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Kategorien > Aus dem Leben > Horror

Eric und Dylan

von Michael Behofsics

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Eric und Dylan

Den Plan nochmals durchzugehen war eine gute Idee, leider jedoch umsonst.
Es passierten so viele unerwartete Dinge das wir letztendlich improvisierten, was schade war, unser Plan war gut. Wir hätten bekommen was wir wollten.
10.00 Uhr. Dylan checkt noch mal die Waffen und sieht nach ob wir alles haben was wir brauchen. Haben wir. Wir sind bereit. Ich bin ein wenig nervös, habe aber keine Zweifel an unserem Vorhaben.
„Hast du schiss?“ frage ich Dylan.
„Nah. Bisschen nervös. Du?“ kommt es zurück.
„Nah.“
Wir packen die Taschen zusammen und verlassen das Haus. Es ist Herbst, in Littleton heisst das Idylle pur. HA! Bullshit.
„Fahren wir noch was essen.“ Schlägt Dylan vor. Ich habe keine Einwände. Als ich zum Drive-through Schalter fahre und in diese leblose Kassiererfratze starre, überkommt mich dieser allzu bekannte Hass. Meinem Mitleidenden geht es wohl genauso, seinem Gesichtsausdruck nach zu schließen. Endlich dieses unangenehme Ereignis hinter uns gebracht, widmen wir uns wieder ganz unserem Vorhaben.
Dylan dreht die Musik leiser. „Also, rein in die Schule. Dem Direktor die Generalschlüssel abnehmen, und alle Ausgänge absperren die unmittelbar bei den Klassenräumen liegen. Die Schüler in die Cafeteria treiben und BOOM! Ha ha.“
Ich muss zugeben der Gedanke, zu sehen wie diese Drecksäcke nichtsahnend ihrem Tod entgegen laufen, im Glauben sie würden vor ihm flüchten, amüsiert mich.
11.15 Uhr. Wir sind da. Ich stelle den Motor ab und atme tief ein.
Dylan zeigt auf einen Schüler der an unserem Auto vorbei geht.: „Da ist Dave!“
Wir steigen aus dem Wagen und lassen uns Zeit mit den Taschen, Dave soll sehen was wir vorhaben. Als ich meine Tasche öffne und die abgesägte Pump-Gun hervorhole ist er schon auf dem Weg zu uns.
„Hey Leute. Auch spät dran heute?“
Ich hole Patronen aus der Tasche und lade die Pump-Gun. Dylan rammt ein Magazin in die automatische Tec-Nine und entsichert.
„Scheiße,“ sagt Dave „Sind das echte Waffen?“
„Verpiss dich Dave.“ Kommt es von Dylan.
„Ja,“ füge ich hinzu „hier brennt gleich die Luft. Verzieh dich einfach. Ich kann dich irgendwie gut leiden.“
Das Metallische Klick.Klack als ich das Gewehr durchlade lässt alle Muskeln in meinem Körper zucken. Meine Nerven sind zum zerreißen gespannt, und mein Finger schmiegt sich wohlig an den Sicherungsabzug. Ich kann es kaum noch erwarten.
„Los geht’s.“ Beschließt Dylan. Er wirft sich eine Tasche um die Schulter, ich die zweite.
Schon von weitem kann ich Rosie Caddler und ihren Kotzbrocken von Freund, Donald McCann, an einem Baum liegend sehen. „Scheiß McCann!“
Donald McCann ist einer der übelsten Schlägern an der Columbine, er hat mich schon in der Grundschule drangsaliert und gequält.
Rosie ist eigentlich nicht so schlimm, aber sie hat über Dylan verbreitet er hätte einen kleinen Schwanz, weil er nicht mit ihr ins Bett wollte. Sie sieht eigentlich nicht schlecht aus, aber sie ist eben mit McCann zusammen. Und mit seiner Freundin vögeln hätte den Tod zur Folge.
Aber wie die Dinge liegen, ist es an uns einiges klar zu stellen.
Als wir etwa zwei Meter von Mister und Mrs.Arsch entfernt sind, legen Dylan und ich an.
Ich lasse mir Zeit bis ich McCanns Kopf direkt zwischen Kimme und Korn habe und drücke den Abzug, nicht ohne eine gewisse Befriedigung zu spüren. Ich muss wohl vergessen haben die geringe Distanz zum Ziel zu berücksichtigen, denn statt des Kopfes explodiert Donnie’s Brustkorb. Dylan sagt etwas wie „20 Zentimeter du Schlampe.“ Und in Begleitung des Royal Orchestra von Tec-Nine, das sich etwa wie >POK<>POK< anhört, sinkt Rosie mit zwei Löchern mehr im Kopf zu Boden.
Mission beginnt, Plan im Eimer. Macht aber nix.
11.32 Uhr.Wir betreten die Schule durch den Haupteingang. Lautes Gemurmel, und hier und da ein Schrei aus den Klassen. Bei Schüssen oder Explosionen werden die Klassenräume versperrt, bis der Direktor Entwarnung gibt oder Evakuiert. Also warten wir nicht lange und der Drecksack taucht auf. Dylan stellt sich hinter mich und setzt die M16 zusammen. Wir lassen den Direktor bis auf etwa 6 Schritte auf uns zukommen. Ich achte nicht auf das was er sagt, und ich gebe mir keine Mühe die Pump-Gun zu verstecken, wozu auch.
