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Eyes like yours 5
von
Fullmoon
Hi Leute!
Nicht erschrecken, das ist nur der neue Name für "American Lovestory" :-) Also, viel Spaß beim fünften Kapitel!
Liliane war ins Wohnzimmer gegangen und schaute sich Fotos an. Sie lächelte ein wenig, als sie sich als volljährige sah. Jane und Matt standen an beiden Seiten von ihr und reckten anerkennend die Daumen hoch.
Matt, der schon immer wie ein Bruder oder Freund für sie war. Und bald würde er ihr Schwager werden. Es erstaunte sie immer noch, wie lange sie sich schon kannten.
Sie hörte Füße auf der Treppe und klappte das Album wieder zu.
Es war Matt.
Er schenkte ihr einen Blick, der sagte, dass sie nicht böse auf sie waren. Sie fühlte sich wieder ganz klein, was sie nicht sein wollte.
Er setzte sich neben sie und sah auf das Fotoalbum.
„Die guten alten Zeiten, nicht wahr?“
„Ja... die guten alten Zeiten.“ Sagte sie mit einem Seufzer. „Was macht Jane?“
„Sie schläft.“ Antwortete er. „Aber kommen wir erst einmal zu dir. Lass uns reden, Liliane.“
„Ich weiß nicht über was du mit mir reden willst... ich meine... mir geht es schon wieder besser und das, was ich gemacht habe, als ich betrunken war, war ja auch meine Schuld und von daher...“
„Nein, ich will über dich reden. Über Jane und mich. Und Ian.“
„Warum Ian?“
„Komm, wir gehen nach draußen.“
Wieso tauchte überall dieser Name auf? Ian hier, Ian da. Sie standen auf und gingen auf die Veranda. Liliane lehnte sich an das Geländer, aber Matt wies sie auf die Bank.
Der Himmel sah immer noch so trüb aus.
„Sag mal ehrlich. Kannst du Ian wirklich nicht leiden?“
„Ja.“ Sagte sie sofort. „Nein.“ Sagte sie später. „Vielleicht...“
Matt lachte leise. „Du weißt es also nicht.“
„Hat es was damit zu tun, dass wir eure Trauzeugen sind und uns deshalb verstehen müssen? Wir haben so etwas wie einen Pack gemacht, der sagt, dass wir miteinander reden, uns aber nicht mögen müssen...“
„Ein wenig. Ian ist mein bester Freund... unsere Freundschaft war schon immer so etwas wie ein Geschenk für mich.“
Matt war der glücklichste Mann auf der Welt. Jane hatte sich bereit erklärt mit ihm nach Amerika zu gehen und nun lebten sie seit ein paar Monaten in seinem Appartement.
Doch eines Tages stritten sie sich.
Jane wollte, dass er mehr Zeit für sie hatte, doch er sagte, dass er arbeiten müsste, damit sie sich endlich den Traum von einem gemeinsamen Haus erfüllen konnten.
„Das Haus ist mir scheißegal! Ich bin wegen dir hierher gezogen!“ hatte sie geschrieen.
„Aber Jane... versteh doch...“
„Nichts verstehe ich!“
„Jane!“
Sie hatte ihm nur einen letzten enttäuschten Blick zugeworfen, bis sie sich umgedreht hatte und aus der Wohnung stürmte.
Er hatte sie überall gesucht. Sein Herz war krank vor Sorge und er machte sich Tausende Vorwürfe. Er hatte jeden Menschen in diesem kleinem Kaff gefragt, bis endlich jemand sagte, er hätte sie in ‚Old Shatterhands’ gesehen, eine kleine, verruchte Bar.
Und dort saß sie, auf einem Barhocker, neben Ian und lachte. Natürlich war er sofort eifersüchtig geworden, ging hastig auf die beiden zu und packte Ian hart an der Schulter.
„Verschwinde!“ hatte er gezischt, doch der junge Student hatte ihn nur angegrinst.
„Hattest wohl Streit mit der Lady, was?“
„Verschwinde, hab ich gesagt!“
„Hey, bleib mal ganz cool... ich hab deiner Lady nichts getan. Wir saßen nur hier und haben uns unterhalten, alles klar? Außerdem hat sie mir deutsch beigebracht. Ich kann schon ‚Guten Tag’ und ‚Wie geht es dir?’ sagen.“
Endlich schaltete sich auch Jane ein.
„Matt, das ist Ian. Er studiert Jura. Er ist wirklich nett.“ Fügte sie hinzu. Ihr Blick sagte ihm, dass sie ihm verziehen hatte, doch seine Schuldgefühle waren immer noch da.
„Sieht gar nicht aus wie jemand der Jura studiert.“ Hatte er gemurmelt und sich neben Jane niedergelassen.
„Haben schon viele vor dir gesagt. Matt, war dein Name?“ fragte Ian. Matt nickte knapp und bestellte sich ein Bier. „Jane ist ne nette Frau, also pass auf, was du machst, oder du kriegst es mit mir zu tun, klar?“
Matt hatte sie mit seinen Blicken durchbohrt. Was zum Teufel hatte das zu bedeuten? Aber sie hatte ihn nur entschuldigend angelächelt.
Eine Weile tranken sie schweigend ihr Bier, bis Jane sagte: „Er wohnt nicht weit von uns.“
„Aha.“
„Ich mag ihn.“
„Schön.“
„Und da er sowieso Semesterferien hat... könnten wir uns doch treffen, oder? Du gehst doch arbeiten und ich hasse es alleine rumzusitzen.“
Bitte? Sie wollte sich mit diesem Studenten treffen? Er sah viel zu gut aus.
Ian schien zu ahnen, was er dachte. „Im Moment hab ich keine Lust auf ne Freundin. Keine Angst, ich spann sie dir nicht aus, Matt.“
Er hatte nur widerwillig ‚Ja’ gesagt. Er wusste nicht, wie er Ian einschätzen sollte. Er sah aus wie der Penner aus der letzten Ecke, sein Charakter war gewöhnungsbedürftig und er studierte Jura. Und Jane mochte ihn.
Seine Zweifel wurden bald geräumt, als er abends heimlich jobbte, um Jane ein Schmuckstuck zu schenken, dass sie in einem Juweliergeschäft gesehen hatte. Leider war der Job in einem kriminellen Viertel und abends wurde er von ein paar hungrigen Landstreichern überfallen. Völlig hilflos musste er die Tritte und Schläge über sich ergehen lassen, bis Ian auftauchte. Er kannte die Leute, war sogar mit ihnen befreundet(!) und hatte sie angebrüllt, was zum Himmel sie da taten.
Sie hatten Matt losgelassen und beschämt das Weite gesucht. Ian half Matt auf die Beine.
„Alles klar bei dir?“
„Sieht’s so aus?“ hatte er gebrummt.
„Nicht wirklich.“
„Dann frag auch nicht.“
„Wie du willst.“
Ian brachte ihn zu Jane und Matt konnte einfach nicht anders. Er hatte den Kleinen einfach in sein Herz geschlossen.
„Hey, Ian.“
„Was?“
„Du bist ein richtig feiner Kerl.“
„Danke, Mann. Du aber auch.“
Sie hatten sich angelächelt und ein unsichtbares Band geknüpft, das seit acht Jahren eine Freundschaft zwischen ihnen herstellte.
„Wow...“ hauchte Liliane, als sie die Geschichte gehört hatte. „Was hat Jane gemacht, als sie dich gesehen hat?“
„Geschrieen.“ Liliane lachte. „Versuch doch bitte dich mit ihm zu verstehen. Er hat auch Jane geholfen.“
Liliane knabberte an ihrer Unterlippe herum. Sich mit Ian verstehen? Ein Pack hatte ihr schon gereicht, jetzt noch einer...
Aber die Geschichte hatte sie wirklich erstaunt. Ians Sprache hatte sich zwar im Laufe der Jahre geändert und nun wusste sie auch, warum er so einen Hang zu Unhöflichkeit hatte, aber selbst Matt hatte sie akzeptiert. Was sollte sie nur tun?
„Aber nur freundschaftlich.“ Hörte sie sich sagen und war im nächsten Moment entsetzt.
Matt strahlte sie an.
„Klar. Ich erwarte nicht und Jane natürlich auch nicht, dass du eine Beziehung mit ihm anfängst.“
Oh mein Gott, was hatte sie getan?
„Was wolltest du noch von mir?“ fragte sie schnell.
„Es ist eigentlich nicht viel...“ Matt sah sie an. „Ich will, dass du in mir so etwas wie einen Freund oder einen Bruder siehst.“
Da fing sie an zu lächeln. „Aber das tue ich doch.“
„Echt?“ Es klang sehr überrascht.
„Natürlich.“
Sie umarmten sich lange und Liliane war froh, dass Matt für sie da war...
Völlig gehetzt erreichte Ian sein eigenes Büro und ließ sich auf den bequemen Chefsessel fallen. Lil’s Medaillon hatte immer noch in seiner Hand, die nun feucht vor Schweiß war.
Er sollte es ihr wirklich zurückgeben. Wie kam er bloß dazu, er, der Anwalt! Er verhaftete Menschen vor Gericht, die mordeten, Menschen schlugen oder ausraubten!
Und nun das...
Die Tür ging auf und Lance betrat das Büro. Er setzte sich Ian gegenüber und musterte ihn.
„Was ist?“ fauchte dieser.
„Diese Liliane ist sehr, sehr nett...“
„Wie schön für dich. Sonst noch was?“
„Sie hat schöne Proportionen.“
„Aha.“
„Und einen süßen Hintern.“
„Fein.“
„Und ihr Gesicht-“
Ian klatschte die Hände auf den Holzschreibtisch und beugte sich weit zu Lance hervor. Seine Augen blitzten gefährlich.
„Hör mal gut zu, Lance, lass Lil in Ruhe, oder du kriegst es mit mir zu tun!“
Lance grinste.
„Du bist also nicht an ihr interessiert.“
„Wieso?“
„Den Satz hast du auch schon mal zu diesem Matt gesagt, das heißt, dass ich gute Chancen habe, dass wir zusammenkommen.“
„Das war vor acht Jahren. Kann sein, dass ich mich geändert habe.“
„Hey Kumpel, beruhig dich, war doch nur einer meiner kleinen Tests.“
Nein, er war schon wieder reingefallen!
Lance liebte es so zu tun, als würde er die Frauen begehren, die bei Ian übernachtet hatten und Ian fiel immer wieder darauf rein.
„Altes Arsch.“ Murmelte er leise.
Lances Blick fiel auf etwas goldenes in Ians linker Hand.
„Was ist das?“
„Ne Kette.“
„Die kenn ich doch.“
„Ist von Lil.“
„WAS?“
„Ich hab sie ihr abgenommen.“
„Du hast sie bestohlen, du Volltrottel! Das gibt ne satte Geldstrafe oder mindestens drei Wochen Gefängnis, Ian!“
„Kann ich mit leben.“ Sagte dieser schulterzuckend.
„Bist du übergeschnappt?“ rief Lance. „Gib sie ihr sofort wieder zurück!“
„Hatte ich doch vor! Ich... überlege nur noch.“
„Was gibt es da zu überlegen? Gib sie ihr sofort zurück, oder ich tue es selbst!“ brüllte Lance.
Ian machte einen gespielt tiefen Seufzer. „Aber die ganzen Akten, die ich noch zu erledigen habe...“
„Das übernehme ich heute! Und du gehst jetzt! JETZT, Ian, hast du gehört?“
„Meinst du mit j e t z t, jetzt?“
„JETZT!!!“
Breit lächelnd verließ Ian wieder das Büro. Lance war nicht der einzige der tricksen konnte...
Liliane erlebte vier wunderschöne Ian-lose Tage. Sie fuhr mit Jane einkaufen, konnte in aller Ruhe ihren Kitschroman lesen und durch den kleinen Vorort schlendern, ohne jemandem zu begegnen, der sie nervte. Sie hatte nicht vergessen was sie Matt gesagt hatte und sie würde sich auch daran halten, aber er wusste ja nicht wie wahnsinnig schwer es war jemanden plötzlich mögen zu müssen. Matt ließ ihr Zeit und die Zeit würde sie nutzen.
Sie hätte laut fluchen können, als sie von ihrem Morgenspaziergang wieder kam und ein schwarzes Cabrio sah.
Sie hatte ein luftiges gelbes Sommerkleid an, dass sie zusammen mit Jane gekauft hatte und einen breiten Strohhut auf, der sie vor der Sonne, die schon so heiß schien, schützen sollte.
Sie hätte in einem Sommerfilm mitspielen können. Die Stufen der Veranda knarrten leise, als sie sie bestieg und die Klingel drückte.
Jane öffnete ihr die Tür und verkündete fröhlich, dass Ian da sei, um mit ihnen einen Ausflug zu machen.
Wie es schien hatten sie alle auf Liliane gewartet, denn sie standen alle im Flur, bereit zu gehen.
„Wir fahren an einen See, der zu dem Grundstück von Ians Eltern gehört... das heißt, dass er nur für uns bereit steht.“ Erklärte Matt lächelnd. „Jane hat Badesachen für dich eingepackt. Wir werden ein paar Tage dort verbringen.“
„Oh, gut.“ WIE BITTE? „Hallo, Ian.“ So sehr sie es auch hasste... Höflichkeit war Höflichkeit.
Seine blaugrünen Augen sahen sie gut gelaunt an. „Hi, Lil.“
„Können wir?“ fragte Jane und sah in die Runde. „Liliane, willst du bei Ian mitfahren?“
„Ähm... eigentlich...“
„Ich nehme sie gerne mit.“ Sagte Ian und packte sie an der Hand.
„Äh, Ian...“
Doch was nützte das schon? Fünf Minuten später saß sie schon wieder in seinem Cabrio und musste seine überdimensionale gute Laune ertragen.
Er summte die Lieder im Radio mit, trommelte die Finger im Takt auf das Lenkrad und hatte sein Sunnyboylächeln aufgesetzt.
Ihren Strohhut musste sie Jane geben, denn er war ihr viel zu schade für die Fahrt. Immerhin hatte er 60 Dollar gekostet und falls Ian zu schnell fahren würde, würde er wegfliegen.
„Soweit alles klar bei Ihnen?“ fragte er schließlich nach zwanzig Minuten schweigsamer Fahrt.
„Ich kann mich nicht beklagen.“ Antwortete sie.
„Freut mich.“
„Und mich erst.“
„Wir sollten uns wirklich duzen.“
„Fangen Sie nicht schon wieder an!“ sagte sie seufzend. „Ich kann’s nicht mehr hören.“
„So fremd bin ich Ihnen nun auch wieder nicht, Lil. Wir kennen uns schon... lassen Sie mich rechnen... zehn Tage.“
„Na, super.“
„Das ist ein Jubiläum.“
„Juhu.“ Sagte sie tonlos.
„Ich möchte Sie gerne ausführen.“
„Auf keinen Fall.“ Protestierte sie. „Ich bin bereit so etwas wie eine Freundschaft mit Ihnen zu führen, aber keine Affäre.“
„Habe ich etwas davon gesagt?“ fragte er unschuldig.
„Nein, aber Sie haben sicherlich etwas davon g e d a c h t.“ erwiderte sie.
Er drehte das Radio leiser.
„Sie haben Recht, ich führe keine Frauen aus, dessen Schuhe ein Eigenleben führen.“
Gegen ihre Willen musste sie grinsen, wurde dann aber wieder ernst.
„Ich fand, dass wir uns viel zu nahe gekommen sind. Für eine Freundschaft. Falls das, was zwischen uns überhaupt so etwas ist.“ Fügte sie hinzu.
„Das hätten Sie mir sagen können, aber nein, Sie schießen ihre Schuhe weg, und erzählen mir irgendeinen Unsinn.“
„Sie hätten selbst darauf kommen sollen, dass eine solche Umarmung zu intim war.“ Entgegnete sie und warf ihm einen Blick zu.
„Wer? Ich? Für mich ist so was eindeutig noch freundschaftlich gewesen.“
„Ach ja? Und der Fast-Kuss?“
„Es gibt keinen Fast-Kuss.“ Sagte er spottend.
„Nachdem was ich gesehen habe, schon.“
„Ich habe mich hinreißen lassen.“ Gab er schließlich zu. Er hatte nicht einmal die Spur von Röte im Gesicht, was sie daraus schließen ließ, dass er öfters solche Spielchen mit Frauen trieb. „So wie Sie, als Sie betrunken waren.“
„Danke, aber es war nicht nötig mich daran zu erinnern. Es war lediglich ein Ausrutscher, weil ich sonst nicht so viel trinke.“
„So, so. Können Sie denn schwimmen?“
„Was soll die blöde Frage?“ Sie sah ihn böse an. „Natürlich kann ich schwimmen!“
„Ich dachte nur... falls Sie eine Wasserallergie haben... dann müsste ich ja in der Nähe sein, um sie aus dem Wasser zu fischen.“
„Nein, es freut mich Ihnen mitteilen zu dürfen, dass ich gesund bin.“
„Wunderbar.“
Sein selbstgefälliges Grinsen störte sie und sie beschloss, ihn während der ganzen Fahrt nicht anzuschauen. Versprechen, hin oder her.
Das kleine Städtchen hatten sie längst hinter sich und Ian bog zehn Minuten später nach rechts, um von der Autobahn auf eine gemütliche Landstraße zu kommen.
Die Umgebung erinnerte Liliane an ihr Picknick mit ihm und sie hoffte, dass Jane ihren Badeanzug statt ihren Bikini eingepackt hatte.
Sie würde diesem Mann auf keinem Fall zu viel Aussicht von sich zeigen.
Ian hätte jeden Moment erwartet, dass sie ihn zur Rede stellte. Aber es schien als würde sie ihr Medaillon nicht allzu sehr vermissen.
„Wir sind in ungefähr fünfzehn Minuten da.“ Sagte er plötzlich.
„Ich habe nicht gefragt.“
„Ich weiß, aber vielleicht zählen Sie ja wieder die Minuten und Sekunden, wie lange Sie in diesem Auto sitzen.“
„Das habe ich nicht gemacht.“ Nur weil sie es einmal getan hatte, hieß es nicht, dass sie es jede Fahrt tat. Das galt auch für die kleine Fummelei.
„Ich habe auch ‚vielleicht’ gesagt, Lil Darling.“
Sie stöhnte, als er ihr schon wieder einen neuen Kosenamen gab. Hoffentlich erwartete er nicht, dass sie ihn ‚Ian Schätzchen’ nannte. Allein die Vorstellung war für sie die Hölle.
„Meine Eltern haben ein großes Haus auf dem Land. Sie lieben die Natur, so wie Sie. Vor ein paar Tagen sind sie weg aus New York und nach Ohio gezogen.“
„Haben sie auch Pflanzen und Blumen?“
„Reichlich. Der See ist umrundet von Bäumen. Fast wie ein Halbkreis. Außerdem wird er beleuchtet. Von außen natürlich.“ Sagte er, als sie ihn verdutzt angestarrt hatte. „So bescheuert sind sie auch wieder nicht. Ein See von innen beleuchten...“ Er lachte. „Die Fische würden sich gestört fühlen.“
„Was für ein lustiger Mensch Sie doch sind.“ Sie verdrehte die Augen.
„Hatten wir nicht ausgemacht, dass Sie mich nicht ankeifen sollen?“
„Keine Ahnung.“
„Und ob Sie Ahnung haben. Und was hätten wir da als Strafe?“ Er tat so, als würde er krankhaft überlegen und in den Augenwinkeln beobachtete er, wie sie schon wieder wütend wurde.
„Sie haben mich schon mehrmals geduzt und trotzdem führe ich eine, wenn auch lächerliche, Unterhaltung mit Ihnen!“
„Keep cool, Baby.“
Sie erreichten ein kleines, aber schönes Dorf. Die Leute schienen Ian zu kennen, denn sie winkten ihm fröhlich zu. Sein blödes ‚keep cool’ konnte er sich sonst wo hin stecken.
Liliane schloss die Augen und zwang sich nicht sauer auf ihn zu sein.
Nach ein bis zwei Atemübungen war ihre Wut, zwar nicht ganz, aber fast verraucht.
Ians Wagen polterte über einen Kiesweg, der zu einem riesigen Grundstück führte.
Als sie vor einem großen Haus parkten, kam Liliane aus dem Staunen nicht mehr raus. Es war ein altes Haus, ja, aber es war wunderschön. Es sah fast wie eine Pension aus und erinnerte an die Häuser in Österreich.
Jane und Matt waren wohl schon öfters hier, denn sie gingen zielstrebig, Matt mit einer Riesentasche, durch den Garten, um sich den See anzuschauen. Endlich stieg auch Liliane aus dem Wagen, während Ian einen kleinen Rucksack aus dem Kofferraum holte. Jane kam ganz kurz zurück um Liliane ihren Strohhut zuzuwerfen, den sie aber nicht fing, da sie gerade die Gegend erforschte.
Der Garten und auch das ganze Haus war faszinierend. Ian hatte sich erbarmt und sie durch das Haus geführt. Es war gemütlich, fast alle Möbel waren alt und aus Holz, nur das Badezimmer war gefliest und gekachelt und die Einrichtung war sehr modern. Liliane sah die größte Badewanne, die sie je gesehen hatte, und grob geschätzt hätten vier oder mehr Leute Platz darin gehabt.
Matt und Jane hatten sich ihr gewöhnliches Schlafzimmer ausgesucht, das sie schon seit mehreren Jahren besetzten, wenn sie hier zu Besuch waren und Ian zeigte Liliane ihr Zimmer.
Er stieß die Tür weit auf und erfreut stellte sie fest, dass sie Sicht auf den See hatte.
Mit großen Augen betrat sie das Zimmer. Der Fußboden war mit einem weichen Teppich versehen und das rosa Himmelbett mit der Rüschenbettwäsche ließ ihr Herz höher schlagen.
Sie ging ans Fenster und sah hinaus. Ian hatte nicht übertrieben.
Der See war wirklich umringt von Tannen und um ihn herum standen Laternen. Der Garten war voller verschiedenster Blumenarten, die sie sich unbedingt angucken musste.
Sie drehte sich zu Ian herum, dessen Inneres bei ihrem strahlenden Gesicht, leicht erschrak.
„Es ist wundervoll...“ hauchte sie und vergaß für einen kurzen Moment die Feindseligkeit zwischen ihnen.
„Ich wusste, dass es Ihnen gefallen würde.“ Brachte er gerade noch so hervor.
Jane und Matt erschienen an der Türschwelle, bereits fertig umgezogen für das kühle Nass.
„Lily, dein Bikini.“ Jane warf ihr zwei schwarze Stofffetzen zu, die sie energisch auffing. Jane selbst trug einen blauen Zweiteiler.
„Hast du nicht meinen Badeanzug mitgebracht?“ fragte sie ihre Schwester, die nur verschmitzt mit dem Kopf schüttelte. Das war wieder sonnenklar.
Die beiden Turteltäubchen verschwanden und ließen sie allein mit Ian und ihrem Bikini zurück.
Er warf ihr einen selbstsicheren Blick zu, musterte sie abschätzend von oben bis unten und grinste schließlich.
„Wenn Sie wollen, dass ich mit diesen Zweiteilern erscheine, dann sollten Sie möglichst schnell von hier verschwinden.“ Zischte sie.
Oh ja und wie schnell er verschwinden würde, um noch mehr nackte Haut von ihr zu sehen...
Er schloss die Tür hinter sich und Liliane zog sich um.
Die Tage versprachen nicht gerade tolle Aussichten...
„Lily, nun komm endlich ins Wasser!“ rief Jane ihr zu.
Liliane beobachtete sie von ihrem Liegestuhl aus, wo sie sich gleich, nachdem sie sich umgezogen hatte, mit ihrem Buch hingesetzt hatte. Wenigstens war Jane so nett und hatte es mitgebracht.
Sie schüttelte nur den Kopf und las weiter.
„Ich werfe das verdammte Teil gleich ins Wasser!“ brüllte ihre Schwester. „Komm rein, es ist wirklich warm!“
„Ich habe keine Lust. Vielleicht morgen.“
Sie hatte Jane noch gar nicht gefragt, wie lange sie bleiben würden.
„Wir spielen Wasserball!“ sagte Matt, in der Hoffnung sie würde sich endlich bewegen.
„Viel Spaß!“
Seufzend gaben sie auf und vergnügten sich ohne Liliane im Wasser.
Liliane hörte Wasserplätschern, Janes erschrockenen Schrei, als man sie döppen wollte und sie hörte sie alle lachen.
Sie war nicht eifersüchtig, aber sie wollte auch nicht ins Wasser. Von ihrem Liegeplatz war sie, wie der See, umringt von Blumen. Die Heydens mussten einen sehr fleißigen Gärtner haben.
Eine Weile später lagen die Wasserratten links und rechts von ihr auf den Liegestühlen und ließen sich von der späten Nachmittagssonne wärmen.
Sie wagte es nicht Ian und seinen unwiderstehlichen Körper, der nun nass und feucht war, anzusehen, denn als sie es flüchtig getan hatte, hatten sich sehr komische Fantasien in ihrem Kopf eingenistet.
Sie hatte sich vorgestellt, wie Ian mit seiner Last auf sie lag und von seinen Haarspitzen einzelne Wassertropfen auf ihren nackten Körper fielen... Und ohne Vorwarnung hatten sich ihre Brustwarzen aufgerichtet und gegen den Stoff des Bikinis gedrückt.
Nein, so etwas würde nicht noch einmal vorkommen. Sie musste sich beherrschen.
„Liebling, wie wäre es mit einem kleinen Spaziergang durch das Dorf?“ fragte Matt seine Angetraute. Sie küsste ihn auf den Mund.
„Gerne, mein Schatz. Wir könnten auch dort essen gehen.“
Sie erhoben sich und verschlangen ihre Hände, wie auch ihre Blicke ineinander.
„Allein?“ fragte Matt mit seiner tiefen Stimme, die nun ganz rauh klang.
„Wie du willst...“ Janes Stimme war fast ein Flüstern.
Mit entschuldigender Miene wandte Matt sich an Liliane und Ian. „Ihr hättet doch nichts dagegen, oder?“ Sein Blick verharrte auf Liliane.
Sie lächelte und schüttelte den Kopf. „Warum sollten wir? Wenn ich heute Abend was zu essen kriege, dann bin ich wunschlos glücklich.“
„Geht ruhig. Lil und ich schaffen das schon. Falls ihr länger wegbleiben wollt, dann nehmt euch den Schlüssel.“
Als sich die beiden entfernten sah sie Ian zweifelnd an. „Wollen Sie einen Pizzaservice rufen, oder kochen Sie?“
„Die Putzfrau hat für uns eingekauft. Ich kann kochen.“
„Sie können kochen?“ wiederholte Liliane überrascht.
„Klar, kann ich das. Was wollen Sie denn zu essen haben?“
„Wenn Sie Kaviar haben, dann bitte das.“
Ihre Antwort war nicht ernst gemeint, trotzdem sah er sie mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Kaviar?“
Genervt verdrehte sie die Augen. „Verstehen Sie nichts von Scherzen?“
„Nicht bei Ihnen.“
„Vielen Dank.“
Das Verhalten von Jane und Matt machte sie skeptisch. Zuerst sollte sie bei Ian mitfahren, dann hatte Jane absichtlich ihren Bikini mitgebracht und jetzt musste sie wieder einen Abend allein mit ihm verbringen. Das waren eindeutig Verkupplungsversuche.
Ian schien ihre Gedanken gelesen zu haben, denn er sagte: „Machen Sie sich keine Sorgen. Ich werde Sie nicht anrühren, wenn Sie nicht wollen.“
„Oh, ich werde ganz bestimmt nicht wollen!“
Er nickte. „Aber wenn Sie anfangen, garantiere ich für nichts.“
„Ich habe auch nicht vor Sie wieder zu befummeln, Ian. Das wäre das letzte, außer vielleicht sterben, das ich tun würde.“
„Sie haben einen äußerst trockenen Humor.“
Seufzend legte sie das Buch beiseite und sah ihn ernst an.
„Ich habe Matt, na ja, er hat mich regelrecht dazu gebracht, versprochen, dass ich mich mit Ihnen verstehen werde.“
„So?“
Er räkelte sich wie ein Playboy auf der Liege und sie benetzte sich ihre Lippen.
„Also... der erste Schritt wäre, dass wir...“
„...uns duzen?“
„Das wäre vielleicht Schritt Eintausend, aber soweit sind wir noch nicht. Nein, wir suchen uns ein gemeinsames Gericht aus.“ Er schnaubte verächtlich. „Ich meine es ernst, Ian.“
„Deswegen reagiere ich auch so.“
„Ich liebe Spätzle.“
„Kenn ich nicht.“ Sagte er sofort.
„Ich mag Spiegeleier.“
„Joa, die mag ich auch.“
„Wir könnten Kartoffelauflauf machen. Mit viel Käse.“
„Klingt nicht schlecht.“
„Sag ich doch.“ Sie richtete sich auf und setzte sich im Schneidersitz hin. „Und Steaks. Schöne saftige, weiche...“ Er sah sie mit diesem Blick an. Sie sollte sich zügeln, denn sonst müsste sie eine Flasche Sekt opfern. „Steaks, Ian! Steaks!” sagte sie hastig, als er von seiner Liege aufstand und auf sie zugesteuert kam. „Haben Sie gehört? Ich habe von Steaks geredet!“
„Natürlich habe ich gehört, Schätzchen.“
„Sie... Sie schnurren ja...“
„Tatsächlich?“
„Ähm... ja...“
Er stellte fest, dass sie durchaus menschlich sein konnte, was aber nur geschah, wenn sie nervös war. Ansonsten war sie eine Maschine oder ein Monster, das mit Höflichkeit überfüllt war. Grässlich.
„Warum sind Sie so steif, Lil?“ fragte er leise und ließ sich auf ihre Liege fallen.
Sie krabbelte ein wenig von ihm weg. Diese Bemerkung hätte eindeutig zweideutig sein können. Was sie auch wahr, denn schon wieder waren ihre Nippel hart.
Es konnte nicht sein, dass dieser Mann sie erregte.
„Lassen Sie das!“ fauchte sie. „Ich weiß, dass Sie ihre Spielchen mit mir treiben!“
„Spielchen?“ Er wurde langsam wieder ‚normal’. „Lil, ich treibe doch keine Spielchen!“
„Mit Frauen schon.“
„Unsinn. Ich bin immer treu gewesen.“
Sie beschloss, dass es das beste war, wenn sie das Thema wieder wechselten.
„Wo waren wir? Ach ja... Steaks.“
„Ich bin ein verwöhnter Junge, der auch Nachtisch essen will.“
„Dann könnten wir Sie mit Eis bedienen.“
„Eis allein reicht mir nicht.“
„Kekse.“
„Zu wenig.“
„Obst.“
„Zu gesund.“
„Schokolade?“
Er ließ seine Augen über ihre Beine gleiten. „Schokolade wäre okay...“
„Äh... Schritt Nummer zwei wäre, dass Sie aufhören mich anzuglotzen.“
„Ich glotze nicht.“
„Was tun Sie denn gerade?“ fragte sie und setzte sich ihm kniend gegenüber. Seine Augen wanderten höher und blieben schließlich bei den Rundungen ihrer Brüste kleben. „Sie glotzen!“ rief sie empört.
Seine Hand griff schnell nach einem Handtuch und er drückte es ihr in die Hand.
„Dann ziehen Sie sich verdammt noch mal anders an!“
„Wie soll ich das denn machen, wenn meine Schwester so heimtückisch ist-“
„Ja, ja, immer auf die anderen.“
„Es ist aber so! Aber schön, wenn Sie mir nicht glauben...“
„Tue ich nicht.“
„Dann glauben Sie doch was Sie wollen!“
„Das ist aber nicht nett von Ihnen, so mit mir umzuspringen. Immerhin bin ich Ihr Gastgeber.“ Warf er ihr vor.
„Ach ja? Es ist auch nicht nett von I h n e n Ihre Gäste derart zu behandeln. Ich dachte Sie wären ein Gentlemen.“
„Bin ich normalerweise auch. Aber nur zu Frauen.“
Das war die übelste Beleidigung, die ihr je unter die Ohren gekommen ist und sie riss wütend den Mund auf, um gnadenlos zurückzuschlagen.
„Sie... Sie....idiotisches Schwein! Arschficker! Idiot! Wichser!“
Sie rief jedes erdenkliche Schimpfwort in ihr Gedächtnis zurück und am Ende keuchte sie.
Ian war überwältigt von ihrem Temperament und solche obszönen Begriffe hatte nicht mal er gehört. Lachend stand er auf und trug die zappelnde Liliane in die Küche.
„Sie sind unglaublich, Lil. Dann zeigen Sie mir mal, dass Sie genauso gut im Bereich kochen sind.“
„Ich dachte, Sie könnten kochen?“ rief Ian eine halbe Stunde später, als sie alle Zutaten auf einen Tisch gestellt hatten. Liliane stellte sich so ungeschickt an, wie man nur konnte und als er ihr befahl die Kartoffeln in Scheiben zu schneiden, weigerte sie sich.
„Ich kann auch kochen!“ verteidigte sie sich beleidigt.
„Ach ja? Dann schneiden Sie endlich die Kartoffeln, oder wir machen einen Kartoffelauflauf ohne sie, was vielleicht n i c h t so gut wäre!“
„Die Messer hier sind so anders.“ Beschwerte sie sich.
Es gab Momente, wo er sie erwürgen könnte. Dieser zählte dazu.
„Warum sind die Messer anders?“ fragte er mit bebender Stimme.
Er schnitt das Fleisch durch und würzte es von beiden Seiten.
„Sie sind so... lang und äh... scharf...“
„Haben Messer so an sich.“
„Ja, aber ich bin solche Messer nicht gewohnt.“
Grummelnd drückte er ihr zwei Teller in die Hand und ließ sie den Tisch decken.
Sie hatten sich beide nicht entschuldigt für das, was sie zu dem anderen gesagt hatte, aber im Augenblick war ihr das egal. Sie nahm zwei Weingläser aus einem Schrank und stellte sie auf den Tisch. Dann kniete sie sich hin und suchte einen Rotwein aus.
In der Küche hörte sie, wie Ian die Kartoffeln schnitt. Sie hatte sich nicht so anstellen sollen, aber die Angst vor übergroßen Messern konnte sie einfach nicht überwinden, seit sie gesehen hatte, wie ihr Onkel sich, aus Versehen, wohlgemerkt, seinen Finger damit abgehackt hatte. Heute lebt er in einer psychiatrischen Anstalt.
Sie beschloss Ian noch einwenig hilfreich zu sein und verstreute viel Käse über die Kartoffeln.
„Manchmal frage ich mich, ob Sie wirklich Deutsche sind.“ Sagte Ian, während er den Auflauf in den vorgeheizten Backofen packte und die Pfanne mit Öl erhitzte.
