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Kategorien > Mysterie > Dämonen

Engels Träume

von TJ Omar

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Engels Träume



Nachts, wen Sie schlafen, träumen Sie? Kennen sie es, wenn Sie morgens aufwachen und Sie sich an jede Einzelheit des Traumes erinnern können? Jeder Mensch träumt. Meistens erinnert man sich nicht einmal, dass man geträumt hat. Manchmal kommt es vor, dass man weiß, das man einen Traum hatte, aber nicht mehr weiß, um was es sich handelte. Noch seltener kommt es vor, dass man es doch weiß.
Einmal, ich weiß es bis heute noch, hatte ich einen Traum. Ich lief eines Nachts eine Straße entlang, ich weiß sogar, dass es die Landstraße von Graben nach Karlsruhe war, und ich war oben komplett nackt. Die Hose, die ich am Abend zuvor, also, als ich eingeschlafen war, war mein einziges Kleidungsstück. Ich hatte nicht einmal Schuhe an.
Ich lief jedenfalls die Straße entlang, ohne zu wissen wohin, oder wieso, ich lief eben. Ich weiß jedenfalls noch wie ich irgendwann mal anhielt. Sie mögen mich jetzt für Verrückt erklären, aber mir schmerzten auf einmal meine Schulterblätter und mir wuchsen mir nichts dir nichts Flügel, gefiederte Flügel. Saubere weiße Flügel. Und ich flog in die Nacht hinaus. Wieso ich das tat? Alles, was man in einem Traum macht, oder geschieht, macht keinen Sinn. Es gibt keine Logik. Ich flog und fühlte mich frei. Es war ein sehr angenehmer Traum.
Als ich dann am nächsten Morgen aufwachte, war mir kalt unendlich kalt. Ich wollte die Heizung volldrehen, doch sie bereits auf Maximum gestellt. Wieso fror ich also? Ich sah auf die Uhr, es war etwas nach sieben Uhr, ich hab verschlafen. Ich fragte mich, warum mein Wecker mich nicht geweckt hatte. Als ich genauer hinhörte, hörte ich, dass das Radio bereits leise die Musik von sich gab. Da klingelte das Telefon, ich ging ran, mein Chef war an der anderen Seite der Leitung. Er brüllte mich an, wieso bist du nicht auf dem Bau? Und, wieso gehst du nicht ans Telefon? Ich versuche dich schon seit einer halben Stunde anzurufen.
Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich verschlafen hätte, aber er wollte mir nicht zuhören. Schließlich gab ich auf und fuhr nach Karlsruhe, wo ich auf einer Baustelle den Krahn bedienen musste. Die meisten der Bauarbeiter waren erst um sieben gekommen. Aber bei uns in der Firma war es üblich, dass man ungefähr eine halbe Stunde vorher auf der Baustelle antanzen musste. Um ein gutes Beispiel abzugeben. Am liebsten wollte ich meinem Chef, der übrigens ein sehr großes Arschloch ist, den Mittelfinger zeigen und sagen wo er ihn hinstecken konnte. Das haben nur wenige gewagt. Sind jetzt alle Arbeitslos, oder Arbeitssuchend, wie es heutzutage genannt wird. Ach scheiß auf diese Mistgeburt.
„Wo warst du, Andrej?'' bekam ich immer wieder von meinen Kollegen zu hören.
An dem Tag war ich echt Hundemüde. Es war zwar erst Anfang Herbst, aber es war schon recht windig, dass mich zumindest halbwegs wachhielt. Ich hatte Angst jeden Augenblick einzuschlafen um danach aus dem Krahn zu fallen. Doch mir ging dieser Traum nicht aus dem Kopf. Die ganze Zeit, seit ich aufgewacht war, musste ich daran denken. Wieso, das wusste der liebe Gott allein.
In der kommenden Nacht träumte ich wieder denselben Traum. Ich ging den Weg von Graben nach Karlsruhe und an derselben Stelle des Weges wuchsen mir wieder Flügel und ich flog in die Nacht hinaus. Doch da endete der Traum letzte Nacht. Doch heute Nacht ging der Traum weiter. ich flog jedenfalls nach Karlsruhe. Im welchen Teil ich war, ich weiß es nicht. Jedenfalls sah ich, wie auf einem Dach eines aus roten Ziegelsteinen gebauten Gebäudes zwei Gruppen mit einander kämpfen. Ich flog vorbei, und wieder zurück, und hielt mitten in der Luft an. Im ersten Moment wunderte ich mich, wieso ich nicht zu Boden fiel, doch im nächsten Moment fielen mir die Flügel wieder ein. Wie dumm von mir. Jedenfalls bekämpften sich die zwei Gruppen. Es waren vielleicht zehn, fünfzehn Schläger pro Gruppe. Ein Mann fiel mir ins Auge. Er war ein breit