Felix und die ungewöhnliche Frau
von
Ronny Eilenberger
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Felix
…nach einer wahren Begebenheit
Morgens 7 Uhr. Keine besonders angenehme Zeit. Aber was soll er machen. Wie an jedem Morgen, steht Felix hier an der Bushaltestelle und blickt gelangweilt in die Gegend. Auf der dicht befahrenen Straße zieht der morgendliche Berufsverkehr vorbei. Weiter hinten stehen Hochhäuser. Die obersten Stockwerke leuchten bereits in der aufgehenden Sonne. Und der Supermarkt dort drüben hat auch schon geöffnet.
Eine halbe Stunde noch, dann beginnt Felix mit seiner Arbeit. So wie immer. Er wird mit dem Bus raus vor die Stadt fahren und dann dort auf einer kleinen Baustelle als Maurerlehrling arbeiten. Das macht ihm wirklich großen Spaß.
Der lange Winter scheint wohl endlich vorbei zu sein. Endlich! War ja auch kaum noch auszuhalten, dieses ständige nasskalte Wetter der letzten Monate. Aber heute ist es herrlich. Es ist regelrecht warm. Ein lauer Wind weht leise von Süden herüber und lässt die kahlen Baumwipfel hin und her wiegen. Ja, der Winter ist endlich vorbei. Hurra! – denkt Felix und schmunzelt vor sich hin, hier in dieser Bushaltestelle morgens um 7 Uhr.
Eine alte Frau in einem langen grauen Mantel kommt jetzt hier vorbeimarschiert. Sie bleibt stehen und holt ihre Brille heraus. Dann geht sie ganz nahe an den Fahrplan heran und beginnt ihn sehr aufmerksam zu studieren.
Ja, wenn Felix hier morgens nicht mit diesem blöden Bus zur Arbeit fahren müsste, könnte er glatt eine halbe Stunde länger schlafen. Ach wäre das schön! Aber na ja! So ist das eben. Einen Führerschein besitzt er nicht. Und ein Auto kann Er sich schon gar nicht leisten. Die Arbeit macht zwar Spaß. Aber finanziell gesehen, kann Felix damit keine großen Sprünge machen. Er hätte vielleicht doch etwas Richtiges lernen sollen. Aber warum? – denkt er sich – Maurer ist doch auch ein ganz ordentlicher Beruf. Und wenn er in der kleinen Firma erst einmal fest eingestellt ist, dann wird es bestimmt auch mit dem Geld besser. Ganz bestimmt. Felix möchte nämlich einen Sportwagen haben. Damit könnte er wunderbar die jungen Damen hier in der Stadt durch die Gegend fahren. Ach wäre das schön! Aber na ja. So ist das eben. Bis jetzt hat Felix ja noch nicht mal einen Führerschein. Denn dafür reicht sein Geld nämlich auch noch nicht. Ja finanziell gesehen, kann er wirklich keine großen Sprünge machen. Es reicht weder hinten noch vorne. Und wenn er hier morgens nicht mit diesem blöden Bus zur Arbeit fahren müsste, könnte er auch eine halbe Stunde länger schlafen. Ja ein Auto wäre wirklich in jeder Hinsicht eine Erleichterung für sein gesamtes Leben. Aber es wird wohl noch eine ganze Weile dauern bis dieser Traum endlich wahr wird.
Herrlich, diese warme Luft heute. Findest du nicht auch? – meint diese alte Frau plötzlich und dreht sich nun zu Felix herum. Sie nimmt ihre hässliche Brille ab und steckt sie zurück in die Tasche ihres langen grauen Mantels. Sie steht da und blickt von oben auf Felix herab.
Du meine Güte! – denkt er sich – die ist aber groß, diese alte Frau. Und was für eine raue dunkle Stimme sie hat.
Felix blickt auf die Uhr. Nicht mehr lange, dann geht es zur Arbeit. So wie immer. Jeden Tag dasselbe. Das macht ihm nichts aus. Er hat sich daran gewöhnt. Denn irgendwie muss er ja sein Geld verdienen. Die Kollegen sind in Ordnung. Felix hätte es gar nicht besser treffen können. Also wo bleibt denn nur dieser blöde Bus? Es ist immer dasselbe, morgens hier an dieser Bushaltestelle. Immer nur warten warten warten… Felix kann nicht warten. Er hasst Warten wie die Pest. Aber was soll er machen? Dieser Bus hat heute wieder mal Verspätung. Ist übrigens nicht das erste Mal. Fast an jedem Morgen ist das so. Es ist selten und sehr unwahrscheinlich, dass dieser Bus hier einmal pünktlich ist. Na zum Glück ist das Wette heute wenigsten herrlich. Richtig frühlingshaft und angenehm warm. Nur dieses Warten geht Felix jetzt mehr und mehr auf die Nerven. Er tritt von einem Bein aufs andere und wird immer ungeduldiger. Er hasst Warten. Wenn es nach ihm ginge, müsste alles immer gleich und sofort passieren.