„Wieso?“ fragte sie verdutzt, ging zurück ins Esszimmer und schenkte ihnen Wein ein. Dann ging sie wieder in die Küche und überreichte ihm sein Weinglas.
„Sie können ‚Arschficker’ auf englisch sagen. Und Breitarschantilope. Das ist... beeindruckend.“
Sie nippte an ihrem Wein und musste leicht lächeln.
„Dann haben Sie ja heute einiges von mir gelernt.“ Draußen dämmerte es langsam und die Sonne ging hinter den vielen Tannen unter. „Hier wird es aber schnell dunkel.“
„Das kommt Ihnen nur so vor.“
„Es ist keine Kunst Schimpfwörter auf englisch zu sagen. Nicht, wenn der Mann Ian heißt und der Frau namens Liliane ein nicht gerade schmeichelhaftes Kompliment gemacht hat.“
Sie hatten sich wieder umgezogen und sie stand wieder in ihrem knallgelben Kleid vor ihm.
„Sie haben Recht. Aber jetzt erscheinen Sie mir als Frau. Das, was ich gesagt habe, sollte nicht heißen, dass ich in Ihnen ein Mann sehe. Ich habe das genommen, was Sie am meisten ärgert, nämlich das jugendliche, noch wachsende Mädchen.“
„Sie benehmen sich aber auch nicht anders. Außer, dass Sie in dem Falle ein Junge sind.“ Konterte sie. „Und braten Sie jetzt das Fleisch an.“
„Sie können keine Kartoffeln mit einem stinknormalen Messer schneiden, aber Anweisungen geben, das können Sie gut.“
„Freut mich, dass Sie das so positiv betrachten.“
„Warum setzen Sie sich nicht hin und entspannen sich ein wenig?“
Er briet die Steaks schön saftig, wie er es mochte und sie sah ihm dabei zu.
„Sie arbeiten zu sehen, entspannt mich mehr als alles andere.“
„Tja, ich wüsste noch etwas anderes, aber lassen wir uns erst einmal essen.“
Nach ein paar Minuten war das Essen angerichtet und auch der Auflauf war mittlerweile fertig. Der Käse brutzelte noch ein wenig vor sich hin.
Sie setzten sich hin und aßen eine Weile schweigend ihre Mahlzeit. Es schmeckte köstlich, das musste sie schon sagen und das Steak war wunderbar gebraten.
Er hatte sie angemeckert den Tisch zu kalt gedeckt zu haben, und schließlich Kerzenständer geholt, die eine romantische Atmosphäre verliehen.
„Ich dachte Abstand wäre gut.“ Sagte sie, um ihr ‚kaltes’ Gedeck zu begründen.
Er trank einen großen Schluck Wein. „Jetzt kommt schon wieder dieser Freundschaftskram.“
„Ja, jetzt kommt wieder der Freundschaftskram.“ Sagte sie und ihre Nasenflügel zitterten, weil sie sich schon wieder aufregte. Nicht jede Frau, die so oft mit einem Mann zusammen war, wollte gleich mit ihm ins Bett. Das sollte mittlerweile in seinen blöden Schädel eingedrungen sein. „Das alles kommt mir vor wie ein Candle-Light-Dinner und nach dem Essen haben Sie vor mich zu verführen.“
„Ich habe lediglich vor mit Ihnen baden zu gehen.“
Sie verschluckte sich an dem Stück Fleisch, dass sie sich gerade in den Mund geschoben hatte. „Wie bitte?“
„Sie dürfen Ihren Bikini anziehen. Und ich werde selbstverständlich auch nicht nackt gehen.“
„Es ärgert mich, dass Sie Entscheidungen treffen ohne mich zu fragen.“
„Wenn ich Sie fragen würde, würden Sie nein sagen.“
„Stimmt, das hatte ich durchaus vor. Ich bitte Sie... Sie wollen doch nicht ernsthaft mit mir in die Badewanne gehen.“
„Doch, und ich hoffe, dass Sie Ihren Bikini unter diesem schicken Kleid anhaben.“
Hatte sie, aber das musste sie ihm nicht unbedingt auf die Nase binden.
„Ich halte mehr von einem gemütlichen Plauderabend auf dem Sofa. Mit einem Glas Wein in der Hand...“
„Das Glas Wein können Sie auch mit in die Wanne nehmen. Besteht denn die Gefahr, dass Sie mich wieder befummeln?“
„Ich dachte das Thema wäre erledigt, aber offensichtlich finden Sie gefallen daran mich aufzuziehen. Und ich werde nicht mit Ihnen baden gehen.“
„Die Wanne ist groß genug.“ Er nahm sich noch ein wenig Auflauf. „Und vor mir brauchen Sie keine Angst haben.“
„Unsere erste Begegnung war da leider etwas anders.“
„Himmel, Sie hatten fast nichts an! Wie sollte ich denn darauf reagieren? Außerdem haben Sie meine Entschuldigung angenommen.“
„Trotzdem. Ich werde nicht mit Ihnen baden gehen.“
„Das werden Sie oder ich muss zu drastischen Maßnahmen greifen.“ Er aß seelenruhig seinen Teller leer, während ihr der Appetit längst vergangen war. Sie schob den Teller von sich weg und trank ihren Wein aus.
„Und die wären?“
„Och, ich hab da schon meine Tricks.“
Liliane stand auf. Der geschwungene Holzstuhl machte ein lautes Geräusch auf dem Parkettboden. Auch Ian war aufgestanden und betupfte sich den Mund mit der Serviette.
Arroganter hätte er sich nicht aufführen können.
Er trat näher und ihre Beine waren plötzlich wie festgewachsen. Ihr Herz schlug so heftig, dass sie Angst hatte, er könnte es hören. Sie beschleunigte ihren Atem, als er langsam und mit einem leichten grinsen im Gesicht, sein T-Shirt auszog.
Sie ergötzte sich für einen Moment an seinem Oberkörper, riss ihren Blick aber ab und sah ihm direkt ins Gesicht. Sie hörte, wie er den Gürtel lockerte und den Reißverschluss seiner Jeans herunterzog.
Sie schluckte. Er zog sich die Jeans aus und stand fast nackt, außer den Boxershorts, vor ihr.
„Ich habe Hunger nach Nachtisch...“ gurrte er und packte sie an ihren Schultern. Sie wollte sich losreißen, als sie merkte, dass er sie sanft massierte.
„Lassen Sie das!“ rief sie, bewegte sich aber nicht vom Fleck. „Annäherungsversuche waren verboten, haben Sie das etwa vergessen?“
„Keineswegs.“ Er streifte ihr die Spaghettiträger herunter und eine Hand zog sie an seine nackte Brust. Die andere zog den Reißverschluss des Kleides herunter.
„Ich warne Sie, wenn Sie etwas unanständiges mit mir vorhaben...“
„Wenn wir schon nicht baden gehen, dann könnten wir im See schwimmen.“
„Aber... es ist schon fast dunkel!“ protestierte sie.
„Die Laternen sind bereits angegangen. Sie brauchen keine Angst zu haben. Ich bin ja auch noch da.“
Sie schnaubte. Geschickt hatte er ihr das Kleid runtergerissen und er sah vergnügt auf ihren Bikini.
„Sie hatten also doch vor schwimmen zu gehen.“
„Äh... nein! Ian, ich will nicht!“
„Natürlich wollen Sie.“
Er nahm ihre Hand und führte sie nach draußen.
„Die Kerzen! Jemand muss die Kerzen ausblasen!“ rief sie und sah besorgt auf die Einrichtung. „Sonst... sonst verbrennt alles!“
„Hey, keine Panik.“ Sagte er mit weicher Stimme.
An der Terrasse angekommen, ließ er sie los und ging ein paar Schritte voraus.
Entsetzt beobachtete sie, wie er sich die Boxershorts auszog und einen freien Blick auf seinen knackigen Hintern offenbarte.
Dann sprang er in den See und schwamm ein paar Züge. Sie blieb immer noch wie angewurzelt stehen und sah auf seine Boxershorts, die, wie verlassen, auf dem Gras lagen.
„Kommen Sie!“ forderte er sie auf.
Oh Gott!
„Sie... Sie haben sich ausgezogen! Sie sind nackt!“ stammelte sie.
„Na und?“
„Ich kann doch nicht... ich meine... das ist total bescheuert!“
„Ziehen Sie sich auch aus, dann sind wir quitt!“
Sie stemmte die Hände in die Hüften und funkelte ihn an.
„Ich habe Sie nie gebeten, sich vor meinen Augen auszuziehen! Und strippen sollten Sie erst recht nicht!“
Der See war schwach beleuchtet, aber trotz alle dem konnte sie ihn schon wieder grinsen sehen.
„Soll ich etwa rauskommen und Ihnen helfen?“
„Bleiben Sie gefälligst wo Sie sind!“
„Also ziehen Sie sich aus?“
„Nein!“
„Dann muss ich Ihnen wohl doch helfen.“
Er schwamm wieder auf sie zu und sie sah zuerst seine Schultern, dann seine Brust, dann seinen Bauch und dann...
„Stehen bleiben!“ rief sie alarmiert und schloss vorsichtshalber die Augen. „Bleiben Sie sofort stehen!“
„Ich wusste gar nicht, dass Sie ein solcher Spießer sind, mein kleines Angsthäschen.“
Wie bitte? A n g s t h ä s c h e n? S e i n Angsthäschen? Sie blinzelte und stellte erleichtert fest, dass man nichts sehen konnte. Nichts, dass sie wirklich interessiert hätte...
Wütend, gedemütigt, aber auch nervös fasste sie einen Entschluss.
„Drehen Sie sich um!“
„Warum sollte ich mich umdrehen?“ fragte er unschuldig.
„Tun Sie’s oder nicht.“
Er drehte sich um und langsam und mit zitternden Händen zog sie ihr Oberteil aus. Danach war ihr Bikinislip dran. Sie konnte einfach nicht glauben, was sie da tat. Und dann stand sie nackt auf der Wiese mit Ian im Wasser, der ihr den Rücken zu gekehrt hatte.
Bevor sie ging schnappte sie sich zwei Handtücher, die immer noch auf den Liegen lagen und legte sie so nah wie möglich ans Wasser.
Dann machte sie ihren ersten Schritt. Das Wasser war angenehm. Nicht zu warm. Es war eigentlich mehr kalt als warm, aber das störte sie nicht.
„Ähm... schwimmen Sie weiter.“ Befahl sie Ian, der sich seufzend in Bewegung setzte.
Als sie sich vergewisserte, dass er weit genug von ihr entfernt war, stürzte sie sich ins Wasser.
Nackt schwimmen hatte sie noch nie gemacht und sie fand es aufregend und peinlich.
„Kann ich mich umdrehen?“
„Äh...“
Noch bevor sie ihren Satz zuende fassen konnte, h a t t e er sich bereits umgedreht. Erleichtert stellte sie fest, dass man nichts sehen konnte.
Sowohl bei ihr, als auch bei ihm.
„Ist es so schlimm, Darling?“
„Ich weiß nicht.“ Antwortete sie zögernd. „Wir sind nackt.“
„Nacktheit kann etwas sehr schönes sein, Liebes.“
„Na ja...“
Sie schwamm in großen Kreisen um ihn herum und belustigt sah er ihr zu.
„Wollen Sie mich gleich auffressen?“
„Wäre durchaus möglich, wenn Sie nicht Ihre verdammte Klappe halten!“
„Ich habe solche Angst...“
„Waren Sie auch schon als kleines Kind hier schwimmen?“ fragte sie und schwamm weiter.
Er verharrte an der Stelle und vom Ufer aus betrachtet, waren sie in der Mitte des Sees.
„Ja. Meine Freunde und ich haben mal ein kleines Floß gebaut. Es hat auch gehalten, aber als es gestürmt hat, ging es kaputt. Ich habe geweint und den Himmel und die Wolken beschimpft.“
„Haben Sie ein neues gebaut?“
„Nein, ich hatte Angst, dass es auch kaputt ging.“
Sie lächelte in sich hinein. Der kleine Ian hatte also auch mal Angst gehabt.
„Matt hat mir erzählt, wie eure Freundschaft entstanden ist. Für jemanden mit so reichen Eltern sollten Sie nicht in einer verruchten Bar Bier trinken und mit Landstreichern befreundet sein.“
„Die Landstreicher haben mir geholfen. Ich wollte auf eigenen Beinen stehen und sie waren immer für mich da. Aber als sie Matt verprügelt hatten, war ich so sauer auf sie. Das können Sie doch verstehen-“
Liliane war von hinten auf ihn zu geschwommen und hatte ihn mit all ihrer Kraft gedöppt.
Es gab Luftblasen und das letzte Wort ging in einem blubbern unter.
Zufrieden entfernte sie sich ein wenig von ihm, falls er einen Rückschlag plante.
Die Luftblasen wurden immer weniger, bis es schließlich keine mehr gab, aber Ian tauchte nicht auf. Es wurde unheimlich still. Sie nahm Geräusche wahr, die sie nicht gehört hatte.
Das sanfte Rauschen der Bäume, ein Huschen im Gebüsch, das zirpen der Heuschrecken.
Vielleicht war er ein allzu guter Taucher... trotzdem machte sie sich langsam sorgen.
„Ian?“ rief sie erst leise. „Ian!“
Und dann tauchte er hinter ihr auf und zog sie mit sich unter Wasser. Sie bekam Wasser in die Nase und konnte sich aus seinem Griff befreuen. Sie hustete und hustete und wischte sich die nassen Haarsträhnen aus dem Gesicht.
„Haben Sie sich Sorgen um mich gemacht?“ fragte er und machte nicht einmal den Eindruck, dass es ihn angestrengt hatte.
„Nein.“ Log sie. „Sie Idiot! Ich hab Wasser in die Nase bekommen!“
„Das tut mir leid.“
„Sollte es auch.“
Plötzlich streifte sie etwas glitschiges an ihrem Oberschenkel. Erschrocken quietschte sie.
Ian sah sie, den Kopf leicht nach links gekippt, argwöhnisch an.
„Soll das schon wieder eine von Ihren Ablenkungsmanövern sein, damit Sie mich döppen können?“
Liliane antwortete nicht. Dann fühlte sie etwas an ihr vorbeischwimmen, etwas, das ihren Genitalbereich berührte.
Oh mein Gott!
Sie schrie auf und klammerte sich instinktiv an Ian, der angesichts dessen, dass sich ihre Brüste an seinen Oberkörper drückten, die Luft anhielt.
Sie hatte die Lage noch nicht erkannt und sah sich ängstlich um.
„Gibt... gibt es hier drinnen... Fische? Oder... kleine Krokodile?“
Ihr ganzer Körper zitterte an seinem, aber im Moment war ihr das egal. Ihm nicht.
„Ähm... Krokodile leben, so weit ich weiß in Sümpfen und nicht in Seen. Aber wir haben hier ein paar Fische.“
„Was für welche?“ fragte sie sofort und stierte auf das Wasser. „Mich.. mich hat grad was gestreift.“
„Piranhas.“
„Piranhas?“ rief sie entsetzt und drückte sich fester gegen ihn.
„Ich hoffe, dass du keine kleinen Kratzer irgendwo hast, denn das macht sie wild.“
„Sie haben mir nichts von Piranhas gesagt!“ schrie sie.
Er lachte und erst jetzt fiel ihr auf, dass sie sich an ihn geklammert hatte. Das heben und senken seiner Brust spürte selbst sie. Oh nein...
„Sie haben mich reingelegt!“
„Wir haben hier vielleicht Goldfische. Aber die sind völlig harmlos.“
„Völlig harmlos.“ Wiederholte sie.
Sie sahen sich an. Sein Blick war tief und intensiv.
Liliane wusste nicht, wie ihr geschah. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und sie schimpfte nicht mal, als er sie an ihrem Po packte und sie anhob.
Sie umschlang mit beiden Beinen seinen Körper.
„Du bist so warm.“ Sagte sie leise.
Er lächelte. „Habe ich mich getäuscht, oder hast du mich gerade geduzt?“
„Ich glaube, dass das wieder eine meiner Aussetzer ist.“
Sein Körper geriet in Wallung. Er legte eine Hand auf ihre Wange und streichelte sie.
„Mein Gott, du bist so verdammt hübsch.“ Murmelte er.
„Stimmt nicht.“ Entgegnete sie. „Als ich zwölf war sollte ich eine Zahnspange tragen. Ich habe das Ding so gehasst und mein Vater hat mich zusammengeschrieen, weil das Teil viel Geld gekostet hat, aber ich wollte es nicht. Ein Jahr später kam es raus, obwohl es drei Jahre drin bleiben sollte.“
„Ich habe nie gesehen, dass deine Zähne hässlich sind.“
„Du guckst ja auch woanders hin.“
Er bedeckte ihren Hals mit feuchten Küssen. „Bei dir nicht. Deine Zähne sind schön. Das habe ich schon am Anfang gemerkt, als ich dich geküsst habe.“
Sie lehnte ihren Kopf gegen seinen und die Haltung kam ihr vor, als würden sie langsamen Blues tanzen.
„Ich weiß, dass ich das nicht sagen sollte, aber lass mich jetzt nicht los.“
„Sicher nicht, Darling. Jetzt, wo du endlich mal einbischen aufgetaut bist.“
„Du kannst auch wirklich alles ruinieren.“
„Lil, du bist und bleibst die sonderbarste Frau der Welt.“
Sie lächelte an seiner Wange und schloss die Augen, um den Moment zu genießen, an dem sie beide Zuneigung füreinander empfanden.
Jane und Matt beobachteten das ganze von Lilianes Zimmer aus. Sie waren vor ein paar Minuten nach Hause gekommen und wollten noch mit Liliane und Ian ein paar Bier trinken, doch als sie die beiden eng umschlungen im Wasser sahen ließen sie es sein.
„Sie sehen so süß aus.“ Hauchte Jane und sah Matt glücklich an.
„Ob das so bleibt? Sie meinte, sie würde auf keinen Fall eine Beziehung mit ihm eingehen.“
„Ja, ja... die Liebe.“
„Apropos Liebe, mein Schatz...“ Matt zog Jane aus dem Zimmer und sie betraten ihr eigenes geheimes Reich. „Das war so eine Art spannen. Die beiden waren nackt.“
„Das werden wir jetzt auch sein, oder?“
Sie lachten und ließen sich auf ein Meer von Kissen fallen, schwerelos und beflügelt von ihrer Liebe.
„Hey.“ Flüsterte Ian nach einer Zeit des Schweigens.
„Hm?“
„Kann ich dich mal was fragen?“
„Mm.“
Liliane war noch viel zu high um einen vernünftigen Satz zustande zu bringen. Immer noch überlegte sie, ob es richtig war, was sie gerade tat.
„Wie soll es mit uns weitergehen?“
„Was?“
Überrascht zog sie ihren Kopf von seiner Wange weg und sah ihn an. Was meinte er damit? Was sollte zwischen ihnen weitergehen?
Er seufzte. „Na ja... mit uns halt. Beziehungsmäßig.“
„Beziehungsmäßig?“ wiederholte sie verdutzt. „Wie kommst du jetzt darauf?“
Ian warf ihr einen verständnislosen Blick zu. Er konnte wohl kaum der Einzige sein, der das Gefühl hatte, dass zwischen ihnen noch etwas werden konnte.
Auch wenn es nicht so aussah, was er im Moment aber nicht behaupten konnte.
Sie machte ihn wild. Heiß. Ihr warmer Körper beeinflusste seine Fantasien, die von Sekunde zu Sekunde schmutziger wurden.
Er antwortete nicht auf ihre dumme Frage, bis sie es endlich begriff. Anstatt i h m zu antworten löste sie sich aus ihrer Umarmung und schwamm einen Zug von ihm weg.
„Ich weiß nicht.“ Sagte sie dann ehrlich. „Ich glaube, dass ich nichts mit dir anfangen sollte. Du bist gefährlich.“
Er lachte. „Gefährlich? Weil ich dich dazu überredet habe mit mir nackt zu baden?“
Sie fand es überhaupt nicht komisch. „Nein. Du würdest mir weh tun. Seelisch.“ Fügte sie hinzu, um sicher zu sein, dass er es nicht mit Sex verwechselte.
„Das ist vollkommener Schwachsinn. Ich würde dir nicht weh tun.“
„Doch. Das liegt in deiner Natur.“ Entgegnete sie und musterte ihn. „Viele Frauen stehen auf dich, weil du von Gott mit gutem Aussehen gesegnet worden bist. Einige davon, und ich denke, dass es die hübschen sind, werden nichts von dir haben wollen, keine Gefühle, keine Zuneigung, nur das Eine. Aber es gibt auch welche, die die Sache ernst nehmen. Die jemanden für das ganze Leben suchen. Aber du willst nur Honeymoon und verschwindest wieder aus ihrem Leben.“
Er hatte ihren Vortrag ruhig zugehört, obwohl er innerlich kochte. Dass eine Frau wie Lil so etwas von ihm behauptete, und er bestritt nicht, dass es nicht wahr war, und trotzdem war das lächerlichste überhaupt.
„Soll das heißen, du bist eine der Hässlichen, wie du im Kontext gemeint hast?“ fragte er mit spöttischem Unterton.
„Wenn du das denkst.“
Ihre Miene wurde verletzlicher und am liebsten hätte er seine Worte zurückgenommen.
„Ich finde dich nicht hässlich, Lil.“
„Ich bin keine, die von einem Bett ins andere hüpft.“
„Das verlange ich auch nicht von dir.“
„Ich soll nur in dein Bett hüpfen, ja?“ Sie hatte gedacht, sie könnten sich für einen Moment vertragen, aber er musste ja wieder anfangen zu streiten. Oder sie? „Ist es das was du willst? Solange ich hier bin soll ich mit dir schlafen, nur weil du scharf auf mich bist? Nein, falsch, auf meinen Körper! Das ist widerlich und demütigend! Genauso wie du!“
Sie entfernte sich von ihm, fand Boden unter ihren Füßen und hatte auch das Gefühl jemand hätte ihr das Brett, dass sie vor ihrem Kopf hatte, weggerissen.
Er zuckte zusammen, als er hörte, was sie sagte. „Das ist nicht wahr. Aber wenn du nicht gleich so aufbrausend sein würdest, würden wir uns vielleicht auch gut verstehen.“
„So? Wirklich?“
„Ja. Ich weiß gar nicht was du jetzt wieder hast. Ich habe weder gesagt, dass du mit mir schlafen sollst, noch dass ich nur auf deinen Körper scharf bin.“
„Du spielst mit mir!“ rief sie wütend. „Für dich bin ich nur eine Puppe, die neu in deiner Sammlung ist!“
„Könntest du bitte aufhören mir Sachen vorzuwerfen, von denen du absolut keine Ahnung hast?“ knurrte er sie an. „Es reicht langsam!“
„Oh ja, du hast recht! Es reicht!“
Sie drehte sich um und rannte zu ihrem Handtuch. Sie wickelte es schnell um ihren Körper, und im nachhinein dachte sie grimmig, dass er sowieso theoretisch alles gesehen hätte. Immerhin hatte er sie berührt. Und noch niemand hatte sie so verletzt wie er. Und das, obwohl sie nicht einmal eine Affäre hatten. Wie würde es sein, wenn sie miteinander schliefen?
Tränen stiegen ihr in die Augen und verschleierten ihr den Blick.
Sie hörte ihn, wie er ans Ufer schwamm und sich das Handtuch schnappte, das sie ihm hingelegt hatte. Nein, sie würde ihm keine Gelegenheit geben, mit ihr zu reden.
Ohne noch ein einziges Wort stürmte sie ins Haus, die Treppe und suchte ihr Zimmer.
„Lil! Lil, verdammt noch mal! Bleib stehen!“
Panik durchfloss sie, als sie seine Stimme nicht weit entfernt von ihr hörte. Er war viel schneller als sie! Scheiße, warum war das Haus nur so groß?
Noch panischer bemerkte sie, dass sie sich eindeutig verlaufen hatte. Sie öffnete eine Tür rechts von ihr, doch das war eine Art zweites Wohnzimmer.
Weiter kam sie auch gar nicht, denn Ian hatte sie eingeholt und ihren Arm gepackt. Mit der anderen freien Hand hielt sie das Handtuch fest.
„Was ist nur los mit dir?“ keuchend rang er nach Luft. „Hast du den Verstand verloren? Rennst hier wie eine Irre durch das Haus... also, wirklich.“
Sie sah auf den Boden. „Lass mich in Ruhe.“
„Es tut mir leid, okay? Aber du musst auch einsehen, dass du im Unrecht warst. Ich habe nie gesagt, dass wir eine Affäre haben sollten. Ich habe nur gefragt was mit uns noch passiert.“
Sie schwieg und stierte weiter auf den Boden. Dafür hatte er keinen Nerv mehr.
Er legte ihr einen Finger unter das Kinn und hob es an, um sie sozusagen zu zwingen, ihn anzuschauen. Und es kam noch schlimmer. Genau in diesem Moment kullerte eine Träne aus ihrem rechten Augenwinkel. Auch noch das.
Er hatte nie viele Erfahrungen mit weinenden Frauen gehabt. Die meisten hatten nur gestöhnt, geächzt, geseufzt und geschrieen. Aber geweint hatte noch keine von seinen Bettbekanntschaften. Nicht, dass Lil eine war.
Er stieß einen schweren Seufzer aus. Was die Ursache für eine weitere Träne war. Er ließ seine Hand sinken und nahm sie kurzerhand in seine Arme.
Sie wehrte sich mit aller Kraft, aber er ließ sie nicht los, und streichelte stattdessen über ihr Rückgrat, um sie zu beruhigen.
„L-lass mich los!“ schluchzte sie und schlug mit der Faust auf seine Brust. „Lass mich los,
d-du I-Idiot! Ich hab g-gesagt, du sollst mich loslassen!“
„Ich wusste gar nicht, dass du so klein bist.“ Sagte er und ignorierte ihre jämmerlichen Versuche sich von ihm zu befreien.
Sie ging ihm nur ein paar Zentimeter über die Schulter, was im Moment nicht sehr gut für ihn war, denn sie hatte ihn gerade gebissen. Er jaulte auf.
„Wie groß bist du eigentlich?“ fragte er mit schmerzverzerrtem Gesicht.
„Lass mich los! O-oder ich b-beiße noch einmal!“ drohte sie. „Außerdem hast du mich schon einmal umarmt. Was ich eigentlich auch nicht w-wollte! Ian, lass mich los!“
„Nein, ich werde dich nicht loslassen, du kleines Biest.“ Sagte er bestimmt.
Irgendwann gab sie es auf und ließ sich von ihm festhalten, schwach und wehrlos, wie sie war.
„1.72 m.“ sagte sie schließlich leise und zog die Nase hoch.
„Das ist nicht sehr groß. Im Gegensatz zu meinen 1.88 m.“
Er lächelte von oben in ihr tränenverschmiertes Gesicht. Ihre Augen waren gerötet und immer noch weinte sie, jetzt aber, weil er sie so sah. Und es war schon das zweite Mal.
„Wenn du mal die Klappe hältst, bist du richtig nett, weißt du das?“
„D-das ist ja wohl das t-taktloseste was ein Mann zu einer weinenden Frau sagen k-kann...“
„Ich hab keine Ahnung wie ich mit dir umgehen soll. Die letzte weinende Frau, die ich hatte war Jane. Und der habe ich einen Schnaps bestellt.“
„Ging es i-ihr dadurch besser?“
„Ein wenig, vielleicht.“
„Kannst du das bei mir a-auch tun?“
„Nein, ich habe Angst, dass wir uns wieder...“
„Oh, s c h o n gut, ich habe v-verstanden!“ fauchte sie und weinte nur noch mehr. „W-warum stellst du m-mich nicht ein paar v-von deinen Freunden vor und s-sagst ihnen, dass ich sie befummle, w-wenn ich betrunken bin, hm?“
„Du solltest lieber nicht mehr reden.“ Sagte er, seine Hand wanderte höher und fuhr ihr nun sanft durch die Haare. „Das hört sich nicht sehr schön an.“
„M-mir doch egal!“ schluchzte sie noch lauter. „I-ich kann reden wann ich will!“
„Halt die Klappe.“ Sie wollte protestierend den Mund öffnen, doch er legte einen Finger darauf und schüttelte den Kopf. „Erst wenn du dich beruhigt hast.“
Wenige Minuten später hickste sie nur noch und bat ihn, sie loszulassen.
„Alles okay?“ fragte er sie besorgt.
„Mir geht es gut.“ Antwortete sie mit zitternder Stimme. „Was wolltest du von mir?“
„Verzeihst du mir?“
„Wenn du diesen Vorfall vergisst, ja.“
„Ich erinnere mich an nichts.“
„Und mir tut’s auch leid.“ Murmelte sie.
Er grinste sie an. „Ich glaube, dass du hier falsch bist. Dein Schlafzimmer ist auf der anderen Seite.“
„Oh.“
„Komm, ich führ dich hin.“
„Danke.“ Flüsterte sie.
Sie war froh, dass er nichts sagte. Sie gingen durch den großen Flur, ihre nackten Füße spürten den weichen Teppich.
Langsam kam ihr alles wieder bekannt vor, gleich geradeaus war das Schlafzimmer von Jane und Matt. Zum Glück war es still dort drinnen, aber sie war sich nicht sicher, ob das nur eine kleine Pause war. Vor ihrem eigenen Zimmer blieben sie stehen.
„Also, dann...“ sagte Ian und sah sie an.
„Also, dann...“ sagte Liliane.
Sie sahen sich in die Augen. Sie konnte fast schmerzliches Verlangen in seinen sehen, die blaugrünen Augen blickten sie bittend, erwartungsvoll, aber lieb an.
Sie schaffte es nicht sich abzuwenden und reinzugehen.
Gerade eben hatten sie sich deswegen gestritten und sie hatte gesagt, dass sie strikt dagegen war. Aber jetzt konnte selbst sie ihm nicht widerstehen. Es war ein Fehler. Absolut.
Dreh dich um. Geh endlich!
Gleich. Gleich würde sie gehen. Sie wollte nur noch ein wenig weiter versinken.
Eine Alarmglocke in ihrem Kopf meldete sich nun. Aber sie war so weit entfernt und ihr schrilles Geräusch kam ihr wie ein Rauschen vor.
Verdammt, geh!!! Hau ab!
Noch ganz kurz. Zwei Sekunden. Vielleicht noch fünf.
Aber aus fünf Sekunden wurden dreißig und sie war nun zu weit gegangen, so dass sie nicht mehr zurück konnte. Er hüllte sie in Meerwasser, das sie sanft streichelte.
„Hasst du mich wirklich?“ fragte er sie mit zarter Stimme.
„Nein.“ Antwortete sie seufzend. „Ich kann dich nur nicht leiden...“
Er lächelte sie an und näherte sich ihr. „Ich hab dich auch lieb, Baby.“
Sie schloss die Augen, ignorierte die Alarmglocke in ihrem Kopf und gab sich ganz diesem Mann hin. Er beugte sich zum Kuss über sie. Es war zunächst nur ein einziger Kuss. Zärtlich und begehrend. Als sie aber enttäuscht stöhnte, bedeckte er ihren Mund mit so vielen Küssen wie sie wollte. Sie öffnete den Mund ein wenig um seiner Zunge Einlass zu gewähren.
Sie umschlangen sich, pressten sich an den anderen und vergaßen alles um sich herum.
Ihre Zungen spielten miteinander, so als hätten sie das ihr ganzes Leben getan und der Kuss steigerte ihre Erregung nur noch mehr.
Plötzlich stieß Liliane Ian wieder von sich weg. Sie war zu weit gegangen. Sie war eindeutig zu weit gegangen. Sie hatte es gewusst. Und doch...
Sie atmete schwer und er sah, dass sie um Fassung rang.
„Lil...“
„Ich kann das nicht...“ sagte sie leise.
Dann drehte sie sich endlich um und schloss die Tür. Ihre Lider waren schwer wie Blei und sie schloss sie für eine Weile. Langsam beruhigte sich ihr Herz und sie legte sich auf das Bett.
Der Mond schien durch das Fenster hinein.
Alles wirkte so wunderschön. So idyllisch, fast wie im Paradies.
Automatisch wanderte ihre rechte Hand hoch zu ihrem Hals, wollten zu dem Medaillon und das kalte Metall fühlen. Aber da war nichts.
Erschrocken richtete sie sich auf und betastete ihren Hals. Nichts. Kein Medaillon, nur ihre Haut. Es konnte nicht sein. Sie konnte es doch nicht verloren haben.
Das Medaillon beinhaltete das Bild ihrer Mutter. Sie hatte es einmal als Teenager verloren und Jane war so wütend auf sie, dass sie einen Schreikrampf bekam. Matt konnte sie nicht beruhigen und so konnte er sie dabei beobachten, wie sie durch das Haus ihres Vaters Liliane hinterherlief und sie anschrie. Das war kein schöner Anblick und für Liliane war es weniger schön, obwohl sie immer lachen musste, wenn sie daran dachte. Jetzt aber war ihr das lachen vergangen. Was sollte sie nur Jane sagen? Vielleicht lag das Medaillon noch irgendwo in Ians Wohnung rum... oder es lag im Boden des Sees. Oder...
Oh mein Gott, sie konnte sich nicht erinnern! Sie brauchte diese Kette unbedingt.
Ihr ganzes Leben war sie damit rumgerannt. Und es war fast selbstverständlich geworden, dass sie es trug. Sie nahm es nie ab. Selbst beim duschen nicht. Sie hatte es schon so lange getragen, dass sie es schon gar nicht mehr auf ihrer Haut spürte. So, als wäre es schon mit ihr verschmolzen... Und jetzt fühlte es sich an, als hätte sie einen Teil von ihrem Ich verloren.
So, ich hoffe, dass euch auch dieses Kapitel gefallen hat!
Danke noch einmal für die Kommentare im letzten Kapitel!
Bis denne
Cya
Fullmoon
PS: Würde mich auch dieses dieses mal auf ein paar Kommentare freuen ;)
Kommentare
Kevana schrieb am 2009-06-15 22:51:55:
Hi kannst du die teile 6-8 biotte posten ich will unbedingt weiter lesen aber die teile fehlren irgenwie..=(
kmzci2@gmail.com schrieb am 2009-05-17 11:10:03:
Hello, Very nice site. Universe help us, dont worry man.
"Chilli" Tess.Fuhrich@gmx.at schrieb am 2008-01-22 20:02:20:
dieser kommentar: Tess.Fuhrich@gmx.at schrieb:
Hi, ich fand die geschichte echt gut, aber ein bisschen zu lang.
kannst du nicht ein bisschen weniger schreiben??? das fände ich echt nett.
DANKE!!
tut mir echt leid...kann mich nicht erinnern das geschrieben zu haben..sry...lg
arthur.bittner14@gmx.de schrieb am 2007-12-10 20:39:31:
hey ich finde dise geschichten echt schöne´ könnt ihr mir die kapitteln von 1:4 zuschiken ich habe bisher nur das 5 gelesen würde mich sehr freuen arthur
sbreutner@gmx.de schrieb am 2007-07-26 14:01:57:
Hallo zusammen,
kann mir irgendjemand den Rest der Geschichte schicken?? Bräuchte alles ab Kapitel 20.
