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Kategorien > Science Fiction > Seltsames

Feldversuch

von Stefanie Kreis

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„Spieglein, Spieglein an der Wand, sag mir wer sieht mich da an?“
Sind wir alle wir selbst was wir sehen oder nur eine graue formlose Masse aus Zellen. Schlummert in uns unser wahres Wesen? Warum kommt es nicht zum durchschein und erhellt unser verkrustetes Abbild? Haben wir es selbst eingesperrt, so dass es isoliert von allem nach Hilfe schreit und wir es nicht hören?
Nun ja geht man der Sache nach, stellt man fest dass unser Leben doch sehr geprägt ist von bestimmten vorgegebenen Schemen. Jemand der diese Sache entgegen schwimmt wie ein fast ertrunkener Fisch, wird von Allen nur belächelt. „Dieser arme Tropf.“ Schon früh wird uns nach alt her gebrachte Tradition die Familie näher gebracht: da ist die Mami, der Papili und die Omi. Natürlich in kindgerechter Sprache. Die armen Kleinen würden uns sonst gar nicht verstehen. Würde man als Erwachsener so angesprochen werden, könnte man diesen Leuten doch glatt unterstellen, dass sie verrückt geworden sind. Wahrscheinlich kommt dabei nur das innere Kind zum Vorschein, wenn man die niedlichen Fratzen betrachtet. Ärzte nennen dieses Phänomen bei Erwachsenen „Infantiosis lalica“. Nur leider wird der kleine Wurm älter und irgendwann in der Pubertät sein Unwesen treiben. Vorher werden den Knirps der Unterschied zwischen Männlein und Weiblein erklärt, Auf die schauerlichsten Arten wohlgemerkt. Öfters können die Zwerge heutzutage noch ihre Oma in gewissen Fragen aufklären. Völlig geplättet von diesem Spektakulären Wissen müssen diese erst einmal Frischluft tanken. Schon auf frühkindlichen Beinen wird jedem Menschenkind der Stempel der Gesellschaft aufgedrückt. Werte, Normen, Regeln. Diese zwängen einen ein und sind gleichzeitig Gesetze nach denen man leben muss. Doch sind all zu viele überhaupt gesund? Der Alltagsnormalo unter den Menschen in den Industrienationen heißt „Humanus industrialiticus normalus“, wenn man ihn genau betrachtet ist er der vielseitigste. Wäre eine Frau noch mit den Werten und Normen des Mittelalters hinein geboren, musste diese mit 14 verheiratet längst verheiratet sein und Kinder haben. Ein Graus für die heutzutage emanzipierte Frau. Doch halt! Es gibt doch tatsächlich einige des weiblichen Geschlechts, die noch nicht einmal voll ausgereift, in der Pubertärenphase schwanger werden. Bedenklich? Nach Forschern die dieses Phänomen untersuchen, gibt es zwei Erklärungsmodelle. Erstens ein Überbleibsel des „Humanus mittelalterlicus“ in den Genen dieser holden Weiblichkeit. Zweitens, die beste der Modelle, die Frauen haben sich Intellektuell viel schneller weiter entwickelt als ihr Körper in dieser Reifungsphase. Die meisten werden diese Aussage als richtig empfinden. Aber wo bleibt der männliche Teil? Leider muss man sagen hinkt er mit der Entwicklung noch etwas hinterher, aber nur in bestimmten Dingen. Sein Urinstinkt behindert ihn manchmal doch noch zu sehr. Einige Koryphäen besagen jedoch das auch er sich schon gebessert hat und dieser Prozess in ein paar tausend Jahren abgeschlossen sein wird. Dieser Instinkt von unseren Vorfahren haftet uns noch allen an. Nehme man dieses Beispiel vom Auto fahrenden Menschen, kurz: „Humanus fahrundum“. Komisch aber wahr jeder fährt das Auto Typ entsprechend, außer alte Menschen bei denen fehlen die Feldversuche noch. Aggressiv und bissig überholt ein Porsche Sportcabriole mit 210km/h auf der Autobahn einen zahmen kleiner Tiger, den Citroen. Nehme man die fluchenden Autofahrer hinter einem LKW beim Wort, da wäre der arme Kerl der die Behinderung des freien Straßenflusses fährt bereits tot. Nun kam man ab vom