gebauter, wild aussehender Bursche. Seine langen Haare hat er wohl mit der Hand nach hinten gekämmt. Unrasiert war er auch noch. Mit den Jeans und der Fliegerjacke sah er wirklich gefährlich aus. Er teilte so ziemlich die meisten Schläge aus, dass fiel mir sofort auf. Doch plötzlich, ohne dass ich darauf vorbereitet wäre, hörte er auf zu schlagen und schaute mich an. Sein Blick, der war so wild vor Rage. Ich hatte das Gefühl er würde jeden Moment auf mich zu rennen, vom Rand des Gebäudes auf mich los springen und mich ohne jene Mühe mich erwischen, obwohl ich gute zwanzig Meter vom Gebäude weg war. Mir wurde mulmig. Dieser blutgierige Blick. Man sagt, wenn Blicke töten könnten...
Doch mir war bewusst, es war nur ein Traum. Weshalb hatte ich mich auch fürchten sollen? Im Traum füllt man ja keine Schmerzen. Doch wieso fürchtete ich mich vor dem Mann? Wie war das möglich, dass ich in einem Traum Furcht empfand? Noch so eine große, das es sich real anfühlte? Ich kannte damals die Antwort nicht. Dann wurde die Furcht so groß, dass man es Panik nennen konnte. Und diese Panik trieb mich soweit, dass ich so schnell wie möglich wegflog. Ich wusste nicht wohin. Hauptsache weg von diesem wahnsinnigen Tier. Egal wie weit ich flog, die Panik blieb so groß, wenn es nicht noch ein bisschen anstieg. Ich fühlte das Adrenalin durch meine Adern fließen. Das Blut raste so schnell durch die Adern, dass ich es in meinen Ohren den Drück hörte und spürte. Dann stürzte ich ab.
Am nächsten Morgen war es schlimm, sehr schlimm sogar. Mein Verstand erhellte sich langsam. Aber meine Augen waren immer noch zu. Der Verstand, der inzwischen glasklar war, befahl meinen Augen sich zu öffnen. Im ersten Augenblick begriff ich nicht, wo ich war. Ich sah alles verschwommen. In der Ferne hörte ich, wie Autos hin und her fuhren. Das Radio funktioniert schon wieder nicht. Ich muss dieses Scheißteil endlich loswerden, dachte ich mir. Doch dann wurde mir klar vor Augen. Das, was ich sah, erschrak mich völlig. Ich war nicht in meinem Bett. Ich war nicht mal im Zimmer, noch nicht einmal in meinem Haus war ich. Ich lag halbnackt, draußen in der Kälte neben der Landstraße. Was in drei Teufelsnamen ist hier geschehen? Wo waren meine Sachen, die ich beim Schlafengehen noch anhatte? Ich wusste, dass ich in einem Unterhemd schlafen gelegt hatte. Jetzt, aber, war es verschwunden. Wo war es. Solche Sachen gingen mir durch den Kopf.
„Ist ihnen was passiert?'', hörte ich eine Stimme fragen. Ich reagierte nicht sofort darauf. Mir ging zufiel im Kopf herum.
„Haben sie sich verletzt, junger Mann?'', fragte die Stimme nochmals. Erst jetzt begriff ich, dass ich gemeint war. Ich schaute mich um. Eine ältere Dame, mochte Vielleich Mitte siebzig sein. Ein paar Schritte hinter ihr stand ein silberner Benz der E-Klasse. Ein alter Mann saß hinterm Steuer, vermutlich ihr Ehemann.
Ich tastete mich ab, um sicher zugehen, das alle in Ordnung war.
„Alles bestens'', antwortete ich etwas schwach.
„Was um Himmels willen ist nur mit ihnen passiert? Was machen sie um diese Zeit halb nackt hier

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Kommentare

Lara-Malou schrieb am 2009-01-14 18:33:01:
Verrücke Geschichte. Macht neugierig. Übermenschliches war schon immer etwas faszinierendes. Ich hoffe, du hast das nicht selbst erlebt...??
^^

lg,
Lara-Malou
Traumfänger schrieb am 2008-11-25 09:17:04:
Eine tolle Idee - und alles gut durchdacht.
Gefällt mir!

Gruß,
Silke
sue schrieb am 2008-09-07 14:50:12:
ICH FIND DIE GESCHICHTE GUT MER MUSS ERSTMA AUF SO WAS KOMMN echt gut ;)
chipsi schrieb am 2008-08-15 23:12:03:
tut mir leid aber wirklich gut find ich die geschichte nicht.ja da hatt er so gute ideen und man denkt "hey die geschichte wird richtig interessant"ja sie könnte so gut werden aber des ende taugt mir gar nicht.
Gimliy schrieb am 2008-07-08 09:46:11:

Yeah! Die Geschichte ist voll krass! Echt cool! Das ist echt eine richtig außergewöhnliche Idee, aber deshalb auch so krass! Hätte ich nicht besser machen können!^^
lg: Gimliy

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