Vielen Dank!!!!
(=schneckeli=) schrieb am 2007-05-08 19:04:23:
Ich LIEBE deine Geschichte!!!!!!!!!!!!
FORTSETZUNG???!!!!!!!!!!!!!!!!
viele liebe Grüße Schneckeli
Tini16@hotmail.de schrieb am 2007-01-01 18:20:07:
Auf welcher seite im web gibs die Fortsetzung der story? ich find die nämlich super geil und würde die gern lesen, wäre cool wenn ihr mir das sagen könntet.
thx tini
pussycat161202msn.com schrieb am 2006-12-17 21:19:02:
super geschichte
ninja.schokobussy@hotmail.de schrieb am 2006-12-07 17:57:40:
hi^^
ich bin ein rieeesen fan von deiner geschichte!
bis zum fünften kapitel hab ich gelesen ohne eine pause zu machen! konnt einfach nicht aufhören!! würde mich mega doll freuen wenn du mir den rest der geschichte schicken würdest!!! also ab kapitel 5 bis zum schluss!! danke schonmal im vorrauss!!
gaaaaaaaaaaaaaaanz ganz liebe grüße DrâMâHqêEn
ninja.schokobussy@hotmail.de schrieb am 2006-12-05 16:45:35:
hi fullmoon und alle fans!!
ich würde gerne die geschickte bis zum schluss lesen!!
bitte schickt mir jemand die geschichte von vorne bis zum schluss?!? würde mich echt wahnsinnig freuen!!
lg nina (dramaqueen)
lizzy2303@yahoo.de schrieb am 2006-11-22 10:24:06:
Hey leute, ich habe fullmoon eine mail geschrieben weil ich von dieser ober hammer geschiochte unbedingt den rest brauche...aber leider meldet sie sich nicht und ich platze schon vor neugierde...wäre vielleicht einer von euch so nett und schickt mir den rest per mail????? das wäre echt suuuuuuuuuper lieb
bye bye
lizzy
Lena schrieb am 2006-05-29 18:56:48:
Ich finde die soooooooo klasse , die Geschichte schreib, schreib,schreib bitte schnell weiter
anna-kristin_raufmann@web.de schrieb am 2006-02-25 13:15:30:
bitte bitte schickt mit kapitel 10.-ende zu biitte
grüß euch anna ;-)
vmvt18@yahoo.de schrieb:
Wow echt geil! Fullmoon,bitte schreib weiter, die Geschichte ist echt super! Ich bin hin und weg, es ist fast so wie Weihnachten,wenn du deine Story online stellst. Wie ist das eigentlich, ist die Geschichte schon fertig oder schreibst du die Story grad noch? Wenn die schon fertig ist, könntest du mir die ganze Story per Mail schicken an die vmvt18@yahoo.de? Würde mich ansonsten auch so über eine Mail von dir freuen! Danke und liebe Grüße
andy_aeffli@hotmail.com schrieb:
sehr genial geschrieben diese geschichte. ich schreibe selber auch geschichten, aber niemals so gut. hoffe bald wieder mal etwas zu lesen würde mich sehr freuen.
danke für die geschichte.
liebe grüsse andreas aus der schweiz
andy_aeffli@hotmail.com schrieb:
kannst du mir sagen wann du wieder eine neue draussen hast ? ich kann es kaum erwarten wieder zu lesen
fanifrisch@aol.com schrieb:
hi fullmoon!!
deine geschichte ist der hammer!!!! ich verschlinge sie gerade zu recht!! mach weiter so!
tweety.ami@gmx.net schrieb:
wow. jedes mal denke ich jetzt kann es doch nicht mehr weitergehen, jetzt müssen sie sich doch endlich mal kriegen und happy end! doch nein du schaffst es die spannung immer wieder neu aufzubaun und es noch weitergehen zu lassen. das find ich klasse. freu mich wie immer schon auf die fortsetzung liebe grüße ami
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
Hallo ihr alle!
noch ma danke für die kommentare! ich freu mich immer wahnsinnig, wenn ich sehe, dass ich schon wieder einen bekommen habe *g* eine kleine anregung für die nächsten kapitel:
lil und ian werden noch lange hin und her pendeln und das weitere 60 Seiten. (falls ich richtig zählen kann *lol*) also bis zum nächsten kapitel!
*zwinker*
cya
Fullmoon
lesen@.neu.de schrieb:
´Wann kommt endlich der nächste Teil, kanns kaum erwarten
l schrieb:
das is unglaublich wie cool du schreiben kannst!!! wie alt bist du denn? ich schu echt oft nach ob der nächste teil schon da is, also mir macht das so richtig spass, deine geschichte zu lesen, obwohl man das eigentlich garnichtmehr geschichte nennen kann,. das is n richtiges buch! bitte, beil dich!!!
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
So, ich hab das Kapitel jetzt abgeschickt. Wahrscheinlich wird es dann in einer Woche online sein.
bis dann!
cya
Fullmoon
nooneknowswhat@gmx.de schrieb:
Absoluter Blödsinn! Zu viele Punkte, viele Grammatikfehler - nein danke!
Bessere noch einmal dein Wissen auf, bevor du weiterschreibst, es sei denn du willst ernsthaft schreiben!
Das was du da nämlich von dir gibst, ist Mist für 13 Jährige. Höchstlimit.
Gruß
nooneknows
blaine_chick@hotmail.com schrieb:
man deine geschichten sind echt der hammer, ich finde du schaffst es den leser zu fesseln. freu mich schon auf den nächsten teil.
manuullrich@aol.com schrieb:
Jetzt habe ich auch noch das 5.Kapitel gelesen und bin wirklich überrascht, wie gut du die Geschichte weiter geschrieben hast. Du machst das echt super! Kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen.
Könntest du mir bitte den 3.Teil zuschicken,denn mein Computer öffnet den nicht? Gruß Manu
lol schrieb:
wann hast du den denn eingesendet??? ich bin richtig abhängig von deiner...naja geschichte würd ich das garnich nennen, eher buch...also ich schau jeden tag nach!!! ich finds echt cool!!!
? schrieb:
Schaue jeden Tag nach der Fortsetzung und sie ist immer noch nicht da ! Wann kommt sie endlich ?
ja genau!!! schrieb:
ja genau, wo ist der 6. teil???
kj schrieb:
Ich bin richtig süchtig nach deiner Geschichte.Wo bleibt der
nächste Teil???????????????
mach schon!!! schrieb:
wann wird die denn endlich eingesendet? du hast doch gesagt dass du sie schon eingesendet hast, wann is es denn endlich online??? ich halt das nich mehr aus...naja
f schrieb:
Wie lange dauert es noch? Schaue jeden Tag nach!
mg schrieb:
Ich warte auch schon sehnsüchtig auf das weitere Kapitel. Ich dachte du bist zuverlässig, weil du geschrieben hast, dass du es schon losgeschickt hast.
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
Hallo ihr!
Ja, ich hab es schon vor drei oder vier wochen abgeschickt aber ich weiß auhc nicht warum es noch nicht gepostet wurde :-(
Das liegt ja nicht an mir, sondern an den Mitarbeitern hier. ich hab ihnen auch schon ne e-mail geschrieben und gefragt, warum das so lange dauert und ob ich das überhaupt abgeschickt habe, aber ich bin mir eigentlich ziemlich sicher! Die haben mir auch nicht zurückgeschrieben... also von daher... keine ahnung, was mit meiner geschichte ist!
Noch einmal schicken möchte ich irgendwie nicht, weil dann nachher zwei gleiche kapitel online sind.
könnt ihr noch ein wenig warten?
bis denne
cya
Fullmoon
puh schrieb:
puh, das tut gut ma wieder was von dir zu hören, jetzt hab ich wieder hoffnung!!!(*gg*)
ciao
mg schrieb:
Schön, dass du dich gemeldet hast. Ich hoffe, dass das nächste Kapitel noch vor Weihnachten ankommt, denn das wäre eine tolle Überraschung.
D'accord schrieb:
ja, genau, als vorzeitiges weihnachtsgeschenk, da geb ich dir recht, mg!!! würd mich echt freun!!!aber du kannst ja nichts dagegen tun...
grüße
ami schrieb:
hi du. ich guck nen paar mal in der woche hier rein um zu schaun ob deine Fortsetzung endlich online kommt. aber es wurden schon ewig keine neuen mehr veröffentlicht :o( hast du die noch irgendwo anders veröffentlicht, wo man sie auch lesen könnte? grüße
Jessa schrieb:
Die Mitarbeiter sollten sich mal ein bisschen beeilen, deine Geschichte endlich online stellen. Wenn die Geschichte bald nicht kommt werd ich noch verückt.
Grüße von
mg schrieb:
Hey Fullmoon, haben sich die Mitarbeiter schon bei dir gemeldet? Schicke das weitere Kapitel doch noch einmal. Es ist doch egal, wenn es dann später zwei mal da steht. Ich werde nämlich auch schon richtig verrückt, wenn die Fortsetzung nicht bald online ist.
Gruß
! schrieb:
Genau find ich auch
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
Hi ihr und fröhliche Weihnachten erst mal!
Nee, die haben mir nicht zurückgeschrieben, was ich auch ziemlich blöd finde... Ich warte noch bis nach Weihnachten und dann schicke ich sie noch einmal ab, okay?
Ich überleg noch, ob ich nicht zwei Kapitel auf einmal posten soll, aber ich kann ja auch nichts dafür, dass die Geschichte noch nicht online ist...die haben seit Wochen keine neuen Sachen mehr gepostet, mal gucken. Ich schau morgen noch mal rein.
Feiert alle schön und ich wünsch euch viele Geschenke :-)
Wir sehen uns
cya
Fullmoon
mg schrieb:
Ich habe da auch noch eine Idee: Falls die Geschichte nicht bald veröffentlicht wird, kannst du sie ja "hier" in den Kommentar einfügen. Zwar gibt es dann einen meterlangen Kommentar, aber Hauptsache wir können die Fortsetzung lesen.
ami schrieb:
das sind endlich mal gute ideen! bitte bitte ich will endlich weiterlesen. sag uns bescheid wo wir weiterlesen können. lg
BITTE schrieb:
Die Idee finde ich gut
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
da, ist der lange kommentar! *g*
das ist aber erst ein teil des kapitels, ich wollte keine 10 seiten hierreinkopieren, hoffe ihr seid trotzdem zufrieden! also dann viel spaß!
Am nächsten Tag war sie früher als sonst aufgewacht.
Sie war hundemüde, hatte sich die letzte Nacht mit Albträumen geplagt und deswegen kaum geschlafen. Im Sonnenlicht sah sie, dass Jane ihr gestern schon ihre Sachen auf die Anrichtkommode gelegt hatte.
~Oh mein Gott!~
Nur aufreizende Sachen! Liliane wühlte in dem Kleiderhaufen rum, fand aber nichts als Hotpants, Miniröcke, kurze Tops, eng anliegende Jeans, Pullover und Sweat-Shirts mit tiefem Ausschnitt.
Am Ende entschied sie sich für eine Jeans mit einem Top, das nicht zu viel zeigte, außer ihren Bauch.
Was sollte sie nur Jane sagen?
Hey Jane, ich hab Mamas Medaillon verloren, weißt du zufällig wo es sein könnte?
Wohl kaum. Und was war mit Ian? Wie sollte sie sich ihm gegenüber verhalten? Sollte sie ihn wieder siezen?
Sie beschloss einfach nur Ruhe zu bewahren und ganz normal zu ihm zu sein.
Das hieß, sie musste ihn angiften.
Sie atmete noch einmal tief durch und ging runter zum Frühstück. Erstaunlicherweise saßen schon alle da und aßen munter Brötchen.
„Guten Morgen!“ riefen sie ihr zu und sie nuschelte nur ein kurzes „Morgen“. Sie musste sich neben Ian setzen und fand, dass Janes und Matts Verkupplungsversuche nun zu eindeutig waren. Nach dem Essen würde sie die beiden mal zur Seite nehmen.
Sie nahm sich ein Hörnchen und klatschte sich Marmelade auf den Teller. Dann tunkte sie das Hörnchen hinein und biss ab.
Jane stellte ihr diskret Fragen wie ihr gestriger Abend verlaufen war, aber Liliane tat, als hätte sie sie nicht gehört.
„Sag mal, pennst du noch?“ rief Jane und nahm sich einen Schluck Kaffee.
„Ja.“
„Auch Kaffee?“
„Gern.“
Jane schenkte ihrer Schwester Kaffee ein und sah zu, wie sie viel Zucker und Milch reintat.
Sie bemerkte das komische Verhalten Ian gegenüber. Als Liliane nach der Butter bat und Ian sie ihr gereicht hatte, hatten ihre Hände gezittert wie verrückt und die Butter beinahe fallen lassen. Vielleicht sollte sie Liliane nicht mehr löchern.
„Wo wart ihr Essen?“ fragte Ian Matt.
„’Devil’s Corner’.“
„Oh.“ Ian hob überrascht die Augenbrauen. Das ‚Devil’s Corner’ war eher eine Kneipe und nicht für ein schönes Abendessen gedacht. Angelsent war nicht sehr groß, doch es bot Platz für viele Geschäfte, auch wenn es nicht sehr viele Einwohner hatte.
Es war ein schönes, kleines, mickriges Dorf.
„Wir haben es uns anders überlegt und sind tanzen gegangen.“ Erklärte Matt lächelnd. „Meine Kleine hat ganz schön die Hüften geschwungen.“
Auch Jane lächelte. „Der Abend gestern war mal etwas anderes. Manchmal braucht man einfach Auslauf aus der ganzen Romantik.“
„Habt i h r euch denn gestern amüsiert?“ wollte Matt wissen. Er sah gar nicht aus, als hoffe er auf irgendwelche plötzlichen Beziehungen, im Gegensatz zu Jane.
Liliane dachte an das Essen, an den Strip, das nackte baden im See, ihre dummen Heulkrämpfe und an den Kuss.
Amüsiert?
„Es war ganz nett.“ Antwortete Ian für sie. „Wir haben uns was gekocht und waren anschließend schwimmen.“
Liliane stand auf. „Ich bin satt.“ Sie brachte ihr Geschirr in die Küche, nahm ihre Kaffeetasse in die Hand und flüchtete nach draußen, ehe die anderen noch etwas sagen konnten.
Nett, so, so. Den Abend fand er nett.
Sie fand eine entlegene Ecke auf der eine Hollywoodschaukel stand und setzte sich, geschützt von Büschen und Blumen, hin, um allein ihren Kaffee zu trinken.
Ihre Zungenspitze befeuchtete ihre Lippen und sie dachte daran, dass Ian genau dasselbe getan hatte. Warum war sie so plötzlich in diesem Gefühlschaos? Hatte sie ihn nicht vorher verabscheut? Sie atmete zittrig ein und trank einen Schluck Kaffee.
Ian verwirrte sie. Gestern war er ihr gar nicht arrogant und hochnäsig vorgekommen. Er war wie ein Freund gewesen. Ein freundschaftlicher Freund. Als sie geweint hatte, hatte er sie umarmt und dann vor ihrer Zimmertür hatte er sie in seinem unglaublichen Charme eingewickelt. Ihr Herz schlug wie verrückt. Oh mein Gott!
Sie war doch nicht etwa... nein, war sie nicht, sagte sie zu sich. Aber sie rief seinen angenehmen Geruch in Erinnerung und es verpasste ihr einen wohligen Schauer.
Hatte sie nicht genug von gutaussehenden Männern? Thorsten war nicht anders gewesen.
Auch er hatte sie mit seiner Magie verzaubert. Und was war herausgekommen? Betrug und ein paar Heulkrämpfe. Nein, so etwas brauchte sie nicht mehr.
Der kleine Engel in ihrem Kopf flüsterte ihr etwas zu.
Und wenn sie sich in Ian getäuscht hatte?
Ganz bestimmt nicht! Sie hatte so etwas im Gefühl, auf das sie den vorigen Abend nicht gehört hatte.
Aber sie kannte ihn doch gar nicht richtig!
Ja, sie könnte ihn vielleicht näher kennen lernen und-
Stopp! Stopp, Stopp, STOPP! Das durfte nicht wahr sein.
Sie saß auf einer Hollywoodschaukel im Garten von Ians Eltern mit einem heißem Kaffee in der Hand und überlegte tatsächlich ob sie mit Ian eine Affäre anfangen sollte.
Sie sollte wirklich nicht so früh aufstehen. Das war nicht gut für ihre Sinne.
„D a bist du!“ hörte sie Matt triumphierend sagen.
Sie sah hoch, aber da hatte er sich schon neben sie gesetzt.
„Hi.“ Sagte sie und nahm sich noch einen Schluck Kaffee.
„Hast du echt keinen Hunger mehr?“ fragte Matt und sie sah, dass er ihr ein Hörnchen reichte.
Dankbar nahm sie es an.
„Doch.“ Antwortete sie kauend.
„Okay, dann bist du schon mal nicht krank.“
„Du bist fast wie Ian.“ Bemerkte sie immer noch kauend. „Der macht auch immer Witze in Situationen in denen keine Witze angebracht sind.“
„Das war eine ernste Feststellung, Liliane!“ verteidigte sich Matt.
Sie saßen eine Weile schweigend da und sie starrte mit leerem Blick auf den See.
Ihre Gedanken schweiften zu Ian und sie überlegte schon wieder ob sie ihm eine Chance geben sollte... aber er spielte mit ihr! Warum konnte sie das nicht endlich begreifen?
Sie könnten als enge Freunde anfangen, sagte der kleine Engel.
Hau ab!
Langsam hatte sie das Gefühl, dass der kleine Engel in ihrem Kopf ihr eigener Tod war.
Sie fühlte sich nicht einmal zu Ian hingezogen! Okay, sie hasste ihn nicht, aber sie liebte ihn auch nicht. Mochte sie ihn? Ein wenig? Ein klitzekleines bisschen?
Zugegeben, der Kuss war wunderschön gewesen. Fast wie Sex. Erst hatte er sie langsam genommen, dann wilder, dann wieder zärtlicher.
In ihrem Inneren regte sich etwas. Sie presste die Schenkel zusammen.
Sie war verrückt, vollkommen verrückt. Und sie hatte angst, vor dem, was sie noch mit Ian erwartete. Sie war nicht dumm. Aber sie war naiv und ließ sich zu sehr von ihren Gefühlen lenken.
Das Bild verschärfte sich langsam wieder, als sie Jane und Ian im Garten sah. Sie flirteten miteinander, neckten sich und doch schien alles freundschaftlich zu sein.
Für Liliane sah es ganz und gar nicht so aus. So war er mit ihr auch umgesprungen.
Die Höhe war aber, als Ian sich über Jane beugte und ihr einen Kuss gab. Nur ein einziger.
Jane lachte. Liliane sah zu Matt, der alles mit ansah. Aber er schien in keinster Weise eifersüchtig oder wütend. Sie verstand die Welt nicht mehr.
„Stört dich das nicht?“ fragte sie.
„Was?“
„Er... er hat sie geküsst!“
Matt lächelte sie an. „Das ist ein Kuss unter Freunden.“
„Unter Freunden? Ich weiß nicht... und sie flirten.“
„Das ist nicht ernst gemeint, Liliane.“
„Du hast mich aber nie geküsst. Oder mit mir geflirtet. Und dabei sind wir auch Freunde.“ Sagte sie stirnrunzelnd.
„Du hast recht.“
Spontan beugte sich Matt zu ihr rüber und drückte ihr einen Kuss auf den Mund.
Ehe sie ihn von sich wegschubsen konnte, zog er sich zurück.
Liliane starrte Matt nur mit einem Anflug von Entsetzen an und rutschte von ihm weg.
„Ist das so üblich in Amerika? Vielleicht bin ich einfach zu prüde, aber...“
„Du bist es einfach nicht gewohnt.“
„Und... Jane hat nichts dagegen?“
Matt sah sie ernst an. „Hör zu, das alles ist harmlos. Jane hätte nichts dagegen, wenn ich dir einen kurzen freundschaftlichen Kuss gebe, aber sie wusste wohl, dass du es falsch verstehen würdest. Wir Amerikaner sind frei und schamlos.“
Ein Stich. War es für Ian auch nur so harmlos gewesen, wie mit Jane? Er zerbrach sich nicht einmal den Kopf.
Wie gerne würde sie auch so sein. Frei und schamlos. Aber sie war altmodisch und steif.
Wie konnte sie nur so töricht sein und für einen Augenblick glauben, dass Gefühle mit ihm Spiel waren?
„Ich wäre jetzt gern wieder allein.“ Sagte sie leise. Matt nickte und erhob sich. „Ach ja... und bitte hört auf mich und Ian verkuppeln zu wollen.“
Sie konnte ihn deutlich schlucken hören, bevor er wegging.
„Ian, ich muss mal kurz mit dir reden.“ Unterbrach Matt das Gespräch zwischen seinem Freund und seiner Verlobten. Jane verstand sofort und eilte in die Küche unter dem Vorwand Mittagessen zu kochen. Matt versicherte sich, dass auch Liliane nichts mitbekam, bevor er mit Ian redete.
„Was ist?“ fragte dieser argwöhnisch.
„Ich muss wissen was gestern passiert ist. Zwischen euch beiden.“ Sagte Matt ernst.
„Was soll passiert sein?“ Ian mimte den Unschuldigen.
„Ian, du weißt ganz genau was passiert ist. Du musst doch bemerkt haben, dass Liliane sich total komisch benimmt.“
„Das tut sie immer.“
„Könnten wir die Witze bitte lassen? Es ist wirklich wichtig.“
„Es ist gar nichts passiert.“
„Gar nichts?“ wiederholte Matt misstrauisch. Für gar nichts war eindeutig viel zu viel passiert. „Hattet ihr Sex?“
„Bitte, was?“ rief Ian und lachte. „Himmel, nein!“
„Was dann?“
„Nichts.“
Matt seufzte. „Wenn du mir nichts erzählen willst, dann red wenigstens mit ihr.“
„Sie will mich bestimmt nicht sehen.“
„Aha, dann hast du also doch was angestellt.“ Schlussfolgerte Matt. Als Ian immer noch stur blieb, riss ihm langsam der Geduldsfaden. „Ian, hör zu, es ist mir ernst! Mir war vorher egal was du mit den Frauen, die du kennen gelernt hast, gemacht hast, aber ich werde nicht zu lassen, dass du die gleichen Spielchen auch mit Liliane treibst!“
„Ich treibe keine Spielchen, verdammt!“
Warum dachten das nur alle von ihm? Hatte er irgendetwas falsch gemacht?
Matt klopfte ihm fast mitleidig auf die Schulter und verschwand. Den Rest musste Ian selbst erledigen. Entweder oder.
Ian sah Matt nach. Das hatte er noch nie mit ihm gemacht. Matt hatte ihn noch nie stehen lassen. Es war ihm wirklich ernst.
„Weißt du warum die Hollywoodschaukel so versteckt liegt?“ hörte sie Ian sagen und fuhr zusammen. „Meine Eltern haben sich oft hier geliebt.“
Ohne sie zu fragen setzte er sich auf Matts Platz und schaukelte ein wenig.
„Alles in Ordnung mit dir?“ fragte er schließlich.
Vom Schaukeln wurde ihr schwindelig, aber sie sagte nichts. Alles war in Ordnung und alles war vollkommen verkehrt.
Normal. Sei ganz normal...
„Klar.“ Sagte sie bemüht ruhig. „Mir geht es gut, mach dir keine Sorgen um mich. Ich bin zwar einbischen früh aufgewacht, aber das geht schon. Ich trink einfach noch einwenig Kaffee. Ich hab auch gut geschlafen.“
Lügnerin.
Warum musste sie immer plappern, wenn sie nervös war?
„Das freut mich.“
„Und... was hast du heute noch vor? Dürfte ich, natürlich, wenn du nichts dagegen hast, die Beete umgraben? Und einbischen Unkraut rupfen? Unkraut zerstört nämlich die schönen Pflanzen hier und das kann ich einfach nicht mit ansehen. Habt ihr hier keinen Geräteschuppen?“
Er musterte sie von der Seite. „Ist wirklich alles in Ordnung mit dir, Lil?“
„Warum fragst du? Du siehst doch, dass es mir gut geht.“
„Das glaube ich dir nicht.“
„Was hast du heute vor? Außer mit mir blöde Gespräche zu führen?“
„Das gestern-“
„Möchtest du dich nicht in die Sonne legen und dich bräunen? Ich finde einbischen Farbe würde dir gut tun.“ Brabbelte sie. Er sollte nicht auf dieses unangenehme Thema kommen. Sie war noch nicht bereit darüber mit ihm zu reden.
Er versuchte einen weiteren Anlauf. „Gestern, da-“
„Oder du könntest Mittagessen kochen!“
„Jane macht Essen. Und der Kuss-“
„Jane kocht fürchterlich!“ sagte sie schnell. „Sie lässt das Fleisch anbrennen und nachher ist es zäh und hart und du brauchst Stunden, bis du es runtergeschluckt hast!“
„Hör mir doch mal zu!“ rief er wütend. „Warum musst du immer dazwischen reden?“
Sie schwieg. Als wenn er das nicht selber wüsste.
„Ich weiß nicht wie das gestern passiert ist.“ Sagte er endlich.
„Es ist wahr. Jane kocht wirklich schrecklich. An meinem dreizehnten Geburtstag wollte sie Waffeln machen. Die Waffeln sind am Eisen festgeklebt und sie brauchte total lange bis sie es wieder sauber gekriegt hat. Dann hat der Teig nicht geschmeckt und sie musste ihn neu machen. Irgendwann hat sie es aufgegeben und uns Pizza bestellt. Wenigstens, die war lecker. Ein Jahr später sind wir nur noch Essen gegangen-“
„Lil, ich weiß nicht wie es zu diesem Kuss kommen konnte. Wir waren vielleicht zu... scharf aufeinander.“
Sie sah ihn an. Er erwiderte ihren Blick. Hellgrüne Augen, gegen blaugrüne. Genau so war es zu diesem Kuss gekommen.
„Lass uns bitte nicht darüber reden.“ Sagte sie leise und sah wieder weg.
„Wirklich nicht? Ich meine, es gibt Frauen, die über alles reden wollen, was ihnen so passiert ist und danach fühlen sie sich besser, aber ich weiß ja nicht, wie du da tickst.“
Liliane sagte nichts und trank ihren Kaffee aus.
„Also, nicht.“ Er hörte auf zu schaukeln, doch in ihrem Kopf drehte es sich immer noch. „Nur eins noch: Erwarte bitte nicht von mir, dass ich mich dafür entschuldige, was passiert ist. Ich wollte es nicht und ich habe dich auch vorher gewarnt, dass- Hey, wo willst du hin?“
Sie war abrupt aufgestanden und machte Anstalten zu gehen. „Ich habe noch etwas zu erledigen.“
Er war zum zweiten Mal sitzen lassen worden.
mensch ich hoffe echt, dass storyparadies mein kapitel irgendwann noch mal postet. vielleicht sind sie ja in winterurlaub?? :-
na ja, bis denne
würde mich über ein paar kommis freuen :-)
cya
Fullmoon
mg schrieb:
Hey Fullmoon
Danke, dass du meine Idee verwirklicht hast. Jetzt sind bestimmt viele glücklich, da sie deine super Lovestory weiter lesen können, so wie ich.
Deine Fortsetzung ist wirklich gut, besonderst, dass Ian mal nicht so gut davon gekommen ist.
Ich hoffe, dass du bald den nächsten Teil von diesem Kapitel "herein kopierst" und: Mach weiter so!!!
m&m schrieb:
HIlfe!! wo bleibt der rest? =)
mg schrieb:
Ich möchte auch weiter lesen. Los Fullmoon, schick den restlichen Teil hier her, bitte!!!
BITTE schrieb:
Das wär echt nett wenn du den restlichen Teil noch hier her schicken würdest.
Rosi schrieb:
Auf was wartest du? Na los schick den Rest!
ami schrieb:
also um hier mal nicht nur rumzubetteln (natürlich will ich auch UNBEDINGT wissen wie es weiter geht) ich find es wird immer spannender und man denkt immer jetzt muss doch mal alles zum ende kommen und sich auflösen, aber dann geht es immer noch weiter. das find ich klasse. ich glaube hier wären ne menge ganz schön traurig wenn es dann wirklich mal vorbei ist. aber an sowas wollen wir jetzt gar nicht denken. (noch ein kleiner tipp: im forum läuft eine aktion in der wir versuchen die site zu retten, wäre schön wenn ihr mal vorbeischaut und mitmacht, damit die wissen das hier noch viele, viele user sind die enttäuscht wären wenn es die seite nicht mehr gäbe.) und dann werden hoffentlich wieder texte online gestellt. also liebe grüße ami
l^ schrieb:
puh, endlich konnte ich wieder weiter lesen!!! aber schick den rest schnell!!!
Das musste mal gesagt werden schrieb:
Fullmoon, ich denke jetzt ist es mal Zeit, dass ich dir meine Meinung sage. Ich finde dich echt gemein. Dafür, dass die Story, die du losgeschickt hast und nie angekommen ist, kannst du nichts dafür. Aber du musst doch merken, dass deine Story wirklich beliebt ist und die Leser unbedingt weiterlesen wollen und wenn deine Story dir wirklich wichtig wäre, wärst du schon längst auf die Idee gekommen deine story auf einer anderen Webseite einzutragen. Aber das hast du nicht gemacht. Irgendwie verarschst du alle. Alle betteln dich an die story endlich ins Internet zu bringen, egal wie, aber du machst gar nichts. Und als dann plötzlich eine Leserin deiner Story einen guten Tip gibt, die Story einfach in den Kommentar zu kopieren, schickst du nur einen Teil(!!!), weil du anscheinend keine 10 Seiten hier veröffentlichen willst. Das ist echt dumm meiner Ansicht an. Und jetzt hast du geschrieben, dass du in den nächsten Tagen den Rest schicken wirst, dann hättest du gleich am Anfang das ganze Kapitel einschicken können. Du verdienst gar keine Bettlerei mehr, die Story endlich zu schicken, denn es müsste jetzt völlig selbstverständlich für dich sein, dafür zu sorgen, dass der Rest jetzt irgendwie auftaucht.
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
Wütend stapfte Liliane in die Küche, rammte die leere Tasse in die Spülmaschine und hielt Ausschau nach Jane. Oh ja, da war sie, sitzend auf der Couch mit einer Frauenzeitschrift in der Hand. Als Liliane vor ihr stand, riss sie ihr aus der Hand.
Jane sah sie empört an. „Bist du blöd? Was machst du da? Gib mir sofort die Zeitschrift wieder!“
Liliane sah auf die Seite, die sie gelesen hatte.
So wird ihr Sex besser! Tipps und Tricks für junge und ältere Paare.
So, so... Sie hob eine Augenbraue. „So einen Quatsch ziehst du dir rein?“
„Es dient zur Unterhaltung!“ gab Jane zurück. „Ist doch witzig. Was willst du von mir? Nein, warte, du bist sauer, weil ich versucht habe, dich und Ian zu verkuppeln, stimmt’s?“ Liliane ließ sich auf das Sofa plumpsen. „Du brauchst Matt nicht böse zu sein-“
„Ich bin Matt nicht böse. Aber ich habe ihm gesagt, dass ihr damit aufhören sollt. Manchmal frage i c h mich wie alt du eigentlich bist. Elf?“ Sie rollte die Zeitschrift zusammen und spielte damit rum. „Wie lange bleiben wir hier?“
„Ich hatte vor bis zu deinem Geburtstag hier zu bleiben.“
„Das sind noch sechs Tage!“ rief Liliane entsetzt. „Solange bleibe ich nicht!“
„Stell dich nicht so an, Lily, so schlimm ist es auch wieder nicht!“
„Findest du? Wann hast du das denn alles geplant?“
„Vor einer Woche oder so.“ sagte Jane ganz unbekümmert.
Liliane seufzte. „Ich will nicht mit dir streiten, aber es wäre nett, wenn du mich vorher einweihen würdest.“
„Na gut, aber ich weiß ja, was du für ein Spielverderber bist.“
„Manchmal denke ich, dass du mich nicht ernst nimmst. Du gehst gar nicht auf mich ein und hörst mir nicht richtig zu.“ Sagte Liliane enttäuscht. Sie legte die Zeitschrift auf den kleinen Holztisch in der Mitte. „Ich bin wirklich kein Kind mehr, Jane.“
„Du hast Recht...“ gab Jane leise zu. „Es ist nur... Matt und ich...“
In diesem Moment kam Ian herein. Janes Mund klappte wieder zu, und er würde sich nicht mehr so schnell öffnen. Liliane sah ihn böse an.
„Könntest du nicht ein paar Minuten später kommen?“
„Was hab ich jetzt schon wieder gemacht?“ fragte er und stemmte die Hände in die Hüften.
„Wir haben uns bis gerade eben unterhalten und wenn es ernst wird, stürmst du natürlich rein!“ antwortete Liliane wütend.
„Ihr... duzt euch schon?“ hörten sie Jane vorsichtig fragen, ignorierten das aber.
„Das ist zufällig m e i n Haus, Schätzchen! Und du hast mir nicht zu sagen, wann ich reinkommen soll und wann nicht!“
„Ach ja?“ Lily stand auf. Obwohl sie kleiner war, schien sie ihn fast zu überragen. Sie funkelten einander an.
„Und das war so wichtig, dass du mich sitzen gelassen hast?“ Ian wechselte das Thema um sie zu ärgern. Damit kamen sie dem gestrigen Vorfall sehr nah.
Aber sie war nicht auf dem Kopf gefallen. „Hat dich das etwa gestört? Hast du nach deiner Mama gerufen?“
„Lily, wir können das auch ein anderes mal...“ mischte sich ihre große Schwester ein.
„Halt dich da raus!“ riefen beide gleichzeitig.
„Ja, aber...“
„Jane, das ist nicht deine Angelegenheit.“ Sagte Liliane.
„Ich gebe ihr Ausnahmsweise recht.“ Stimmte Ian zu.
Jane seufzte tief und verschwand kopfschüttelnd. Sie warteten bis sie außer Reichweite war, bevor sie sich weiter zankten.
„Ich habe dir gesagt, dass ich nicht darüber reden will!“ zischte Liliane. „Und dabei können wir es auch belassen!“
„Worüber reden?“
„Oh, nun stell dich nicht so dümmer als du bist!“
„Ach... das. Ich habe dir doch gesagt, dass ich nicht weiß, warum-“
„Hatte ich nicht gerade gesagt, dass ich n i c h t darüber reden will?“ unterbrach sie ihn und zwang sich ruhig zu atmen.
„Ist dir klar, was wir hier gerade machen?“ fragte er.
