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Empty Rooms / Kapitel 1/2
von
SophieMoor
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(Ich möchte nur kurz sagen, dass ich Kapitel nicht korrekt beschrifte, da sie sehr kurz sind. Also, geht das so: Kapitel 1/2, Kapitel 1, Kapitel 1 1/2...
Zweitens: Manchmal kommt vor, dass die Satzzeichen der wörtlichen Rede "falsch" sind. Also so: 'Ja, genau...'. Das soll bedeuten, dass die Person gerade DENKT. So: "Ja, genau..." SPRICHT sie es aus.
PS: Mit "katzengleich" bezeichne ich immer eine ganz bestimmte Art von Gesichtern, die einfach nur göttlich sind! *slobbers*)
Unsicher stand Alice vor dem Tor des Schlosses. Es nieselte und war bereits dunkel als die junge Frau endlich angekommen war.
Heute Abend wurde der Geburtstag ihres Klassenkameraden, Seven, gefeiert. Seltsamer Weise hatte er daraus einen "Maskenball" gemacht. So mussten die Gäste in Verkleidungen kommen.
Sie selbst hatte sich entschieden als Braut zu kommen. Nun gut, vielmehr stellte sie das dar.
Aber ok. Seven war schon immer anders als die anderen. Außerdem feierte er für seine 19 Jahre äußerst erwachsen: Seine Eltern hatten das ganze Schloss gemietet, damit die Gäste hier übernachten konnten!
'Müssen die reich sein!', dachte Alice und suchte nach einer Klingel oder Ähnlichem.
Ihr Herz klopfte wie verrückt. Ob es vor Freude oder Angst war, wusste sie nicht genau.
Seven war nicht besonders gut auf sie zu sprechen, aus welchen Gründen auch immer. Sie selbst empfand aber mehr als nur Sympatie für ihn und konnte froh sein, dass Jenny, ihre Freundin, ihn überredet hatte, sie doch einzuladen.
'Und ich Kuh gehe auch noch hin als wäre mir seine Abneigung völlig egal!', scholt sie sich selbst und entschied sich, einfach zu klopfen, während sie in der Linken die Tasche mit ihren Sachen hielt. In der rechten Hand hingegen die Einladung und den Gutschein für Haarpflegeprodukte.
Das Geschenk sollte keine Beleidigung, sondern eine "freie Ware" darstellen. Sevens tiefdunkles braunes Haar war immer perfekt frisiert. Sie liebte seine Frisur und wollte mit dem Geschenk erreichen, dass sie auch weiterhin so blieb.
Ein wenig umständlich hob sie die Rechte und klopfte auf das Tor, immer darauf bedacht, die Papiere nicht zu knicken.
Keine Minute später öffneten sich die Türen und Musik drang heraus, ebenso das Gelächter der Gäste. Zwischen den Türen erschien ihr Gastgeber, gekleidet in einen edlen schwarzen Smoking.
'Oh, Gott!', schoss es ihr durch den Kopf als sie dann auch noch sein katzengleiches Gesicht sah.
Seine silbergrauen Augen funkelten im Schein der Ausenbeleuchtung und gaben ihm den letzten Schliff.
"Guten Abend, Alice.", grüßte er formal und ein wenig entnervt.
"...Guten Abend. Entschuldigung, ich bin zu spät." Die 17-jährige musste hart schlucken. Jetzt hatte sie ihn nur noch mehr verärgert! "H...hier die Einladung."
"Immerhin.", flüsterte er kaum hörbar, packte ihre Tasche und das Papier und trat bei Seite, um ihr und ihrem Kleid Platz zu machen.
Eilig huschte sie an ihm vorbei und trat in den großen Saal, in dem schon alle standen und sich amüsiert unterhielten.
Hier drinnen war es schön eingerichtet: An jeder der Wände stand eine bordeaux-rote Couch. Neben ihr je auf beiden Seiten in einiger Entfernung Tische mit diversen Kleinigkeiten, wie Chips, Sekt und Finger-Food. In der Mitte des Saales hing ein prächtiger Kristallkronleuchter, der den ganzen Raum hell erleuchtete. Links von Alice führte eine Marmortreppe in die oberen Etagen. Auf beiden Enden des ebenfalls aus Marmor gefertigtem Geländers ruhten bläulich grau Vasen und in ihnen sündhaft teure Blumen. Selbst die Innensäulen konnten einem den Atem rauben.