Wohnst du hier irgendwo in der nähe? Oder kommst du von außerhalb? – fragt diese alte Frau nun plötzlich. Und sie blickt mit einem recht verkniffenen Lächeln immer noch auf Felix herab. Wieso tut sie das? – fragt er sich – was geht es denn dieser alten Frau an wo ich wohne? Das ist ein bisschen komisch.
Was ist? – fragt Felix zurück. Und schließlich sagt er – nein ich komme nicht von außerhalb.
Aha – erwidert sie und steckt sich jetzt eine Zigarette an – ach so! Möchtest du auch eine? Na los, nimm schon! Ich habe dich hier schon etliche Male rauchen sehen.
Nein danke! – sagt Felix und blickt nun weiter gelangweilt in der Gegend herum.
Passanten huschen vorbei und das Wetter ist einfach herrlich. Ein Schwarm schwarzer Krähen flattert vorüber und setzt sich in einiger Entfernung dort hinten in die kahlen Baumwipfel. Vor dem Supermarkt da drüben parken Autos. Die alte Frau hier steht immer noch direkt neben Felix und raucht. Sie hat ein Gesicht voller Falten. Sie ist bestimmt schon sehr alt. Und Felix fragt sich – sie muss mich wohl beobachten? Oder was? Denn warum sonst sagt sie diesen Satz „ich habe dich hier schon etliche Male rauchen sehen.“? Und wieso hatte ich denn eben die Zigarette nicht angenommen? Meine sind doch eh gleich alle. Herüber in den Supermark, das schaffe ich nicht mehr. Dafür ist es schon zu spät. Passanten huschen vorbei und das Wetter ist einfach herrlich heute. Und sie hat wahrhaftig ein Gesicht voller Falten und Runzeln, diese alte Frau hier in ihrem langen grauen Mantel. Sie steht neben Felix, raucht und blickt ebenfalls gelangweilt in die Gegend. Felix kann sich nicht erinnern, sie hier irgendwann schon mal gesehen zu haben. Doch sie behauptete eben, sie hätte Felix schon etliche Male hier gesehen. Was hat das zu bedeuten? Hat es überhaupt irgendetwas zu bedeuten?
Wie lange wohnst du hier eigentlich schon? – fragt die alte Frau auf einmal. Und sie blickt schon wieder mit einem recht verkniffenen Lächeln auf Felix herab. Wieso tut sie das? Was geht es denn dieser alten Frau an wie lange ich hier schon wohne?
Felix räuspert sich ein wenig und sagt – ich wohne schon immer hier. Warum fragen Sie?
Na ja – meint sie darauf – das kann gar nicht sein. Denn erst seit vier Wochen, stehst du doch hier morgens regelmäßig am Bus.
Ja natürlich. Warum denn auch nicht? – fragt Felix und blickt verwundert zu ihr hinauf. Sie beobachtet mich. Ja, es ist wohl nicht mehr von der Hand zu weisen. Diese alte Frau, sie beobachtet mich. Dem Felix wird jetzt ganz anders zu Mute. Er fragt sich – warum will diese Alte das alles so genau wissen? Wo ich wohne. Und wie lange. Was soll das hier? Eine Quiz-Show? Ich wohne schon immer hier. Und wieso habe ich ihr das überhaupt erzählt. Das geht doch dieser alten Frau gar nichts an. Wer ist sie? Was will sie? Felix kennt sie überhaupt nicht. Er hat sie noch nie zuvor in seinem Leben gesehen. Was ist hier eigentlich los? Was soll das
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Kommentare
safiramaggie schrieb am 2011-10-05 16:51:43:
hey, würd gern wissen wie es weiter geht...
schöne, spannende geschichte, aber manche sätze wiederholst du zu oft, ein paar wiederholungen mögen ja echt noch als stilmittel durchgehen aber so viele nerven auf dauer lg
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