Elisabeth - Ich bin ein Vampir
von
malli
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Die weiße Gestalt huschte über den Grünplatz, das Gras glitzerte im Schein des Vollmondes. Hektisch sah sie sich um und versteckte sich hinter einem Baum, als ein Mann mit seinem Hund auf dem Parkweg lief.
Im Mondlicht erkannte man die zarte Gestalt eines jungen Mädchens, es hatte die Augen geschlossen, mit den zart geschwungenen flüsterte sie lautlose Worte.
Der Mann ging vorbei, er schauderte, als er an dem Baum, an ihrem Versteck, vorbeiging und der Hund zog winselnd den Schwanz ein.
Das Mädchen seufzte, als der Mann in der Dunkelheit verschwand, dann lief sie weiter.
Ihre blauen Augen, die jedoch etwas Seltsames an sich hatten, fixierten den Wald der hinter dem Park lag, als sie ungeschützt über die weite Rasenfläche lief.
Als sie ihn erreichte und im Schatten der Bäume stand, atmete sie erleichtert aus.
Dann wartete sie.
Sie hörte die Turmuhr aus der Stadt einmal läuten, als sie plötzlich ein Rascheln hinter sich hörte.
„Tristan?“, flüsterte sie und eine Hand berührte sacht ihre Schulter. Sie wich ein Stück zurück und hielt die Luft an.
„Nicht.“, hauchte sie und ging noch einen Schritt zurück, als der junge Mann sie anlächelte. Seine dunklen Locken umspielten sein kantiges Gesicht und seine dunklen Augen sahen lächelnd auf sie hinab.
„Elisabeth, ich wusste du würdest kommen.“, zaghaft kam er näher, bis er ganz nah bei ihr stand. Doch das Mädchen wandte den Kopf zur Seite.
„Wir dürfen das nicht.“, flüsterte sie und sie wagte es, ihm kurz in die braunen Augen zu sehen. Das war ein Fehler: Ungestüm fasste er sie an den Hüften, fuhr dann mit der einen Hand durch ihr langes blondes Haar, bis sie ihre Arme um seinen Hals schlang.
„Ich fühle dein Herz…und wie warm du bist!“, sie lächelte und atmete die kühle Nachtluft ein. Der Mann lächelte und betrachtete Elisabeth in seinem Arm, als wäre es das letzte Mal, dass er sie so frei sehen könnte.
„Wie einfach es heute ist…“, meinte er und fuhr mit seinem Lippen über ihre kalte Stirn. Sie kicherte und machte sich ein wenig frei von ihm.
„Tristan, du weißt…ich reiße mich zusammen, aber so kann es nicht sein…es ist unmöglich!“, ihr Blick wurde traurig. Sie sah zu Boden, aber Tristan hob ihr Kinn an und sah ihr in die hellen Augen.
„Das akzeptiere ich nicht. Ich will mit dir zusammen sein! Sonst bringe ich mich um, ohne dich kann ich nicht leben! Elisabeth, wie kannst du so hart sein? Bitte, verlass mich nicht!“, fing er an und wurde immer lauter. Das Mädchen löste sich von ihm, ballte die Hände zu Fäusten und funkelte ihn wütend an. „Ich hab es dir gesagt, Tristan, du musst es verstehen! Heute ist das letzte Mal und wir werden uns nie wieder sehen.“ Er kam wieder auf sie zu und hielt ihre Hände fest, doch er spürte ihre Kraft und zog seine Hände erschrocken zurück. So wütend hatte er sie noch nie gesehen.
„Tristan.“, sagte sie drohend und ihre Zähne knirschten. Er versuchte ihrem Blick stand zu halten. „Verlass mich nicht.“, jetzt flüsterte er und sah sie flehend an.
„Ich werde gehen“, beschloss das Mädchen und presste ihre Faust auf ihren Mund.
