Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Beziehungen > Außergewöhnliches

Es ist nicht nur dein Leben

von Yve

1 2 3 4 5

Zitternd hob ich meinen Kopf, er pochte. Etwas lief warm an ihm hinunter. Langsam hob ich meine Hand und fuhr über die Flüssigkeit, ich sah sie mir an. Es war Blut, mein Blut. Angewidert wand ich meinen Blick ab. Ich konnte kein Blut sehen, ich hatte es noch nie sehen können. Alles tat weh, einfach alles, was hatte ich mir dabei nur gedacht? Eigentlich war es ja auch egal, was ich mir dabei gedacht hatte. Ich wollte einfach nur flüchten und nun war ich hier, eingeklemmt in meinem Auto. Es war eisig kalt, mein Atem stieg in kleinen Rauchwölkchen nach oben. Ich stöhnte leicht, meine Beine taten furchtbar weh, ich konnte sie nicht bewegen, sie waren eingeklemmt.
„Hilfe.“
Es war zu leise, als das es jemand hätte hören können. Und wer auch? Ich lag auf einer verlassenen Landstraße, die mitten durch einen Wald verlief. Ich war so dumm gewesen. Aber wahrscheinlich, wäre ich letztendlich doch gestorben. Ich wollte noch nicht sterben und deshalb lag ich jetzt hier und würde es sowie so. Ich hatte einen einzigen Moment nicht aufgepasst und da war dieses Reh über die Straße gelaufen, ich hatte den Lenker des Autos rum gerissen und dann hatte das Schicksal seinen Lauf genommen. Ich hatte den Wagen nicht mehr unter Kontrolle gehabt, er war gegen den nächst besten Baum geprallt. Es war ein Wunder, dass ich überhaupt noch lebte, das hatte ich wohl dem Airbag zu verdanken, er hatte zwar verhindern können, dass mein Kopf gegen das Lenkrad geknallt wäre, aber das Glas neben mir war zersplittert, das Glas hatte mir die schmerzende Wunde am Kopf beigefügt.
Ich konnte kaum klar sehen, es war so gut wie alles verschwommen, ein paar mal versuchte ich mich aus der verzweifelnden Lage zu befreien, es war unmöglich, angestrengt entspannte ich mich so gut es ging. Ich war trotz meiner misslichen Lage optimistisch. Der Wagen knackte verdächtig. Sofort kehrte die Anspannung zurück, was war, wenn das Ding hochging.
„Nein…“
Ich konnte nichts dagegen tun, ich würde sterben. Tränen liefen mir über die unterkühlten Wangen, ich hörte mich schluchzen. Dann wieder ein Knacken, jetzt neben der Fahrertür. Ängstlich drehte ich meinen lädierten Kopf, ganz vorsichtig zur Seite. Da stand jemand, ich wusste wer da stand. Es war vorbei. Er beugte sich weiter hinunter, sein pechschwarzer Mantel bewegte sich leicht, im eisigen Wind, der durch den Wald fegte. Seine klugen, grünen Augen, die immer eine gewisse Härte ausstrahlten musterten mich ärgerlich. Er schüttelte seinen Kopf. Ich formte das Wort nein mit meinen Lippen, aber ich glaube es war nur ein leichtes Zucken undefinierbar. Und doch schien er mich gut zu verstehen.
„Doch, ich nehme dich mit.“
Seine tiefe, attraktive Stimme war klar und deutlich zu vernehmen. Wie ich ihn verabscheute. Wenn ich mich hätte wehren können, hätte ich es getan und ich hätte eine minimale Chance gegen ihn gehabt, wenn ich taktisch vorgegangen wäre, aber er war zu stark, geistlich wie auch körperlich. Als er die Tür öffnete, und ich war immer erstaunt über diese Stärke, gab mein Bewusstsein auf und machte einer gähnenden Leere Platz.