„Hör zu. Können wir e s nicht... als einmalig betrachten? Ich habe langsam keine Lust mehr mit dir zu streiten. Wir kommen sowieso zu keinem Ergebnis.“
„Und was schlägst du vor? Wieder so einen albernen Pack?“
„Entschuldige, wenn ich deine Träume platzen lasse, aber soweit ich mich erinnere war das
d e i n e Idee!“
Er verstummte für einen Moment, um nachzudenken. Stimmt. Sie hatte Recht. Mist!
„Okay, es war meine Idee, auch gut.“
„Ich habe dir gestern schon gesagt, dass ich Matt etwas versprochen habe.“
„Ich erinnere mich. Sprich weiter.“
Sie holte tief Luft. „Na ja... meinst du wir können es dabei belassen?“
„Wobei?“
„Mensch, nun stell dich nicht so blöd an!“ entfuhr es ihr.
„Oh, tut mir leid, Miss Polite-Tussi, aber leider hast du noch nicht gesagt, w o b e i wir es belassen! Ich kann nun mal keine Gedanken lesen!“
„Wie hast du mich gerade genannt?“
„Polite-Tussi.“
„POLITE-TUSSI? Was ist das denn?“
„Na, weil du immer so höflich sein musst.“
Sie trat einen Schritt auf ihn zu und bohrte ihren Zeigefinger in seine Brust. Ihre hellgrünen Augen blitzten ihn gefährlich an. „So, Mister Schlappschwanz? Bin ich etwa gerade höflich? Ich wollte, dass wir eine freundschaftliche Beziehung eingehen, aber du musst ja alles kaputt machen! Den gestrigen Abend hast du mir versaut, du Arschloch, und ich warne dich, wenn du mir meinen heutigen Tag auch noch versaust, dann kill ich dich!“ Normalerweise hätte man diese Worte eigentlich für einen Witz gehalten, aber Ian musste zugeben, dass er ihr das zutraute. „Hast du verstanden? Ich bin äußerst schlecht gelaunt heute, du gehst mir mit deiner Doofheit auf die nerven und das schlimmste ist, dass ich gerade erst erfahren habe, dass ich noch sechs Tage hier verbringen muss! Fandest du das gerade höflich? Ja?“
Er wagte es nicht zu atmen. „Nicht wirklich.“
Schnaubend drehte sie sich um und ging.
„Wo willst du jetzt hin? Ich meine... ich bin ja jetzt so was wie dein Freund... und ich mache mir dann auch Sorgen, also... wo gehst du hin?“
„Ich gehe mir das Dorf angucken. Und nein, du kannst nicht mit!“ fügte sie hinzu, bevor er fragen konnte. „Wir sehen uns, Schlappschwanz.“
Und dann hörte er die Eingangstür ins Schloss fallen.
Alle guten Dinge sind drei.
Liliane versuchte ein freundlicheres Gesicht aufzusetzen, was angesichts der Tatsache, dass sie sich vorhin schon wieder mit Ian gestritten hatte, schwer war.
Oh mein Gott! Was war nur gestern mit ihr los?
Sie war völlig durcheinander, ihre Miene war pechschwarz und ihr Medaillon war immer noch verschwunden. Trotzdem... irgendwie war es richtig befreiend... ja, befreiend mit Ian diese Auseinandersetzungen zu haben. Auch wenn sie ihn dabei wüst beschimpfte, aber was interessierten ihn ihre Schimpfworte? Und dann hatte er sie auch noch Miss Polite-Tussi genannt...
Aber sie konnte nicht verleugnen, dass er sie so dermaßen erregte, dass es schon fast obszön war. Und das während sie sich streiten! Dabei schossen ihr so manche komische Gedanken in den Kopf... wie zum Beispiel...
Schluss!
Sie wollte nicht die Einzige von zweien sein, die sich d a r ü b e r den Kopf zerbrach.
Liliane wusste gar nicht, wie falsch sie da lag. Ian ging es nämlich nicht anders.
Es war einfach bescheuert, dass ihn so eine Frau steif werden ließ.
Lil, die ihn andauernd beschimpfte. Lil, die andauernd höflich sein musste, obwohl sie es vorhin überhaupt nicht war.
Aber sie war Lil. Lil, die gar nicht wusste, wie hübsch sie eigentlich war.
Er konnte den ganzen morgen und auch die ganze Nacht an nichts anderes denken, als an ihren Körper, an den verborgenen Schatz, der zwischen ihren Oberschenkeln lag...
Liliane kam an einer Schule vorbei. Es musste wohl gerade Schulschluss sein.
Sie lächelte, als ein kleines Mädchen ihrer Mutter aufgeregt erzählte, was sie heute alles erlebt hatte.
Sie blieb stehen und beobachtete, wie jedes Kind abgeholt wurde.
Kinder... so wundervolle kleine Wesen.
Plötzlich tippte sie jemand von hinten an. Eine etwas ältere Dame lächelte ihr ins Gesicht.
Sie hatte graue Haare, aber wachsame blaue Augen. Das Leben hatte sie schon gezeichnet und sie war einwenig rundlich, aber sie sah sehr sympathisch aus.
„Hallo!“
„Guten Tag!“ sagte Liliane verwirrt.
„Mein Name ist Abigail Kristen. Ich bin eine der Lehrerinnen hier an der Schule. Es ist schön, dass sie die Zeit finden Charlene abzuholen.“
„Wie bitte?“ Charlene?
„Charlene Hattinger!“ Abigail musterte sie argwöhnisch. „Wollten Sie nicht Ihre Tochter abholen?“
„Meine Tochter?“ erst langsam begriff Liliane, dass sie verwechselt wurde. Vor Erleichterung lachte sie auf und auch Abigail lachte, offensichtlich, weil sie dachte, dass sie sich an ihre ‚Tochter’ erinnert hätte. „Ich bin nicht Charlenes Mutter.“ Stellte Liliane klar. „Ich bin bloß spazieren gegangen und zufällig hier vorbeigekommen. Mein Name ist Liliane Joyce. Entschuldigen Sie, dass ich mich nicht vorgestellt habe.“
„Sie sind nicht die Mutter.“ Es sollte zwar mehr wie eine Frage klingen, aber so kam es nicht raus. Abigail seufzte. „Wissen Sie, Miss Joyce, Charlenes Mutter hat sehr wenig Zeit für sie und sie schickt immer alle möglichen Leute. Opa, Oma, Bekannte, Babysitter, die von Zeit zu Zeit wechseln, einfach jeden. Sie kommt nie persönlich, weil sie die einzige Ärztin in Angelsent ist und ihre Praxis ist immer voll. Ich bin selbst nicht aus hier und habe
Mrs Hattinger noch nie gesehen, aber Ihr Gesicht war so neu, also dachte ich, dass Sie vielleicht die Mutter sind... entschuldigen Sie bitte.“
„Das macht doch nichts. Wo ist Charlene?“
Mrs Kristen deutete auf den kleinen Spielplatz. Ein Mädchen, acht oder neun Jahre alt, saß im Sandkasten und stocherte mit einem Stock darin herum. Sie hatte feine blonde Korkenzieherlocken und eine Mischung aus blaugrauen Augen.
„Darf ich zu ihr hin?“ fragte Liliane die Lehrerin, die dann nickte.
Als das Mädchen Schritte hinter sich hörte, drehte sie sich automatisch um.
Liliane lächelte sie an, doch ihr Lächeln wurde nicht erwidert.
„Wer sind Sie?“
Wenigstens hatte das Kindchen Anstand und siezte fremde Menschen.
„Ich bin Liliane. Kann ich mich neben dich setzen?“
„Wenn Sie wollen. Sandkästen sind was für Babys.“
„Und bist du noch ein Baby?“
„Natürlich nicht!“ sagte Charlene empört. Dabei enthüllte sie ihre kleine Zahnlücke. Liliane grinste sie an. „Ich bin schon neun! Wieso grinsen Sie mich an?“
„Sag ‚du’ zu mir und Lily, okay? Ich hab gegrinst, weil ich deine Zahnlücke gesehen hab.“
Charlene nickte. „Ich heiß Charlene. Ich bin in der dritten Klasse und da sind Zahnlücken normal.“
„Ich weiß. Ich find sie total cool.“
„Echt?“ Die Miene des Mädchens hellte sich auf, ebenso wie die von Liliane. Gleichzeitig wunderte sie sich wie vertrauensselig Kinder waren. Wenn sie eine Kindermörderin wäre, wäre dieses Prachtstück in größter Lebensgefahr.
„Klar.“
Sie lächelten einander an. „Du bist lieb, Lily. Mommy sagt so was nie zu mir.“
Die Kinderaugen blickten wieder traurig auf den Sand. Liliane fragte sich, wie eine Mutter ihrem Kind so etwas antun konnte. Warum bekam sie ein Kind, wenn sie sich doch nie darum kümmerte?
„Hat deine Mutter sehr wenig Zeit für dich?“ fragte sie leise.
„Mmh.“
„Weißt du denn wer dich heute abholt?“
Charlene schüttelte bekümmert den Kopf. „Ich glaub, Mommy hat’s mir gesagt, aber ich hab’s vergessen. Bestimmt hat derjenige der mich abholen sollte, es auch vergessen.“
Liliane streichelte dem Mädchen sanft durch den Kopf. „Soll ich hier mit dir warten?“
Ein Schulterzucken.
„Warte mal kurz hier.“
Liliane stand auf und berichtete Abigail, dass sie mit Charlene hier bleiben würde. Abigail sah sie dankbar an und drückte ihr noch die Hand, bevor sie ging.
„Hey, Charlene.“
„Hmmm?”
„Hast du Hunger auf ein Eis?“
„Oh ja!“ Sie stand auf und klopfte sich den Sand von ihrem Kleid. Dann hüpfte sie zu Lily und sah sie an, als wäre sie ihr eigener Gott.
„Ich habe ein Geschäft zwei Straßen weiter gesehen. Was meinst du? Wir könnten rennen... und... Scheiße!“
Liliane durchwühlte ihre Hosentasche. Natürlich hatte sie vergessen Geld einzustecken. Aber das Haus von Ian war auch nicht weit. Vielleicht fünf bis zehn Gehminuten von der Schule aus. Sie sah die Straße an, die sie gegangen war.
„Du hast geflucht!“ sagte Charlene und sie schien Liliane noch mehr anzuhimmeln. „Du hast Scheiße gesagt!“
„Hab ich nicht.“ Murmelte sie zerknirscht.
„Doch!“
„Aber das bleibt unter uns, okay?“
Charlene nickte eifrig mit dem Kopf. Sie würde niemandem etwas erzählen. Außer vielleicht ihrem Teddybären, aber die waren was für Babys und Lily würde sie bestimmt auch für ein Baby halten, wenn sie ihr von Brummi erzählen würde...
„Hör zu. Ich habe mein Geld vergessen. Aber das Haus, bei dem ich zu Besuch bin, ist nicht weit von hier entfernt. Kannst du schnell rennen?“
„Ich bin zweitschnellste.“ Antwortete das Mädchen und schwoll an vor Stolz.
„Prima. Dann rennen wir ganz schnell zu dem Haus, dann hole ich mein Geld und dann bekommst du dein Eis. Und am Ende sind wir wieder auf dem Schulhof und tun so, als wären wir nie weggewesen. Und ich bin eine Frau, die so blöd war zwei Eis am Stiel zu kaufen und deshalb hab ich dir eins abgegeben, alles klar?“
Ein fettes Grinsen.
„Alles klar.“
Das kalte Wasser prasselte auf Ians Playboykörper. Als er die hellgrauen Fliesen an der Wand betrachtete, stellte er sich vor, wie er Lil genau an diese Stelle pressen würde. Sie würde ihre schönen Beine um seine Hüften schwingen, sich an ihm reiben und dabei laut schreien.
Mist!
Sie hauste schon seit Tagen in seinem Kopf herum, meistens verbunden mit seinen Fantasien, die nie jugendfrei waren. Er war so scharf auf sie, dass es schon fast weh tat.
Und dann kam auch noch ihr idiotischer Weiberkram, von wegen Freundschaft und so. Ha!
Er hatte gestern selbst gemerkt, dass sie erregt war. Und wie!
Aber ihm ging ihr Gesichtsausdruck nicht mehr aus dem Sinn, als sie sich geküsst hatten.
Sie sah so verwirrt aus.
Ian schaltete das Wasser aus, stieg aus der Dusche und trocknete sich ab.
Jane und Matt waren nach Hause gefahren, weil ihnen die Kondome ausgegangen waren. Eigentlich hätten sie auch in Angelsent welche kaufen könnten, aber Ian vermutete, dass sie für ein, zwei Stunden ganz für sich sein wollten.
Er warf das Handtuch beiseite. Wenn Lil doch nicht so steif wäre. Sie benahm sich wie ein altes Weib. Dabei war sie so... gottverdammt, wenn er es nicht bald besorgt bekam, würde er ausrasten! Da er das Haus für sich alleine hatte, ging er nackt in die Küche und holte sich eine Flasche Wasser, die er mit in sein Schlafzimmer nahm.
Gerade, als er die Schlafzimmertür schließen und selber ganz für sich allein sein wollte, fiel ihm ein, dass seine Pornovideos in Lils Zimmer waren. Bevor sie dort eingezogen war, hatte er sie immer dort versteckt. Hoffentlich hatte sie sie nicht gefunden.
Er tapste hinein und merkte, dass es schon ganz nach ihr roch. Einen Moment lang blieb er stehen und sog ihren Geruch tief in sich hinein, doch er war voll erigiert und wenn er nicht schnellstens was dagegen unternehmen würde...
Die Videos waren in der letzten Schublade, der Anrichtkommode. Nicht einmal ein Schloss war davor. Er hoffte nunmehr, dass sie die Videos nicht gefunden hatte.
Gerade als er die Schublade aufzog, hörte er einen leisen Schrei.
Er wagte es nicht sich umzudrehen. Verlegen war er aber nicht.
Ian holte tief Luft. „Lass mich raten... Du stehst an der Tür, siehst mich von hinten nackt und denkst, wie gerne du jetzt mit mir schlafen würdest?“
Ein verächtliches Schnauben. Dann spürte er wieder ihre Unsicherheit. „Was machst du hier?“
„Ich wollte mir etwas holen.“
„Du bist... nackt.“ Schloss sie etwas lahm.
„So ist es.“
„Du bist in meinem Zimmer.“
„Genau.“
„Verschwinde sofort!“
„Okay.“
Er machte Anstalten sich umzudrehen und sie konnte nur den Atem anhalten, bevor sie rechtzeitig reagierte.
„Nein!“ rief sie schnell. Sie hatte Angst, dass Charlene hochkommen würde und Ian... was für eine schreckliche Vorstellung! „Bitte... bleib da! Ich... hole ein Handtuch und... du bleibst da stehen und... Ian, dreh dich nicht um!!!“
Er konnte sich nur mit Mühe ein Lachen verkneifen. „Dann komm her.“
„Kommt überhaupt nicht in Frage!“
„Du hast doch schon alles gesehen.“
„Hab ich nicht!“ gab sie trotzig zurück. „Du hast auch nichts gesehen!“
„Ich bleibe nicht den ganzen Tag so stehen.“
Mit diesen Worten drehte er sich um. Liliane war so erschrocken, dass sie überhaupt nicht auf sein ‚Teil’ achtete. Sie sah stur in sein Gesicht und ermahnte sich bloß nicht runter zu gucken.
„Ich bin so hart, dass es schon weh tut und weißt du wessen Schuld das ist, Lil?“ knurrte er, als er immer näher kam.
„Nein?“ piepste sie.
„Deine, verdammt!!!“
„Wieso meine?“
Er sah hoch auf die Decke, so als würde er gerade Gott anflehen, ihn umzubringen.
Dann sah er ihr wieder ins Gesicht. Seine Muskeln spannten sich und sie erkannte, dass er wirklich kurz vor dem explodieren war.
Oh mein Gott!
„Ian-“ quietschte sie, als er sie auf das Bett warf und sich anschließend zu ihr hochschlängelte. Sie war fest entschlossen ‚ihn’ nicht anzusehen und sah stattdessen verkniffen auf den Himmel des Bettes.
Sie spürte seine Lippen auf ihren Hals, die dort begierig zu ihren Lippen wanderten und sie letztendlich hungrig bedeckten. Ihr entwich ein leises Stöhnen.
Auf einmal war ihr alles egal. Sie pochte innerlich und spreizte automatisch die Schenkel.
„Du wechselst ja schnell deine Meinung...“ flüsterte er und legte eine Hand auf ihre Brust.
„Ich habe vorhin...“ sie seufzte, als er mit den Daumen über ihre harte Knospe strich. „Vorhin getrunken...“
„Ich rieche aber nichts.“
„Hab danach... Kaugummi gekaut.“
„Du bist eine sehr miese Lügnerin.“ Seine Stimme klang heiser und auch seine Hand auf ihrer Brust zitterte leicht.
So schnell sie ihre Meinung auch änderte... sie änderte sie auch schnell wieder um.
Charlene musste schnell wieder zurück zur Schule und anstatt ihr ein Eis zu kaufen, war sie fast dabei mit Ian zu schlafen!
„Ich wollte mein Portemonnaie holen. Bitte geh.“
„Dafür ist es zu spät, Baby.“
„Unten ist ein Kind! Sie wollte... -hör auf mich zu streicheln!- sie wurde nicht abgeholt und ich habe...“
„Ich habe im Moment wirklich keine Zeit mir das anzuhören, Lil.“
„Lass mich sofort wieder los!“
„Gerade eben wolltest du doch noch.“
„Ich bin eben sehr flexibel.“
„Sicher.“ Sein heißer Atem streifte ihre Schläfe.
„Ich mein’s ernst! Geh von mir runter! Du bist nackt!“
Es war nur eine kleine, unabsichtliche Berührung.
Sie hatte sich aufrichten wollen, dabei streifte sie mit den Oberschenkel seinen Penis.
Plötzlich lag sie wieder rücklings auf dem Bett, er hatte seine Arme um sie geschlungen und sie fest an sich gedrückt. Ian wurde schwer, ächzte und ergoss sich auf ihre Hose.
Zunächst schwieg sie und blieb eine Minute so liegen. Auch er sagte nichts, nur sein Atem ging noch schnell.
Dann, als hätte ihn eine Tarantel gebissen, rollte er sich von ihr weg und lag nun selbst mit dem Rücken auf der Matratze.
„Das wollte ich nicht.“ Entschuldigte er sich, als er den Fleck sah.
Sie wagte es nicht hin zu schauen.
So schnell sie konnte zog sie ihre Hose aus, warf sie achtlos auf das Bett und kleidete sich stattdessen mit einem Rock. Ihr war egal, dass er ihr dabei zusah.
„Lil...“
Sie hob abwehrend die Hand ohne ihn anzusehen. „Bitte... nicht jetzt.“
Dann stürmte sie die Treppe herunter ohne ihr Portemonnaie zu nehmen.
Charlene wartete ungeduldig in der Küche. Sie summte ein Lied, das sie aus dem Kindergarten kannte.
Als sie Liliane sah, strahlte sie. Nur mit Mühe konnte diese ein schwaches Lächeln aufbringen.
„Bleib sitzen, Charlene.“
Liliane ging zum Kühlschrank, öffnete das Eisfach und dankte Gott dafür, dass Jane oder wer auch immer Eis gekauft hatte.
Sie reichte der Kleinen das Wassereis und nahm sie an der Hand.
„Wir müssen uns beeilen. Bestimmt sucht man dich schon.“
Sie rannten den ganzen Weg wieder zurück und kamen atemlos an der Schule an. Ab und zu hatten sie eine Pause von fünf Sekunden gemacht, damit Charlene das Eis lecken konnte und schon dabei erinnerte sich Liliane an den Vorfall im Schlafzimmer.
Sie kamen keine Minute zu spät. Es war noch gar kein Mensch da. Sie setzten sich auf die Schaukel und Liliane sah dem Mädchen zu, wie sie ihr Eis aufaß.
Sie fuhr sich mit der Zunge über die Lippen und meinte noch Ians Lippen schmecken zu können. Das ganze war so peinlich für sie. Erst der Kuss, dann noch ein Kuss und dann...
Sie konnte immer noch nicht glauben, was sie erlebt hatte.
Lily merkte, dass man, wenn sie schaukelte ihren Slip sehen konnte, deswegen legte sie die Hände auf den Schoß und wippte nur auf der Stelle.
Sie hätte wirklich mit ihm geschlafen, wenn Charlene nicht da gewesen wäre. Oder sie redete sich das alles nur ein. Es war vollkommen schizophren.
In dem einen Moment war sie so heiß und pulsierend, dass sie es auf der Stelle wollte, koste was es wolle, egal wo, egal wie. In dem anderen Moment traten magenschmerzenbereitende Gefühle auf und auch ihr Kopf wehrte sich instinktiv dagegen.
Sie wollte, dann wieder nicht. Warum?
Liliane sah in den Himmel und stellte sich Ians Gesicht, samt Körper vor.
Er sah aus wie ihr Traum. Er w a r ein Traum. Sie hätte nie gedacht, dass es Menschen gab, die so wunderbar aussahen, so... w o w...
„Charly! Verdammt noch mal, wo hast du gesteckt?“
Diese Worte rissen sie brutal aus ihren Gedanken zurück. Ein Mann, ungefähr Anfang dreißig schlenderte auf sie zu und sie dachte, wenn es schon so besorgt geklungen hatte, dann sollte er auch wenigstens erleichtert aussehen, dass sie überhaupt wieder da war. Sah er aber nicht.
Sein Gesicht zeigte Ungeduld und Ärger. Und... es war attraktiv.
Zwar hatte er kalte graue Augen, die aussahen wie Stahl, doch sein Mund, der voll und schön geschwungen war, seine Wangenknochen, die perfekt saßen und auch die gerade Nase, verliehen ihm ein exotisches Aussehen. Seine Haut war leicht braun gebrannt, aber die von Ian war es auch. Himmel, sie wollte den Kerl doch nicht mit Ian vergleichen! Obwohl er ihm ganz schöne Konkurrenz machte.
Charlene rührte sich nicht von der Schaukel und schleckte immer noch gemütlich ihr Eis.
Liliane stand auf und reichte ihm die Hand. „Guten Tag, mein Name ist Liliane Joyce. Es tut mir leid, ich habe die Kleine kurz mitgenommen, um ihr ein Eis zu holen. Wir waren bei mir... zuhause. Charlene trifft keine Schuld, die Schuld liegt ganz bei mir, also bitte ich Sie nicht böse auf sie zu sein. Eine Lehrerin verwechselte mich mit der Mutter und so erfuhr ich, dass Charlene öfters alleine hier auf dem Schulhof sitzt. Also, dachte ich... na ja.“
Ihr war klar, dass sie schon wieder gebrabbelt hatte, aber was sollte man in Gegenwart eines solchen Mannes tun? Er war der Typ Footballspieler, groß, breite Schultern, schmale Hüften... wie Ian.
„Guten Tag, Miss Joyce.“ Er drückte ihre Hand. Schöne große Footballerhände. Die von Ian waren ein klein wenig sanfter gewesen, aber wer achtete schon auf die Hände? „Mein Name ist Jason Ricks. Einfach nur Jass. Ich bin nicht böse auf Charly. Ich hatte mir wirklich Sorgen gemacht. Ich bin übrigens der Bruder ihrer Mutter.“
„Ah... okay, Charlene. Willst du nicht hier hin kommen und Jass ‚Hallo’ sagen?“
Charlene erhob sich widerwillig von der Schaukel und stolzierte zu ihnen rüber. Sie nahm Lilys Hand und schmiegte sich an sie. „Jass ist doof.“ Hauchte sie sehr gut hörbar. „Der tötet Frauen mit seinem Aussehen. Meine Freundinnen sind alle in ihn verliebt. Ich glaube er manipuliert sie. Aber keine Angst, ich werde dich beschützen, weil du jetzt auch meine Freundin bist, Lily.“
Hätte Charlene nicht so ernst geschaut, hätte Liliane vielleicht noch gelacht.
Jass’ Mundwinkel zuckten. „Glauben Sie ihr kein einziges Wort, sie spinnt manchmal.“
„Hör nicht auf ihn, er versucht dich zu manipulieren!“ mischte sich das Mädchen ein und trat vor Liliane. Sie meinte es wirklich ernst. „Und guck ihm nicht in die Augen!“
„Sie redet manchmal komisches Zeugs vor sich her. Ich sollte ihrer Mutter wirklich sagen, dass sie sich mehr um sie kümmern sollte. Und jetzt komm nach Hause.“
„Wohin nach Hause?“ fragte Charlene misstrauisch.
„Nach Hause!“ antwortete Jass.
„M e i n Zuhause?”
„Natürlich d e i n Zuhause, du Göre! Grandma ist da und sie hat schon Essen gekocht.“
„Warum hat sie mich dann nicht abgeholt?“
„Weil sie nicht mehr so fit ist wie früher und jetzt komm!“
„Ich mag nicht. Sie kocht immer Gemüse und ich kann Gemüse nicht ausstehen.“
Jass lächelte Liliane entschuldigend an, dann schoss eine Hand hervor und umklammerte den zerbrechlichen Arm des Mädchens.
„Komm jetzt.“ Er zog einmal, doch Charlene krallte sich verzweifelt an Liliane.
„Ich will nicht! Nein!“ rief sie und wehrte sich.
„Komm jetzt endlich!“
„Nur wenn Lily mitkommt! Sonst bleibe ich hier stehen, bis ich sterbe!“
„Miss Joyce hat keine Zeit! Sie muss sicher wieder nach Hause.“
„Ich habe Zeit!“ sagte Liliane schnell. „Und bitte nennen Sie mich Liliane, Jass. Und Ihre Hand...“ Sie schielte auf seine Hand. Er ließ das Mädchen los.
„Hören Sie, Liliane, ich möchte Ihnen wirklich keine Umstände bereiten.“
„Aber nicht doch!“ Sie dachte daran, dass sie Ian begegnen müsste, wenn sie wieder nach Hause ginge und so früh wollte sie es wirklich nicht. „Das geht schon in Ordnung.“
Charlene hüpfte vor Freude. „Au ja! Komm zu mir nach Hause! Ich hab ein eigenes Zimmer und wenn du Grandmas Essen nicht magst, dann steck es einfach in deine Hosentasche, das mach ich auch-“ Sie verstummte und warf Jass einen unschuldigen Blick zu. „Eigentlich habe ich gar keinen Hunger mehr. Müssen wir zu mir nach Hause? Wir könnten auch spazieren gehen oder so...“
Jass hörte nicht recht. „Du willst... spazieren gehen?!“ Er blickte zu Liliane. „Sie müssen wirklich ein Engel sein.“
„Er manipuliert dich!“ schrie Charlene.
Liliane lachte. „Weißt du ich kann ganz gut Karate und wenn mir was nicht passt dann wehre ich mich einfach.“ Ja, sie hätte sich gegen Ian wehren können. Aber ihre halbherzigen Versuche hatten ihr nicht sehr viel gebracht, außer einem milchigen Fleck auf ihrer einzigen Hose, die sozusagen noch normal war.
„Du kannst Karate?“
„Ehrlich?“ Auch Jass schien interessiert. Meine Güte, merkte er nicht, dass sie gerade versuchte Charlene zufrieden zu stellen?
„Klar.“
Das erste Mal sah Charlene Jass an und sie nickte in vollkommener Übereinstimmung.
„Also, was machen wir jetzt?“ fragte Liliane, um von dem Thema abzulenken.
„Na ja... wenn Charly unbedingt spazieren gehen will... Angelsent hat einen schönen Wanderweg, der eine wunderbare Aussicht bietet.“
Und so kam es, dass Liliane mit einem gutaussehenden Mann und einem Mädchen, das dachte er würde sie manipulieren, spazieren ging, aber es war der amüsanteste Spaziergang, den sie je gehabt hatte. Die beiden kabbelten sich und immer noch beschützte Charlene sie vor dem ‚bösen’ Mann.
Trotzdem konnte sie die Natur genießen, wunderschöne Blumen sehen und der strahlend blaue Himmel über ihr ließ alles perfekt erscheinen.
„Sind Sie neu hier?“ fragte Jass, als sie auf einem Spielplatz waren und warteten, bis Charlene fertig mit toben war. „Bist du bald fertig?“ rief er ihr zu.
„Ich muss noch rutschen und klettern und schaukeln und eine Burg bauen! Und geh bloß nicht zu nah an Lily ran, sonst...“ Sie warf ihm einen drohenden Blick zu.
Kopfschüttelnd wandte er sich zu Liliane. „Einfach ignorieren.“
Sie lächelte. „Sie ist ein gutes Kind.“
„Oh ja, nur nicht zu mir.“ Er seufzte. „Und? Was ist mit meiner Frage?“
„Wieso fragen Sie mich das?“ gab sie zurück.
„Angelsent ist ein relativ kleines Dorf. Jeder kennt hier jeden. Und Sie habe ich hier bisher noch nie gesehen.“
„Ich bin eigentlich nur zu Besuch.“ Antwortete Liliane.
„Bei wem?“
Sie dachte an Ian. „Ich... es ist ein Freund meiner Schwester.“
Jass merkte, dass ihr das Thema unangenehm war, also ließ er es dabei beruhen.
„Noch mal vielen Dank, dass Sie mitgekommen sind. Ich sollte heute sowieso auf Charlene aufpassen.“
„Und das mit ihrer Großmutter?“
„War gelogen.“
Sie grinste. „Wussten Sie denn nicht, dass sie das Essen von ihr nicht mag?“
„Ehrlich gesagt, nein. Ich bin erst vor einer Woche wieder gekommen. Ich war auf Hawaii.“
„Beruflich oder Privat?“
„Es war ein Urlaub.“
„Und was machen Sie beruflich?“
„Ich bin Anwalt.“
Anwalt, so, so. Sie wunderte sich, dass Jass so viel mit Ian gemeinsam hatte. Vielleicht waren sie ja Brüder?
„Haben Sie Geschwister?“ hörte sie sich fragen und hätte sich am liebsten gleich umgebracht. Was interessierte sie seine Geschwister?
„Eine Schwester. Charlys Mutter, aber ich meine, das ich das bereits erwähnt hätte.“
„Ja. Ja, ich glaube auch. Tut mir leid.“ Natürlich! Wie kann man nur so blöd sein?
Er rutschte näher zu ihr heran und legte den Arm um sie. Ein Schauer lief durch ihren Körper.
„Ich glaube, Sie sind meinem Zauber erlegen...“ flüsterte er leise, so dass es nur sie hören konnte.
Sie wollte gerade den Mund öffnen und irgendetwas sagen, doch da kam Charlene wie aus dem Nichts geschossen und boxte ihn in den Bauch. Jass tat es nicht im geringsten weh.
„Ich hab gesagt, du sollst sie in Ruhe lassen!“ brüllte Charly empört. Sie ballte ihre Fäuste und war bereit noch einmal zuzuschlagen.
Liliane warf einen Seitenblick auf Jass und jetzt erst sah sie, dass er sie reingelegt hatte.
Alle beide! Ein dickes, spitzbübisches Grinsen war auf seinem Gesicht.
„Bist du endlich fertig, du Rotznase?“
„Ja! Lass uns so schnell wie möglich weiter gehen! Du gehst zehn Schritte voraus, damit ich dich im Auge behalte!“
Charlene musterte Liliane voller Sorge und zeigte ihr drei Finger.
„Wie viele sind das?“
„Ich glaube zweieinhalb.“ Antwortete diese und Jass fing an laut zu lachen.
Er hatte ein schönes Lachen, aber ihr fiel auf, dass es nicht ganz so fröhlich und lebendig war wie das von Ian.
Jass ging, wie von Charly angeordnet, zehn Schritte voraus und die beiden schlenderten hinter ihm her.
„Ich hab dich im Stich gelassen.“ Murmelte Charlene.
„Ach Quatsch!“ Nahm das Mädchen alles so ernst? Liliane beugte sich zu ihr, um ihr etwas ins Ohr zu flüstern. „Weißt du was? Er hat dich gelinkt. Ihm war langweilig auf der Bank, weil ich mich nicht hypnotisieren ließ, also hat er dich reingelegt, aber ich habe seinen Trick durchschaut. Er wollte nur, dass du endlich zum Ende kommst. Aber sag ihm das nicht, sonst versucht er es womöglich noch einmal.“
Das Mädchen sah Liliane bewundernd an und nickte langsam. Dann ließ sie sich einfach so auf die Erde plumpsen.
„Was machst du da?“ fragte Liliane verwundert.
„Ich genieße die Aussicht.“ Kam es zurück.
Liliane drehte sich um. Tatsächlich. Waren sie wirklich schon auf dem Hügel?
Aber trotzdem. Sie waren hoch genug gewandert, um ganz Angelsent zu sehen.
Eine wunderschöne Aussicht. Von oben sah alles aus, wie eine Puppenstadt. Am Rande meinte sie das Glitzern des Sees erkennen zu können.
„Ich bin müde.“ Sagte Charlene plötzlich. „Jass, ich will nach Hauuuuuseeeeeeeeee...“
Jass kam zehn Schritte zurück. „Miss Joyce, ich meine, Liliane, Sie können wirklich nicht zaubern, oder Ihr Zauber ist nur von kurzer Dauer.“
„Wenigstens will sie nach Hause.“
„Und Lily soll miiiiiiiit!“ tönte es.
„Komm sofort wieder hoch! Du machst dir dein Kleid schmutzig!“
„Lily soll mihiiit!“
Jass stöhnte. Lily kicherte. „Ich glaube, ich habe aus versehen Fledermausaugen anstatt Froschgedärme genommen.“
„Lily soll miiiit!“ der Lärm wurde zusehends lauter.
„Das geht nicht! Es ist schon...“ er sah auf die Uhr. „... spät und Liliane muss langsam nach Hause. Sie wird uns noch nach unten begleiten, aber dann ist Sense.“
„Neeiiin!“
„Du hattest deinen Spaß und jetzt kommst du nach Hause. Deine Mutter wird auch da sein.“
Das Jammern hörte auf. „Mommy ist zuhause?“
„Ja, sie hat mir gesagt, sie wollte heute einbischen früher Schluss machen.“
„Juhu!“
„Kommst du jetzt mit?“
„Holst du mir ein Eis, Jass?“
„Du hattest schon Eis.“ Ein Hundeblick. „Oh, na schön! Aber jetzt komm endlich hoch!“
Charlene stand auf, zutiefst glücklich ihre Mutter bald zu Gesicht zu bekommen und Liliane freute sich sehr für sie. Sie hüpfte voran, sang fröhlich ein Lied und begrüßte jeden Wanderer, der vorbeikam.