„Nein!“, schrie Tristan und fasste sie an den Arm. Doch sie schubste ihn grob zurück mit einer unbändigen Kraft. Wütend schnaubte sie und knurrte dann: „ Tristan, ich bin ein Monster, du kannst nicht versuchen mich zu bändigen! Sonst kann es ein, dass ich dich umbringe! Ich….töte….“ Elisabeth sah schnell weg, während Tristan einen Schritt zurückgegangen war und ihren Mund betrachtete. Irgendwas hatte sich an ihr verändert, aber was?
Er ignorierte es und ging einen Schritt auf sie zu, da kam plötzlich ein Windhauch und Elisabeth sprang hoch und fixierte Tristan. „Pass auf…“, warnte sie ihn. Tristan kam noch einen Schritt näher, ihr Knurren ignorierte er und spürte nur sein Herz voller Liebe für sie. „Zu viel!“, kreischte Elisabeth jetzt und hielt sich ihren Hals. Ihre Pupillen kreisten jetzt unaufhörlich in ihren Höhlen und Elisabeth fasste sich an den Kopf.
„Ich werde dich küssen! Ich weiß du bist kein Monster! Du bist eine Frau und ich liebe dich!“, sagte Tristan fest und nahm Elisabeth in den Arm, als seine Lippen ihren roten Mund sanft küssten, wurde das Mädchen ruhig. Er hielt inne, als ihr Mund hart wurde und öffnete die Augen. Anstatt jedoch in Elisabeths blaue Augen zu schauen, blickten ihn zwei rote Augen gierig an. Er sprang entsetzt zurück und im nächsten Moment sah er die beiden scharfen Eckzähne, die unnatürlich lang aus Elisabeth Mund gewachsen waren.
Das Mädchen machte ein paar Schritte auf ihn zu und sah dabei wie eine Raubkatze aus, die zum tödlichen Sprung ansetzte.
„Nein.“, flüsterte Tristan, doch er wusste, dass wegrennen zwecklos war, das hatte sie ihm schon bei ihrer ersten Begegnung erzählt.
Das Mädchen sah einen kurzen Moment traurig aus, versuchte sich abzuwenden, war ihrer Kraft jedoch nicht mehr Herrin und sprang auf ihren Liebsten zu.
Das letzte was Tristan sah, waren ihre Augen und ihre Tränen.
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Kommentare
storyengel blond schrieb am 2009-11-15 17:13:07:
eine echt tolle geschichte eine schöne herzerweichende geschicht echt toll
hut ab vor dir respekt respekt respekt
elfe07 schrieb am 2009-05-31 15:03:32:
Sehr poetisches Ende!
malli schrieb am 2009-03-26 10:05:34:
Hey, Danke für die schönen Kommentare! Das freut mich immer total und ich kann dann gar nicht aufhören weiter zu schreiben, wenn man so tolle Kritiken liest!
Und Nein, herausgebracht habe ich noch nichts, aber wer weiß ;)
Ihr erfahrt es als erstes^^
liebe Grüße
Malli
Sarah schrieb am 2009-03-15 18:20:23:
WoW.. Dein Schreibstil ist einfach nur hamma!
Würd mich nicht wundern wenn wir bald ziemlich viele Bücher von dir im Ladenregal wieder finden..
ich mein :O du bist echt voll gut..
also mach weiter so .... :) lg Sarah
Sarah schrieb am 2009-03-15 18:16:14:
WOW.. boah dein schreibstil ist einfach nur hamma..
würd mich nich wundern wenn wir irgedwann mal ziemlich viel Bücher von dir im Bücherladen wiederfinden.. (falls du nicht schon längst welche rausgebracht hast)
mach weiter so ;)
lg Sarah
Osthexe schrieb am 2009-03-09 12:20:28:
Das ist wirklich unheimlich schön und schaurig zugleich und so traurig. Wirklich wunderbar geschrieben. Mehr bleibt da nicht zu sagen.
LG von der Osthexe
lille-peach schrieb am 2008-06-28 23:15:13:
das is iregenwie traurig aber schön!! ich mag die art in der du schreibst
Yve schrieb am 2008-02-05 20:52:29:
Find ich gut ^^
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