Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Erotisch > Erotisches

Endstation: Trailerpark

von Bronx

1 2 3 4 5 6 7 8

„Ich hab genug davon, Sarah. Kannst du nicht ein einziges Mal nüchtern sein, wenn ich nach Hause komme?“ Michael sah sie wütend an. Er hatte es wirklich satt. Er ertrug es einfach nicht mehr. Seine Frau lag auf dem Sofa in der Ecke des Wohnwagens und sah ihn aus müden, halbgeschlossenen Augen mehr als gleichgültig an. „Was glaubst du wie ich sonst dieses Leben ertragen könnte?“ Das trug nicht gerade dazu bei, seine Laune zu verbessern. Im Gegenteil. Sarah nahm noch einen Schluck aus der Vodkaflasche und stellte sie auf den Tisch.

Nur mit Mühe schaffte sie es, von dem Sofa aufzustehen. Dabei verrutschte ihr dünnes Sommerkleid das definitiv schon bessere Tage gesehen hatte. Sie trug keine Unterwäsche, wie immer. Und der Träger ihres Kleides rutschte soweit herunter, dass er eine ihrer Brüste entblößte. Er konnte einen bläulichen, kreisrunden Fleck um die Knospe herum erkennen. Und da er mit seiner Frau schon seit einigen Monaten nicht mehr geschlafen hatte, wusste er ganz sicher, dass er ihr diesen Abdruck nicht zugefügt hatte. Es musste einer ihrer anderen Lover gewesen sein. Wer genau, interessierte ihn nicht.

Es interessierte ihn auch nicht wie viele es waren. Er wollte es gar nicht wissen. Und er wollte auch nicht wissen wann es passiert war. Obwohl er beinahe davon ausging, dass es an diesem Tag passiert sein musste. Er konnte fast noch riechen, dass Sarah Sex gehabt hatte, hier im Wohnwagen, während er bei der Arbeit gewesen war. Und der blaue Fleck sah noch recht frisch aus. Aber eigentlich interessierte es ihn nicht. Wirklich.

Ungeschickt rückte sie ihr Kleid zurecht, als sie mit unsicheren Bewegungen auf ihn zuging. Sie strich ihm beinahe zärtlich über die Wange. Er wich angewidert vor ihr zurück. Er ertrug ihre Berührungen nicht. Enttäuscht und wütend ließ sie ihre Hand sinken. „Warum willst du mich nicht mehr, Mike? Gefalle ich dir nicht mehr? Liegt es an mir, dass du mich nicht mehr anfassen willst?“ Michael drehte sich gelangweilt um. Er wollte diese Diskussion nicht. Er war diese Diskussion leid. Sie führten sie mindestens zwei Mal pro Woche und immer wieder endete die Diskussion mehr als unangenehm.

„Sarah, lass es. Du weißt genau, warum.“, erklärte er genervt und fuhr sich mit der Hand über den Nacken. Ein klares Zeichen dafür, dass er abgespannt und absolut nicht für einen Streit aufgelegt war. Sie packte ihn am Arm und drehte ihn zu sich herum. „Ja, weiß ich das? Woher soll ich das denn wissen, wenn du nicht mal mehr mit mir sprichst, oder mich ansiehst.“ Er blickte immer noch stur gerade aus. Er wollte sie nicht ansehen und er wollte nicht streiten. Nicht schon wieder.

„Sarah, bitte. Wir hatten das schon.“ Sie umschloss sein Gesicht mit beiden Händen und zwang ihn, sie anzusehen, doch er befreite sich schnell aus ihrem Griff und hielt ihre Handgelenke fest, damit sie ihn nicht wieder berühren konnte. „Sarah, lass es.“, warnte er und funkelte sie wütend an. „Mike, ich liebe dich. Warum kannst du mich nicht genauso lieben?“ Das war zu viel. Eindeutig. „Du liebst mich? Fickst du deswegen alles und jeden hier im Park? Weil du mich ja so liebst? Erzähl keinen Scheiß, verdammt. Du liebst es gefickt zu werden. Das ist alles. Und jetzt geh mir aus dem Weg. Ich brauche eine Dusche.“

Er schob sie wenig sanft zur Seite und betrat das mehr als enge Bad, damit er sich endlich in aller Ruhe unter die Dusche stellen konnte. Die Hitze brachte ihn um und der Schweiß klebte an seinem Körper, hatte sein Hemd durchnässt. Doch Sarah ließ ihm keine Ruhe. Sie fing an zu weinen. Er hasste es wenn sie das tat. Es waren keine echten Tränen, das wusste er. Sie weinte auf Kommando. Sie wusste ganz genau, dass er das nicht ertrug. Er wurde immer weich, wenn sie das tat. „Sarah, hör verdammt noch mal auf zu weinen.“ Seine Stimme war lauter geworden. Und seine Wut begann zu kochen.