"Alice!", ertönte plötzlich Jennys Stimme und kurz darauf fand sie sich in einer stürmischen Umarmung wieder. "Du bist ja doch noch gekommen!"
"Ja... Wäre ich doch besser zu Hause geblieben!", moserte sie zur Antwort und nahm ihre Freundin ebenfalls in den Arm.
"Wieso denn?"
"Seven war nicht gerade erfreut als er mich sah. Du hättest seinen Gesichtsausdruck sehen sollen!" Ihr Blick wanderte heimlich auf ihn. Gerade noch rechtzeitig, um seinen erbosten (Blick) zu sehen. 'Wenn Blicke töten könnten.'
Er befand sich inzwischen in der Mitte des Saales und bat die Gäste um Ruhe. "Da nun auch der fehlende Gast eingetroffen ist, möchte ich euch herzlich willkommen heißen. Bevor es aber losgeht, möchte ich euch mit dem Program vertraut machen. Zuerst habe ich mir gedacht, dass die Herrschaften ein Weilchen mit einander reden möchten. Irgendwann schalte ich dann das Licht aus und möchte euch bitten, euch so gut es geht, in der Mitte zu treffen und einen Kreis zu bilden. Es wird nicht einfach werden, aber so kann gewährleistet werden, dass keiner dort steht, wo sein Partner ist." Er machte eine kurze Pause und sprach dann weiter. "Das Spiel nennt sich dann Wahrheit oder Pflicht."
Plötzlich lachten einige in der Runde, doch als Seven sie ansah, verstummten sie sofort. Als hätte er ihnen den Mund zugehalten.
"Das zweite Spielchen beginnt fünf Minuten vor Mitternacht. Hierbei möchte ich euch bitten, einfach im Schloss zu spazieren und in jedes der 65 Zimmer zu sehen. Da das Schloss nur drei Etagen, plus Erdgeschoss, hat, wird es auch nicht allzu schwer werden. Der Sinn dieses Spieles ist, euer Geschenk zu finden."
"Geschenk?", unterbrach ihn Amy und sah ihn verständnislos an.
"Ja. Ich habe für euch ein Geschenk. Und damit auch jeder seines findet, habe ich auf jedes den Namen des Besitzers geschrieben... Das war es dann für's erste. Später erkläre ich den Weiterverlauf der Feier. Viel Spaß!" Mit diesen Worten verließ er die Mitte und schaltete Musik ein.
Sogleich eilten Pärchen auf die Tanzfläche.
Andere sammelten sich lieber in Grüppchen um die Tische und plapperten über Gott und die Welt.
Zu der zweiten Gruppe gehörten auch Alice und Jenny, deren Partner gerade draußen eine Zigarette rauchte.
"Du hast ein sehr schönes Kleid an, Ally. Da schäme ich mich ja glatt, neben dir zu stehen!", gab Jenny zu und nahm ein Käsebällchen in den Mund.
"Danke, aber deines doch auch. Ich sollte mich schämen. Es ist das Brautkleid meiner Mutter!"
Die 16-jährige machte große Augen als hätte sie gerade erfahren, dass Elvis eine Frau war. "Das eine, das deine Mutter nicht ausstehen kann?"
Alice nickte. "Genau. Es erinnert sie zu sehr an meinen Vater... Ich verstehe nur nicht, warum sie noch an ihn denkt. Ihr Neuer, Freddy, ist doch ganz nett."
"Keine Ahnung. Aber wie gesagt, du siehst so toll darin aus!"
"D-"
Plötzlich ging das Licht aus und zwang einigen Mädchen einen Schrei ab.
"Jenny? Beginnt das Spiel jetzt?", flüsterte sie und tastete nach der Hand ihrer Freundin. Doch die, die sie spürte, war die einer anderen. "Jenny?"
"Ich bin Bella. Das Spiel beginnt doch. Jenny ist wo anders.", meinte Bella und lächelte. "Ich liebe Sevens Spiele!"
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