmal um sich über Celena´s Zustand zu

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Kommentare

Paul A. J. Vermeer schrieb am 2007-03-19 20:09:28:
Supér! (franz. Super!)

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