Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Beziehungen > Außergewöhnliches

Entscheidungen 1

von Yve

1 2 3 4

eine dunkle Gestalt aufmerksam wurde. Sie stand unter einer Laterne, die neben einer Bank stand. Ich ließ die Augen die ganze Zeit auf diese düstere Gestalt geheftet, irgendwas machte mich nervös. Ich beschleunigte meinen Schritt, einfach nur schnell an dem jungen Mann, der nicht viel älter sein konnte, als 20 vorüber gehen. Und ich hatte mich nicht geirrt, als ich an ihm vorbeigegangen war, atmete ich tief ein. Ich ging um die Ecke und hatte schon fast das Ende des Parks erreicht, als mich jemand von hinten packte. Ein mit Chloroform getränktes Tuch wurde mir an Mund und Nase gepresst, ich verlor die Besinnung.
Ich erwachte in einem Raum, der ziemlich dämmrig war. Jemand saß auf einem Stuhl, direkt neben meinem Bett und beobachtete mich ernst. Es war dieser Typ aus dem Park. Ich sprang auf, mir war furchtbar schlecht.
„Lassen Sie mich gehen!“
Keine Antwort, als ich zur Tür rennen wollte, stand er schon längst da und sah mich immer noch leicht feindselig an. Irgendwas machte ihm zu schaffen. Ich sah ihn ängstlich an, wie hatte er es geschafft so schnell an der Tür zu sein?
Seine Hand schnellte nach vorne und griff mich am Arm.
„Sie tun mir weh!“
Das tat er wirklich, sein Griff fühlte sich an, als wolle er mir etwas brechen. Er warf mich zurück aufs Bett. Er sah mich an, kalt, keine Gefühlsregung. Dann klingelte ein Handy, es musste seins sein. Er ging ran.
„Hallo?“
Seine Stimme war tief und völlig beherrscht.
„Ja.“
„Gut.“
„Ich habe verstanden.“
Dann folgte eine kurze Pause.
„Ich mache mich sofort auf den Weg.“
Er legte auf. Ich sah ihn immer noch verängstigt an, mein Oberarm schmerzte.
„Komm.“
Er beugte sich wieder nach vorne und zerrte mich vom Bett hinunter. Ich war so verzweifelt, Tränen liefen mir unaufhaltsam über die Wangen. Ich schluchzte, er schliff mich mehr hinter sich her, als dass ich meine Beine bewegte. Als wir aus der Tür traten, sah ich, dass wir uns in einem Wald befanden, er hatte mich in einen abgelegenen Schuppen gebracht. Da stand ein Auto, es war Nacht und er schien gar nicht aufzufallen, in der Dunkelheit. Der Wagen war pechschwarz, ebenso die Scheiben. Was hatte er mit mir vor?
Er öffnete die hintere Tür und warf mich auf den Rücksitz, ich schnellte aus Instinkt nach vorn und versuchte die Tür zu öffnen, es ging nicht, Kindersicherung. Eine verzweifelnde Leere machte sich in mir breit, ich schloss innerlich bereits mit meinem Leben ab. Ich schloss meine Augen und versuchte mir nicht vorzustellen, auf wie viele brutale Weisen dieser Irre mich umbringen konnte. Ich wurde von einer tiefen Stimme unterbrochen.
„Schnall dich an.“
Ich sah ihn verzweifelt an.
„Na los.“
Er schien in Eile. Ich schnallte mich an und dann gab er Gas. Er fuhr wie ein Irrer, der vor der Polizei floh, als wenn wir auf der Flucht wären. Die Bäume waren eine einzige Linie, die an mir vorbei zog. Ich konnte gar nicht mehr definieren welche Farben sie hatten, schon wegen den getönten Scheiben. Eine Träne lief mir über die Wange.
„Mama…“
Ich flüsterte es leise, kaum hörbar. Ich spürte seinen Blick der mich durch den Rückspiegel ansah.
„Keine Angst.“
Mehr sagte er nicht.
Ich wusste nicht wie lange wir unterwegs waren, aber es kam mir vor wie eine Ewigkeit. Irgendwann kam der Wagen zum Stehen. Ich stellte fest, dass es bereits dämmerte. Er öffnete die Tür und schnallte mich schnell ab, als nächstes zog er mich aus dem Auto. Wir befanden uns an einem Flughafen. Er zog mich über eine Straße und steuerte mit mir auf ein Hotel zu. Bevor wir rein gingen, sah er mir tief in die Augen.
„Hör zu, wenn ich da drinnen jetzt einchecke, wirst du keinen Laut von dir geben, wenn doch, tust du keinen weiteren Atemzug mehr.“
Ich nickte, ich hatte die Luft jetzt schon angehalten.
„Lächeln.“
Ich setzte ein mitleidiges Lächeln auf. Das würde mit Sicherheit nicht überzeugen. Wir traten ein. Am Tresen zog er mich näher zu sich und legte einen Arm um mich. Sollten wir aussehen wie ein Pärchen? Der Angestellte, sah mich misstrauisch an.
„Ja?“
„Ein Zimmer für zwei Personen bitte.“
„Darf ich fragen wie sie heißen?“
Mein Entführer nickte, ich war kurz davor in Tränen auszubrechen. Und ich konnte sie tatsächlich nicht mehr zurück halten, sie liefen mir über die Wangen, wieder einmal. Er drückte mich fester, es tat schon fast weh.
„Ihre Großmutter ist gestern beerdigt worden.“
Der Angestellte nickte.
„Mein Beileid.“
Ich nickte.
„Christopher Miller.“
Der Angestellte nickte wieder.
„Und wie ist ihr Name?“
Ich wollte gerade antworten, als mein Albtraum es übernahm.
„Claudia Mason.“
Wir bekamen die Schlüssel und er lotste mich nach oben, oben im Zimmer, zog er hastig alle schweren Samtvorhänge zu, schloss die Tür ab und ließ sich aufs Bett sinken. Ich stand zitternd im Raum und sah ihn ängstlich an. Er öffnete ein Auge und sah mich an.
„Schlaf ein wenig.“
Ich setzte mich auf einen Sessel und war schon bald in einem furchtbaren Albtraum versunken.