„Michael, bitte.“ Sie schmiss sich ihm an den Hals, schlang ihre dünnen Arme um seinen Nacken und presste ihren schmalen Körper an seinen. Früher hatte er diesen Körper geliebt, nicht genug von ihm bekommen können. Aber da war er offensichtlich nicht der einzige und sie geizte bestimmt nicht damit ihren Körper darzubieten. Wer immer sie haben wollte, konnte sie sich nehmen. Da war sie mehr als großzügig. Allein der Gedanke bescherte ihm Übelkeit. Er machte ihre Arme von sich los und hielt sie in einem festen Griff. Er würde Abdrücke an ihren Handgelenken hinterlassen, aber das kümmerte ihn nicht.

„Fass mich nicht an.“, zischte er gepresst, gab ihr einen kleinen Schubs, damit er endlich wieder Luft bekam. Der Geruch von Sex und Alkohol schnürten ihm die Luft ab. Sie wurde wütend, rasend, besser gesagt. Wie immer, wenn sie nicht bekam was sie wollte. Wie ein verwöhntes, kleines Mädchen, das an der Supermarktkasse nach Süßigkeiten schrie und sie nicht bekam. „Du verdammter Scheißkerl. Ich hasse dich! Und du wunderst dich, dass ich jemand anders ficke. Sieh dich doch an, du bist ja nicht mal ein richtiger Mann. Es interessiert dich ja nicht mal, dass ich von jemand anders bekomme, was ich eigentlich von dir bekommen sollte!“

Michael war nahe dran seine Geduld zu verlieren. Er hatte sie nie geschlagen. In den ganzen Jahren nicht. Aber jetzt im Augenblick war er kurz davor. Ganz kurz davor. Er ballte seine Hände zu Fäusten und spürte wie seine stumpfen Nägel sich in seine Haut gruben, bis er den Schmerz ganz deutlich spürte. „Sarah!“ Seine Stimme klang mehr als warnend und wenn Sarah ihn nur halb so gut kannte wie er sie, würde sie wissen, was das bedeutete. Aber damit lag er offensichtlich falsch. Sie hörte einfach nicht auf zu zetern. „Du bist nichts weiter als ein armer Loser, der es nicht bringt. Ein Versager.“

„Halt den Mund, verdammt noch mal.“ Er packte sie an den Schultern und schüttelte sie. „Wenn du nicht angefangen hättest hinter meinem Rücken rumzuvögeln, wäre alles noch in Ordnung. Du widerst mich an. Ich ertrag dich einfach nicht mehr.“ Er ließ von ihr ab und sie sah ihn mit gefährlich funkelnden Augen an. Sie holte aus und schlug ihm mit der flachen Hand ins Gesicht. Er hatte es nicht kommen sehen, sonst hätte er ihr ausweichen können. Aber nun spürte er den scharfen Schmerz, der sich über seine Wange ausbreitete. Es war lange her, dass sie sich so heftig gestritten hatten. Es war lange her, dass sie ihn geschlagen hatte.

Er raste vor Wut, er wusste nicht was er tun sollte. Ihm war danach sie nach Strich und Faden zu verprügeln. Das taten alle Männer hier im Park. Jeder schlug seine Frau. Aber er hatte nie soweit sinken wollen. Er hatte nie so sein wollen wie die anderen Männer. Er war einer der wenigen die arbeiten gingen. Einer der wenigen, die es wenigstens noch versuchten. Allein diese Gedanken jagten ihm eine solche Angst ein, dass er lieber fliehen wollte, bevor er etwas tat, das er bereuen würde. Er würde die Grenze nicht überschreiten. Er schnappte sich die Flasche Jack Daniels, die noch vom Vorabend auf dem Tisch stand und verschwand aus dem

