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Kategorien > Humor > Absurdes

Erwina die schüchterne Milch

von Charly Brown

1

Ganz schüchtern blickte Erwina hinter dem großen Baum hervor auf die große
Wiese.

Alle spielten auf ihr, die Flaschen, die Nachfüllbeutel, die H-Milcher, ja
selbst die Joghurts hatten sich eingefunden um einen netten Becher
kennenzulernen.

Und sie sehen so gut aus. Erdbeere, Himbeere, selbst Sauerrahm-
Kirsch-Rababer-Kokos-Quark-Joghurt (Opfer von jahrelangen Inzest-Ehen) sah
wundervoll aus. Und Erwina dagegen ist nur eine Dickmilch. Häßlich und ekelhaft.
-Niemals werde ich einen Nachfüllbeutel oder gar eine Flasche finden, die sich
mit mir vereinen will: dachte sie traurig.

Wie groß doch die Angst in ihr war, als sie sich langsam aus dem Schutz des
Baumes wagte und auf die Wiese trat.
Erst kehrte Stille ein. Doch dann brüllte eine der H-Milcher:
"Igitt, Dickmilch".
Alle fingen an Würggeräusche und Spuckgebaren zu machen.
Erwina brach das weiße Herz. Und sie weinte süße, fette, milchige Tränen.

Doch die anderen dachten gar nicht daran das Spotten einzustellen.
Bis auf Parceval, dem schönen Plastikbecher mit der bunten Bemalung.
Er trat mit traurigem Gesicht auf Erwina zu.
"E-E-Es t-t-tut mir leid": stammelte er. "Ich wollte dich nicht verletzen".

Breites Strahlen machte sich auf ihrem Gesicht breit.
Doch es verfiel genau so schnell wie es gekommen war, denn eine Dickmilch in
einem Plastikbecher, dass passt einfach nicht zusammen.

So drehte sie sich mit verzerrtem Gesicht um und wollte gehen.
Da ertönte ein Grölen "RÖÖÖÖÖÖPS".
Alle erschraken zutiefst.
"Was war das für ein unheimlicher Laut?": fragte Parceval.
"I-I-Icke waaaar det" lallte eine Stimme aus der Richtung des Baumes.

Die Gestallt kam näher.
Sie trug ein rosa Tütü, eine weiße Strumpfhose über ihren buschig beharrten
Beinen und kleine schwarze Balletschuhe.
In der Hand hielt sie einen pinken Stab auf dem ein gelber kleiner Stern
leuchtete.
"KSlaldjaksdhjuzwdkh ksahdksa ***asödäsad": Die Worte die unter dem Vollbad
dieser Gestalt hervorquellten waren kaum zu verstehen und so wagte Parceval
höflich nachzufragen: "Häh??"

"I-I-Ich sachhhte, ick bin de Bierfee! Und ick werd da Dicken eh Gefolln dun"
Die Bierfee drehte sich in Erwinas Richtung und sprach ihren Zauberspruch.
"RÖÖÖÖÖÖÖÖÖPS, WÜÜÜÜÜÜÜRG".

Und es geschah ein Wunder, die so schüchterne Dickmilch fing an sich zu
verändern.
Sie fing an zu gären. Und wie sie gärte. Sie wurde fester und fester und nach
einer Minute war sie "kein Joghurt".

Was ist geschehen fragte sie ganz entsetzt. Ich wollte doch in meinen geliebten
Becher.
"K-K-Kannnnnzte ouch": sagte die Bierfee.
Aber wie den, ich bin doch noch kein Joghurt.
"Richtig" bemerkte die Fee.
"Du bist was Besseres!"
"Wie, was besseres??" fragte sie mit leicht bebender Stimme.

Und wie als Antwort fingen alle an zu singen:
"Müllermilch, Müllermilch, Müllermilch die schmeckt.
Müllermilch, Müllermilch die weckt was in dir steckt!




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Kommentare

Lars schrieb am 2008-12-21 00:59:58:
Ja was soll man dazu schreiben? Fange ich doch mal so an, der Anfang klag für mich vielversprechend, daher dachte ich mir lese ich es mal durch, zur Mitte hin fing die Geschichte dann an, ein wenig (ich will nicht sagen an Leben verliert) Ich würde mal schätzen, dass der Autor hier nicht mehr genau wusste, was er noch schreiben könnte, wollte die Geschichte aber auch nicht vorläufig beenden...
Trotzdem ansich ganz gut, das Ende ein wenig absurd, aber es ist ja auch unter Humor, von daher 3,5 von 5 Sternen
Lieben Gruß
Lars

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