Ich vernahm zwei Stimmen, als ich wieder zu mir kam, die eine tiefer als die andere. Ich wusste wem die Stimmen gehörten. Ganz ohne Zweifel. Vorsichtig öffnete ich meine Augen. Mir tat alles weh, einfach alles. Vorsichtig hob ich meine Hand. Eine Infusionsnadel, die in meiner Hand steckte lächelte mir entgegen. Ich hasste Nadeln und wie ich sie hasste. Ich konnte mich nur ganz schwer bewegen, wahrscheinlich hatten sie mich mit Morphium voll gepumpt. Der Raum war dunkel, was sollte man auch anderes erwarten? Bloß nicht zu viel Helligkeit in die Räume lassen.
„Ich will gehen.“
Meine Stimme hörte sich schwach an, aber ich war mir sicher, dass sie sie hören konnten. Jemand nahm meine Hand. Wenn ich die Kraft gehabt hätte, wäre ich vor der Kälte, die von ihr ausging weggeschreckt doch so lag sie einfach nur schwach in ihr.
„Du kannst nicht gehen, du bist schwer verletzt und wir werden dich auch nicht gehen lassen.“
Ich gab einen verächtlichen laut von mir.
„Nimm dein Schicksal an Viola.“
Ich versuchte mit dem Kopf zu wackeln, es ging nicht. Ein Schmerz durchfuhr ihn.
„Nein.“
„Du wirst früher oder später müssen.“
Das glaubten aber auch nur die.
„Könntest du uns für einen Moment alleine lassen?“
Eric wollte sich erheben, doch ich hielt seine Hand so fest es ging, in meiner.
„Nein, lass mich nicht mit ihm allein.“
Ich versuchte ihn anzusehen. Er entwand sich meinem Griff und schritt zur Tür.
„Machs nicht so lang.“
Ich wusste ganz genau, dass er mit dem Kopf wackelte. Die Tür wurde geöffnet und wieder geschlossen. Ich schloss meine Augen. Er setzte sich neben mich aufs Bett, ich konnte spüren, wie sich die Matratze leicht nach unten bog.
„Was hast du dir dabei gedacht, Viola?“
Ich antwortete nicht, warum auch.
„Ich rede mit dir.“
Keine Antwort. Er wurde wütend, dass konnte ich spüren.
„Sie mich an. Los!“
Vorsichtig öffnete ich meine Augen und sah ihm in die grünen Augen. Er hatte diesen harten Gesichtsausdruck.
„Du hättest sterben können.“
Sagte er ruhig und beherrscht.
„Dann wäre ich gestorben, aber es ist sowie so mein Schicksal, früher oder später zu sterben.“
„Sag so etwas bitte nicht.“
Er machte mich wütend, er schürte die Trauer und die Wut nur noch mehr.
„Ich soll so etwas nicht sagen? Aber es ist doch die Wahrheit, Daniel! Es ist die Wahrheit! Irgendwer wird irgendwann über mich herfallen aus diesem Irrenhaus hier und dann werde ich sterben, oder in ewiger Verdammnis leben müssen. Und das will ich nicht!“
Sein Gesichtsausdruck wurde noch härter.
„Du verstehst es einfach nicht, Viola.“
„Ich verstehe sehr wohl, Eric will mich dazu zwingen ihn zu heiraten und dann wird er mich zu eine von euch machen, diese Prozedur wäre sehr schmerzhaft und ich bin nicht gewillt die Sonne zu meiden.“
Er biss die Zähne aufeinander.
„Es ist eine Strafe ja, aber dann würde ich dich nicht verlieren, nie mehr. Ich liebe dich auch.“
Mit diesen Worten war er verschwunden. Ich liebe dich auch…
Tränen sammelten sich in meinen Augen. Er liebte mich.
„Verdammt…“
Wochen voller Schmerz vergingen. Daniel kam mich nicht mehr besuchen, er mied meine Gesellschaft. Eric sah ab und zu nach mir, aber darauf konnte ich verzichten. Wie ich ihn verachtete. Ich stand mitten in meinem dunklen Krankenzimmer und humpelte mit meinen Krücken zu Tür, um sie zu öffnen. Ein langer Flur erstreckte sich vor mir. Leer und dunkel, wie die restlichen Räume auch waren. Es musste doch irgendwie zu schaffen sein, diesem ganzen Wahnsinn zu entfliehen. Ich humpelte weiter vorwärts, ich wusste ganz genau, wo der Ausgang war. Als ich ungefähr in der Mitte, des Flures angekommen war, blieb ich mit einem meiner Krücken an einer Teppichfalte hängen und stürzte zu Boden. Ich sog die Luft scharf ein. Warum passierte mir immer so etwas, wenn ich fliehen wollte? Das Schicksal hatte eindeutig etwas gegen mich. Eine Tür öffnete sich knarrend und da stand

1 2 3 4 5

Kommentare

dtzuj schrieb am 2007-12-12 20:04:44:
ja bitte spannend das schreit regelrecht nach fortsetzung ....
anonym schrieb am 2007-10-19 17:00:24:
schnell weiter bitte

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.