„Hey.“ Sagte Jass. „Ich möchte mich gerne revanchieren.“
„Für was denn?“
„Na, weil Sie auf die Kleine aufgepasst haben.“
„Aber das habe ich doch nicht.“
„Was machen Sie heute?“
„Ist das eine Einladung?“
„So in etwa.“
Liliane lächelte. „Ja, ich würde sehr gerne mit Ihnen ausgehen.“
„Ich verspreche, dass Ihre Karatetricks nicht zur Geltung kommen werden.“
„Ausgezeichnet.“
„Wie wäre es mit heute abend?“
„Heute abend ist super.“ Gott sei Dank! Sie hatte einen Grund Ian, Matt und Jane aus dem Weg zu gehen. Aber es war erst vier. Sie müsste sich wohl in ihrem Zimmer verbarrikadieren. Aber das hatte sie schon gemacht, als sie fünfzehn war, also wäre das schon mal kein Problem.
„Um sechs?“
„Darf ich Sie etwas fragen? Ich weiß, es ist unhöflich, aber... wir kennen uns erst seit ein paar Stunden- nicht, dass man sich da nicht schon verabreden könnte, aber es geht Ihnen nicht um... Sex oder?“
Jass sah sie mit großen Augen an. Bestimmt würde er sich in dem Moment fragen, warum er sie überhaupt ausführen wollte.
„Verstehen Sie mich nicht falsch, es ist nur mal so, dass... na ja... ich...“
„Nein, mir geht es nicht um Sex.“
„Oh.“ Und dann nach einer weile sagte sie: „Okay.“
„Sind Sie vergeben?“
„Nein, das ist es nicht... ich grüble nur einbischen... und ich bin mir noch unsicher, was
ich... will.“
„Liliane, ich kann Sie sehr gut verstehen. Natürlich ist es komisch, wenn man eine Einladung bekommt, wenn man sich erst so kurz kennt. Aber glauben Sie mir... ich will mich für Ihre Hilfe bedanken und vielleicht werden wir so etwas wie... Freunde.“
„Ja, das wäre sehr schön.“ Sagte sie leise. Warum hatte Ian nicht auch so eine Einstellung?
„Ich hole Sie um sechs ab. Sagen Sie mir, wo Sie zu Besuch sind.“
„Wir könnten uns auch treffen!“ sagte Lily schnell. Was würde Ian sagen, wenn ein fremder Mann vor seinem Haus stand und mit ihr ausgehen wollte? „Ich will Ihnen keine Umstände bereiten... wie wäre es mit der Schule? Ich kenne den Weg schon auswendig.“
„Wenn Sie das wollen.“
Den Rest des Weges gingen sie schweigend nebeneinander her, vor sich ein hüpfendes neunjähriges Mädchen, das ‚Alle-meine-Entchen’ sang.
Kaum zu glauben, wie viel man an einem einzigen Tag erleben konnte. Erschöpft erreichte Liliane das Haus der Heydens und wurde zugleich von Ian bestürmt. Zum Glück war er angezogen. Er trug ein schwarzes T-Shirt und eine ebenso schwarze Hose aus dünnem Stoff.
„Wo warst du?“
„Wo sind Jane und Matt?“
„Ihnen sind die Kondome ausgegangen, dann haben sie angerufen und gesagt, dass sie etwas wichtiges-“ er betonte das Wort ‚wichtiges’ „-zu erledigen hätten.“
Empört schnaubte Liliane. „Das ist doch nicht zu fassen.“
„Und wo warst du nun?“
„Ich war spazieren. Auf dem Wanderweg.“
„Hat es dir gefallen?“
Sie hob eine Augenbraue, während sie sich die Schuhe auszog. „Ja, es war sehr schön.“
„Das freut mich. Hast du auch schon gegessen?“
„Nein, aber ich werde essen.“
„Das ist auch sehr erfreulich.“
Sie sah ihn ungläubig an, sagte aber nichts, was auch nicht nötig war, denn seine Reaktion kam ganz von selbst. Er unterdrückte einen schmutzigen Fluch, packte sie an der Hand und zerrte sie ins Wohnzimmer.
„Zum Teufel noch mal! Scheiß drauf wo du warst! Du kannst doch nicht einfach abhauen!“
Sie riss ihren Arm aus seiner Gewalt. „Und wieso nicht?“
„Weil du andauernd abhaust, wenn was zwischen uns vorgefallen ist!“
„Das ist doch lächerlich!“
„Oh ja, sehr lächerlich! Du, ja genau, DU, schmiegst dich an mich und bittest mich dich nicht loszulassen. Im nächsten Moment rennst du mit einem Handtuch um deinen Körper die Treppe hoch, weil ich unsere Beziehung angesprochen habe!“
„Wir haben keine Beziehung!“ rief sie wütend.
Er ignorierte sie. „Dann fängst du an zu weinen, ich tröste dich, okay, das war mein Fehler, wir küssen uns, aber du hast schließlich mitgemacht und dann reißt du dich wieder von mir los und schließt dich in dem Zimmer ein. Heute morgen wollte ich mit dir reden, aber du wolltest nicht und bist wieder abgehauen. Und dann oben in deinem Zimmer liegen wir zusammen auf deinem Bett, küssen uns, du machst mit und im nächsten Moment willst du nicht!“
„Erstens: Du warst nackt, okay? Und ich muss zugeben, dass du wirklich toll aussiehst. Zweitens: Hat es dich überhaupt interessiert, dass ich nicht wollte? Drittens: Wir haben keine Beziehung, ist das klar?“
„Was ich damit sagen will, ist, dass wir endlich vernünftig reden sollten, Lil!“
„Nenn mich nicht ‚Lil’! Und ich wüsste nicht, was es da zu bereden gäbe.“
Er wies mit seiner Hand auf die Couch. Sie dachte nicht im Mindesten daran sich zu setzen, also ließ er die Hand sinken. Na gut, dann eben im Stehen.
„Ich will wissen, warum du immer wegläufst.“
„Tue ich das?“
„Aber ja!“
„Überhaupt nicht wahr!“
„Ach, Liliane!“
Ihr stockte der Atem und sie konnte ihn einen Moment lang nur ansehen.
„Was?“ fragte er vorsichtig.
„Du hast... Liliane gesagt.“ Sagte sie langsam.
Sie dachte daran, wie es aus seinem Munde geklungen hatte. Es klang... eigenartigerweise genau passend. Irgendwie richtig.
„Habe ich das?“
Sie nickte.
„Oh.“
„Findest du das jetzt schlimm?“
„Was?“
„Na, dass du meinen Namen gesagt hast.“
„Keine Ahnung.“
„Wie, keine Ahnung?“
„Ich weiß es nicht. Es war ganz unbewusst.“
Ein leichtes Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Es klang schön.“
Er erwiderte ihr Lächeln. „Fand ich auch.“ Er räusperte sich, damit sie wieder zu ihrem ursprünglichen Thema kamen. Aber wie sie sich darüber freute, dass er ‚Liliane’ gesagt hatte... Der Name passte zu ihr. „Bitte beantworte meine Frage.“ Sagte er ruhig. Gott, sie sah so süß aus...
„Ich brauche Zeit.“
„Du brauchst Zeit?“ Sie brauchte Zeit! Wieso brauchte man Zeit, nur um zu wissen, ob man mit jemandem schlafen wollte oder nicht? Er wollte es! Verdammt und wie!
„Ich weiß nicht was ich will...“ fuhr sie fort. „Es ist... du hast recht. Mal will ich und dann wieder nicht... ich bin unsicher.“
„Aber dir ist klar, dass du diejenige ist, die mit mir spielt?“
„So? Dann tut es mir leid.“
„Eine Entschuldigung allein reicht nicht.“
„Was willst du noch?“
Lass uns raten... nein, ausnahmsweise nicht. „Ich will dir sagen, was du verpasst.“
„In Bezug auf...“ er nickte. „...ah.“
„Komm her.“
„Nein, wir werden jetzt nicht-“
„Hab ich gesagt ‚Komm her, Baby, ich werde dich jetzt mal ordentlich durchvögeln’? Nein, ich habe gesagt ‚Komm her.’“
„Du machst dich über mich lustig.“ Trotzdem ging sie auf ihn zu. Er erleichterte es ihr ein wenig, indem er sie zu sich zog.
Ihr Kopf ruhte auf seiner Schulter und er strich ihr durch das braune Haar. Sie konnte fühlen, dass er es wollte, sich aber zurückhielt. Mussten Männer andauernd steif sein?
Dann wanderten seine Hände über ihren Körper.
„Ich werde dich berühren...“ flüsterte er heiser. „Überall.“ Er war so dreist und streifte ihren Schritt. Sie hielt die Luft an. „Ich will dich küssen... während im Hintergrund die Musik läuft...“
Seine Hände... Sie gingen an ihrer Seite herunter, immer tiefer... und tiefer...
„Ich will dich spüren, deinen Atem, deine Haut, alles an dir. Du sollst eins mit mir werden... du sollst nichts in deinem Kopf haben, er sollte leer sein, du sollst dich befreit fühlen...“
Er machte ein großes ‚U’ und streifte sie, wie zufällig, zwischen den Schenkeln. Sie versuchte ein Stöhnen zu unterdrücken.
„Fühlen, glauben, hoffen, beten, dass es nur uns gibt. Dich... mich...“ Er zog sie fester an sich heran. „... unsere Körper, unsere Seelen, unsere eigene Welt... und unser Stöhnen. Sonst nichts. Es gibt nur das... das ist alles was wir wollen... du sollst dich nach Unendlichkeit sehnen... sollst-“
„Hör auf.“ Sagte sie leise, aber es klang gar nicht danach.
Er schubste sie sanft von sich weg. Ihre Wangen waren gerötet, aber nicht vor Scham, das helle grün in ihren Augen schien zu schmelzen.
„Du versuchst mich zu erpressen.“ Warf sie ihm dann vor.
Er sah sie an, als wäre sie übergeschnappt. „Bitte?“
Futsch.
„Ja, du sagst mir, was ich verpasse, wenn wir nicht... e s tun.“
Der süße Moment...
„Bist du bescheuert?“
... war futsch.
„Ist es nicht so?“
„Du bist e c h t bescheuert!“
Und alles war ihre Schuld. Aber sie musste sich unter Kontrolle haben, auch wenn sie sie für einen Augenblick verloren hatte. Sie wollte noch nicht.
Lily holte tief Luft. „Ich kann heute nicht.“
„Wer hat gesagt, dass ich heute will?“
„Im Gegensatz zu der Frau, zeigst du, wenn du erregt bist.“
Er sah nicht einmal herunter. Klein Ian stand schon die ganze Zeit. Und Erleichterung wollte er sich nicht noch mal holen. Nachdem sie gegangen war- wieder einmal- hatte er die Pornofilme verflucht, genauso wie den blöden Fleck auf ihrer Hose.
„Na schön, ich bin erregt, aber was sagt das schon aus?“
„Das du so schnell wie möglich mit mir schlafen willst.“
Warum war sie nur so scharfsinnig?
„Und wieso kannst du heute nicht?“
„Ich... ich bin verabredet.“
„Mit einem Mann?“ fragte er und gleichzeitig stürzte sein Sexleben ein.
Sie funkelte ihn an. „Natürlich mit einem Mann!“
„Es könnte auch sein, dass du eine Freundin getroffen hast! Entschuldige, dass ich so doof bin!“
„Entschuldigung n i c h t angenommen! Für Doofheit gibt es keine Entschuldigung! Entweder lernst du, oder du bleibst so! Und meine Freundinnen sind alle auf der anderen Seite der Weltkugel, wie bitte schön, sollte ich sie ausgerechnet in diesem Kaff treffen?“
Er kreuzte die Arme und sah sie an. „Wie heißt er?“
„Das geht dich überhaupt nichts an!“
„Und ob mich das angeht! Immerhin hätten wir heute noch miteinander schlafen können!“
„Oh, das tut mir ja so leid, dass ich Ihren Terminplan durcheinander gebracht habe, Sexgott!“
„Das sollte dir, verdammt noch mal, mehr als leid tun!“ Sie sagte nichts, sondern funkelte ihn nur weiter wütend an. Es war als würde sie kalte, spitze, grüne Eiszapfen auf ihn werfen. „Ist es wirklich ein Mann?“
„Jaha!“
„Keine Frau?“
„Wenn ich dir sage, dass es ein Mann ist, dann kannst du Gift drauf nehmen, dass es auch einer ist, Ian!“
„Es könnte natürlich sein, dass du mir was vorgaukeln willst, damit du für ein paar Stunden aus diesem Haus kommen kannst! Und wer garantiert, dass es nicht doch eine Frau ist?“
„Meine Augen! Und unter Verabredung versteht man nun mal ein Treffen mit dem anderen Geschlecht!“
„Außer du bist lesbisch!“ Er machte eine kurze Pause und sein Gesichtsausdruck wurde besorgt. „Bist du lesbisch?“
Sie stampfte mit dem Fuß auf und stemmte die Hände in die Hüften. „Natürlich nicht, du Bastard! Warum sollte ich lesbisch sein? Du tickst ja nicht mehr richtig!“ Lesbisch! Er hatte sie doch tatsächlich gefragt, ob sie lesbisch war! Du lieber Himmel! Nach allem was zwischen ihnen vorgefallen war, konnte er ihre homosexuelle Seite ja wohl ausschließen...
„Gut, dann bist du halt nicht lesbisch!“ rief er und war nun mindestens genauso wütend auf sie, wie sie auf ihn. „Aber du überlegst seit Tagen, ob du was mit mir anfangen willst-“
„Tue ich nicht!“
„-und dann, wenn wir das Haus alleine haben, musst du mit einem Kerl essen gehen!“
„Geht es hier nur um Sex, Ian?“
„Es geht hier genau um das, was du immer denkst, wenn du dich befriedigst!“
„Ich habe mich seit meinem zwanzigsten Lebensjahr nicht mehr befriedigt! Guck nicht so blöd! Was ist schon dabei? Nur weil du es jeden Tag brauchst, heißt es nicht gleich, dass die ganze Welt so sexgeil ist!“
Er gab einen entnervten Seufzer von sich. „Okay, schön, dann sag ich es dir jetzt klipp und klar ins Gesicht: Es geht dir, so wie mir, um Sex! Sex haben, vögeln, ficken, bumsen-“
„Ich hab es kapiert!“ sagte sie gereizt. „Gut, da magst du vielleicht recht haben, aber ich kann immer noch entscheiden, wann es passieren wird.“
Ein Hoffnungsschimmer leuchtete in seinen Augen. „Du hast beschlossen mit mir zu schlafen?“
Sie hätte ihm so gerne eine in die Fresse geschlagen... „Habe ich das etwa gesagt, du Idiot?“
„Also, nicht?“
„Ich habe dir bereits gesagt, dass ich mir nicht sicher bin.“
Er fluchte. „Wie kann man sich nicht sicher sein? Es gibt nur ein ja und ein Nein!“
„Wie du meinst. Dann eben ‚nein’.“
„Nein?“
„Nein.“
„Wieso ‚nein’?“
Sie musste sich auf die Couch setzen. Ihre Beine waren plötzlich schwer geworden und die Anstrengung mit ihm zu streiten und zu diskutieren raubte ihr den letzten Nerv.
„Weil ich heute abend ausgehe. Und du magst mich nicht mal.“
Er stellte sich vor sie, so dass sie, ob sie es wollte oder nicht, die Wölbung in seiner schwarzen Jeans sah.
„B-bevor du etwas sagst... setz dich bitte.“
Er merkte, dass ihr das peinlich war, also blieb er genau so vor ihr stehen.
„Ich mag dich!“ rief er laut.
„Tust du nicht! Wenn du mich mögen würdest, hättest du nicht versucht mich ins Bett zu schleppen!“
„Und ob!“
„Du magst mich vielleicht e i n b i s c h e n, aber nicht genug, dass ich mit dir schlafen könnte. Und du kennst mich nicht, ebenso wie ich dich nicht kenne.“
„Zum Teufel noch mal, ich hab dich so gern, dass ich dich gleich auffressen würde!“
„Hör auf zu fluchen!“
„Was meinst du damit, verfickte Scheiße?“
„Hast du gerade ‚verfickte Scheiße’ zu mir gesagt?“ Ihre Stimme klang drohend und es wäre besser den Rückzug anzutreten. Aber er war ein Mann und hatte auch seinen Stolz.
„Ich habe zu der ‚Sache’ verfickte Scheiße gesagt! Und ich meine es auch so! Ich mag dich genug für Sex.“
Ihr Inneres wurde zu Blei. Sie beschloss das zu ignorieren und umso lauter zurückzuschreien.
„Genau das ist es was mich stört! Für dich bin ich gerade mal gut genug für ein nettes Ständchen, aber mehr auch nicht! Und setz dich endlich hin! Ich habe keine Lust deinen Schwanz vor meiner Nase zu haben!“
„Du wirst ihn sicher ganz wo anders haben, Schätzchen! Und ich mag dich, verdammt!“
Sie stand wieder auf. „Schrei mich nicht an!“
„TUE ICH NICHT!“
„UND OB DU DAS TUST!“
Wenn Blicke töten könnten...
Plötzlich bemerkte sie ein grinsen in seinem Gesicht. Sie meinte nicht recht gesehen zu haben, blinzelte, aber es war wieder verschwunden.
Sie warf ihm einen vernichtenden Blick zu. „Du findest das also lustig?“
„Was sollte ich denn hier lustig finden?“ fauchte er. „Mein Schwanz droht gleich abzufallen, wenn ich nichts unternehme und sei bloß froh, d a s s ich nichts unternehme!“
„Ich warne dich! Meine Hose hast du schon beschmiert und ich bin sicher nicht diejenige, die das sauber macht!“
„Es war zu fünfzig Prozent dein Fehler!“
„Mein Fehler?“ rief sie außer sich. „Mein Fehler? Du hättest dich nicht so auf mich schmeißen sollen! Und wenn du es jetzt schaffst dich unter Kontrolle zu haben, warum nicht vorhin?“
„Wenn du mich nicht berührt hättest, wäre das überhaupt nicht passiert!“ verteidigte er sich.
„Unten war ein Kind! Meinst du, sie sollte uns so sehen?“
„Woher sollte ich das wissen?“
„Ich habe es dir gesagt!“
„Wie heißt der Mann mit dem du verabredet bist?“
„Versuch bloß nicht das Thema zu wechseln!“
„Was soll ich noch dazu sagen?“
„Wie wäre es mit einer Entschuldigung?“
„Das ist reine Wortverschwendung, du nimmst sie sowieso nicht an!“
„Das kann sein-“
„Siehst du!“ unterbrach er sie triumphierend.
„Unterbrich mich nicht!“
Er sah sie herablassend an, dann trat er einen Schritt zurück und verbeugte sich. Es war ganz klar Provokation.
Sie könnte Gift und Galle spucken... „Ich hasse dich, Ian Heyden!“
„Dafür mag ich dich umso mehr, Miss Polite-Tussi!“
Wie gerne hätte sie sich gewünscht, dass er noch einmal ihren richtigen Namen zu ihr sagen würde, aber er war wütend. Sehr wütend sogar.
„Ich hasse dich, ich hasse dich, ich hasse dich, ich hasse dich!“
„Sagst du noch mal Arschficker zu mir?“
„Du weißt gar nicht, wie gut dieser Name zu dir passt.“ Zischte sie.
„Ich fühle mich geschmeichelt, Prinzessin.“
„Du bist das abscheulichste männliche Wesen, das mir je begegnet ist!“ Und das bestaussehendste...
„Wieso kannst du nicht einfach zugeben, dass du mit mir schlafen willst, dich aber nicht traust?“
„Ich habe wirklich keine Lust mehr mich mit dir um Sex zu unterhalten! Das ist vollkommen unterbelichtet!“
„Wir könnten es in der Reiterstellung tun. Du würdest oben sein und hättest die Kontrolle. Das gefällt dir doch sicher, oder, Süße?“
„Ich habe eine bessere Idee, Arschficker! Ich könnte dich auch einfach anketten und dich dann Stück für Stück mit einem Beil zerhacken!“ Sie machte eine Pause, damit sie die Wirkung ihrer Worte genießen konnte. „Dein wertvollstes Stück lasse ich aber noch dran! Aber nur um es anschließend an einem Hund zu verfüttern! Zugegeben, er wird daran zwar nicht satt-“
„W i e b i t t e?“
„Oh ja, du hast richtig gehört! Der Fleck auf meiner Hose würde einen wesentlich größeren Radius haben, wenn dein Teil etwas größer wäre. Zu schade.“
„Du bist zu weit gegangen.“
Sie blickte ihn nur spöttisch an. „Ja, los, verteidige ihn!“
„Du bist soeben in den Tod gestürzt.“
„Ich fühle mich aber noch sehr lebendig.“
„Das kommt von deiner schmutzigen Seele.“
„Ich habe solche Angst vor dir.“
„Gut so.“
„Wag es bloß nicht mich anzufassen, Ian!“
„Was dann?“
„Dann...“ Sie dachte kurz nach. Viel zu lange.
„Tut mir leid, Baby, aber deine Zeit ist um.“
„Du rührst mich nicht an!“
„Hat die Prinzessin etwa Angst vor dem großen bösen Drachen?“
Er wollte sie gerade packen, als das Telefon klingelte.
„Müssen in diesem Scheiß-Haus Telefone sein?“ Missmutig nahm er ab. „Ja? ...Nein, ihr habt mich nicht gestört... nein, ganz und gar nicht... wir? Ach, wir verstehen uns prima... nein, es gibt keinen Streit... wie kommst du darauf?... Aha... okay... das wird ihr aber nicht gefallen... klar, verstehe ich das... nein, geht in Ordnung... ja... nein... ja... Tschüss.“
„Wer war das? Jane?“ fragte sie sofort, als er aufgelegt hatte.
„Geht dich gar nichts an.“ Brummte er.
„Alles klar, es w a r Jane! Was hat sie gesagt?“
„Das ist unwichtig!“
„Ist es nicht! Immerhin könnte es auch mich betreffen!“
Wie gerne hätte er gelacht. Und wie es sie betraf... „Du sagst mir nicht, mit wem du ausgehst, also sage ich dir auch nicht, was sie gesagt hat.“
Aus ihren Augen sprühten Funken. „Das ist so was von kindisch!“
„Ach, wirklich?“ er schob seine Augenbrauen in die Höhe. Er beschloss wieder das Thema zu wechseln. Wo waren sie stehen geblieben? Ach ja... sie hatte es doch tatsächlich gewagt seine Männlichkeit zu beleidigen. Woher nahm sie nur diesen Mut? In mindestens zwei Minuten wäre sie tot... unter ihm. Als er einen Schritt auf sie zutrat, sprang sie auf die Couch. Sie kletterte über die Lehne und benutzte sie als Schutz. Er sah sie verächtlich an. „Das wird dir gar nichts nützen, Darling.“ Hatte er etwa eine Spur von Panik in ihr wachgerufen?
Er hoffte es.
„Hör endlich damit auf! Das ist überhaupt nicht witzig! Du denkst, dass du sooo toll bist, aber das bist du gar nicht!“ Ja, ja...
„Habe ich etwa gesagt, dass ich toll bin?“ giftete er.
„Nein, aber du denkst es!“
„Komm mir nicht mit deiner Besserwisserei an, Polite-Tussi!“
„Sag das nicht zu mir!“
Wieso hatte man nie eine Pistole in der Hand, wenn man sie brauchte?
„Mit wem gehst du aus, verdammt?!“ rief er laut.
„Und hör endlich auf mich anzuschreien! Ist dir klar, wie unhöflich das einer Frau gegenüber ist?“
„Aber sich über die Männlichkeit lustig zu machen ist ja so höflich.“ Sagte er in sarkastischen Ton.
„Außerdem wüsste ich nicht, wieso es dich so aufregt, dass du den Namen des Unbekannten nicht weißt. Wir sind schließlich nicht verheiratet!“
Er antwortete ihr nicht, sondern sprang geschickt über das Sofa. Er hatte es nicht anders gemacht als sie, aber es überraschte sie trotzdem, dass er so schnell war. Bevor sie wieder weglaufen konnte, packte er wieder ihren Arm, so wie er es am Anfang ihres ‚Gespräches’ getan hatte.
„Lass mich los!“
Wieder sagte er nichts, sondern verstärkte den Druck.
„Aua! Du tust mir weh, Ian!“
Als sie zu ihm aufsah, erschrak sie. Seine Augen waren kalt und eisig. Und sie stierten sie an. In diesem Moment wünschte sie sich sein süffisantes Grinsen zurück.
Sie sahen sich nur an, aber sie konnte nahezu die Wut, die er auf sie hatte, spüren. Die Gefahr, in der sie sich ausgesetzt hatte...
Mit einem Ruck zog er sie in seine Arme und legte, ohne Vorwarnung, seine Lippen auf ihre.
Es war ein wilder, brutaler Kuss.
Fordernd öffnete er ihre Lippen, sodass seine Zunge in ihren Mund glitt. Es war aber das genaue Gegenteil, als am vorherigen Tag. Seine Zunge schien sie zu verschlingen und sie war ein wehrloses Opfer, das sich auch noch an dem Kuss erregte.
Warum?, fragte sie sich. Warum hatte sie ihn plötzlich so gern?
Seine Lippen wanderten zu ihrem Schlüsselbein und seine Zähne bissen sich auf der wenigen, dünnen Hautschicht fest. Sie konnte nur mit Mühe einen Schrei unterdrücken.
Sie hatte Angst etwas zu sagen, denn nun war er ein hungriges Raubtier, das keine Spielchen mehr duldete.
Es tat weh, als er an der Stelle saugte und ihr einen Knutschfleck verpasste.
Ein letztes Mal küsste er sie, bis sie nach Luft ringen musste.
Dann ließ er von ihr ab, nur ein letzter böser Blick. Der Blick eines Gottes, der sie anscheinend begehrte. Sie aber hatte seine Ehre verletzt.
Er stapfte raus in den Garten und sie konnte ihm nur zuschauen, bis ihr Hirn wieder anfing zu arbeiten.
„Ian...“ flüsterte sie. Sie wollte ihm nachrufen, schaffte es aber nicht.
Zugleich wurde sie selbst gepackt. Er demütigte sie mit seinem Verhalten. Er konnte so viele Mädchen und Frauen haben, wie er wollte, aber er hatte sie gewollt. Bis gerade eben.
War es nicht das? Wollte sie nicht einmal in ihrem Leben hofiert werden?
Ihre Beine setzten sich von alleine in Bewegung, ihr Mund rief von selbst seinen Namen.
Er drehte sich um, sichtlich überrascht, aber auch immer noch sauer.
Was wollte sie noch von ihm? Eigentlich war der ganze Streit ein Witz gewesen und er hätte nicht so sauer auf sie sein sollen.
Sie kam auf ihn zu, er merkte, wie sie zitterte. Oh ja, jetzt wusste er wieder warum er so aufgebracht war. Der Kuss tat ihm gar nicht leid. Sollte sie sich doch in ihrem Zimmer verkriechen, sich die Augen rausheulen und sich anschließend die Kehle aufschneiden.
Als sie nah genug bei ihm war, streckte sie entschlossen ihre Hände nach ihm aus, legte sie ihm auf die Wangen und zog ihn zu sich, nur um ihn noch einmal zu küssen.
Der Kuss war so wie sie es wollte. Heiß, feucht und lustvoll.
Dieses Mal öffnete sie ihre Lippen von selbst, ließ seine Zunge wieder rein und hieß sie willkommen. Wenn er es so dringend brauchte, dann sollte er es bekommen. Anschließend dürfte er sich aber nicht über sie beklagen.
Ian strich mit seiner Zungenspitze über ihre Lippen. Sie ließ ihn wie einen Vergewaltiger erscheinen und ermutigte ihn auch noch in seinem Verhalten.
Ihr war nicht klar, was sie gerade getan hatte. Aber es war freiwillig, ganz allein ihre Entscheidung.
Der Kuss endete sanft und Lily zog den Reißverschluss ihres Rockes herunter, der daraufhin fast lautlos auf den Boden fiel.
Ian fasste es nicht. Sie wollte es. Trotzdem war irgendetwas seltsam.
Doch damit würde er sich später befassen. Er trug sie, samt Rock auf ihren Füßen, zurück ins Wohnzimmer und legte sie auf die Couch.
Er zerrte an ihrem Top, aber als er an ihrem Büstenhalter fummelte, wies sie ihn zurück.
„Das nicht.“
Er gab sich damit zufrieden, dass sie wenigstens reizende Unterwäsche trug. Auch wenn sie nicht rot und nuttig war. Ian zog seine Hose und seine Boxershorts aus und legte sich auf sie.
Liliane ermahnte sich ständig nicht auf sein Ding zu schauen, indem sie auf die Lampe über ihnen blickte. Sie ließ ihn eine Weile spielen.
So sehr willst du es, Ian?
Er strich mit einem Finger über ihren Slip. Sie atmete hörbar ein, nahm seine Hand und zog sie von der Stelle weg.
„Was ist?“ fragte er.
„Wenn du es willst, dann nimm mich jetzt.“
„Was?“
„Nimm mich. Du kannst tun was du willst, aber Zärtlichkeiten will ich nicht.“
Sie war verrückt.
Solche Worte sagte man nicht zu Ian Heyden, der als Sexgott bekannt war.
Er riss ihr das Höschen vom Leib und drängte sich zwischen sie. Liliane vergrub ihr Gesicht in seinen Schultern und biss sich auf die Unterlippe, als sie eine leichte Dehnung spürte.
Aber sie spürte auch etwas anderes. Vorsicht. Verdammt, das wollte sie gar nicht!
„Ich hab gesagt, du sollst nicht zärtlich sein!“ rief sie. „Ramm dich endlich rein!“
„Du hast ja nicht mehr alle Tassen im Schrank!“
Doch jetzt achtete er nicht mehr auf sie. Gnadenlos schob er sich weiter in sie rein.
Es brannte und schmerzte.
„Hör auf dich so zu verkrampfen!“
Sie wollte es nicht, und doch schrie sie auf.
Sofort zog er sich zurück.
„Du bist noch nicht soweit, Lil!“
„Halt die Klappe und mach weiter!“
Ist dir klar, dass ich das nur für dich tue?
„Du bist nicht einmal feucht.“
„Lass mich in Ruhe und fick mich endlich!“
Er grollte und versuchte es noch einmal. Er kam ein wenig weiter, doch sein Glied musste so lang sein, so kam es ihr jedenfalls vor, dass er noch eine Ewigkeit brauchen würde, bis er endlich bis zum Ansatz in ihr vergraben war.
Schon nach ein paar Zentimetern schrie sie wieder vor Schmerz auf. Ihre Fingernägel krallten sich verzweifelt an seinen Schultern fest.
„Verdammte scheiße!“
Und wieder musste er sich zurückziehen. Aber jetzt startete er keinen weiteren Versuch.
Natürlich, das war es, was er vorhin bemerkt hatte. Sie tat es nur wegen ihm.
Wollte ihm nur helfen. Von wegen helfen! Merkte sie nicht, w a s, zum Teufel, sie da tat?
Sie hatte nicht einmal gefragt, ob er sexuelle Krankheiten hatte oder wer sich um die Verhütung kümmerte! Sie hatte es nicht einmal erwähnt!
Fluchend setzte er sich auf den Rand der Couch.
Liliane merkte, dass sie es vermasselt hatte.
„Was ist los?“ fragte sie, im bemüht normalem Ton.
Er wirbelte herum. „Was los ist?“ brüllte er. „Das kann ich dir sagen, Fräulein! Das was du gerade getan hast, erschüttert mich! Bist du eigentlich von allen guten Geistern verlassen?“
„Anscheinend...“
„Anscheinend? Das ist alles was dir dazu einfällt?“ Sein Ton wurde lauter. „Stell dir mal vor, wir hätten es wirklich getan!“
Sie hatte es wenigstens versucht. War er nicht derjenige, der so dringend Sex brauchte? Und wenn er es serviert bekam, dann wollte er es nicht!
„Ich habe dir bloß gegeben, was du unbedingt wolltest!“ rief sie und bedeckte ihre Dreieckszone mit ihrem Top.
„Das heißt aber nicht, dass ich nicht auf Verhütung achte! Außerdem hat es dir weh getan!“
„Na und? Wäre dir das nicht egal gewesen?“
„Nein, denn sonst säße ich nicht hier!“
Eine lange Pause trat zwischen sie. Liliane nutzte sie um sich wieder anzuziehen.
Er hatte Recht. Sie war unvernünftig gewesen. Das war aber lange noch kein Grund sie so zu beschimpfen. Warum sagte er es nicht in normalem Ton? Beruhigte sie... küsste sie noch einmal?
„Bin ich zu dünn?“ fragte sie schließlich.
„Um Gottes Willen! Wieso solltest du zu dünn sein?“
„Vielleicht lag es ja daran.“
„Schätzchen, es lag einzig und allein daran, dass du es nicht wolltest! Du warst verkrampft und wenn du so etwas je wieder mit mir tun solltest, dann werfe ich dich raus!“
„So? Warst du nicht derjenige, der noch heute mit mir schlafen wollte?“
„Halt deinen Mund, Lil, dein Verhalten war erbärmlich.“
Sie kniete sich auf der Couch hin. „Erbärmlich, ja? Und was war mit dir? Du hättest mich doch beinahe angebettelt!“
„Du sollst endlich damit aufhören!“ schrie er sie an.
Sie zuckte zusammen. Starrte ihn an.
Dann stand sie auf und sah ihn mit einem bösen Blick an. „Es tut mir leid, Mister, dass ich Ihnen nicht geben konnte, was sie brauchten.“
Sie stolzierte die Treppe hoch, hörte ihn ihr noch wütend nachrufen: „Keine Frau würde so etwas blödes tun, wie du es eben getan hast!“
„Tut mir leid, dass ich deine Ehre nicht retten konnte!“ rief sie zurück.
Im selben Moment flog eine Vase gegen die Wand.
Also leute, das ist wirklich sehr viel, das waren jetzt noch einmal 2 kapitel dazu. nicht, dass ihr denkt, ich hätte langeweile oder so :)
viel spaß beim lesen.
bis denne
cya
Fullmoon
fanifrisch@aol.com schrieb:
DANKE!!!! das ist echt toll was du machst! DANKE!!!! mach weiter so! DANKE!!!! SUPER!!! das wird irgendwie immer besser!! mfg fani
ami schrieb:
wow... hui das war klasse, jetzt wurde es aber mal wirklich richtig spannend und sie haben mal geredet... wenn man das so nennen kann. hast du die geschichte eigentlich schon ganz fertig und weißt wie es ausgehen wird?
lg
mg schrieb:
Ich habe noch nicht die neuen Kapitel gelesen, die du jetzt eingeschickt hast, aber ich sehe trotzdem, dass du dir Mühe gegeben hast. DANKE!!!
? schrieb:
Hast du die Geschichte eigentlich schon fertig geschrieben?
