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Kategorien > Fantasie und Liebe > Fantasie und liebe

Falina (Kapitel 2 - Im Mondlicht)

von ViciousBerry

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Fein zurechtgemacht und mit einem Blick auf dem Gesicht, der einen Mann hätte tot umfallen lassen, stieg sie in die Kutsche von Alec Swan. Ihr ganzer Körper schauderte, als sie die widerlich Weinrote, zurechtgemachte Innenausstattung der Kutsche unter die Lupe nahm. Alles war bis auf den letzten Zentimeter Teppich an der Wand durchgestylt. Selbst das Licht hatte dieser Widerling gedämpft.
Ein leise hervorgestoßener Seufzer brachte ihr ein Grinsen von Alec ein. Dieser Idiot dachte doch allen ernstes, das hier würde ihr gefallen. Schön zur Schau gestellt in einer fürchterlich hässlichen Kutsche neben einem bordierten Schnösel zum Gemeindezentrum zu fahren um dann vor den Augen aller mit Mr. Swan auszusteigen. Ja, das würde ihm gefallen, das wusste sie.
Ihr stieg schon langsam die Galle hoch, wenn sie an die Blicke der Anwesenden dachte. Sie würden sie alle so fürchterlich anstarren und hinter ihrem Rücken tuscheln.
Das wird sicher ein lustiger Abend, dachte sie verbittert.
Als die Kutsche holpernd zum Stehen kam und sie hörte wie der Kutscher von seinem Posten hinunter kam, um ihnen die Tür zu öffnen, brach ihr ein wenig der Schweiß aus. Sie war noch nie auf solch einer Veranstaltung gewesen, und Alecs Hand auf ihrer machte das alles nur noch mehr zu einer Farce.
Der Kutscher öffnete die Tür und Alec stieg aus, um Mary seine Hand zu reichen. Ein leichtes Zittern unterdrückend, nahm sie sie an und ließ sich aus dem Wagen helfen. Sie kam mit wackeligen Beinen auf dem Boden auf und versuchte, Alec ein dankendes Lächeln zu schenken, doch sie war nicht wirklich davon überzeugt, dass es so aussah. Alec jedoch strahlte sie regelrecht an. Lieber Gott ist der verblendet., dachte sie höchst amüsiert. Ein verliebter Trottel wie er im Bilderbuche stand.
Plötzlich spürte sie ein merkwürdiges kribbeln im Nacken und sah sich um, doch sie konnte niemanden entdecken, denn es waren bereits alle im Haus.
Und ich bin auch schon ganz verblendet vor Nervosität. Sie drehte sich wieder zu Mr. Swan um und sah seinen verwirrten Gesichtsausdruck.
„Ich wollte mir nur kurz die Gegend ansehen. Ich war noch nie zu so später Stunde unterwegs.“ Das war zwar gelogen aber was soll’s. Er würde eh nichts bemerken.
Sie hakte sich bei ihm unter und gemeinsam betraten sie das imposante Gebäude vor ihnen. Sie blieben in der Vorhalle stehen und Mary konnte ein glucksen nicht unterdrücken. Alles war festlich ausgeschmückt und voller Prunk. Um sie herum glitzerte alles. Unzählige Spiegel, Bilder und Statuen sollten wohl den Reichtum der Stadtbewohner darstellen. Auf jeden Fall versuchten sie die Waldbewohner davon zu überzeugen. Mary konnten sie nicht täuschen. Wahrscheinlich hatten nur alle Mitglieder des Stadtrates ihr Erbgut zusammengesucht, polieren lassen und für den heutigen Abend zur Verfügung gestellt.
Sie lächelte über dieses Szenario. Als ob das allein die Waldbewohner überzeugen würde.
Alec deutete ihr lächeln als Bewunderung und hielt eine kleine Rede über seinen geschätzten Bürgermeister und Chef.
Als er fertig war, machten sie sich auf den Weg zum Hauptsaal. Als die Tür aufging endete das allgemeine Gemurmel sofort und alle starrten zur Tür. Sie waren wohl zu spät. „Oder ein furchtbares Monster steht hinter uns“, dachte sie mürrisch. Warum sonst sollten sie sie alle anstarren wie das achte Weltwunder?
„Alec mein Guter, wie schön das sie gekommen sind. Und in so reizender Begleitung, wie ich sehe.“ Der Bürgermeister kam mit ausgebreiteten Armen und einem strahlenden Lächeln auf die beiden zu und das Gemurmel der Gäste setzte ein, als sie sich wieder ihren Gesprächen widmeten.
„Ja Sir. Es freut mich sie zu sehen. Und das ist Mary Legna, die junge Dame von der ich ihnen bereits erzählt habe.“ Alec schob sie vor wie eine Beute, die man seinem Rudelführer vor die Füße wirft um sie stolz zu präsentieren.
Sie reichte ihm seinen Arm und machte einen formvollendeten Knicks. „Mr. Cullen, es freut mich sehr, ihre Bekanntschaft zu machen.“ Die Galle kroch wieder um Zentimeter nach oben. Sie brannte ihr schon in der Kehle, so sehr wollte sie einfach nur weg aus diesem Haus. Besonders als sie den forschenden Blick des Mannes vor ich sah. Er sah sie an wie ein hungriger Wolf ein stück Fleisch ansehen würde.
„Oh nein meine Liebe. Glauben sie mir, mich erfreut es viel mehr, sie kennenzulernen. Wo ich doch schon so viel Gutes über sie von Alec gehört habe. Doch jetzt wo ich sie so sehe, bin ich doch schon recht überrascht, das mein guter Freund mir verschwiegen hat, was für eine Schönheit sie sind.“ Er beugte sich hinab und küsste ihre Hand. Ein wenig zu lange, wie ihr schien.
Sie entwand sie ihm geschickt unauffällig und lächelte ihr strahlendstes Lächeln. Die Galle schien schon in ihrem Mund zu sein, doch sie schluckte sie Tapfer hinunter und überwand sich.
„Vielen Dank Sir, sie schmeicheln mir. Übrigens, eine wundervolle Dekoration, wenn ich anmerken darf.“ Er lächelte, vollkommen von ihren Worten überzeugt, zurück.
„Und Geschmack haben sie auch noch. Alle Achtung Alec. Ich glaube sie sind heute mit der schönsten Begleitung hier und wie es aussieht auch mit der charmantesten. Der Neid aller Männer kann ihnen gewiss sein.“
Mit diesen Worten verbeugte er sich leicht und murmelte noch ein paar entschuldigende Worte. Dann wandte er sich um und verschwand in der Menge. Erleichtert stieß Mary einen tiefen Seufzer aus. Das schlimmste war also überstanden.
Mit einer fadenscheinigen Ausrede über die Wärme im Raum, entschuldigte Mary sich bei Alec und verschwand nach draußen auf die Terrasse.

