Feuer <<(Script)>>
von
Shagohood
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Nennen wir es mal eine unvollendete Arbeit xD. Ich weiß nicht, ob ich das noch fertigstellen werde, aber wenn ja kommt es natürlich auch hier rein :-).
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Es war ein seltsames Geschick, dass die menschliche Seele gleichzeitig Angst und Begeisterung empfinden kann, wie man es beim Anblick der Flammen tut. Leise, nahezu lautlos, fressen sie sich durch alles was ein Mensch je aufgebaut. Sie zerfressen seine Träume, Hoffnungen und Wünsche. Dies tun sie schweigend, ohne eine Rechtfertigung zu geben. Ohne zu sagen warum oder wieso. Sie tun es einfach. Lediglich ein genüssliches Schmatzen als Knacklaut getarnt, lässt darauf schließen, dass es dem Feuer gefällt zu verzehren, zu vernichten. Doch wenn es so etwas wie Freude empfindet, hat es eine Seele? Nein, das kann nicht sein. Nichts was so zerstörerisch ist hat eine Seele. Wie von allen Sorgen losgelöst schaue ich in das Feuer. Ich beobachte wie es Schatten wirft und sie Tanzen lässt. Wie es größer wird und mit seiner ansteigenden Wärme erst alles Erreichbare erfüllt und schließlich erfasst und vernichtet. Wie es mit orange-roten Krallen um sich schnappt und nur dunklen Rauch und nichts als Asche zurücklässt. Zwar spendet es ein Licht und Wärme, doch beim zweiten Anblick wird einem klar, dass selbst etwas was aus Licht gemacht zu sein scheint, eine dunkle Seite in sich birgt.
„Glaubst du immer noch es gibt ein Entkommen?“ Die Stimme schien von überall her zu erklingen. Aus den Wänden, aus dem Boden, aus der Luft. Es war als wäre die Stimme ein Teil von mir. Die Macht der Worte ließ mich erzittern, ließ mich frösteln in der Hitze. „Schau dich um! Ist es nicht das, was du wolltest? “ Mein Blick hob sich vom Boden und schweifte langsam, beinahe wie in Zeitlupe nach rechts. Lange konnte ich das nicht ertragen. Mein Blick schnellte zurück auf dem Boden. Ich versuchte tief einzuatmen, doch Rauch zerkratze meine Lungen. Fast automatisch folgte dann der Blick nach links. Die Flammen tanzten und sprangen durch mein Haus. Tanzten durch das, was mir einst Zuflucht gab. „Du kannst es spüren oder? Kannst du spüren wie du dich von allem löst?“ Die Stimme fesselte mich, legte mit ihren Worten eine Schlinge um meinen Hals und ein Tuch vor die Augen. Es war als verließe mich all meine Kraft. Langsam breitete ich meine Arme aus. Ich war bereit die Flammen zu rufen. Die Kinder, die ich selbst erschuf. Die Dämonen, von denen ich dachte, dass sie meine Freunde wären. Es war vorbei.
Etwas berührte mein Kinn und ließ mich sanft meinen Kopf heben. Ich spürte Wärme. Nicht die beißende, brennende Hitze der Verzweiflung, des Feuers, sondern sanfte Wärme. Langsam öffnete ich meine Augen und kämpfte gegen das Brennen an, was sich mir augenblicklich aufzwang. „Komm!“ flüsterte sie. Eine andere Stimme. Eine, die nicht wie meine eigene Klang und sich mir nicht wie ein Ballast auf die Seele legte. Es war eine schöne Stimme. „Komm mit mir!“ Und dann sah ich sie. Sie war so, wie Engel sein sollten. Ich riss mich los und wollte zu ihr. „Glaubst du wirklich ich lass dich gehen?“ Die Stimme sprach mit meinem Mund. „Ich weiß es nicht.“ Schrie ich mich Tränen in den Augen. Bevor ich sie erreichte, hörte ich ein Krachen. Das Haus stürzte zusammen.
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Kommentare
KarO schrieb am 2008-05-05 22:00:23:
bis zum letzten Satz wurde ich von der perfekt, bis ins kleinste detail geschriebenen atmosphäre gefässelt...hammer....
Alex schrieb am 2008-05-05 21:23:43:
eine wunderschöne geschichte ^^
ich wäre wohl nicht im stande deine geschichte an schönheit zu toppen :-)
Lisa schrieb am 2008-05-05 19:46:53:
Obwohl es noch nicht wirklich "fertig" ist, find ich diese Story voll schön, wiedermal typisch Marten, metaphorisch und geheimnisvoll :P
Hdgggggdl Sweetheart
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