1 2 3 4 5 6 7 8

Kommentare

TEEI schrieb am 2010-08-27 18:05:22:
Hey Bronx,
super Geschichte, super Schreibstil. Wow...
Sonia schrieb am 2009-03-06 23:11:40:
Und auch nach dem dritten oder vierten Mal lesen, wird diese Geschichte einfach nicht langweilig! Ich kann mich meinen Vorrednern ( Schreibern) in allen Punkten anschließen und krieg einfach nicht genug von der Geschichte!^^Du hast einen klasse Schreibstil! Mach weiter so! =)

LG Sonia
Knight of the pen schrieb am 2008-10-29 08:43:56:
Oh mann! die Geschichte ist wirklich toll geworden. Gefällt mir außerordentlich gut. Ehrlich. Sehr gefühlvoll, die Überlegungen, Wünsche und Gedanken beider Hauptpersonen sind authentisch und es reißt einfach mit, wenn man liest, wie sie doch beide das gleiche wollen aber irgendwie sich keiner so recht traut ... schön, dass es am Ende dann doch klappt ;)
Danke, für's Teilen ^^
Krisi schrieb am 2008-09-07 17:59:20:
Genial!
Wenn es von dir je ein Buch gibt, lass es mich wissen, das war die BESTE Geschichte, die ich seit langem gelesen hab, besonders weil sie mich sehr an ein persönliches Erlebnis erinnert hat :)
Danke für diese klasse Geschichte!
Drache- Drache36@gmx.net schrieb am 2008-07-31 23:19:37:
OH MY GOD!!!!Mir fällt dazu nur ein Wort ein: Hamma un des beste is,es is noch selbst geschrieben!!Wie von nem Profi!! Mach weiter so! :-D
dessert schrieb am 2008-07-31 13:50:46:
wirklich gute geschichte. Hoffentlich schreibt Bronx davon noch ne Fortsetzung. (mit Happy End, bitte)
sunchy schrieb am 2008-06-18 16:28:38:
hammer, einfach hammer! ich finde die geschichte einfach nur schön, umbedingt weiterschreiben! frage ni wie es bei mir gekribbelt hat, als ich gelesen hab ;o) boah, echt geil! ich finde es vorallem toll, das du aus beiden sichtweisen geschrieben hast und das so gut wie abwechselnd, fantastisch!
Mieze - stefaniespatzel@yahoo.de schrieb am 2008-06-15 00:37:16:
..ohh wow..ich bin so begeistert von dir,ich hab noch nie eine Geschichte gelesen die mich auf so eine Art gefesselt hat.die Beschreibungen sind einfach nur wundervoll! Ich bitte die inständig...schreib diese story weiter..!
Daniel schrieb am 2008-06-01 23:42:57:
Alsoi ch muss sagen ich bin gerade so ziemlich sprachlos. Das ist mit abstand einer der besten Geschichten die ich je gelesen habe. Ich hoffe man bekommt mehr von dir zu hören. Mach weiter so wirklich gut!!

Lg Daniel
William Scaire schrieb am 2008-05-31 22:55:06:
Das ist wirklich eine tolle Geschichte; derart gut geschrieben das man gar nicht aufhören kann zu lesen.

Wirklich super gemacht ...
grace schrieb am 2008-05-04 21:40:27:
hammer!!!! habe selten etwas so gut geschriebenes gelesen, damit meine ich nicht nur wie du die erotischen stellen beschreibst sondern auch das drum herum ist sau gut geschrieben!!!
jasmin schrieb am 2008-01-28 21:46:25:
Hey Bronx Wirklich super geschrieben man kann sich richtig hineinversetzen und es sich bild lich vorstellen ein großes lob von mir
Blume schrieb am 2008-01-21 17:56:09:
hey bronx,
ich finde die Geschichte super, eins A...., besser geht es glaub ich fast nicht mehr...
ein großes Lob von mir!!!
eine kleine anmerkung möchte ich trotzdem machen: irgendwie ist das mit den namen sehr verwirrend
Liebe Grüße
P.S. ich hoffe wir bekommen noch mehr von dir zum Lesen
Sangarra schrieb am 2008-01-20 18:12:25:
Hi Bronx!

Ich finde deine Geschichte super! Sie ist schön flüssig erzählt und fesselt einen. Es passt sehr gut in die Rubrik Erotik. Du hast auch genau am passend aufgehört, so dass es nicht kitschig wird.

LG Sangarra!

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.