Enumin
von
Sin
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Einleitung
Weit ab, von allen bekannten Sternensystemen, vielleicht sogar noch viel weiter entfernt, als man bisher glaubte, dass überhaupt möglich wäre gibt es eine Welt, durch und durch beherrscht von Magie, mystischen Kreaturen und Göttern...
Seit Äonen von Jahren gedeiht das Leben auf dem Planeten Enumin trotz eines „Ewigen Krieges“ prächtig. Die Evolution ließ viele neue Arten von Leben entstehen.
Die Lebewesen sind biologisch angepasst, an Waffentechnologien und Magie und haben selbst verheerende Kräfte entwickelt. Menschen sind längst nicht mehr die einzigen intelligenten Lebewesen. Wie es zum „Ewigen Krieg“ kam wissen nur noch ganz wenige.
Seit einiger Zeit sorgt eine seltsame Veränderung der Umwelt bei allen höheren Spezies für Aufruhr.
Man munkelt um eine Prophezeiung, die vielleicht das Ende des Krieges sein könnte, vielleicht auch die Apokalypse...
1. Das Buch
Trace hatte längere blonde Haare, eine Brille, trug durchschnittliche Kleidung (wie man sie eben im 21. Jahrhundet trug) und er war eigentlich schon immer ein ruhiger Junge gewesen. Einen Großteil seiner Zeit verbrachte er, wenn er nicht gerade in der Schule saß und dem endlosen gequatsche eines Lehrers zuhörte, hinter einem Buch verborgen allein in seinem Zimmer, in einem Hochhaus in der großen Stadt Heidelberg. Dort lebte er zusammen mit seiner Mutter Jutta. Sein Vater war bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen, als er noch sehr klein war. Trotzdem hatte er nie einen Vater vermisst. Seine Mutter sorgte sich gut um ihn. Wenn andere Jungs Fusball spielten, wollte er lieber ein neues Fantasy-Buch lesen. Er war zwar 17 Jahre alt, aber Fantasy-Literatur war auch für Ältere auf alle Fälle etwas, womit man seine Zeit verbringen konnte. Und einige Freunde aus seiner Klasse teilten mit ihm diese Einstellung. Er war weder irgendwo ungewöhnlich begabt, noch ungewöhnlich groß, oder sportlich noch hatte er irgendwas anders seltsames an sich. Ja, eigentlich war sein Leben geradezu ungewöhnlich normal verlaufen. Es gab keine absonderlichen Aktionen, die sein Leben prägten, oder sonst etwas, was etwas Abwechslung in seinen monotonen Lebensalltag gebracht hätte. Doch an diesem einen Tag, sollte etwas passieren, das sein Leben ganz gewiss verändern würde...
Gedanken verloren ging Trace seinem alltäglichen Schulweg nach. Die vorbei rauschenden Autos und vorüber laufenden Passanten nahm er gar nicht richtig war. Sein Schulranzen war so schwer wie eh und je und der Duft der in der Luft hing hatte sich seit den 17 Jahren, die Trace nun schon in dieser Stadt lebte auch kein bisschen verändert. Ziemlich sicher würde es demnächst anfangen zu regnen. Der Himmel hatte die Farbe eines verwaschenen Grautons angenommen und ein kühler Herbstwind trug zusätzlich dazu bei, dass man das Wetter als miserabel ansehen konnte. Seit einigen Wochen schon sah es ganz danach aus, als wollte die Sonne überhaupt nie wieder scheinen. Trace war mit seinen Gedanken ganz wo anders. – Seit er dieses eine Buch gefunden hatte, war er andauernd in Gedanken versunken.
Das Buch beschrieb eine Welt auf eine Weise, die alles wissenschaftliche und logische einfach niederriss. Man konnte alles oder zumindest fast alles genau so auch auf die reale Welt übertragen und hin und wieder gab es doch Stellen im Buch, die so aussahen, als wäre genau das die Absicht des Autors gewesen – der übrigends nirgendwo erwähnt wurde und auch nicht auf dem schlichten schwarzen Leder des Umschlags vermerkt war – das einzige, was man sah, waren einige vollkommen wirr aussehende Zeichen, die wahrscheinlich den Titel des Buches darstellen sollten. Das Buch enthielt nicht wirklich eine spannende Fantasygeschichte, sondern viel mehr eine Art Nachschlagewerk für allerlei fantastische Dinge wie Parallelwelten, Magie und Kreaturen von denen zumindest Trace noch nie etwas gehört hatte. Bisher hatte er noch niemandem von dem seltsamen Buch, das er vor knapp einer Woche auf dem Sitz einer Straßenbahn gefunden hatte, erzählt und er hatte irgendwie auch nicht vor, das noch zu tun. Nicht, solange er nicht wusste, was das wirklich für ein Buch war, dass er durch einen glücklichen aber ebenso banalen Zufall gefunden hatte.