Thema. Der Mensch in der Pubertät. Mit einem kurzen Satz kann man diese heiße Phase ausdrücken: er versteht die Anderen nicht und diese verstehen ihn nicht. Den armen Eltern sollte man nach Auszug des geliebten Sprösslings ein Gutschein für Haarfarbe schenken, denn wer will schon und jetzigen Zeit graue Haare haben. Bedanken werden sich diese beim Schenker. Nur ein Tipp am Rande. Das Kind will dies, das Kind will das. Es motzt, hört nicht mehr, weis alles besser, kurzum es ist kein Engelein mehr mit Heiligenschein. Nun versucht der junge Mensch sich selbst zu finden. Leider auf des Anderen Last. Geplagte Eltern nehmt nicht reißaus die Sache ist bald wieder aus. Zum Glück machen wir es nicht wie die Tiere, denn diese schmeißen ihren Nachwuchs raus. Später nach der Pubertät fängt das leben an. Nach Schema F: Beruf, Heirat, Kinder bis zur Rente, dann wird man abgestellt. Wie ein Auto fängt man an zu rosten und irgendwann springt selbst der beste Motor nicht mehr an. Hat man sein Leben noch dahin gedämmert und Keiner hat sich um einen gekümmert, beißt man ins Gras. Und was passiert dann? Keiner weis es, aber eins ist sicher hat man was erreicht, geschaft im Leben kommen die Erben angeschlichen. Doch niemanden möchte man etwas unterstellen. Fühlt sich jemand angesprochen? Doch kommen wir wieder zu unseren „Humanus industrialiticus normalus“. Ein außergewöhnliches Objekt sagen die Wildlife-Biologen. Sehen wir ihn uns näher an. Viele leben auf einen Haufen in Dörfern und in Städten, doch ironischer Weise scheinen sie sich kaum zu beobachten. Jeder ist sich selbst der Nächste. Es gibt aggressive Exemplare bis hin zu recht lethargischen Wesen. Die Aufzucht ihrer Jungen teilen sich Männlein und Weiblein und während dieser Zeit leben sie meist monogam zusammen. Er geht einem Beruf nach, über die Hälfte seines irdischen Lebens. In der Freizeit arbeitet dieser Humanus weiter oder verreist, ließt, schläft, isst oder sieht TV. Ein viel beschäftigtes Wesen. Kommunizieren tut er mit Hilf des Computers, Telefons oder Briefes und natürlich der Sprache. Daneben besitzt er auch noch sein Geld, denn ohne dies geht gar nix in dieser Welt. Wie seinen eigenen Augapfel hütet er dieses und wirkt oft gereizt wenn man es ihm wegnehmen will. Er quietscht dabei wie eine Gummiente oder brüllt wie ein Bär. Wie schon anfangs erwähnt unterteilt er sich in Mann und Frau. Beide sind wie Feuer und Wasser und gehören doch zusammen. Der Mann ein eigenartiges Wesen, dass selbst eingefleischten Forschern zum nachdenken anregt. Ist er einmal der Mutterbrust entwöhnt und hat gleich eine Frau gefunden, bekommt er es doch gar nicht mit wie diese ihn umerziehen will. Das Auto ist ihm das heiligste Stück, welches er wie eine Reliquie anbetet und sauber hält. Auf Arbeit kann er seine Kampfeswut austoben und vor seinen Freunden darf er prahlen. Zu Hause ist der arme Wicht jedoch der Pantoffelheld ohne es zu ahnen. Wahrscheinlich ist dies auch der Grund warum man ihn nicht versteht. Dem Schönheitswahn, nach dem Ideal was einen vorgegaukelt wird, ist die Frau verfallen. Vielleicht sind sie auch vom Genuspunkt so ausgepeilt, dass die meister unter ihnen diesem Ideal verfallen. In psychiatrischen Geheimkreisen ist man sich noch nicht einig geworden aus dem Unterscheid zwischen Mann und Frau. Beide Geschlechter verstehen sich nicht einmal richtig untereinander. Oder ist dies einfach nur ein Fakt den die Obersten uns

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Kommentare

G.T. (TschieTie) schrieb am 2007-04-04 21:52:55:
Hallo Stefanie,
diese humorvolle Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen, ich werde mir auch noch deine anderen Geschichten vornehmen :-)
LiGru
G.T.

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