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Kategorien > Fantasy > Mystisches

Evelyn (3. Teil)

von Starlet Sancha

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Ab in die Höhle des Löwen

Da standen wir nun. Ich erinnerte mich daran, wie ich früher mit meinen Eltern diese Höhle besichtigt hatte. Bevor sie vor 3 Jahren aus unbekannten Gründen nicht mehr besichtigt werden durfte. So langsam bekam ich jedoch eine Ahnung, warum man sich lieber von diesem Ort fernhalten sollte. „Alles okay?“, fragte meine Tante besorgt. „Ja. Mir geht’s super. Bin nur etwas schlapp. Los gehen wir hinein.“, meinte ich und versuchte entschlossen zu klingen. Aber in Wirklichkeit machte ich mir nur selbst etwas vor. Ich hatte Angst. Ich wusste nicht, was uns dort erwartete, nur, dass es meine Eltern ohne Probleme gefangen hatte. Und hier komme nun ich. Ein 16-jähriges Mädel, das in ihrem Leben noch nicht mal einen Jungen geküsst hat. Ich atmete noch einmal tief durch und stapfte in die Höhle. Kaum hatten wir den Höhleneingang hinter uns gelassen, da hörte ich einen lauten Knall und kurz darauf war der Eingang verschlossen. Fantastisch. Das fing doch schon gut an. „Wir müssen zusammen bleiben.“, erklärte Spencer und nahm meine Hand. Ich nickte nur und griff nach der Hand meiner Tante. „Sieh einer an, wen haben wir denn hier?!“, dröhnte es von um uns herum. Obwohl ich Angst hatte, versuchte ich zu antworten, ohne dass meine Stimme zitterte. Was mir gar nicht so leicht viel. „Komm heraus! Ich habe keine Lust mehr auf Spielchen! Lass meine Eltern frei!“ Lautes Gelächter ertönte. Na ja, also doch nicht so einfach. Hätte ja klappen können. Plötzlich wurde mir schwindelig. Oh nein, nicht schon wieder. Ich drückte Spencer’s Hand und dann fiel ich in ein schwarzes Loch. „Evelyn, Evelyn. Wie schön, dass du nun leibhaftig vor mir stehst.“ Ich blinzelte ein paar Mal und erkannte die schwarze Gestalt, die schon früher einmal zu mir gesprochen hatte. „Was soll das alles? Ich will jetzt endlich wissen was hier los ist! Was willst du von mir und warum wurden meine Eltern entführt? Das ergibt doch gar keinen Sinn!“ So langsam wurde ich richtig sauer. „Deine Eltern stehen direkt hinter dir. Du kannst zu ihnen gehen, wenn du willst.“ Ich war mir sicher, dass das ein Trick war, trotzdem blickte mich um und stellte überrascht fest, dass die Gestalt die Wahrheit sprach. „Mum, Dad!“, rief ich und rannte auf sie zu. Erkannte aber nicht den magischen Schutzschild, prallte dagegen und landete auf meinem Rücken. Die Gestalt stand nun direkt über mir. Ich konnte ihre Augen sehen, die hellblau leuchten. Sie reichte mir eine Hand. „Ich sagte, du kannst zu ihnen gehen, wenn du willst. Aber ich war noch nicht fertig. Ich möchte dir einen Deal vorschlagen.“ Ich schlug entrüstet die helfende Hand aus dem Weg und stand etwas schwerfällig auf. „Ich hab heute bereits schon einen Deal abgeschlossen und habe kein Interesse an noch Einem!“ Die Gestalt starrte mich an und ich bildete mir ein, ein leichtes Lächeln in dem Schatten ihres Gesichtes zu erkennen. „Kleine Evelyn. Ich will dir nichts Böses…“ Ich lachte auf. „Und das soll ich dir glauben? Du erscheinst mir nicht sehr vertrauenswürdig. Lass meine Eltern frei und wir reden über diesen Deal.“ Die Gestalt zischte und nickte dann. „So soll es sein. Deine Eltern kommen gesund nach Hause. Den Rest regeln wir danach. Schlag ein.“ Ich ergriff die schwarze Hand. Und schon wieder hatte ich einen Deal abgeschlossen, ohne vorher darüber nachzudenken. Toll Evelyn, wirklich toll. Ich blickte in das Gesicht meiner Mutter. Mein Vater versuchte mir etwas zu sagen. Magie Ist Überall… Da war es wieder. Dieser Satz. Was hatte er nur zu bedeuten? Dann waren meine Eltern verschwunden. „Und nun zu deinem Teil der Abmachung. Es war wirklich schwer dich zu erreichen, Evelyn. Darum musste ich diese ganze Entführungssache inszenieren. Dabei wollte ich dir nur einen Vorschlag unterbreiten. Ich hatte nicht vor, dass es soweit kommt. Aber was geschehen ist, ist geschehen. Sprechen wir über deine Zukunft.