Entscheidungen 1
von
Yve
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jemand extra den Weg nach Amerika zurücklegen, um sein Opfer gezielt zu entführen und dann mit einem Privatflugzeug wieder zurück nach England bringen. Das ergab keinen Sinn.
„Das ergibt keinen Sinn…“
Erst jetzt bemerkte ich, dass ich die ganze Zeit starr auf meine Füße gestarrt hatte, ich war so in Gedanken versunken gewesen.
„Was ergibt keinen Sinn?“
Er sah mich fragend an.
Ich sah ihn erschrocken an.
„Nichts. Nichts von Bedeutung.“
Ob ich schon als vermisst gemeldet worden war? Vermissten mein Vater und dessen Geliebte mich überhaupt? Ich konnte es mir kaum vorstellen, schließlich konnte die viel jüngere Frau meines Vaters mich nicht ausstehen, genauso wenig, wie sie Fotos von meiner verstorbenen Mutter duldete. Vielleicht war es ja ganz gut, wenn ich starb, wenn ich starb. Ich schlief ein, diese ganze Sache machte mich körperlich wie auch seelisch völlig fertig. Es war ein traumloser Schlaf. Es ruckelte und ich öffnete die Augen, das Flugzeug schien zu landen. London Airport.
Mein Entführer war gerade im Inbegriff mich abzuschnallen, er zog mich am Arm vom Sitz und aus dem Flugzeug. An der Straße wartete schon ein Auto, pechschwarz wie das im Wald. Man konnte nicht sehen, wer sich hinter den Scheiben befand. Wir stiegen ein. Die Fahrt war endlos lang, wie die Flüge und Fahrten vor ihr. Wir verließen London, fuhren an Wäldern und Wiesen vorbei, bis wir Glasgow erreichten. Er hielt erst im Wald, an einem riesigen, alten, düster wirkenden Anwesen.
„Steig aus.“
Es war noch sehr dunkel und so stolperte ich über einige Anhebungen der Erde. Es musste aber jeden Moment hell werden. Jeden Moment. Das Haus war genauso alt eingerichtet, wie es aussah und überall war es stockfinster. Anscheinend mochten diese Leute keine Helligkeit. Er lotste mich weiter. Auf dem Weg zu einem Raum, den ich auf gar keinen Fall kannte, kamen uns andere Personen entgegen. Sie sahen erstaunt oder gar erfreut aus. Wir blieben vor einer schweren Holztür stehen. Er klopfte an. Eine männliche Stimme rief herein und wir traten ein. Ein Raum, dunkel wie die anderen zuvor auch, die Fenster verhangen von schweren Samtvorhängen.
„Du kannst jetzt gehen Daniel.“
Daniel hieß er also. Daniel nickte einmal und verließ sofort den Raum. Ich fühlte mich ein wenig fehl am Platz.
„Sei willkommen Viola, nimm doch Platz, fühl dich wie zu Hause, denn das hier wird dein neues zu Hause.“
Und so hatte alles seinen Lauf genommen. Eric hatte mir erklärt, dass ich eine entscheidende Position in ihrem Krieg einnehmen sollte, in einem Krieg zwischen Werwölfen und Vampiren, ich würde ihn entscheiden, er erzählte mir jedoch nicht wie.
Nun saß ich hier, mit all ihnen an einem Tisch und aß während sie mich beobachteten. Ich musste hier irgendwie wegkommen, ich wusste nur noch nicht so genau wie, aber ich würde es schaffen.
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Kommentare
pünktchen schrieb am 2008-01-17 18:02:41:
also die geschichte is echt der ahmmer...anfangs ein wenig verwirrend aber trotzdem superspannend...hoffe du schreibst ne fortsetzung oder gibt es schon eine?
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