Und wenn du schon ein neues Kapitel hast könntest du es ja wieder einschicken BITTE!
tinte schrieb:
danke, das war spitze, deine geschichten sind saugut!!! ich würd mich sooooooo freun wenn das nächste ganz schnell kommt!!! ich bin so begeistert davon, und in diesen kapiteln war es wieder was anderes, und ich denke immer wieder: so, jetzt ham sies, aber es geht immer weiter!!! echt cool!!!
eine leserin schrieb:
hast du schon fertig gescgrieben? kannst du bittebittebitte schon das nächste kapitelreintun??? BITTE, und danke dass du die letzten kapitel in eine komentar reingetan hast, ich hab die geschichte so vermisst!!!
DANKE, und bitte!!!
:-( schrieb:
:-()-:
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
Liliane hatte ein schwarzes Kleid mit tiefem Ausschnitt an. Es war noch April, aber trotzdem war es gegen Abend noch warm. Eine Tasche baumelte an ihrem rechten Arm. Sie wusste, dass Jass sie eingeladen hatte, hatte aber trotzdem vorsichtshalber ihr Portemonnaie eingesteckt.
Ihre Sandalen mit den hohen Absätzen klackerten fröhlich auf dem Bürgersteig.
Sie hatte nur ein dezentes Make-up aufgetragen, fand sich aber jetzt schon wie eine Prostituierte. Sie hatte nie viel Make-up getragen. Selbst in ihrer Jugend nicht.
Das Einzige war Eyeliner und Kajal, dazu einen schimmernden Lipgloss.
Auch heute hatte sie einen durchsichtigen Lipgloss aufgetragen.
Als sie nach unten gegangen war, war Ian nicht zuhause. Er hatte ihr keinen Zettel geschrieben, wo er war, aber im Moment war ihr das egal. Sie hatte einen Zweitschlüssel für das Haus und das einzige was ihr Sorgen machte, war, dass er die Kette vor die Haustür schob.
Die Scherben der Vase lagen immer noch auf den Boden und sie musste darüber hinweggehen. Es war eine alte Vase gewesen, mit verziertem Blumenmuster. Obwohl es viele solcher Muster gab, erkannte sie, dass die Vase aus Japan stammte.
Die fein geschwungenen Linien und auch der Stil war unwiderkenntlich japanisch.
Langsam näherte sie sich Charlenes Schule.
Als Jass sie erblickte, kam er ihr lächelnd entgegen. Er trug eine Cordhose und ein schwarzes Hemd. Er betrachtete sie und gab ihr zur Begrüßung einen flüchtigen Kuss auf die Wange.
„Schön, dass Sie gekommen sind, Liliane. Sie sehen bezaubernd aus.“
„Vielen Dank.“ Sie lächelte. „Gehen wir ins ‚Devil’s Corner’?“
„Sie tanzen also gern?“
„Sehr gern, sogar.“
„Dann gehen wir dorthin. Es ist nur ein paar Straßen weiter.“
Sie hatte einbischen Obst gegessen, und war überrascht, dass sie keinen Hunger hatte.
Vielleicht war es auch gut so, denn ihr Bauch war sowieso schon fett. Das Ergebnis ihrer Fressattacken.
„War Charlenes Mutter zuhause?“
„Ja, sie war da. Das kleine Biest hat sich richtig gefreut sie zu sehen.“
„Das glaube ich. Hat sie denn keinen Vater?“
Jass’ Miene verdunkelte sich. „Er ist bei einem Unfall gestorben.“
„Das... das tut mir leid. Bitte verzeihen Sie meine Frage.“
Dann hatte die Kleine keinen Vater... bestimmt hatte ihre Mutter aus diesem Grund Medizin studiert? Oder war sie schon einbischen älter?
Jass schien zu erraten was sie dachte, denn er sagte: „Elaine, also meine Schwester, ist erst achtundzwanzig. Sie ist eine bemerkenswerte Frau. Als sie mit Charly schwanger war, studierte sie zuerst Wissenschaften. Dann aber starb Greg. Sie wechselte zur Medizin und hat es geschafft. Trotz eines Kindes, das immer gefüttert und gestillt werden musste.“
„Wow.“
„Ja. Aber weil sie auch noch so jung ist, will sie natürlich auch Spaß haben. Bitte haben Sie kein falsches Bild von ihr. Sie ist eine tolle Mutter, doch sie will auch nicht die ganze Zeit zuhause sitzen. Ihre Praxis ist immer gut besucht und Urlaub nimmt sie so gut wie nie.“
„Wieso stellt sie niemanden ein?“
„Sie will das nicht. Sie sagt, dass sie es gut alleine schafft. Außerdem gibt es in Angelsent keine weiteren Ärzte.“
Sie gingen nach links. Ein Waschsalon und eine Eisdiele standen dort.
„Bitte erzählen Sie mir mehr von dem Dorf.“
„Angelsent hat eine Geschichte. Die Leute hier sagen, dass hier ein Engel geboren wurde, der von Gott gesandt war. Daher der Name. Der Engel, es war eine Frau, heilte die Kranken und beschützte das Dorf vor allen Bösen, wie Feinde, Umweltkatastrophen und wilden Tieren. In der Kirche sind viele Bilder von ihr, wie sie ausgesehen haben musste, aber ich habe sie nie angeschaut. Ich bin erstens nicht sehr religiös und zweitens glaube ich das nicht.“
„Es ist aber eine sehr schöne Geschichte.“
„Mag sein. Außerdem hatte das Dorf eine Tradition, die man aber nicht mehr so ernst nimmt. Jeden Namen hier gab es nur einmal. Nun ja... höchstens dreimal. Deswegen weiß auch jeder, wer wer ist und man kann niemanden verwechseln. Ich bin hier also fast einmalig.“ Fügte er grinsend hinzu.
Sie erwiderte sein grinsen. „Meinen Sie, es gibt den Namen Liliane schon?“
„Nein, so weit ich weiß nicht. Hier leben cirka sechshundert Menschen. Fast alle sind bei der Taufe eines Neubürgers dabei und wer nicht weiß wie das Baby getauft wurde, der erfährt es auf der Straße.“
„Sechshundert verschiedene Namen, dann muss doch darunter irgendein zweiter Jason dabei sein.“
„Ja, das könnte durchaus sein. Wie gesagt, man nimmt es nicht mehr so ernst.“
Sie bogen in eine Seitenstraße und Liliane sah einen Pub, aus dem laute Musik drang.
„Seit wann tanzen Sie denn?“ fragte Jason neugierig.
„Seit ich ein Teenager war. Es hat mir immer riesigen Spaß gemacht und man lernt neue Leute kennen. Ich hoffe, Sie tanzen dieselben Figuren, die ich auch gelernt habe.“
Er hielt ihr die Tür auf. Sie war so froh, dass Jass höflich war.
Natürlich konnte sie auch ohne ihn den Pub betreten, aber wenn er ihr schon mal die Tür aufhielt... warum also nicht? Falsch war es jedenfalls nicht.
Der Laden war eine Art Disco, in der man aber auch essen gehen konnte.
„Sollen wir uns hinsetzen, oder wollen Sie an der Bar essen?“
„Ich habe noch nie an der Bar gegessen.“ Gab sie zu und so setzten sie auch auf eine der riesigen Hocker, die so groß waren, dass sie nicht einmal mit ihren Zehenspitzen den Boden berührte. Jass schon, aber er müsste mindestens 1.90 m sein... Wow.
Er bestellte erst einmal einen Cocktail für sie beide.
Sie nippte daran und sah sich die Leute auf der Tanzfläche an. Ein älteres Ehepaar schwofte gemütlich einen Foxtrott, während die Jüngeren einen flotteren Quickstepp hinlegten.
Auch Jass sah ihnen zu. „Das kann ziemlich lustig sein.“
„Was?“
„Manchmal ist es lustig den Leuten zuzugucken.“
„Ach so. Ja, das finde ich auch. Es unterhält einen.“
Plötzlich berührte er ihr Haar. Sie sah ihn nur fragend an, bis er erklärte: „Sie haben sehr schöne Haare.“
„Danke schön...“ sagte sie ein wenig lahm.
„Erzählen Sie etwas von sich. Ich kenne Sie ja gar nicht so richtig.“
Wieder nippte sie an ihrem Cocktail und erzählte ihm von ihrer Firma. „Eigentlich wollte ich diese Firma nicht haben, weil ich Astronomin werden wollte. Die Sterne und die Galaxie sind einfach faszinierend.“
„Was genau finden Sie daran so faszinierend?“
In ihren Augen begann es zu leuchten. „Die ganzen Geheimnisse, die noch gelüftet werden müssen. Die ganzen Fragen, auf denen es immer noch keine Antworten gibt. Die ganzen interessanten Spekulationen, wie das Universum entstanden ist. Unser Sonnensystem ist winzig im Vergleich zu der ganzen Galaxie. Vielleicht nur wie der Kopf einer Stecknadel. Außerdem liebe ich die Sterne. Die Planeten. Als ich neun war, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Sternschnuppe gesehen. Ich glaube, seitdem begeistere ich mich sehr für Astronomie.“
Sie verschwieg ihm die Einzelteile der Geschichte, aber sie hatte es sonst auch niemandem erzählt... nicht einmal Jane.
„Ja, die Sterne und die Planeten habe ich auch schon immer gemocht.“ Schwärmte Jass.
„Und was ist mit Ihnen?“ fragte Liliane. „Gibt es irgendwelche lustigen Geschichten aus der Anwaltskanzlei?“
„Na ja... da gibt es schon einige komische Aufträge... einmal musste ich etwas über eine Katze herausfinden. Mein Mandant war ein etwas älterer Herr und ihm war seine Katze entlaufen. Irgendwann sah er sie in den Armen einer Dame und er hätte schwören können, dass es seine war. Da er sich aber nicht traute die Frau anzusprechen, musste ich das erledigen.“ Er seufzte. „Immer, wenn ich da war, hat sie mich gezwungen Möhrenkuchen zu essen.“ Jass schüttelte sich. „Es schmeckte widerlich.“
Liliane musste lachen und sofort an Ians Geschichte denken, wo die wichtigste Zeugin weggelaufen war.
„Wollen Sie tanzen?“
Sie lauschte der Musik und stellte fest, dass ein Jive war. „Gern.“
Oh, wie gern sie Jive tanzte! Er war locker, lebendig und unbeschwert, genau wie sie es liebte. Man war fröhlich und gelassen, konnte dabei seine Gefühle raustanzen.
Jass führte sie zur Tanzfläche, die sich schnell geleert hatte.
Nur zwei Paare tanzten noch dort. Und natürlich sie.
Sie gingen in Tanzhaltung und starteten den ersten Schritt.
„Sie sind eine sehr flinke Frau.“ Lobte Jass sie.
„Bitte, duzen Sie mich.“
„Nur, wenn Sie es auch tun.“
Sie konnte gar nicht oft genug sagen, oder denken, wie froh sie war, dass Jass wenigstens die Höflichkeit zu schätzen wusste. Er war schmeichelnd, smart, und flirtete mit ihr auf eine so unkomplizierte Art, dass ihr das Zusammensein mit ihm Spaß machte.
Er hob den Arm und sie drehte sich.
„Wie ich sehe, warst du auch in einem Tanzkurs.“ Bemerkte Liliane anerkennend.
„Ja, aber allmählich werde alt.“
„So siehst du aber gar nicht aus.“
„Ich bin dreißig.“
„Ja und?“
„Langsam komme ich in das Alter, wo man ernst wird.“
Sie grinste. „Dann sitzt du in deinem Arbeitszimmer, hast eine Brille auf der Nase und unterschreibst Rechnungen.“
„Als, wenn ich das nicht jetzt auch tun würde.“
Er zwinkerte und drehte sie wieder ein.
Der Abend war köstlich amüsant. Sie aßen an der Bar, redeten über die Peinlichkeiten ihrer Freunde oder auch von ihren eigenen und es gab jede Menge zu lachen.
Mal tanzten sie, mal saßen sie da, lächelten sich höflich an, mal verfielen sie in ein heiteres Gespräch.
Langsam wurde es auch spät, aber Liliane hatte noch gar keine Lust noch Hause zu gehen, nur um Ian zu begegnen, der bestimmt wieder hart war.
Ihr ging seine ständige Steifheit auf die Nerven. Dachte er denn nie an was anderes, als das Eine? Wieso guckte er sich nicht ein Footballspiel mit Freunden an, als diese schrecklichen Pornos, die sie in der untersten Schublade ihrer Anrichtkommode fand. Nicht einmal einen Schlüssel gab es! Es war lauter solches Zeugs mit nackten Blondinen, die sich auf dem Heck eines Autos räkelten, oder aber auf Klavieren und Parkbänken.
Die Tür der Kneipe ging auf und eine Frau betrat das Lokal.
Ihr Haar war mittellang und hatte wilde, blonde Korkenzieherlocken. Liliane fragte sich, ob sie echt waren oder nicht. Ihre Augen waren von undurchdringlichem Blau und sie schien alle Männer mit ihrem Aussehen umzuhauen.
Jass neben ihr, regte sich. Sie sah, wie er die Hand heben wollte, sie aber gleich wieder sinken ließ, als noch jemand reintrat.
Es schien, als würde man sie in Stücke zerreißen.
Ian, so gut aussehend, wie eh und je, trat herein, wie ein Heiliger. Sein Haar war hochgegelt und er hatte sich ausschließlich in schwarz gekleidet, wodurch er wie ein Geheimagent wirkte.
Sie drehte sich zur Theke und trank ihr Bier, auf das sie umgewechselt waren, in einem Zug aus. Vielleicht war es nur eine Illusion. Er konnte es einfach nicht sein.
Die Frau mit den Korkenzieherlocken kam auf sie zu.
Jass begrüßte sie etwas zu förmlich und zu Ian sagte er kein Wort.
Auch Liliane musste ihr ‚Hallo’ sagen, denn sonst würde sie gegen eine Regel der Höflichkeit verstoßen.
„Guten Abend, mein Name ist Liliane Joyce.“
„Hi, ich bin Elaine Hattinger.“
Die Hand gefror. Elaine? Charlenes Mutter und Jass’ Schwester?
Liliane sah Jass fragend an und er nickte unmerklich. Aber... wieso? Sie sah auf die Uhr. Es war halb zehn. Und Wochenende. Sie glaubte zumindest, dass es Freitag war, denn seit sie in Amerika war, hatte sie jedes Zeitgefühl vergessen.
Ian bedachte sie mit einem todbringenden Blick und setzte sich direkt neben sie.
Elaine schien es für selbstverständlich zu halten, sich auf seinen Schoß zu setzen und mit ihm zu turteln. Ihr wurde schlecht.
Jason tippte sie an und verwickelte sie in ein Gespräch. Offenbar hatte er auch etwas gegen dieses Pairing. Sie gingen tanzen, doch beide fanden keinen Spaß mehr daran.
Irgendetwas vermieste ihr und auch ihm die Stimmung, obwohl sie es sich beide nicht anmerken ließen.
Ian beobachtete sie und am liebsten wäre er zu Jason hingegangen und hätte ihn verprügelt.
Elaine trank aus seinem Bier und hielt es ihm schließlich selbst an die Lippen.
„Ist was, Baby?“ fragte sie und sah sie durch ihre Blondinenblauen Augen besorgt an.
„Nein.“ murrte er. „Noch ein Bier bitte.“ wies er den Barkeeper an.
„Du wirkst so... wütend.“
„Schätzchen, ich bin überhaupt nicht wütend.“ Sagte er gepresst, während er sah, wie Jass Liliane zum lachen brachte. Sie hatte sich mit diesem Armleuchter verabredet! Wie konnte sie das nur tun? Bei ihrem Anblick allein, musste er an den späten Nachmittag denken, wo sie unter ihm lag und das Gesicht schmerzverzerrt verzogen hatte. Verdammt, sie war auch wirklich bescheuert gewesen!
Elaine unterbrach seine Gedanken. „Wollen wir heute miteinander schlafen?“ fragte sie unbekümmert, als wäre es die normalste Sache der Welt, jemandem diese Frage zu stellen.
„Was ist mit deiner Tochter?“
„Bei ihrer Großmutter.“
„Mal schauen.“
Er mochte Elaine, sie war so etwas wie seine Bettgefährtin, wenn er bei seinen Eltern zu Besuch war. Sie war reizend, aber nach seinem Geschmack war sie etwas zu... derb für eine Ärztin. Ja, sie war noch jung, aber sie hatte ein Kind, das zur Schule ging und trotzdem führte sie sich manchmal auf wie eine Nutte.
Sie schien zu wissen, was er gerade dachte. „Tut mir leid, ich benehme mich nicht so, wie du es eigentlich von einer Ärztin erwartest.“
Er sah sie an und drückte ihr einen Kuss auf den Mund. „Süße, du solltest wirklich damit aufhören. Sei ein wenig distanziert, aber trotzdem nah genug zu anderen Menschen.“
So wie Lil.
Sie stieß einen wehmütigen Seufzer aus. „Ich fühle mich manchmal wie vierzig.“
„Aber das bist du nicht.“
„Nein, aber... ich bin noch so jung, Ian! Ich bin nicht die brave Hausfrau, die am Herd steht und essen kocht. Charly ist ein tolles Kind, aber manchmal wünschte ich, sie wäre nicht da.“
Ian hatte eigentlich keine Lust auf ein ernstes Gespräch, er hatte mehr Lust Lil gleich anzubrüllen, was zum Teufel sie hier mit Jass machte.
„Ach Elaine!“
Sie schwiegen einander an, tranken ihr Bier, bis sie ihn anfing zu küssen.
Gott, sie war eine solche Draufgängerin! Er stieß sie sanft von sich weg und platzierte sie auf den Hocker neben ihm, nur um sie zu mustern.
Sie trug eine hautenge Hose, die ihren Knackarsch vorteilhaft betonte und ein ausgefallenes Top, das hinten zusammengebunden war.
„Du siehst gut aus heute.“ Murmelte er.
„Danke.“
Aus den Augenwinkeln sah er, wie Jass Liliane etwas ins Ohr flüsterte, und sie daraufhin anfing zu kichern. Dieser elende... er wagte es doch tatsächlich mit ihr zu flirten.
„Entschuldige mich mal kurz, Süße.“
Ian sprang auf, das Lied war zuende und er hatte einen perfekten Grund sie von ihm wegzuzerren.
Ihre Miene versteinerte sich, als sie ihn kommen sah. Jass stellte sich schützend vor sie.
„Was willst du?“ blaffte er Ian an, was dieser aber ignorierte.
„Darf ich bitten, Prinzessin?“ Ian wartete nicht mal ihre Antwort ab. Er drängte sich zwischen sie und Jass und griff nach ihren Armen, legte sie auf seine Schultern und packte sie an den Hüften. „Du kannst verschwinden, Jazy-bazy.“
„Ian!“ rief Liliane empört. Sie wollte mit ihm keinen Klammerblues tanzen. Aber vielleicht wollte er sich auch entschuldigen, für das was er gesagt hatte... Sollte sie ihm eine Chance geben? Sie schloss die Augen und sagte zu Jass: „Ist schon in Ordnung.“
Er nickte und trollte sich zu seiner Schwester.
A thousand eyes looking at me... but yours is the look, that goes right through me…
And I cannot hide from your starish and I let you win… do I dare?
Sie bewegten sich langsam im Takt, wobei sie achtete, dass sie ihm nicht zu nahe kam, was eigentlich auch absurd war, denn sie war ihm schon viel zu nah.
Some other hands, I’ve tried before, but yours is the touch… that makes me want more…
Seine Augen sahen auf ihr Schlüsselbein, auf dem ein blauvioletter Fleck zu sehen war. Es war ganz klar sein Verdienst.
„Jane wird erst in drei Tagen wiederkommen.“ Sagte er plötzlich.
Lilianes Mund klappte auf. „D r e i Tage?“ wiederholte sie entsetzt. „W i e s o denn?“
Er zuckte mit den Schultern. „Woher soll ich das wissen? Sie hat mir keinen richtigen Grund genannt.“
Oh mein Gott! Drei Tage allein mit Ian Heyden! Oder eher: Oh, Gott sei Dank?
„Ich werde nicht drei Tage allein mit dir verbringen!“ zischte sie.
„Dann zieh doch aus.“
„Du bist ein egoistischer Idiot!“ rief sie wütend.
Er zog sie genauso sauer, fester an sich.
Suddenly in my life there’s something that’s got you missed the final night
I cannot hide, but I can try to keep the wonder in our life…
Sie hob nicht einmal mehr die Augenbrauen, als sie etwas Hartes spürte. „Andauernd musst du steif sein!“ schimpfte sie aber trotzdem. Gab es nicht einmal einen winzigen Moment, wo er nicht an Sex dachte? Wahrscheinlich nicht.
„Das tut mir ja so leid.” Sagte er mit einem sarkastischen Unterton. War es ihm nicht einmal peinlich?
A thousand words that try to say, but yours are the ones, that never fade away...
and I cannot hide from their sound… and I embrace my ears, speeding round and round…
Da sie ihre Arme um seine Schultern gelegt hatte, oder eher gesagt, da e r ihre Arme um seine Schultern gelegt hatte, konnte sie ihn mühelos im Nacken kneifen.
Er jaulte auf. Anstatt sich zu entschuldigen, sah sie ihn nur zufrieden an.
Ian revanchierte sich, in dem er sie beim langsamen Tanz, mehr als einmal an sich rieb.
Am liebsten hätte er gelacht, als sie ihn angeekelt ansah.
Er wich einem Tritt aus.
„Wenn es dir so leid tut und du mich so dringend brauchst, warum nimmst du mich nicht einfach?“ Ihre Worte waren Unsinn und klangen fast traurig, doch sie überspielte das mit einer wutverzerrten Miene.
Some other hearts that try to steel mine, but yours is the one, that I now hold here...
I’ll do what it takes to keep you here… I’m a selfish fool, but I have no fear…
„Du kommst dir wohl toll vor, nicht wahr?“
„Nicht so toll wie du!“ entgegnete sie. „Der kühne Prinz Ian rettete die dumme Prinzessin Liliane vor seinem eigenen Penis!“
„Hör endlich damit auf!“ herrschte er sie an und der Druck auf ihren Hüften verstärkte sich.
„Es war ein bitterer Kampf, doch letztendlich hat Prinz Ian seinen Penis und seine unerträgliche Lust besiegt! Oh, wie tapfer er doch war!“
Suddenly in my life, there’s something that’s got me miss the final night…
I cannot find it, but I can try to keep the wonder in our life…
„Hör auf, Lil!“
„Na schön, ich gebe zu, der Kampf war nicht gerade einfach gewesen. Aber die dumme Prinzessin, die nicht feucht genug war und obendrein auch noch viel zu dünn, so dass sie i h n nicht empfangen konnte-“
„Du bist nicht zu dünn!“
„- bei ihren Schreien zog sich der grausame Gegner zurück, wo er mit dem tollen Ritter kämpfte. Es war ein bitteres Gefecht-“
Er presste zwei Finger gegen ihre Lippen. „Hör mir mal gut zu, Schätzchen! Hätte ich mich an dir vergehen sollen, während du nur vor Schmerzen geschrieen hättest? Ja? Hätte ich das tun sollen? Fändest du das gut? Wenn ja, dann können wir auch gleich auf den Parkplatz gehen und es noch einmal ausprobieren! Warum bist du eigentlich sauer auf mich? Weil ich dich nicht gevögelt habe? Du glaubst gar nicht, wie gerne ich das getan hätte! Oder weil ich dich irgendwie damit verletzt habe? Glaubst du, ich hätte dich nicht genommen, weil du zu dünn oder zu hässlich wärst? Das ist es nämlich nicht!“
Sie funkelte ihn wütend an. Warum sie das getan hatte, wusste sie selbst nicht. Er hatte sie mit dem Kuss provoziert. Den Blick, den er ihr noch zugeworfen hatte, sagte so etwas aus wie:
Du bist sowieso zu feige um es mit mir aufzunehmen. Du bist feige, nichts als feige!
Sollte sie das etwa auf sich sitzen lassen? Sie wollte ihm das Gegenteil beweisen.
Völlig bescheuert, wenn sie noch einmal darüber nachdachte.
Er war Ian! Verstand sie das nicht? Warum wollte sie unbedingt, dass er in dem Moment mit ihr schlief, obwohl sie doch wusste, dass er andere Frauen leichter haben könnte?
Es war die Herausforderung eine so höflichkeitsorientierende Frau zu verführen, die sich seit ihrem zwanzigsten Lebensjahr nicht mehr befriedigte. Sex war ihr nie wichtig gewesen.
Obendrein waren sie so etwas wie Freunde und schlief man mit seinem Freund? Sie konnte sich gar nicht vorstellen mit Matt ins Bett zu gehen. Diese Vorstellung schreckte sie nur ab.
A thousand times I tried to stay alone by pushing you away...
Time after time… tear after tear… I find myself back here with you…
„Lass mich in Ruhe.“ Sagte sie nur. Wie peinlich es plötzlich war! Sie schämte sich für das was sie getan hatte. Aber in diesem Moment musste ihr Hirn wieder einen Aussetzer gehabt haben und die Aussichten auf die nächsten Tage, würden wohl noch mehr Aussetzer bedeuten.
„So, du läufst also wieder weg.“ Höhnte er verächtlich.
Wie gerne hätte sie ihm ins Gesicht gespuckt... „Ach ja? Du drückst deine Hände ja so fest auf meine Hüften, da wäre ein Fluchtversuch einfach unmöglich.“
Wenn sie gedacht hätte, dass er seinen Griff lockerte, hatte sie sich aber gründlich in ihm getäuscht.
„Wirklich?“ fragte er unschuldig. „Ist mir ü b e r h a u p t nicht aufgefallen...“
„Du bist nicht lustig, hat dir das schon mal jemand gesagt?“ giftete sie.
„Ich glaube, die Frau vor mir, die mich so böse anguckt.“
„Das wurde auch mal Zeit!“
Das Lied war zuende und sofort ließ Liliane Ian los, doch das beruhte nicht auf Gegenseitigkeit. Das nächste Lied war ein Tango.
Bitte nicht!
Sein Gesicht verzierte ein heimtückisches Lächeln. „Danke, dass Sie mit mir tanzen wollen.“
„Ich will nicht!“
„Und ob du das willst.“
„Gar nicht wahr!“
„Halt die Klappe und geh in Tanzhaltung.“
„Seit wann kannst du eigentlich tanzen?“ fauchte sie, als sie sich, seufzend und Blitze schießend, fügte.
„Ich hatte einen Privatlehrer.“
„Oh, der verhätschelte kleine Junge.“
Sie starteten.
Eins, zwei... Wiege, Schritt... vor, seit, ran.
„Ach ja! Warum gehst du mit Charlenes Mutter aus?“
„Wieso gehst du mit Jazy-Bazy aus?“ entgegnete er und sah noch finsterer drein.
„Nenn ihn nicht so! Er ist sehr nett. Und außerdem höflich, im Gegensatz zu gewissen anderen Leuten.“ Fügte sie hinzu.
„Wie toll das ihr euch versteht.“
„Hör auf so sarkastisch zu sein!“
„Wann werden die Hochzeitsglocken läuten? Vergesst nicht mir eine Einladung zu schicken.“
Bildete sie sich das ein, oder war er tatsächlich eifersüchtig? Aber das Thema musste sie erst einmal auf Eis stellen. Die Frau an der Theke, die sich mit Jass unterhielt, sah gar nicht aus wie eine Mutter, geschweige denn Ärztin.
„Warum gehst du mit Elaine aus?“ fragte sie noch einmal.
„Ich gehe mit ihr aus, wenn es mir passt, okay?“
„Du nimmst Charlene ihre Mutter weg!“
„Das Mädchen ist bei ihrer Großmutter und längst im Bett!“ Wütend machten sie die Promenade. „Und zerr nicht so rum!“
„Du bist doch derjenige, der führen muss!“
„Und du bist diejenige, die sich nicht führen lässt!“
Sie schnaubte. „Das ist lächerlich. Das Mädchen braucht eine Mutter. Sie bekommt nicht einmal gute Worte zu Ohren. Sie ist allein! Vielleicht möchte sie, dass Elaine ihr eine Gutenachtgeschichte vorliest! Aber nein, stattdessen sitzt sie hier in diesem Pub!“
„Elaine ist noch jung.“
„Na und? Das entschuldigt das Ganze überhaupt nicht!“
„Ich wüsste nicht, was dich das sonst noch angehen sollte.“ Sagte er kühl.
„Charlene fühlt sich einsam!“ fauchte sie. „Ihre Mutter könnte ruhig ein wenig Zeit mit ihr verbringen.“
„Dann sag ihr das doch.“
„Mach dich auf was gefasst! Das kann doch wohl nicht wahr sein.“
„Warum regst du dich darüber so auf?“
„Du bist ein Mann und du bist blöd. Du verstehst das nicht.“
Er zuckte mit den Schultern. Dann fiel sein Blick wieder auf Jass, der Liliane mit einer Spur von Sehnsucht musterte. „Du näherst dich dem Kerl keinen Zentimeter mehr, verstanden?“ knurrte er.
„Wieso?“
„Weil ich es dir sage.“
„Oh ja, jetzt werde ich natürlich auf die Knie gehen und deine Füße küssen!“ rief sie.
„Das hoffe ich doch für dich. Der Kerl tut nur so nett, der legt dich nur rein.“
„So, so.“
„Wir waren zusammen auf dem College.“
„Ja, das erklärt natürlich die Feindseligkeit.“
„Wir waren und sind immer noch Rivalen.“
„Das könnte interessant werden.“
„Er hat mir meine damalige große Liebe ausgespannt. Aus Rache war ich mit seiner Schwester zusammen.“
„Das ist überhaupt nicht nett, Ian!“
„Ach, und mir meine Freundin auszuspannen ist natürlich sehr nett, was?“
„Und deswegen kannst du ihn nicht leiden?“ fragte sie ungläubig.
„Er ist auch Anwalt.“
„Ich weiß.“
„Er hatte mal Whitney Houston als Mandantin.“
„Aha, du bist eifersüchtig auf ihn.“
„Halt deine Klappe.“
Sie blitzte ihn an. „Du standest immer in seinem Schatten und musstest dir eingestehen, dass du so etwas wie ein Versager bist.“
„Lass uns das Thema wechseln.“ Brummte er.
„Nein, dieses Thema gefällt mir durchaus.“
„Das kann ich mir vorstellen.“
„Erzähl mir mehr.“
„Vergiss es.“ Dann grinste er sie hämisch an. „Wir könnten über die nächsten drei Tage reden. Ich habe dir übrigens verschwiegen, dass sie erst an deinem Geburtstag wieder kommt.“
„WAS?“ Die Umstehenden drehten sich zu ihr um. Sie senkte die Stimme zu einem gefährlichen Flüstern. „WIESO?“
„Woher soll ich das wissen?“
„Das geht aber nicht! Ich bleibe nicht alleine bei dir. Ich werde Jass fragen, ob ich bei ihm übernachten darf.“
„Den Teufel wirst du tun!“ Er umklammerte sie fester, als hätte er Angst, sie würde ihm weglaufen.
„Dir ist doch wohl klar, was passieren wird?“
„Ja, das ist mir sehr klar.“
„Das ist noch lange kein Grund so glücklich auszusehen! Bei dir geht es d o c h nur um Sex!“
„Stimmt nicht. Meine Arbeit ist auch wichtig.“
„Und wie ich sehe, hast du gestern sehr viel gemacht! Ich schlafe mit niemandem, der mich nicht mag und der mich nicht kennt. Außerdem kenne ich dich auch nicht so richtig.“
„Ich habe dir doch gesagt, dass ich dich mag!“
Sie lachte trocken. „Du hast mich dabei angeschrieen.“
„Ja, weil du mir nicht glauben wollest.“
„Und das tue ich jetzt immer noch nicht.“
„Magst d u mich denn?“
„Nein.“
„Du lügst.“ Sagte er, fest davon überzeugt.
„Tue ich das?“
Er nickte triumphierend. „Wenn du lügst, blinzelst du nicht.“
„Stimmt nicht.“
„Du hast mich also gern?“
„Das habe ich nicht gesagt!“
„Du kannst es ruhig zugeben. Und auch, dass du verrückt nach mir bist und die Finger nicht von mir lassen kannst. Hab ich recht?“
„Kein Kommentar.“
Die Streitsüchtige Atmosphäre war verschwunden und jetzt lächelte er sie an.
„Du weißt was passieren wird, Honey. Wir ziehen uns an, wie zwei Magnete.“
„Ich weiß gar nichts.“
„Und dann ziehen wir uns aus.“
„Ian!“
„Ist es nicht so? Ich gebe es zu, dass ich dich jetzt am liebsten nehmen würde.“
„Kläre das erst mal mit dem bösen Schwanz.“
Er seufzte. „Hast du denn irgendeinen Vorschlag?“
„Ich unterhalte mich nicht mit dir darüber, ob wir miteinander schlafen.“ Sagte sie kurz angebunden.
„Wir müssen nicht miteinander schlafen.“ Gab er schließlich nach. „Wir könnten uns erst kennen lernen. Das heißt aber nicht, dass ich dich nicht befummeln werde.“
„Ohne meine Erlaubnis machst du gar nichts!“ sagte sie scharf.
„Wie findest du denn meinen Vorschlag?“
„Punkt eins ist in Ordnung, Punkt zwei gefällt mir nicht.“
„Ich weiß gar nicht, was daran so schlimm sein sollte. Aber gut, ich hab noch einen Plan B. Wir lernen uns jeden Tag kennen, dann aber steigern wir auch die Sexskala.“
„Sexskala?“ fragte sie ungläubig. Der Junge war wirklich besessen.
Er räusperte sich. „Sie geht von eins bis sechs, weil es sechs Tage sind. Eins ist küssen-“
„Das ist viel zu schnell!“ beschwerte sie sich.
„Eins ist... Händchen halten?“ Sie sagte nichts darauf, also nahm er an, dass sie nichts dagegen auszusetzen hatte. „Zwei ist streicheln, oberhalb und angezogen, drei ist ein kurzer Kuss, vier ist ein richtiger Kuss, fünf ist streicheln, aber nackt, sechs ist miteinander schlafen.“
So eine ähnliche Skala hatte sie mit ihren Freundinnen in der Jugend gemacht, aber nicht mit einem neunundzwanzigjährigen Amerikaner.
„Na, ich weiß nicht.“
„Ach, komm schon.“
Sie dachte ernsthaft darüber nach. Ja, er sah gut aus und ja, er sie war verrückt nach ihm, was aber nicht gleich heißen sollte, dass sie mit ihm schlief. Aber wenn sie unauffällig ihre eigenen Regeln mit einbringen könnte, natürlich ohne ihm davon zu berichten, war sein Vorschlag durchaus fair.
Aber warum sollte sie ihn so leicht gewinnen lassen?
Sie ließ ihn los. „Nein, ich glaube nicht. Du musst dir schon etwas besseres einfallen lassen.“
Er stöhnte. „Wehe, du gehst zu Jazy-Bazy.“
„Ich kann hingehen, wo ich will!“
Sie drehte sich abrupt um, wo sie auch schon von Jass empfangen wurde. Ian folgte ihr, wagte es aber nicht, das Thema wieder anzusprechen, da er ja Elaine hatte.