Endlich macht Dylan einen Schritt neben mich und legt auf den Direktor an.
Ich behalte indes die Klassenräume im Auge, um etwaige Helden gleich aus dem Verkehr zu ziehen. Direktor Haystack quietscht kurz als er in den Lauf der M16 blickt, macht dann auf dem Absatz kehrt und läuft um sein Leben. Dylan lässt ihn beinahe bis zur Cafeteria Tür kommen und schießt Haystack ins Bein >POW< und in den Rücken >POW<.
Mit einem lauten Aufschrei geht er zu Boden. Wir sehen das er nichtmehr hochkommt und lassen ihn fürs erste da liegen. Armes Schwein eigentlich, aber eben immer noch ein Schwein, hat immer die Falschen in Schutz genommen und gefördert.
Die Tür Links von mir öffnet sich zögerlich und lässt mich meine ehemalige Physik Lehrerin erblicken. Ohne zu zögern ziehe ich die Glock aus dem Hosenbund und drücke sie ihr unters Kinn. Den Bruchteil einer Sekunde treffen sich unsere Blicke, ich will ihr eigentlich sagen wie sehr ich sie Hasse, wie sehr ich sie alle Hasse. Sie, diese Sport Idioten, deren Freundinnen, deren Väter, Mütter, Fernsehhelden, Präsident, Gott, Existenz.
Stattdessen Drücke ich ab. >POW< röchelnd und keuchend versucht sie im fallen die Tür zu zuziehen, aber ich bekommen den Knauf zu fassen und reiße sie auf.
„Gib mir Deckung.“ Sage ich und warte neben der Tür bis Dylan mit der Tec-Nine in die Klasse spaziert, und in die Menge Feuert. Erst danach gehe ich rein mit der Pump-Gun im Anschlag. Ich erledige gezielt zwei meiner Peiniger. Überall Geschrei und Panik. Alle kriechen sie unter die Tische als ob wir sie dort nicht kriegen könnten. Ich höre viel Gewinsel und Geschluchze, und, ich höre Miss Glenn röcheln. Sie liegt direkt vor einem Tisch unter dem sich zwei oder drei Leute verstecken. Dylan streckt mir die M16 entgegen und nickt in Miss Glenns Richtung. Ich versuche mir vorzustellen wie es wohl aus der Pespektive der unter dem Tisch kauernden aussehen mag, als der Lauf des Sturmgewehrs sich langsam auf miss Glenns Kopf niederlegt.
>POW< Glenns Kopf macht einen Ruck nach oben als ihr Hinterkopf explodiert, und an den Seiten Blut hervorschießt.
11.44 Uhr. „Essenszeit.“ Sagt Dylan.
Ich gehe voraus, er gibt mir Rückendeckung. Ich erwische ein Mädchen das gerade durch den Haupteingang entkommen will am Hals. Dylan zieht eine Anti Personen Granate aus dem Gürtel und wirft sie zwischen die Tische, bevor er die Tür zu zieht. Genau zu diesem Zeitpunkt sehen wir eine Menschentraube, schreiend und weinend auf die Cafeteria zulaufen. Das wäre perfekt wenn wir die Scheiß Bombe nicht verpfuscht hätten. Aber egal.
Noch bevor wir überhaupt die Tür zur Cafeteria erreichen fangen wir an zu Schießen. Wir Feuern einfach in die Menge.
„Muss nachladen.“ Sage ich.
„Ich geb dir Deckung.“ Kommt es wie aus der Pistole geschossen.
Selbes Spiel

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Kommentare

jakobea wosijk schrieb am 2009-04-14 17:31:51:
ich finde, du hast deine Geschichte ziemlich gut geschrieben, realistisch. Sie hält sich nicht unbedingt an das reale Geschehen, muss aber auch nicht, finde ich. Allerdings musst du ein bisschen auf Zeichensetzung und Ausdruck achten. Weiter so.
jako
Michael Behofsics schrieb am 2007-11-06 14:36:18:
Wie du sicher bemerkt hast scheinen nirgendwo die namen harris und klebold auf. Und wieso sollte ich mich an die nackten Tatsachen halten, ist ja kein Zeitungsbericht oder? Meine Story, meine Entscheidung.
Aber trotzdem danke.
deathinapril schrieb am 2007-10-19 15:13:33:
also ich muss mal ganz ehrlich sagen vom rein stilistischen her find ich sie nicht schlecht.
ALLERDINGS wenn du deine Protagonisten schon als eric harris und dylan klebold darstellst dann solltest du auch bei den realen tatsachen und dem richtigen ablauf des geschehenen bleiben.Ich schätze du wirst dich sicherlich darüber informiert haben aber trotzdem hapert es an einigen stellen an der realität. aber wie gesagt ansonsten ganz gut geschrieben.

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