Als sie endlich auf der prächtigen Terrasse stand und die wohltuend kühlende Luft über ihre Arme strich, entspannte sie sich endlich.
Sie verfluchte ihre Mutter für diesen Abend. Wie ein Zuchtvieh fühlte sie sich. Unglaublich wie jemand so ekelerregend sein konnte wie Alec Swan.
Sie trat an die Brüstung, hielt sich am Geländer fest und sah hinauf. Der Mond war eine perfekte runde Scheibe und erhellte alles um sie herum. Ein fabelhafter Anblick von dieser Terrasse aus. Sie konnte den angrenzenden Wald sehen, die weiter entfernten Häuser im Dorf, die Gemeindekirche, ja sogar die Meilen weit entfernten Berge.
Sie konnte auch die kunstvoll zurechtgeschnittenen Büsche, die natürlich von Fackeln gut ausgeleuchtet wurden, erkennen. Einige stellten Tiere dar, andere in vielen Posen den Bürgermeister. Natürlich sollte man nicht erkennen, das es der Bürgermeister war, doch wen sonst sollte er in seinen Büschen verewigen, da der gute Herr ja so selbstverliebt war, wenn nicht sich selbst?
Doch sie hatte kaum Zeit, diese Kunst zu bewundern, da sie von etwas abgelenkt war. Oder besser von jemandem.
Er stand zwischen den Tierfiguren, sein gesicht von dem Fackelschein in tiefe Schatten getaucht. Er stand nicht mal weit weg von ihr. Vielleicht fünf, sechs Meter? Sah er sie? Sah er dass sie ihn beobachtete?
Wohl eher nicht, denn seine Aufmerksamkeit galt ganz seiner Begleitung. Ein junges Ding, vielleicht

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Kommentare

Mörviii schrieb am 2010-01-10 18:02:49:
wow coole geschichte...freue mich schon sehr auf den nächsten teil :D
hoffe aber dann wirds endlich ein bissi spannender :P
LG

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