Liliane wollte mit ihr allein sein, damit sie sich mit ihr über Charlene unterhalten konnte, aber Ian ließ das natürlich nicht zu. Andauernd zog er sie demonstrativ zu sich, streifte wie zufällig ihre Brust und seine Hand lag auch nicht nur aus Spaß auf ihrem Oberschenkel.
Natürlich störte es sie, aber da sie Ian sowieso nur als Sexspielzeug benutzen wollte, genau wie er sie, sollte es eigentlich nicht so weh tun.
Irgendwann gab sie es auf und sprach die ganze Zeit mit Jass, den Rücken Ian zugewandt, damit sie nicht sehen konnte, wie sie sich küssten und flirteten. Kussgeräusche konnte man wegen der lauten Musik zum Glück nicht hören, aber sie war sich sicher, dass er sie die ganze Zeit ableckte.
Eigentlich komisch, weil er s i e ja haben wollte.
„Jass? Können wir bitte raus?“ fragte sie und rollte mit den Augen zu Ian.
Er verstand sofort und nickte. Er bezahlte und sie konnte Ians verachtenden Blick sehen, als sie den Pub verließen.
Draußen war es kühl, aber da sie fast die ganze Zeit getanzt hatten, war es recht angenehm.
Liliane streckte die Arme aus, atmete die frische Luft ein und seufzte zufrieden.
Wer brauchte schon Ian?
„Ich muss mich entschuldigen.“ Sagte Jass, als sie den Weg zurückgingen. „Für Elaine. Sie ist nun einmal so...“
Sie brachte ein müdes Lächeln zustande. „Das macht nichts. Ich hätte dir auch sagen sollen, dass ich bei Ian zu Besuch bin... ihr scheint euch nicht sehr zu mögen.“
„Nein, das tun wir tatsächlich nicht. Wir konnten uns von Anfang an nicht ausstehen.“
„Ja, so etwas ähnliches hat er auch gesagt.“
„Und wie sieht es mit dir aus? Ich bin erleichtert, dass du gegen ihn einigermaßen immun bist. Er ist ein echter Kotzbrocken.“
Wenn du wüsstest, Jass...
„Das stimmt...“
Und was für einer...
Den restlichen Weg schwiegen sie sich an, betrachteten den sternenklaren Himmel und steuerten wie automatisch auf das Haus der Heydens zu.
Anscheinend hatten sich Jass und Ian so oft zum verprügeln getroffen, dass er den Weg nun auswendig wusste.
Liliane war es nur recht.
Der Abend hatte so schön angefangen und Jass hatte sich echte Mühe gegeben, dass er auch noch bis zum Schluss ein Erfolg war, aber sie wollte nur noch auf ihr Zimmer.
Das verschwunden Medaillon ging ihr nicht aus dem Kopf.
Wo könnte es nur sein?
Außerdem geisterte Ians Sexangebot immer noch in ihrem Gehirn herum.
So etwas unanständiges machte man eigentlich nicht, und beinahe fühlte sie sich wie eine Prostituierte. Die Haustür kam immer näher.
Näher... näher... immer noch kein Wort... und näher... sie waren da.
Sie wandte sich an Jass und sah ihn an. Hoffentlich war er nicht böse auf sie, aus welchem Grund auch immer. Doch ein feines Lächeln umspielte seine Lippen und verwischten diesen irrsinnigen Gedanken.
„Trotz allem war es ein schöner Abend.“ Sagte er zu ihr.
Sie erwiderte sein Lächeln. „Ja, das fand ich auch.“
Und das, obwohl es nur eine Art Wiedergutmachung war.
„Bist du noch lange hier?“
„Genau sechs Tage.“ Sagte sie und versuchte nicht zu düster zu klingen.
„Ich glaube, dann werden wir uns noch einmal über den Weg laufen.“
„Das glaube ich auch.“
„Also, dann... noch einmal vielen Dank für den Abend. Es hat mir wirklich sehr mit dir gefallen.“
„Da gibt es nichts zu danken.“
Ein letztes Lächeln, ein letzter Blick und er drehte sich um.
Irgendetwas musst du doch noch sagen, dachte sie. Du kannst ihn doch nicht einfach gehen lassen! So endet kein Date!
Aber das war doch gar kein Date...!
„Jass, bitte warte!“ rief sie.
Sie kamen sich auf halbem Weg entgegen, er sah sie erwartungsvoll an, wie ein Junge, der eine spannende Geschichte hören wollte.
„Bitte... bitte, grüß Charlene von mir.“ Krächzte sie.
BITTE WAS?
Er nickte. „Natürlich.“
„Okay.“
Plötzlich beugte er sich langsam zu ihr nach vorne und sie spürte seinen Atem auf ihrer Wange.
Er durfte nicht! Er durfte sie nicht küssen! Was sollte sie dann mit Ian machen?
Seine Lippen berührten ihren Mundwinkel, wanderten zu ihrer Wange und zogen sich dann zurück, als hätte er ihre Gedanken gelesen.
„Gute Nacht.“ Sagte er schließlich und ging.
Sie sah ihm schweigend nach. Eine dunkle Gestalt, zwischen Himmel und Erde, die immer kleiner wurde und letztendlich gänzlich verschwand.
Hi ihr da draußen!
Ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht. Ich kann in nächster zeit nicht so oft ins i-net, höchstens 2 mal pro woche oder so, weil ich voll viel für die schule lernen muss und so...!
Und zu der Geschichte: Ich habe bis jetzt 172 Seiten auf Word geschrieben, und wenn ich immer jede Woche ein Kapitel poste,wird's einbischen eng für mich, weil die Geschichte noch nicht mal halb fertig ist...!O:-)
Dann stände ich immer im Stress, deswegen hoffe ich, dass ihr versteht, dass ich nicht jede woche ein kapitel schicken kann.
Also, bis dann!
cya
Fullmoon
PS: wer die anderen kapitel, wegen technischen fehlern, nicht lesen konnte, geht einfach auf "über den Autor" da sind alle Kapitel, die ich bis jetzt eingesendet habe. Was ist jetzt eigentlich mit der Site? warum posten die keine GEschichten mehr?
Wäre nett, wenn ihr mir antworten würdet.
Danke schon mal im voraus.
Jessa schrieb:
Das wird ja immer spannender mach weiter so.Bitte beeil dich und vesuche es wenn es möglich ist bald den nächsten Teil zu schreiben .Danke.
andy_aeffli@hotmail.com schrieb:
hey fullmoon ich hab da ne frage da ich leider auch schwierigkeiten habe immer im internet zu sein wollte ich fragen ob du mir das ned immer per mail schicken könntest. ich bin viel auf reisen vom job her und da ich nicht plötzlich was verpassen will wäre das extrem nett von dir :)
viele liebe grüsse
andreas
mg schrieb:
Du hast echt eine super mega geile Begabung Lovestorys zu schreiben oder besser gesagt zu erfinden.
Du hast interessant weiter geschrieben und ich finde es gut, dass Ian eifersüchtig wird und Liliane es bemerkt.
Auch wenn Jass nett und höflich ist, hoffe ich, dass Liliane (später) mit Ian zusammen kommt.
Noch etwas zu den Kapiteln: Ich finde es ist in Ordnung, wenn du sagst du kannst nicht so oft ein Kapitel schicken, da du ja auch noch lernen musst und dann einfach keine Zeit für die Story hast. Aber vernachlässige sie bitte nicht, denn ich bin wirklich an deine story gebunden und kann nicht mehr ohne sie leben;-)
Viele dankende Grüße von
hj schrieb:
tz
rosi schrieb:
Kommt die Fortsetzung bald?
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
Liliane hockte in einem weißen Seidennachthemd auf dem Himmelbett und knabberte am Nagel ihres Daumens herum. Die Hose, die Ian befleckt hatte, hatte sie ohne noch einmal hinzusehen, in den Müll geworfen.
Es war schon halb zwölf und dieser Idiot war immer noch nicht da.
Die ganze Zeit hatte sie an Jass denken müssen und sich gefragt, ob sie ihn mochte oder ihn
s e h r mochte. Bis jetzt war sie noch zu keinem Ergebnis gekommen, aber sie hatte auch keine Lust noch einmal darüber nachzudenken, weil sie doch nur ihren Kopf zerbrach.
Nein, sie wollte nicht mehr über ihn nachdenken, auch nicht über Ian, obwohl sie es sowieso tat. Sie sollte sich mehr Sorgen um ihr Medaillon machen, als um ihr Sexleben.
Aber ihr Sexleben war so ausgetrocknet.
Vielleicht würde es ihr nicht schaden, sich selbst zu befriedigen.
Dass Ian es fast jeden Tag tat, war ihr schon klar. Aber sie hatte, seit sie mit Thorsten Schluss gemacht hatte, oder eher, er mit ihr, keinen Höhepunkt mehr gehabt.
Sie konnte nicht glauben, wie sehr sie das vermisste.
Zögernd tastete sich ihre Hand in ihrem Schambereich nach vorne.
Ein Druck. Ein Erschaudern.
Sie keuchte.
Wie konnte sie sich nicht nur fünf Jahre nicht befriedigen? In allen Zeitschriften stand geschrieben, dass es normal und okay wäre. Und sie stellte fest, dass es viel besser mit ihr selbst war, als mit Thorsten. Beinahe hätte sie gelacht.
Noch ein Erschaudern. Sie bestieg den Gipfel, kam immer näher... gleich würde es passieren... ja, gleich...
„LIL?“
Erschrocken riss sie ihre Hand weg, putzte sie umständlich an der Bettdecke ab und musste erst einmal tief Luft holen. DIESER IDIOT!
„Ich weiß, dass du da bist!“
Er drückte die Klinke herunter. „Nein! Nicht! Stopp! Warte!“ rief sie schnell und sprang vom Bett. Ehe er das Zimmer betreten konnte, war sie durch die Tür geschlüpft und hatte sie hinter sich zugemacht.
Er sah sie misstrauisch an. Dann, als hätte er einen Geistesblitz, schob er sie energisch zur Seite und riss die Tür wieder auf.
Mit einem lauten Knall flog sie gegen die Wand.
Er sah sich um, schaute unter dem Bett, sogar im Schrank, bis sie ihn wieder aus dem Zimmer bugsierte.
„Geht’s noch?“ fragte sie ihn.
„Ich dachte, du hättest jemanden versteckt.“
Sie hob ihre Augenbrauen. „Aha, zum Beispiel Jass?“
„Ja, zum Beispiel Jass! Du kannst von Glück reden, dass er nicht hier ist, denn dann wäre er tot.“
„Ich kann es mir vorstellen. Was wolltest du von mir?“
„Ich habe über das nachgedacht, was du gesagt hast.“
Also, hatte er sich auch seine Gedanken gemacht.
„Und?“ hakte sie nach.
„Bitte komm in mein Zimmer.“
„Nein, ich glaube nicht.“ Sagte sie.
„Ich glaube doch.“
Er nahm ihre Hand, ausnahmsweise mal ohne sie zu zerquetschen und öffnete seine Zimmertür.
Sie staunte, als sie das Zimmer betrat.
Die Wände waren in einem sanften Rot gestrichen und an den großen Fenstern hingen weiße, schwere Vorhänge. Auf dem Boden war ein weicher Teppich, der einen etwas kräftigeren Rot-Ton hatte, als die Wände, so dass sie mit einander harmonierten.
Das Himmelbett, das am Ende des Raums stand, war genauso weiß wie die Vorhänge. Alles war aufeinander abgestimmt.
Rechts und links vom Bett standen Nachttische aus hellem Holz und ganz links im Raum stand ein Meterlanger Schrank.
Es war ein wirklich riesiges Zimmer. Rechts von ihr war ein Kamin, in dem ein Feuer brannte, davor waren zwei große Sessel und in der Mitte stand ein runder Holztisch, auf dem zwei Gläser standen. Und obwohl es sehr gemütlich war, kam es Liliane doch vor, wie das Zimmer einer Hure.
Ian führte sie zu einem der Sessel und bedeutete ihr mit einem Blick, dass sie sich hinsetzen sollte. Sie gehorchte ihm wortlos und sah zu, wie er sich ebenfalls auf den anderen Sessel fallen ließ.
„Möchtest du etwas trinken?“ fragte er sie.
„Nein, danke.“
Was hatte er wohl mit ihr vor? Wollte er den perfekten Kavalier spielen und sie anschließend ins Bett schubsen?
„Ich habe am 22.09. Geburtstag.“ Sagte er einfach so.
„Aha. Dann wirst du also dreißig.“
„Genau. Mein Vater ist ein Star-Anwalt. Die ganze Prominenz kommt zu ihm. Meine Mutter dagegen war eher ein unbedeutsamer Mensch. Sie war Tänzerin in einem Nachtclub.“
Wieso erzählte er ihr das? Ian sah sie an. „Er verliebte sich in sie, aber sie wollte zunächst nichts von ihm wissen. Letztendlich hat sie aber doch nachgegeben. Die Macht der Liebe, ja, ja.“
Langsam begriff sie. Er wollte, dass sie mehr über ihn erfuhr! Hieß das aber nicht, dass sie schon bei Punkt eins waren?
„Was machst du gerne in deiner Freizeit?“ fragte sie.
„Freunde treffen, Musik hören... als ich sechzehn war, habe ich sogar Gesangsunterricht genommen.“
Sie räusperte sich. Das alles war schön und gut, aber immer noch arm. Er musste endlich begreifen, dass sie nicht leicht zu haben war und dass sie erobert werden wollte.
„Hör zu...“ begann sie. „Ich will nicht, dass du mir etwas von dir erzählst, nur damit wir später miteinander schlafen können. Das hier ist keine Anzeige für Partnerschaften.“
„Du hast recht.“ Sagte er und wandte sich von ihr ab. „Deswegen solltest du zu mir.“
Liliane schluckte. „Und... was hast du vor?“
Ian stand auf und legte sich auf das Doppelbett. Er breitete seine Füße aus, klopfte das Kissen weich und schloss schließlich die Augen. Verwirrt beobachtete sie das Ganze.
Sie wagte es nicht, etwas zu sagen, vielleicht würde sie ja seinen komischen Plan durchkreuzen, nur, dass sie nicht wusste, was er vorhatte. Sollte sie einfach auf ihr Zimmer gehen? Stattdessen entschied sie sich dafür dem munteren Toben im Kamin zuzuschauen.
Die Wärme kroch ihre Füße hinauf und sie entspannte sich.
Zum Glück hatte sie in den letzten Tagen keine Albträume mehr gehabt, was aber nur Ian zu verdanken war, der ständig in ihrem Kopf rumspukte.
Sie fragte sich, was sie eigentlich für ihn empfand. Okay, sie mochte ihn. Es war unerklärlich, aber sie mochte ihn. Irgendwie fand sie es anziehend, wie er redete, wie er sich bewegte und wie er sich ihr gegenüber benahm. Und dann war da noch Jass.
Auch ihm war sie nicht abgeneigt, aber sie hatte es im nachhinein als unangenehm empfunden, als er ihr so nah gekommen war.
Ein Seufzer löste sich aus ihrer Kehle. Sollte Ian nicht sofort wieder hierhin kommen, dann würde sie aus dem Nuttenzimmer verschwinden.
Sie wartete. Fünf Minuten vergingen. Dann zehn. Schließlich, als es zwanzig wurden, erhob sie sich enttäuscht. Ihr Blick fiel auf ihn und gleichzeitig verpasste es ihr einen wohligen Schauer.
Im Schlaf wirkte er wie ein Junge. Sie schlich näher zu ihm heran, bis sie direkt vor ihm stand. Seine Lippen waren leicht geöffnet und sie musste gleich wieder daran denken, dass diese ihr einen Kussfleck verpasst hatten und sie auch noch wild und stürmisch geküsst hatten. Seine nackte Brust hob und senkte sich. Was wollte er mit ihr anstellen?
Hatte er es aufgegeben, als sie ihm gesagt hatte, dass sie nichts von ihm wissen wollte, nur damit er später mit ihr schlafen konnte?
Frustriert setzte sie sich vorsichtig an den Rand des Bettes.
Ach Ian... wann begreifst du endlich, dass Sex nicht alles auf der Welt ist?
Aber Ian war die Leidenschaft in Person.
Vielleicht gehörte diese Einstellung einfach zu ihm?
Er war jemand, den sich die Frauen in einem Bett vorstellten. Er war wie eine Skulptur, auf die andere aufblicken würden. Nicht in allen Sachen, aber dennoch in manchen.
Ihre Finger gingen auf Wanderschaft. Zuerst berührten sie ihn scheu auf der Brust. Dann führte ihr Weg hinauf zu seinen sinnlichen Lippen. Ihr Zeigefinger zuckte kurz zurück, als sie die weiche Haut unter der Fingerkuppe spürten.
Sie hatte Sehnsucht. Sie brauchte seine Hände, die sie festhielten.
Aber das Ganze war doch lächerlich. So dachte wenigstens ihr Kopf.
Ihr Herz sagte etwas anderes. Wie immer.
Sie legte sich neben ihn, stützte sich auf ihrem Ellenbogen ab und blickte ihn nun von der Seite an. Sie wollte seine Augen spüren, die ihren Körper begierig in sich aufsaugten.
Sie brauchte diese Stimme, die sie immer wieder auf die Palme trieb.
Langsam beugte sie sich über ihn, bis ihre Lippen zärtlich die seinen berührten.
Was für ein schönes Gefühl! Sie küsste ihn noch einmal.
Plötzlich öffnete er seine Augen. Statt sie triumphierend anzusehen, verriet sein Blick unendliche Zärtlichkeit und Glück.
Als sie sich zurückziehen wollte, hielt er sie fest. „Bitte, geh nicht.“
„Das war das Mieseste überhaupt.“ Sagte sie und ihr Herz pochte wie verrückt.
„Was war daran mies? Ich habe dir eine Gelegenheit gegeben aus diesem Zimmer zu verschwinden und du hast sie nicht genutzt.“
Das stimmte. Wie sollte sie nur ihren Überfall auf ihn erklären?
„Also, ich...“
„Du hast auf mich gewartet, nicht wahr?“ beendete er ihren Satz lächelnd. Er zog sie zu sich ins Bett. „Das zeigt doch, dass du genauso scharf auf mich bist, wie ich auf dich, Liebling.“
Sie sträubte sich. „Ich... nun... vielleicht.“
Er rutschte ein Stück zur Seite und deckte sie zu. Als er ihren Blick sah, streckte er seinen Arm aus und legte ihn um ihren Körper. Auch wenn sie es nicht zugeben wollte, sie fühlte sich wunderbar geborgen.
„Ich werde dich heute Nacht nicht überfallen, Lil. Keine Angst.“
Sie schnaubte. „Ich habe keine Angst.“
Er lachte leise und drückte sie ein wenig fester an sich. „Bei mir musst du dich nicht verstellen.“
Sie schloss die Augen. „Bist du mir böse?“
„Und wie.“
Lily öffnete ihre Augen wieder und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Eifersüchtig, was? Aber ob’s dir gefällt oder nicht, ich kann Jass ziemlich gut leiden.“
Auch er grinste. „Na ja, das meine ich eigentlich nicht. Ihm kann ich noch gut die Fresse polieren...“ Seine Miene wurde wieder ernst. „Aber das ist es gar nicht, obwohl ich zugebe, dass ich wirklich eifersüchtig war.“
Ihr Herz machte einen Hüpfer. Sie überlegte, ob sie beleidigt sein sollte, weil er heute Abend mit Elaine aufgekreuzt war, doch eigentlich konnte sie ihm nichts vorwerfen, da sie ja selbst in Begleitung im ‚Devil’s Corner’ war. Ian fuhr fort.
„Die Sache davor... bitte, tu das nie wieder.“
Sie biss sich auf die Unterlippe. „Aber bei dir ging es immer nur um Sex.“
„Du hast Recht. Doch seit du aufgekreuzt bist, kann ich nur an das Eine denken.“ Seine Stimme wurde zu einem Flüstern. „Du machst mich verrückt...“
Ihre Nackenhaare richteten sich auf. „Das ganze ist mir ziemlich peinlich. Und noch einmal wirst du das ganz sicher nicht erleben.“ Sagte sie.
„Das will ich hoffen. Ich zwinge dich nämlich nicht.“
„Heute werden wir sowieso nicht miteinander schlafen, falls du das denkst.“
„Aber da du mich ja geküsst hast, wären wir bei Punkt... lass mich überlegen... drei, glaube ich. Als nächstes kommt ein richtiger Kuss. Nein, lass uns das überspringen.“
„Du vergisst, dass ich auch noch ein Wörtchen mitzureden habe.“
„Ach ja.“
„Du musst mir erst eine Frage beantworten.“
„Alles was du willst.“
Sie atmete tief durch. Sie wollte frei und unbeschwert sein. Sie wollte sich nicht für das Schämen müssen, was sie beschlossen hatte.
Es sollte die Richtige Entscheidung sein. Für sich, für ihr Liebesleben und damit sie endlich lernen konnte, was Leidenschaft eigentlich war.
„Magst du mich?“
Ian blinzelte sie an. Einmal, zweimal. Dann fing er schallend an zu lachen, das Lachen, bei dem seine meergrünen Augen schmolzen und feine Grübchen in seinem wunderschönen Gesicht waren. Er rollte sich auf sie und sie spürte ihren Körper mit seinem vibrieren.
„Ich mag dich sogar sehr.“
„Wirklich?“ fragte sie stirnrunzelnd.
Darauf antwortete er nicht mehr, sondern neigte seinen Kopf zu einem herrlich liebevollen Kuss.
Sie würde ihm nicht noch mal davonlaufen. Nein, jetzt nicht mehr...
Liliane wachte von dem Prasseln vieler, vieler Regentropfen auf.
Es war ein windiger, und trüber Tag, doch sie lag mit einem Mann in einem Bett, das schön warm und gemütlich war.
Sie sah in Ians Richtung und konnte immer noch nicht fassen, dass sie es beim Küssen belassen haben. Zufrieden seufzte sie.
Schließlich stieg sie aus dem Bett und beschloss zu duschen. Es war ein erregendes Gefühl zu wissen, dass noch etwas bevorstand, doch sie allein machte die Regeln, aber er trieb sie immer weiter an...
Sie öffnete die Badezimmertür. Diesen Tag wollte sie als Kennenslernphase ausnutzen.
Das Badezimmer war aus Marmor und so luxuriös, dass es überhaupt nicht hierhin gepasst hätte. Ein runder Whirlpool stand in der Mitte und ganz hinten war eine Dusche. Eine Wanne gab es auch, sie war gegenüber von der Dusche. Beides war so groß, dass locker drei Leute reingepasst hätten. An dem kalten Marmorboden waren kuschelige, weiche Badezimmerteppiche, in denen man versank. Außerdem waren überall Kerzenständer und Teelichter verstreut. Auf dem Waschbecken, das gleich neben der Tür stand, lag eine Dose mit Rosenblättern. Die Heydens mochten es also romantisch. Deswegen wollte Ian mit ihr in die Wanne. Sie konnte nur von Glück reden, dass sie seiner Einladung nicht gefolgt war, denn sonst hätte sie ihm nicht länger widerstehen können. Sie grinste.
Aber das würden sie sicherlich nachholen...
Liliane ließ ihr Nachthemd auf den Boden gleiten und bestieg die Dusche.
Einen Moment lang dachte sie nach, ob Ian was dagegen hatte, aber sie hatte die ganze Nacht in seinem Bett verbracht und Ian würde eher erfreut, als empört reagieren, wenn er sie nackt in der Dusche treffen würde, also verwarf sie den Gedanken wieder.
Sie drehte den Wasserhahn auf. Heiße Tropfen fielen auf ihren Körper.
Lily griff nach dem Shampoo und wusch sich anschließend die Haare und die Haut mit einer, nach Vanille riechenden, Seife ein.
Später, als sie aus der Dusche stieg, griff sie sich Ians Handtuch, trocknete sich damit ab und wickelte es sich um den Körper. Aus einem kleinen Sideboard schnappte sie sich ein kleineres Handtuch und rieb sich damit die Haare trocken.
Als ihr Blick wieder auf das Marmorwaschbecken fiel, schüttelte sie lächelnd den Kopf.
Ian hatte an alles gedacht. Fein lagen sie da, genau parallel zueinander.
Zahnbürsten. Eine Pinke, mit ihrem Anfangsbuchstaben und eine Blaue, mit seinem Anfangsbuchstaben.
Als sie sich die Zähne putzte, stürmte Ian ins Bad. Halbnackt, zerzaust und trotzdem umwerfend. Seine Augen glitten enttäuscht über sie hinweg.
„Ich dachte, du bist noch nackt.“
Sie bedachte ihm nur mit einem mitleidigen Blick und spuckte die Zahnpasta aus.
Er stellte sich neben sie und fing ebenfalls an seine Zähne zu putzen.
Aus den Augenwinkeln beobachtete sie ihn, während sie anfing sich einzucremen.
Wie konnte ein Mensch, egal was er gerade tat, gut aussehen? Selbst schlammbespritzt würde Ian immer noch der Traum aller Frauen sein.
„Ich sehe, dass du mich anstarrst.“ Bemerkte er, als er fertig war und zwinkerte ihr zu. „Nur gut, dass man Spiegel erfunden hat.“
„Tu nicht so schlau.“
„Willst du das Handtuch nicht wegwerfen?“
„Nein, ich finde, dass es noch zu gebrauchen ist.“
„Genau, für den Mülleimer. Gib her.“
Sie sah ihn kess an. „Vielleicht heute abend.“
Die Worte verfehlten ihre Wirkung ganz und gar nicht.
Komisch, mittlerweile fand sie es sogar beinahe lustig, dass er so schnell steif wurde. Was hatte er nur mit ihr angestellt?
Sie fühlte sich beschwingt, dass diese Reaktion ganz allein ihre Schuld war.
Fast schwebend kam sie auf ihn zu und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.
„Ich werde mich jetzt umziehen. Hast du für heute irgendetwas für uns geplant?“
Er machte ein unschuldiges Gesicht. „Wieso?“
„Ich weiß alles.“
„Nun...“ sagte er grinsend. „... wie wäre es erst einmal mit einem Frühstück?“
„Keine schlechte Idee. Und danach?“
„Ich bin auch nicht auf den Kopf gefallen, Darling. Meinst du, ich merke nicht, dass du mich die ganze Zeit auf die Probe stellst?“
„Red einfach weiter.“
„Wenn du willst... könnten wir...“ er druckste herum und es wirkte so kindlich, dass sie lächeln musste. „... reden.“
Ihr Lächeln wurde breiter. „Das fände ich schön.“
Den ganzen Morgen lang quatschten sie über Gott und die Welt und Liliane bekam das Gefühl ihm gezeigt zu haben, dass Reden auch eine schöne Kommunikation war, anstatt Schreie und Obszönitäten. Außerdem half sie ihm sogar die Scherben der japanischen Vase zu beseitigen, die er in Rage gegen die Wand geworfen hatte.
Ian machte ihr keine Annäherungsversuche, obwohl er immer wieder auf ihren Busen schielte, während sie sich unterhielten. Ihr war klar, dass sie ihn nicht länger zappeln lassen konnte, aber wenn ihm der Kragen platzte, würde die Angelegenheit vielleicht noch lustiger werden.
Da das Wetter sich nicht besserte, blieben sie zuhause.
Sie hatten schon über alles geredet was ihnen einfiel und langsam wurden die Gespräche fast verzweifelt. Liliane beschloss ihnen warmen Pudding zu machen.
Die Packung hatte sie in einem Schrank entdeckt und nun riss sie sie auf. Der gesamte Inhalt fiel in eine große Schüssel, wo sie auch schon drei Esslöffel Zucker reingetan hatte.
Ian hatte ihr gesagt, dass er in seinem Arbeitszimmer wäre, um Unterlagen zu überprüfen. Sie müsste es nur noch suchen, damit sie ihm etwas Pudding geben konnte.
Lily goss ein wenig Milch in den Matsch und verrührte noch einmal alles.
Den Rest gab sie in einen kleinen Topf und erhitzte sie.
Drei Minuten später kippte sie das Puddinggebräu dazu und rührte mit einem Schneebesen.
Sie schnupperte daran. Herrlich!
Als ein wüster Fluch durch den Flur hallte, hob Ian überrascht den Kopf. Seine Kleine hatte also schon wieder etwas angestellt.
Was würde es wohl sein? Sein Blick fiel wieder auf die Akten seiner Mandantin.
Scheidung und Sorgerecht. Leider hatte sie einmal Drogen genommen und im Rausch ihren Sohn geschlagen. Sah nicht gut für sie aus, aber da er gut bezahlt wurde, musste er es irgendwie hinbekommen, dass sie doch das alleinige Sorgerecht bekam.
Und weit war er bisher nicht gekommen, weil Lil andauernd vor seinen Augen auftauchte.
Auch jetzt wurde das Blatt verschwommen und er begab sich in eine wunderbare Traumwelt, wo er sie anfassen konnte. Er schüttelte schaudernd den Kopf und rieb sich die Stirn.
Plötzlich stürmte seine Traumfantasie in das Arbeitszimmer, mit einem Top, das von oben bis unten mit Pudding bekleckert war und einem Tablett mit dem Übeltäter.
„Ich habe uns Pudding gemacht.“ Erklärte sie ihm überflüssigerweise.
„Komm her, Darling.“
Lil erschrak ein wenig, als sie ihn so sah. Er hatte eine Lesebrille auf der Nase und wirkte damit so unendlich erwachsen. Wo waren seine kindlichen Gesichtszüge?
Er rutschte ein wenig mit seinem großen Sessel zurück und bedeutete ihr, sich einfach auf den, bestimmt wertvollen, Holzschreibtisch zu setzen. Er nahm ihr das Tablett ab und stellte es neben sie.
„Das riecht doch schon mal gut.“
„Ich bin gestolpert.“ Unglücklich betrachtete sie ihr weißes Seidentop. „Es war mein Bestes.“
„Das geht schon wieder raus.“
„Und wir müssen aus dem Topf essen, weil es so einfach besser schmeckt.“
Ian stand auf und trat zwischen ihre Beine. Würde es jetzt passieren? Zunächst setzte er seine Brille ab.
Er nahm einen Löffel, tauchte ihn tief ein, doch anstatt ihn zu seinem Mund zu führen, klatschte er den Inhalt in ihren Ausschnitt.
Liliane schrie erschrocken auf. „Heiß!“
Er lächelte. Oh ja. Heiß.
„Hast du sie noch alle?“ fauchte sie wütend.
„Meine Hände zittern so.“
Abermals tauchte er den Löffel in die Puddingmasse und abermals landete es in ihrem Ausschnitt. Sie konnte es runterlaufen fühlen.
„Ups...“
„Ich geb’ dir gleich ‚Ups’!“
Ohne Vorwarnung beugte er sich ein wenig runter und leckte die Masse ab. Zuerst von ihrem Top, dann schob er es hoch und sah den Vanillepudding an ihrem Bauch runtergleiten.
„Ich habe heute geduscht!“ beschwerte sie sich atemlos.
„Gut, dann muss ich dich wohl ausziehen.“
Zwischen diesen beiden Sätzen gab es überhaupt keinen Zusammenhang. Sie funkelte ihn an. Auf so eine Gelegenheit hatte er doch nur gewartet!
Und doch ließ sie sich alles gefallen, was er mit ihr trieb.
Er zog ihr das Top auf und entledigte sie ihres BHs. Ihre Brüste tropften nur so von Pudding.
Gespielt empört schnalzte er mit der Zunge. „Hat man dir kein Benehmen beigebracht, Liebling?“
„Anscheinend... anscheinend... ah...“ Er ließ sie nicht ausreden, sondern fing an alles abzulecken, wobei er große Umwege machte. „...anscheinend nicht.“ Beendete sie keuchend ihren Satz. „Und... und was ist mit dir? Mit Essen soll man... ahh... nicht spielen!“
„Tue ich das?“
Er nahm eine ihrer Knospen in den Mund und saugte genüsslich daran.
Sie bog sich vor Verlangen zurück, legte sich schließlich auf den Tisch und ließ ihn mit ihr spielen.
Was er auch tat.
Anstatt einen Löffel zu nehmen, tunkte er seine ganze Hand in den Topf und verrieb es anschließend auf ihrem nackten Oberkörper.
Lily atmete zischend aus. Ihre Augen starrten an den Kronleuchter, der über ihnen hing, aber eigentlich sah sie ihn gar nicht mehr.
Ian fing an alles genüsslich abzulecken und hob sie damit in ungeahnte Höhen.
Er küsste sich seinen eigenen Weg zu ihrem Mund und als er ihre Lippen berührte, schmeckte sie den süßlichen Geschmack darauf.
„Ich glaube, ich hätte nicht so viel Zucker reintun sollen...“ wisperte sie an seinen Lippen.
„Du hast Recht. Du bist mir schon viel zu süß.“
Sie zog ihn zu sich herunter, so dass sein Hemd genauso verschmiert war, wie sie selbst.
„Du willst wohl Ärger haben, was?“ flüsterte er heiser.
„Ähm... eigentlich nicht.“
Er stöhnte. „Du musst aus jeder sexuellen Situation eine lächerliche machen.“
„Ja?“
„Halt erst deine Klappe und warte, bis ich fertig bin.“
Sie lächelte und schloss die Augen. Damit hatte er seine tägliche Portion Sex schon von ihr serviert bekommen... Pech, vielleicht hätte er heute abend mehr gekriegt...
Während Liliane erneut duschte, wusch sich Ian die Hände in der Küche.
Mein Gott, er musste dringend etwas dagegen tun! Er war so verrückt nach ihr und sie verdrehte ihm buchstäblich den Kopf, ohne es auch nur zu wissen.
Er würde irgendwann den Verstand verlieren und sie einfach nehmen, ohne sie zu fragen.
Auch wenn er als Weiberheld galt, schlief er doch nur mit einer Frau, wenn sie auch einverstanden war. Na ja... in den meisten Fällen jedenfalls.
Lil war zwar einverstanden, aber wann und wo es passieren würde, hing leider von ihr ab. Natürlich könnte er versuchen sie zu verführen, doch mindestens ab den Zeitpunkt an, wenn er sie dort berührte, wo sie es am liebsten hätte, wäre es um ihn geschehen.
Und um sie.
Sie sollte ihr Beisammensein genießen, sie sollte bei der Erinnerung daran seufzen und nicht erzählen, dass er sie so hart genommen hatte, dass es weh tat und total unerregend war.
Ian trocknete seine Hände an dem Geschirrtuch ab und stemmte sie anschließend auf dem Küchenschrank.
Es hätte gerade nicht viel gefehlt und es wäre passiert. Seiner Meinung nach.
Lil’s Meinung nach, wäre es erst in drei Tagen passiert.
Aber gestern hatte er sie nicht angerührt, bis auf ihre Lippen und andere diverse Stellen.