Ich lief durch einen Wald, es war ziemlich anstrengend, die Beine zu bewegen, doch sie bewegten sich, wenn auch nur langsam, jemand verfolgte mich, ein Mann, ich drehte mich um und sah meinen Entführer. Er lächelte bösartige, die Augen zwei Schlitze. Sein schwarzer Mantel flatterte im Wind. Er kam immer näher, ich versuchte zu beschleunigen, aber ich wurde immer langsamer. Dann schrie ich, ich schrie und wollte nicht mehr aufhören, er hatte mich erreicht und stach mit einem Messer nach mir.

Ich riss meine Augen auf, ich schrie tatsächlich, mein Entführer ruckelte an meinen Schultern. Ich schrie nur noch mehr.
„Beruhig dich!“
Ich sah ihn verwundert an und dann kam die Trauer wieder.
„Lassen Sie mich doch gehen!“
Er schüttelte mit dem Kopf.
„Ich habe einen Flug nach England gebucht, wir müssen los, der Flug geht bald.“
Ich sah ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Europa, England? Dahin wollte er mich also verschleppen. Es war wirklich zum verzweifeln. Als er mich im wahrsten Sinne des Wortes zum Flughafen geschleppt hatte, steuerte er ein Privatflugzeug an. Wollte dieser Irre etwa selbst fliegen? Ich würde sterben, spätestens wenn ich da drin saß.
„Ich dachte Sie hätten einen Flug gebucht.“
Sagte ich vorsichtig zu ihm.
„Hab ich auch, nur dass dieser Flug privat ist, wir wollen doch nicht, dass du irgendwelche Aufmerksamkeit auf uns lenkst.“
Wir stiegen in das Flugzeug. Er flog nicht selber, das Flugzeug hatte einen Piloten, den ich nicht zu Gesicht bekam, er sprach nur ab und zu mit englischem Akzent zu meinem Entführer. Er machte mir Angst, er zwinkerte so gut wie nie und er lächelte nie, lachen schien ein Fremdwort. Er war nicht viel älter als ich und schon so ernst und kriminell. Aus was für gesellschaftlichen Kreisen kam er wohl. Ich konnte komischerweise, nur noch an die Arten denken, wie er mich ermorden würde. Er könnte mich mit einem Messer töten, mir die Kehle durchschneiden, mich erdrosseln, erschießen oder zu Tode quälen. Aber warum dieser ganze Aufwand? Warum sollte

1 2 3 4

Kommentare

pünktchen schrieb am 2008-01-17 18:02:41:
also die geschichte is echt der ahmmer...anfangs ein wenig verwirrend aber trotzdem superspannend...hoffe du schreibst ne fortsetzung oder gibt es schon eine?

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.