Seltsamer weiße befanden sich auch eine Reihe unbedruckter Blätter in dem kleinen Buch, auf denen zum Teil in unleserlicher Handschrift Notizen zu finden waren. Unleserlich waren die Notizen eigentlich nur, da sie in einer Schrift geschrieben waren, die Trace nie zuvor gesehen hatte, die aber große Ähnlichkeit mit dem vermeintlichen Titel des Buches aufwies. Trace hätte zu gern gewusst, wem dieses seltsame Buch eigentlich gehörte, und noch viel interessanter wäre, wer es denn geschrieben hatte!
Ein ziemlich großer Regentropfen, der mit einem „Platsch“ auf seinem Kopf auftraf, riss Trace förmlich aus seinen Gedanken. Ein schneller Blick in den Himmel sagte ihm, dass er sich schnellstens etwas zum Unterstehen suchen sollte, wollte er nicht Gefahr laufen, vollkommen durchgeweicht nach Hause zu kommen. Glücklicher Weiße war er kurz zuvor an einer Bushaltestelle vorbeigelaufen und war in einigen Sekunden schon unter einem schützenden Dach in einer kleinen Hütte aus Beton. Ein, zwei Sekunden später krachte ein heftiger Wolkenbruch auf die Straße, der die Sichtweite dermaßen einschränkte, dass man nicht weiter als wenige Meter sehen konnte. Ein ohrenbetäubendes Rauschen, begleitet von einem Blitz und einem anschließenden Donner läuteten das größte Unwetter ein, dass man je gesehen hatte. Ganz nebenbei registrierte Trace, dass nicht das mindeste lüftchen wehte, sonst aber alle Bedingungen für das apokalyptische Unwetter erfüllt waren. Trace kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Nach einer knappen halben Minute grauenvoller Wasserergüsse hatte sich die Straße schon in einen richtigen fließenden Fluss verwandelt. Er war mehr als einfach nur dankbar, dass er gerade jetzt an der hässlichen aber durchaus massiven Bußhaltestelle war. Er wollte sich nicht ausdenken, was passiert wäre, würde er jetzt unter freiem Himmel stehen. Dass er hier nicht raus gehen würde, bevor es aufgehört hatte, wie aus Eimern - nein wie aus Containern - zu regnen, das stand wohl absolut fest. Mehr als 10 Minuten stand er einfach nur da, und sah der mächtigen Naturgewalt zu, wie sie die ganze Stadt zu versenken drohte. Es war relativ düster in der Betonhütte, aber es reichte, um einige Schemen wahrnemen zu können. Etwas Wasser sammelte sich auch hier schon am Boden, da die Straße das Wasser nicht in der Masse abtransportieren konnte. Eine perfekt abgetrennte linie aus vom Himmel fallendem Wasser bildete fast schon eine Art Tür, die den eigentlichen Eingang der Haltestelle verschloss. 'Bei einem solchen Wolkenbruch, musste es tote geben', dachte Trace erschüttert! Nach weiteren Fünf Minuten, in denen er das ohrenbetäubende wasserfallartige Rauschen hören musste, und vielleicht zum hundertsten Mal einen Finger in die Fluten hielt, die erbarmungslos auf die Stadt schlugen, fragte
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Kommentare
Sin schrieb am 2006-12-07 14:03:38:
Kurz und bündig, es wird auf alle Fälle eine Fortsetzung geben!^^
Storyparadies Moderator Klaus schrieb am 2006-12-04 20:30:39:
Dafür das Du Dir die Geschichte einfach so ausgedacht hast, ist sie Dir sehr gut gelungen.
Die einzelnen Orte und begebenheiten sind gut beschrieben, und der Leser kann sich das ganze Bildlich vorstellen, ohne das es langweilig wird.
Das mit der "Wörtlichen Rede" eilt nict.Ist so OK.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Du mußt diese Geschichte einfach zu Ende bringen.
Gruß
Klaus
Sin schrieb am 2006-12-03 17:19:11:
Natürlich wird es eine Fortsetzung geben! Auch wenn ich noch nicht ganz genau weiß, wann ich sie hier rein stellen kann, denn sie muss erst noch erfunden werden!^^
Bis dahin wollte ich erst noch etwas Feedback!
Das mit der Wörtlichen Rede ist mir noch gar nicht aufgefallen! Danke schonmal für den Tipp!
Laura schrieb am 2006-12-03 13:12:06:
Hallo Sin,
mir gefällt dein Schreibstil sehr, ebenso der Inhalt. Du hast es geschafft mich mit dem Beginn deiner Geschichte sofort zu fesseln. Deine Geschichte gleicht einer Erzählung, was ich sehr schön finde, dennoch würde ich mehr wörtliche Rede einfließen lassen, was das Ganze auflockert. Ansonsten sehr gelunger Anfang und ich freue mich schon auf die Fortsetzung (es gibt doch eine oder?^^)
Liebe Grüße,
Laura
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