Sie hatte sogar noch ihr altmodisches Seidennachthemd an, als sie schließlich eingeschlafen war! Niemand hatte je neben ihm geschlafen ohne nackt zu sein.
Na ja... von sechzehn aufwärts.
Doch seitdem waren schon fast vierzehn Jahre vergangen und es war wie eine neue Entdeckung für ihn. Sie hatte sich mit dem Rücken an seine Brust gekuschelt und zusammengerollt. Seine Hand lag auf ihrem Bauch und fühlte jeden einzelnen Atemzug, den sie machte. Ihr langes Haar hatte ihn an der Nase gekitzelt und roch sanft nach Vanille.
Sie war der reinste Blumengarten. Er fragte sich, wie sie unten wohl riechen würde, doch dann kam ein anderer Gedanke, nämlich, wann er das überhaupt zu Gesicht bekam und er versuchte nicht mehr daran zu denken.
Ihre Gespräche am Morgen waren lang und intensiv, sie diskutierten über unwichtige Sachen, die ihm plötzlich wichtig erschienen. Was schmeckte besser? Mango oder Kokosnuss?
Mit welcher Temperatur sollte man duschen? Wie lange durfte man in der Badewanne liegen?
Nur solches Krimskrams, aber der Gesprächsstoff hielt fast zwei Stunden.
Was sollte er nur machen? Sollte er warten, bis sie den ersten Schritt machte? Dann konnte sie ihm wenigstens nicht unterstellen, er hätte sie überrumpelt, aber so wie er Lil bis jetzt kannte, würde sie es ihm trotzdem unterstellen.
Ein tiefer Seufzer entrang sich aus seiner Kehle. Süße, kleine Lil.
Ich bin so verrückt nach dir, das kannst du dir nicht mal vorstellen.
Vielleicht sollte er auf ihren Gesprächen aufbauen.
Sicher würde sie erwarten, dass er den ersten Schritt machte, aber darauf konnte sie lange warten. Falls er sich beherrschen konnte.
Lil war eine besondere Person. Er hatte sie wirklich gern, was eigentlich fast ein Wunder war, bei dem, was sie mit ihm trieb.
Oder eher mit Klein Ian?
Nein, er hatte sie gern, so wie sie war, mit all ihren blöden Macken.
Oben hatte es aufgehört zu rauschen, also würde sie gleich nach unten kommen, bestimmt mit nassen Haaren und ihn mit einem unschuldigen Lächeln auf die Palme bringen.
Sie würden sich streiten und sie würde ihn wieder ‚Arschficker’ nennen.
Bei dem Gedanken musste er leicht Lächeln.
Er hatte gar keine andere Wahl. Er musste sie triezen und quälen, so wie sie es mit ihm tat.
Keinen Pudding mehr auf ihren wundervollen Brüsten, den er abschlecken konnte, keine Küsse, nur, wenn sie wollte.
Gott, auf was ließ er sich denn da ein?
Aber da Lil eine so schwierige Person war, musste er tun, was er tun musste.
Sie tauchte viel früher auf, als er erwartet hatte.
Mit seinen Vermutungen lag er gar nicht so falsch. Ihre Haare trieften vor Nässe und sie stand da, mit nichts bekleidet, als seinem weißen Bademantel. Er schluckte, als sich ihr Mund zu einem feenhaften Lächeln verzog.
„Weißt du was?“
„Nein.“ Sagte er, mit bemüht ruhiger Stimme, was Angesicht, seiner fabelhaften Aussicht, sehr schwer fiel.
Ihr Lächeln wurde breiter. „Ich habe, ehrlich gesagt, erwartet, dass du auftauchst.“
„In der Dusche?“ fragte er überrascht und in seinen Lenden staute sich etwas auf...
Fröhliches Lachen. Ein Nicken. Zauberhafte Augen. „Ja.“
Er schwor bei Gott, dass seine Enthaltsamkeit nur maximal zwei Tage halten würde...
Würde mich über ein paar kommis freuen :-)
also bis dann
cya
Fullmoon
blue schrieb:
Hey ich muss hier jetzt auch einmal ein Kompliment verteilen. Ich habe die ganze Geschichte auf einmal durchgelesen und finde sie voll genial. Freue mich auf die Fortsetzung
Bis dann
blue
Jessa schrieb:
Das wird immer spannender bitte beeil dich mit der Fortsetzung.
rina schrieb:
wann geht's weiter? schreib doch bitte, wo wir den nächsten teil finden könne, ich möchte nämlich unbedingt weiterlesen (und ich denke alle anderen auch) denn die story ist einfach nur endgeil!!!!!!! lg rina
ami schrieb:
also fullmoon hat kapitel 9 auf der neuen seite unter dem thema liebe gepostet. hier wirds dann wohl in zukunft nix mehr geben. lg
lll schrieb:
oh, danke ami, ich geh gleich auf die andere seite, um die echt megageile, voll süße lovestory weiterzulesen!!!
ciao
lll schrieb:
och mann, die seite gefällt mir nich, ich fands hier im storyparadies viiiiiiiel besser!!! verlorene-werke is voll blöd!!! aber bis "eyes like yours" fertig ist, werd ich die seite wohl noch besuchen müssen!!!
Dani schrieb:
ich finds hier auch besser! Aber was sol man machen? Ich will ja unbedingt die Geschichte weiter lesen...
fanifrisch@aol.com schrieb:
hey fullmoon, wann gehts weiter??? wird immer besser. auch wenn auf verlorene-werke nur noch gepostet wird. Ich freue mich auf den nächsten teil. ich hoffe der kommt bald...(bitte schnell!!!!!!!)
ciao fanifrisch@aol.com
Kreye_Maus@web.de schrieb:
Das ist ja echt mega geil!
Du bist voll talentiert!
Sogar besser als alle Mädchenbücher!
mg schrieb:
Die neue Seite gefällt mir auch nicht, vorallem weil man da sich anmelden muss und alles mögliche ausfüllen muss, echt sch***e.
Fullmoon, wenn du das noch ließt auf dieser Seite dann bitte ich dich: Poste mal das Kapitel 10 zu Verlorene Werke, denn es ist schon eine ganze Weile her, dass du das letzte Kapitel eingepostet hast.
tami777@gmx.de schrieb:
Deine Geschichte ist echt klasse!! Wann geht es weiter????????????????
Freu mich schon auf den neuen Teil. Mit deinem Talent kannst du sicher mal Geld verdienen, Fullmoon.
Hoffe es geht bald weiter.
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
Hi!
Sorry,dass ich mich lang nicht mehr gemeldet hab, aber ich dachte hier geht keiner mehr drauf...
also wenn ihr weitere kapitel wollt, schickt mir einfach ne email mit dem Thema "Kapitel" dann shcick ich euch das zehnte zu. ich mag verlorene-werke.de nicht und naja...!
also bis denne
cya
Fullmoon
Danke schrieb:
Hey du kannst doch weiter hier dann deine Geschichten veröffentlichen und einfach wie voher sie wieder ins Kommentar einfügen
mg schrieb:
Du könntest ja auch deine eigene Homepage machen, denn dann bekommen wir ganz gewiss die weiteren Kapitel.
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
ja ich sitz grad dran
JP schrieb:
Hey würde mich freuen endlich hier auf Storyparadies etwas neues von Ian und Liliane zu hören. Hab von Fullmoon leider keine Mail mit dem zehnten Kapitel erhalten. Obwohl ich sie mehrfach darum gebeten habe.
Also bis bald!
schoormann@aol.com schrieb:
23
! schrieb:
Bitte beeil dich du kannst doch trotzdem noch das 10.kapitel hier ins Kommentar einfügen
/ schrieb:
Hey Fullmoon!Lass deine Fans nicht hängen!WIR WOLLEN MEHRRRRRR!!!!
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!BITTE BEEIL DICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! schrieb:
Ich stimme dem oben geschriebenen zu
lara741852@hotmail.com schrieb:
ich liebe deine geschichte ich hoffe du hörst nicht auf zu schreiben
und ich hoffe das du mal was richtig veröffendlichst.
ich weürde alleskaufen was du geschrieben hast....lol
auf jeden fall würde ich sehr gerne die anderen beiden storys kennenlernen die du schon fertig hast.
und schreib diese hier zu ende
biiiiiiiiiiiitttttteeeee biiiiiiiitttttteeeeeeeee
las uns nicht so sehr betteln
wenn ich nicht weiss wie diese story hier zu ende geht sterbe ich
mit grosser bewunderung
lara
(lara741852@hotmail.com)
???????? schrieb:
WO bleibt die Fortsetzung
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
hi,
wenn ihr die fortsetzung wollt, dann schickt mir bitte ein email...!
ich schicke sie euch ganz bestimmt, nur bei manchen geht es nicht, da kommt ne email zurück, wo drin steht, dass es die emailadresse nicht gibt...!
bis denne
cya
fullmoon
danik156@aol.com schrieb:
Hi!
Ich hab ein Problem. Ich kann zu zeit keine e-mails verschicken. Aber du könntest sie mir schicken: Bitte!!! Meine Adresse: danik156@aol.com Ich hoffe du schickst sie mir
Dani
? schrieb:
Was ist eigentlich mit der Fortsetzung wo bleibt die und was macht deine Hompage?
lara741852@hotmail.com schrieb:
hi
ich hoffe auch mal etwas von dir zu hören ...bin schon ganz verzweifelt
bitte bitte lass uns wissen wo wir weiterlesen können
liebe grüsse
lara
andy_aeffli@hotmail.com schrieb:
hey bitte ich möchte die vortsetzung von dieser geschichte. meine mail stimmt auch. alles was ich habe is die letze hier dein komentar. ich möchte aber mehr :( bitte sende sie mir doch fals du sie fertig hast.
cu
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
hallo!
ich wollte noch mal sagen, dass wenn ihr mir eine email schickt, bitte auch sagt, welches kapitel ihr haben wollt...wenn ihr einfach nur schreibt, dass ihr das nächste kapitel oder die fortsetzung wollt, weiß ich nicht immmer welches, weil ich so viele emails bekomme und langsam den überblick verliere...! (nur ne kleine bitte, um mir das zu erleichtern..)
meine homepage wird wohl noch länger dauern...! die geschichte hat bis jetzt 217 seiten und diejenigen die bis kapitel 12 gelesen haben, sind gerade bei 130-140.
zu eurem (je nachdem) entsetzen oder freude, muss ich euch sagen, dass ich gerade mal an der hälfte bin ,aber ich bemühe mich, mich kurz zu fassen..(lalala)
also bis denne
cya
fullmoon :-)
bitte! schrieb:
aber warum kannst du nicht einfach die kapitel ab Nr.9 hier in den komentar einfügen??? ich geb nicht gerne meine adresse an irgendwelche leute(nicht persönlich gemeint)und darum hab ich dir auch noch keine e-mail geschickt und jetzt soll ich etwa warten bis du deine homepage ferig hast??? das halt ich nich aus, ich brauch unbedingt die nächsten kapitel ich kenns erst bis kapitel 9 und wenn ich höre dass es schon kapitel 12 geht und ich es noch nich kenne dann bin ich daran durchzudrehn!!! bitte, bitte, bitte schreib kapitel 10 und folgende in den komentar, bitte! und bei der seite verlorene werke da komm ich überhauptnicht zurecht, da hab ich noch überhauptnichts neues von dir gefunden!
also, nitte für mich und deine anderen fans!!!
ciao
schmusekaetzchen_toni@web.de schrieb:
hey Fullmoon, ich würde ja nach den ganzen Kommentaren liebend gerne mal die ganze Story lesen, aber irgendwie öffnet mein I-net die vorigen Seiten mit den entsprechenden Kapiteln nich *heul* vielleicht könntest du sie mir schicken?? Oder wenigstens ein Teil damit ich mitreden kann ;) Aber nach dieser ganzen Kritik, kann's ja nur gut sein *g* Also würde mich freuen, mfG Tony
dani-sahne schrieb:
Hi!
ich wollt mal nachfragen ob das 13. Kapitel schon fertig ist. Warte schon ganz ungeduldig drauf :)
Dani
mastersyd1004@yahoo.de schrieb:
Ich fand das 13.Kapitel genauso toll wie die anderen. Jetzt bin ich mal gespannt, wie es weiter geht. ALso wenn du das nächste Kapitel fertig hast würde ich mich freuen, dass du es mir schickst
Mit freundlich Grüßen Diddy
michelle_fiedler@web.de schrieb:
Hi!
Will unbedingt weiter lesen!!
wenn du sie aber hier nicht mehr weiter als Kommentar abgeben willst dann schick mir doch "Bitte" alles ab Kapitel 9 zu,ja?
Bitte!!
Ich liebe diese Geschichte und muss einfach wissen wie sie endet,obwohl ich das gar nicht will(das sie endet mein ich natürlich)!!!
Also bitte schick sie mir zu oder gib sie hier als Kommentar ab!!!!
Viele hoffende Grüße
Michi
P.S.:Schreib weiter so,müsstest das als Buch veröffentlichen!!!
mg schrieb:
Warum meldest du dich nicht mehr?!!! Wir warten alle auf eine Nachricht von dir!!!!! Wir sind doch abhängig von dir und deiner Story!!!
Danke! schrieb:
Hi fullmoon ich wollte mal fragen ob du das 15.Kapitel schon fertig hast?
negar@t-online.de schrieb:
hi!
ich bin ganz neugierig wie es weiter geht kanst du mir nicht etwas per e-mail schicken?
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
ja, hallo, da bin ich wieder...! tut mir leid, hab im moment viel stress! aber ich bin auch ganz fleißig am schreiben!die geschichte hat ungefähr 240 Seiten,werden noch ein bisschen mehr, aber die hälfte ist schon geschafft ;-) mit der hp gehts auch langsam voran, ein freund von mir macht das, aber der ist im mom in berlin..!
also geduldet euch bitte!
bis denne
cya
fullmoon
PS: Danke für eure lieben kommentare, freue mich ja immer wenn ich so was lese :)
mg schrieb:
Hey Fullmond, ich wollte nur mal nachfragen bei welchem Kapitel du jetzt bist. Könntest du das mal schreiben?
principale_jasmin@web.de schrieb:
Hey,
wie gehts weiter? Das is voll die hammers geschichte! mach nur weiter! *g*
Jasmin
fanifrisch@aol.com schrieb:
hey fullmoon!!
habe jetzt den 15. teil zuende gelsen und ich muss echt sagen dass du das ganze toltal spannend machst. Was ist eigentlich mit deiner homepage?? Mach weiter so mit der story. einfach geil!!
mfg
Profikiffer2@gmx.net schrieb:
war scheisse du spinner
JP schrieb:
Hey @ all!
Wer Lust hat auch meine Geschichte auf Tauglichkeit zu überprüfen teilt mir das bitte einfach über ein Kommentar mit! Es ist eine Lovestory und heißt "Show me Love".
Ich hoffe Fullmoom hat nichts dagegen!*g*
Würde mich freuen was von euch zu hören!
Pinar16@hotmail.com schrieb:
Hello.... ich finde deine Geschichte sehr schön. Ich hoffe dass, du weiter schreibst halt dieses Geschichte zu ende! Na dann viel Erfolg, by!
mayloona@gmx.de schrieb:
Sehr schöne Geschichte ich bin total gespannt wie es weiter geht. Geht es den weiter? Bitte !!!! Ist schon 6 Monate her als du das letzte Mal etwas geschrieben hast. Warte sehnsüchtig auf eine Fortsetzung.
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
wie gesagt, für weitere kapitel(also ab dem 9.glaub ich) müsst ihr mir ne email schreiben...
also einige von euch sind ja schon bei kapitel 17. das problem ist nur, dass ich so langsam mit dem schreiben unter druck stehe, weil ihr so schnell lest *g*
deswegen wollt ich diejenigen fragen, (und auch die anderen) was sie besser finden, denn in der geschichte gibt es zwei teile. wollt ihr erst den einen teil zuende haben oder warten bis die geschichte fertig ist?
wenn ich euch das ende vom ersten teil schicke, könnte es eine zeitlang dauern, bis ihr wieder kapitel bekommt...
ich würde euch allen dann hier bescheid sagen, wann ich euch wieder etwas zusenden kann.
was meint ihr?
cya
fullmoon
fanifrisch@aol.com schrieb:
ich möchte gern das ende von der 1. haben
nokia777@gmx.de schrieb:
also ich liebe deine geschichte, dein schreibstil ist echt schön und die story total spannend. ich habe aber leider nur das gelesen, was hier steht, also könntest du mir bitte den rest ab kapitel 9 schicken?
fanifrisch@aol.com schrieb:
Liebe Fullmoon!
Leider verstehen einige nicht was du willst. daher denke ich das du es so meinst: du hast 2 teile der geschichte geschrieben und weißt aber nicht was deine leser besser finden. du möchtest daher von deinen Lesern wissen aws sie wollen. entweder die eine (also diese hier) oder die andere die noch nicht veröffentlicht ist. ich persönlich würde es besser finden wenn du diese hier weiter schreibst. die ist nämlich einfach toll.
Mit freundlichen grüßen fanifrisch
PS: kannst du mir bitte kapitel 18 zu schicken wenn du sie fertig hast. danke schon mal im vorraus!!!!
heikebosecke@aol.com schrieb:
Hy fullmoon,
ich bin durch mein Freundin fani an deine Geschichte gekommen. genau wie sie lese ich deine Story auch super gerne. Es ist wie im waren leben und ich würde mich freuen wenn du an deiner geschichte weiterschreiben würdest. Ich lese genau die selbe wie fani und hoffe das es für Ian und Lil ein gutes Ende gibt, da bei mir in der Liebe zur Zeit alles schief geht, ich hoffe doch das du mir zurück schreiben kannst und du bald möglichst an deiner Geschichte weiterschreibst. Gruß und weiterhin so viel Erfolg wünscht dir Bösi!!
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
Also, ich habe so 262 Seiten geschrieben, aber die geschichte ist noch nicht zuende... (mist,mist, mist...)
aber bis seite 227 ist der 1. Teil von der geschichte zuende und danach fängt der zweite teil an, aba ich kann euch erst nur den 1. teil schicken. der zweite teil spielt vier Jahre später, und da hab ich erst 30 seiten geschrieben, deswegen kann ich sie euch noch nicht als kapitel geben!
(ich hoffe, dass es jetzt alle verstanden haben...)
also, bis denne
cya
fullmoon
katrin@web.de schrieb:
Die Geschichte ist einfach nur der Hammer. Besonders toll fand ich das Prickelnde zwischen Ian und Lillian. War einfach nur großartig!!!! Ich hoffe dass du noch ein so tolles Kapitel schreibst. Würd mich echt total riesig darüber freuen.
Mach weiter so bist echt klasse!!!!!!!!!
Deine Katrin
Millam schrieb:
Hey! Bevor du deine Geschichte an einen Verlag schickst, naja mir is aufgefallen, dass du sagst eigentlich reden sie ja englisch, tja im englischen gibt es halt keine Siezform, es heißt ja immer you. Is mir nur so aufgefallen. Die Story fängt schon gut an, aber ich find sie ziemlich übertrieben, das ständige "fass mich nich an" und so weiter, nervt auf Dauer. Trotzdem denke ich, dass du ma berühmt wirst!
Lg Millam
mg schrieb:
Hey Millam, wenn du ein wirklicher Fan von Eyes like yours wärst, wüsstest du das schon längst mit der Siezform!!!! Das hat nämlich schon mal eine gefragt!!! Bei Kapitel 3 oder 4 auf dieser Webseite kannst du es mal beim Kommentar nachlesen.
fairy-dolfin@gmx.de schrieb:
Hy Fullmoon,
ich gestern durch Zufall deine Story gelesen und bin gleich züchtig geworden! Ich bin total gefesselt und möchte unbedingt weiterlesen. Du hast es echt raus einen in den Bann zuziehen mit deiner Schreibart. Das bewundere ich! Also Hut ab vor dir *smile*
... schrieb:
das ist eine sehr gut geschichte ich hoffe du machst noch eine story viel spaß dabei tschau julia
Danke schrieb:
Hey Fullmoon was macht eigentlich deine Homepage?Wie weit bist du eigentlich mit dem 2.Teil deiner Story?
kuppik@web.de schrieb:
Hallo Fullmoon. habe grade deine Geschichte gelesen, ich finde die super toll. Und ich möchte so sehr wissen, wie es weiter geht!!!!!!!!!!! So schick mir bitte, bitte alles ab 8 kapitel zu.
Lg Tina
Melde dich mal wieder schrieb:
Hey Fullmoon, warum meldest du dich nicht mehr? Ich dachte du musst dich nun beeilen mit der Story? Bist du doch nicht so schnell?
BITTE schrieb:
Melde dich doch mal wieder Fullmoon.
fanifrisch@aol.com schrieb:
fullmoon??
lebst du noch?? will ich doch mal hoffen...kanst deine fans doch nicht im stich lassen....
bitte melde dich
lara741852@hotmail.com schrieb:
liebe fullmoon
danke das du versuchst uns immer auf dem laufenden zu halten und uns so schnell wie möglich mit neuen kapiteln zu versorgen.
ich weiss das schreiben keine fliesband tätigkeit ist...und deine art zu schreiben ist sogar sehr gut und wertvoll.
darum denke ich das ich hier geduldig warten werde, bis die muse dich geküsst hat und du wieder etwas für uns posten kanns
ich will dich nicht drängen ...denn das würde niemandem helfen...ich liebe deine geschichte...deine beiden charaktäre sind wirklich zwei ganz besondere menschen die eigentlich wirklich zusammen gehören...lol...aber wo wäre die spannung und der herzschmerz den eine gute liebesgeschichte ja beinhalten sollte , wenn das so einfach wäre mit den beiden...grins
ich freu mich schon auf die kommenden kapitel und wünsche dir das du dich jetzt den sommer über gut erholst damit du uns auch wieder mit frischen teilen der geschichte versorgen kanst
mit lieben grüssen deine
Lara
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
Hallo, tut mir leid, dass ich mich ne zeit lang nicht gemeldet habe, aber ich kann euch ja nicht andauernd hier reinschreiben,wenns nichts zu schreiben gibt, aber ich wollt nur mal sagen, dass die geschichte fast fertig ist und die kapitel also auch bald wieder zu haben sind ^^
bis dahin bitte ich euch noch einbisschen zu warten...*liebguck*
es braucht nun mal ne weile, bis man was anständiges tippt und ich will euch ja keinen mist servieren ^^ nun denn, das wars wieder...
bis denne
cya
fullmoon
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
Juhu, nur noch 10 Seiten, dann ist die geschichte zuende.
ist schon irgendwie n tolles gefühl die story endlich mal zu beenden, wo ich doch über ein jahr dran rumgeschrieben habe... egal,was ich euch eigentlich sagen wollte ist, dass ihr mich ab dem 10.08. nicht mehr unter meiner AOL-Emailadresse erreichen könnt, sondern unter dieser hier:
clair_de_lune1989@yahoo.de
ich flieg nämlich am 11.8 nach réunion, eine kleine französische insel in der nähe von mauritius, und mach da n schüleraustausch für 5 Monate. Natürlich werd ich mich von da bei euch melden, aber nicht, dass ihr mir auf meiner alten emailadresse schreibt und euch wundert, warum ihr keine post bekommt.
ach ja und das 20.kapitel ist zu haben.
bis denne
cya
fullmoon
JP schrieb:
Hallo an alle Fans von Eyes Like Yours.
Und natürlich an Fullmoon!!
Erst mal: Ich finde die Story sowas von Spitze! Und ich hab mich von Fullmoon ein bissel inspirieren lassen. Hab jetzt nämlich selbst eine Geschichte angefangen. Aber ich weiß nicht ob sie das Zeug hat mit anderen mitzuhalten. Also ich würde gern eure Meinung wissen. Besonders deine Fullmoon! Also das heißt falls es euch nichts ausmacht!?
Wer also Interesse hat einfach hier über Kommentar bescheid sagen. Wäre riesig! Denn mit Veröffentlichungen ist es ziemlich kompliziert geworden. HAbt ihr ja auch gemerkt.
Francisca_ruano@yahoo.de schrieb:
Bin interessiert daran JP. kannst du sie mir zu meiner email adresse schicken?
lara741852@hotmail.com schrieb:
hi jp ich wäre auch interesiert
meine email adresse ist lara741852@hotmail.com
manu_giulia@web.de schrieb:
Ich bin auch an deiner Geschichte interessiert!!!
Meine E-Mail:
fairy-dolfin@gmx.de schrieb:
Hy JP,
ich würde sie auch sehr gerne lesen *smile*
lindagrob@swissonline.ch schrieb:
Hallo JP
ich fände es super wenn du mir deine Geschichte auch mal schicken würdest.
CelestialBlossom@aol.com/clair_de_lune1989@yahoo.de(aber erst ab dem 11.8.) schrieb:
Hallo!
*puh* *schweiß von der stirn wisch* meine geschichte ist endlich zuende...!
n bisschen traurig macht es mich schon, dass ich nichts mehr über liliane und ian schreiben kann, aber ich werd wohl damit klarkommen *g*
ich wollte euch noch einmal erinnern, dass ihr ab dem 11.8. nicht mehr auf meine AOL-Addy schreiben sollt, falls ihr weitere kapitel braucht, sondern auf die yahoo-addy.
ich hoffe, das ende gefällt euch, obwohl ich noch überlege einen epilog zu schreiben...
ich möchte euch noch einmal für eure unterstützung,kritik und lob bedanken, das hat mir wirklich sehr beim schreiben geholfen und ich hoffe, dass ihr mir noch weiterhin treu bleibt.
Ich hab schon eine neue geschichte im Kopf und fange bald damit an.
vielleicht könntet ihr mir da ein wenig helfen: Ich suche ein paar Dolmetscheragenturen und die allgemeinen Aufgaben, die ein Chef so da hat... aber das ist natürlich kein muss, nur eine kleine bitte^^
so, das wars wieder
cya
fullmoon
PS: @JP: sorry, aber ich hab in den nächsten tagen überhaupt keine zeit deine geschichte durchzulesen, weil ich überhaupt noch meinen koffer packen(was ich noch nicht mal angefangen habe) und sonst noch viel erledigen muss...
aber ich denke, dass du hier genügend leser hast, die dir ihre meinung sagen, da kommt's auf meine doch bestimmt nicht so drauf an ^^
lynda@gmx.de schrieb:
Ich würde die Geschichte auch gerne mal lesen.
Discosternchen@gmx.at schrieb:
Fullmoon kannst du mir bitte deine ganze Geschichte schicken?
auf Discosternchen@gmx.at
lg, Discosternchen
arwen1990hellner@web.de schrieb:
wow die geschichte ist ma echt der hammer!!!Will noch mehr Kapitel!!*süchtig binz*
Naja würde mich freuen wenn die nächsten kapietel bald hier oder bei rockundliebe erscheinen =)
und bis dahin Tschööss
yous moi =)
Ferdi.Hemeil@net.com schrieb:
Leider hab ich noch keine Zeit gehabt
alles zulesen, leider!
clair_de_lune1989@yahoo.de schrieb:
hallo leute!! hab gestern den prolog meiner neuen story geschrieben! ahh mein kopf spinnt voller ideen und ich will so schnell wie möglich weiterschreiben!! hab leider total viel zu tun, in frankreich sind die schulen ja etwas strenger als in deutschland und geben auch mehr hausaufgaben auf... und nächste woche montag hab ich schon meine erste klausur. mist mist mist...
Ilka.Hermann.hb@web.de schrieb:
ALTER SCHREIB NICHT SO VIEL IN COMPUTER LIEBER AUF PAPIER DANN TUEN AUCH AUGEN NICHT MEHR SO WEH!
moab@gmx.de schrieb:
Hi fullmoon, ich habe grade eben deine Geschichte gelesen und fand sie absolut klasse. Ich würde mich unheimlich freuen, wenn du mir alle Kapitel ab dem 8. zuschicken könntest. Viele Grüße L.S.
khaleen@justmail.de schrieb:
Mich hat die Geschichte auch ganz süchtig gemacht. Bin heute noch gar nicht richtig zum arbeiten gekommen.
Würde mich auch freuen, wenn du mir den Rest der Geschichte schicken könntest - war ziemlich traurig als ich die letzten Zeilen erreicht hatte ...
Gruß, Khaleen
vanessa@kiem.it schrieb:
Total tolle geschichte. Würde mich auch freuen wenn du mir den Rest schicken könntest, liebe Grüsse Vanessa
simarikkedicik@hotmail.com schrieb:
Wirklich tolle Geschichte,ich bin auf den Rest sehr gespannt und es waere super wen du sie mir zuschicken könntest, viele liebe Grüsse aus weiter Ferne, wünsche dir weitere Erfolge
racar@hispeed.ch schrieb:
ich bin ganz süchtig nach deiner geschichte.bitte bitte schick mir den rest!!!Lg.Merlyn
clow@gmx.de schrieb:
Die Story ist der Knaller überhaupt!! Mach weiter so. Ich möchte sie aber unbedingt zu ende lesen!
iris.raetzke@freenet.de schrieb:
Hey du,
wirklich super Story. genauso wie deine letzten vier kapitel, finde ich des auch wieder wirklich supa....ich hoffe, es kommen bald noch n paar mehr. die sin wirklich klasse....nur weita so, ich drück dir die daumen für weitere gute gelingen...ciao
hi schrieb:
voll geil die geschichte
mombou@web.de schrieb:
Hei Fullmoon!
Die Geschichte ist echt echt cool!!!!!!! Und ich muss sie unbedingt weiter lesen! Schick sie mir doch bitte an meine E-Mail-Addy!!!! Wär echt voll glücklich *g*. Lieben Gruß, Mombou
engelmitsuki@hotmail.com schrieb:
Fullmoon!
Deine Geschichte ist es die beste den ich je gelesen hab!Ist voll spannend und romantisch!Ich oder auch WIR wollen wissen wies weiter geht!Wird sicher COOL! WIR alle freuen uns schon auf deine weiteren Geschichten! *freu*
Ich freue mich schon auf die nächste Folge!
Liebe Grüsse
Fullmoons Fan
mombou@gmx.de schrieb:
Liebe Fullmoon!
Bitte schick mir die ganze GEschichte!!! ich muss sie unbedingt lesen :-)))
Liebe Grüße,
Mombou (die andere adresse war falsch: das ist die richtige: mombou@gmx.de)
jessica38@tiscali.de schrieb:
Hey Ihr Alle!
Hat jemand von euch schon das 22. Kapitel ????
Wenn ja, wäre nett wenn mir das jemand schicken könnte. Ich möchte endlich weiterlesen!
Katharina.eisert@lycos.de schrieb:
Fullmoon!!
Deine story ist soo super!!
Kannst du mir bitte Kapitel 10 und 11 schicken??
Bitte,will unbedingt wissen wies weitergeht!!
phoenix_tear@web.de schrieb:
Hey,
ich warte auch schon seit ca. einem Monat oder länger auf Kapitel 21 und folgende...Fullmoon, hattest du nicht mal gesagt, du hättest die Geschichte jetzt fertig?
Also falls jemand 21 ff. schon hat, könntet ihr euch dann bitte bei mir melden? Ich drehe langsam durch wenn ich nicht bald erfahre wie es weitergeht! ;)
Ganz viele liebe Grüße und Frohe Weihnachten! (heute ist der 24.12.05 *freu*)
Jojo
elisabeth.groihs@networld.at schrieb:
hey fullmoon kannst du mir bitte die ganze geschichte schicken dass wäre echt toll von dir.deine storys sind so toll!!!!!!!!!!! elis
alto.22@lycos.de schrieb:
Hallo, bin auch ein großer Fan und auf Fortsetzung gespannt. Kannst es mir auch gerne per email schicken. Viele Grüße und weiter so :-)
jessica38@tiscali.de schrieb:
Hallo Fullmoon und alle Fans von "Eyes like Yours"!
Ich finde die Geschichte wahnsinnig toll. Es ist eigentlich die beste die ich bisher gelesen hab.
Aber leider kenne ich ja den Schluss noch nicht!!
Und ich bin so neugierig darauf!
Nur hab ich schon seit Fullmoon im Ausland war nichts mehr von ihr gehört.
Obwohl sie mir vorher immer die Kapitel per Mail geschickt hat...
Ich bin echt ratlos...
Wenn von euch jemand mehr weiß, könnt ihr euch ruhig bei mir melden!
Danke
josef.groihs@chello.at schrieb:
hey wer von euch hat schon die ganze geschichte? könnt ihr mir die büüüdddee schicken*ganzliebschau*? darüber würd ich mich echt freuen.
thx elisabeth
Katharina.eisert@lycos.de schrieb:
hi ihr!!
Seid Fullmoon im Ausland ist hab ich nichts mehr von ihr gehört.
Hat jemand Kapitel 10-20???
bitte meldet euch bei mir..
danke!
tatlim123@t-online.de schrieb:
HI AN ALLE!!!
KANN MIR JEMAND DEN REST DER GESCHICHTE SCHICKEN?! ICH BRAUCHE KAPITEL 10- ENDE DER GESCHICHTE!
BITTE BITTE BITTE
iczerone@gmx.de schrieb:
kann mir jemand alle kaptiel schicken finde die geschichte sehr gut und würde sie gern am stück durch lesen.
phoenix_tear@web.de schrieb:
hey Ihr,
ich hab alle Kapitel bis einschliesslich 21. Wenn ihr wollt koennt ihr euc ja mal melden...ich versuchs dann, euch zuzuschicken.
Lieber Gruss,
Jojo
Tess.Fuhrich@gmx.at schrieb:
Hi, ich fand die geschichte echt gut, aber ein bisschen zu lang.
kannst du nicht ein bisschen weniger schreiben??? das fände ich echt nett.
DANKE!!
alidagi@lycos.de schrieb:
Hallo zusammen! Kann mir jemand bitte
die komplette Geschichte zuschicken??
Wäre super nett.. *lg*
tjorvenlauber@web.de schrieb:
Oh ja, ich find die Geschichte ziemlich gut nud bin mal gespannt wie das so weiter zwischen den Beiden läuft..also ich würd mich über die Geschichte freun, wenn du Lust hast sie mir auch noch zu schicken...
Danke =)
LG
Dat Joby
alidagi@lycos.de schrieb:
Hi Leute!!!
Kann mir jemand bitte ab Kapitel 9, alles zuschicken!! Wäre super nett..
Gruß
alina
CelestialBlossom@aol.com schrieb:
Hallo, ich bin's wieder mal Fullmoon!!!
Erst einmal danke für Lob und Kritik und für alle die die ganze Geschichte lesen wollen:
Bitte schreibt nicht hier rein, um mir zu sagen, dass ihr Kapitel haben wollt, sondern schreibt mir eine Email! Die Adresse seht ihr ja.
Ich gehe nämlich nicht mehr so oft auf diese Seite, deswegen...
okay, das war's mal wieder von meiner Seite.
Cya
Fullmoon
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