“ „Einen Moment. Bevor wir über meine Zukunft reden, will ich eines wissen. Warum ich? Warum der ganze Aufwand wegen einem gewöhnlichen 16 jährigen Mädchen?“ Ich fand, dass es mir zu stehe nach dem Grund zu fragen. „Die Wahrheit ist: Wir brauchen deine Hilfe! Du bist eine Hexe und nun auch zur Hälfte ein Vampir. In den letzten Jahren haben sich immer mehr Außenseiter dazu entschieden, sich nicht gegen die Menschen zu stellen und ein normales Leben zu führen. Wir, die Dämonen, waren davon nicht gerade begeistert, aber wir haben nichts dagegen unternommen. Im Gegensatz zu dem, was dir deine Tante erzählt hat, stehlen wir nicht die Kräfte der Außenseiter, wenn sie sich weigern sich uns anzuschließen.“ Ich weigerte mich diesem Dämon zu glauben. Aber andererseits. Warum sollte er lügen? Ich hatte eh keine Wahl, egal was er mir erzählte, ich musste tun was er wollte. „Vor ein paar Wochen haben dann die Vampire Kontakt mit uns Dämonen aufgenommen. Wir haben erfahren, dass sich die Werwölfe, Hexen und Kobolde verbündet haben und nun auf einen Krieg mit uns aus sind. Wir brauchten jemanden, der für uns sprechen würde. Du, kleine Evelyn, hast erstaunliche Fähigkeiten und wenn du lernst sie zu beherrschen, dann kannst du die Anderen Wesen überzeugen, dass wir alle weiter in Frieden leben sollen. Sie hätten gar keine andere Wahl, als dir zu folgen. Deshalb Evelyn, musstest du heute einige Prüfungen überstehen. Wir mussten wissen, wie weit du bereit bist zu gehen.“ Die Gestalt verschwamm vor mir. „Warte!“, rief der Dämon und meine Sicht wurde wieder klar. „Du wirst in den nächsten Wochen weitere Informationen erhalten. Bis dahin merke dir: Magus Est Ubiquaque.“ „Autsch!“ Ich prallte auf den Höhlenboden. „Evelyn! Ist alles okay?!“ Ich hörte die besorgte Stimme meiner Mutter. Ich sprang auf und umarmte sie stürmisch. „Geht es euch gut?!“ Meine Ma lächelte und drückte mich ganz fest. „Uns geht es gut. Das haben wir dir zu verdanken. Aber der Preis, den du dafür zahlen musstest war zu hoch.“ Ich zwinkerte um meine Tränen zu stoppen. „Es war alle Probleme wert.“ Ich sah mich suchend um. Spencer war nirgends zu sehen. Meine Mutter lächelte wissend. „Er ist zurück zu seinem Vater gegangen.“ Dann wurde sie ernst. „Ich soll dir ausrichten, dass du morgen erwartet wirst. Wir wurden ebenfalls zum Essen eingeladen.“ Uh, schon wieder zur Essenszeit ins Vampirhaus. „Keine Sorge, Schatz. Uns wird nichts passieren. Du gehörst jetzt auch zu den Vampiren. Ob es mir gefällt oder nicht, wir werden dich morgen begleiten. Nur auf deine Tante solltest du nicht zählen. James und Maria sind nicht gerade die besten Freunde.“ Ich war so froh darüber meine Eltern zurück zu haben, dass ich beinahe alle Fragen vergaß. Mein Vater nahm mich in den Arm und sagte leise: „Für deine Fragen haben wir noch genug Zeit. Lasst uns erst mal nach Hause gehen. Ich glaub da wartet noch ein Kuchen und ein paar Geschenke auf einen gewissen Jemanden.“ „Ach Dad, lasst euch nie wieder entführen, ja?“ Mein Vater lachte. „Versprochen.“
Wir machten uns auf den Weg nach Hause. Diesen Geburtstag würde ich nicht so

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Kommentare

Gimliy schrieb am 2008-11-10 21:37:08:
Hi. Freue mich echt, dass es nun endlich weiterging :-) Gut gemacht, wirklich actionreich.
Bitte mach noch eine Fortsetzung, Liebe Grüße: Gimliy
Ps: Meine Lieblingsstelle:
Und hier komme nun ich. Ein 16-jähriges Mädel, das in ihrem Leben noch nicht mal einen Jungen geküsst hat.

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