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Kategorien > Fantasy > Hass, Liebe, Abenteuer, Enttδuschung und Freude

Fey Kapitel 4

von Becki Raaberlaren

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Fey hatte seit dem Aufbruch am Morgen nicht mehr gesprochen. Aufmerksam beobachtete sie die Umgebung, doch sie konnte keinen Verfolger ausmachen- und das machte ihr Angst. Ihr Großvater hatte ihr gelehrt vor allem den Feind zu fürchten, den man nicht sehen konnte.
Jabo beobachtete wie Fey, den ganzen Tag immer gereizter und aggressiver wurde. Als er bei einem besonders Steilen Stück seufzte: „ Hätten wir doch die Stute noch!“, hatte ihn Fey gereizt angefahren und bei jedem Stein über den sie stolpert ließ sie einen unschicklicheren Fluch nach dem anderen folgen. Bei manchen war sogar er blass, um die Nase geworden und fragte sich, woher zum Teufel sie diese Wörter nur kannte.
Ihre Mutter war als Heilerin eine sanftmütige, weise Frau, die zudem noch Cousine des alten Herrschers der Samui- Region gewesen war. Woher hatte sie also diese Flüche?
Er warf einen Blick auf die kleine Zara, die ungewohnt bedrückt aussah und nur behäbig einen Fuß vor den anderen setzte. Fey war bereits ein gutes Stück vorraus und nicht mehr in Hörweite, weswegen Jabo sich ein Herz fasste und das Mädchen fragte: „ Was hast du Zara?“
„ Es ist nur,... meinst du ich werde eines Tages,... wie Fey aussehen?“, schüchtern betrachtete Zara die monoton grauen Steine zu ihrer Rechten
Jabo bereute just in diesem Moment, dass das Gespräch in diese Richtung ging und antwortete mit einem halbherzigen Grinsen: „ Genau wie Fey wirst du nicht aussehen!“
Zara warf ihm einen schmerzvollen Blick zu: „ Das weiß ich auch! Aber ich möchte endlich so aussehen, wie ich mich fühle!“.
„ Wie fühlst du dich denn?“, fragte Jabo irritert und sah zu seinem Entsetzen bereits die ersten Tränen in Zaras Augen schimmern.
„ Ich fühle mich erwachsen!!! Sieh mich doch an- der Körper eines halbwüchsigen Mädchens,.. ich habe noch nicht einmal einen Ansatz von Brüsten!“, klagte sie und strich über den weiten Stoff des Kleides über ihrer Brust.
Jabo wandte den Blick ab, um sein ziegelrotes Gesicht zu verbergen: „ Das kommt sicherlich noch,.. ich meine ich kenne mich damit ja auch nicht aus!“, sagte er stotternd und vergrößerte seine Schritte, um endlich Fey einzuholen und dem Gespräch zu entfliehen.
Zu seiner Erleichterung drehte sich Fey in diesem Moment langsam um und Zara wischte sich hastig ihre Tränen aus den Augen, um sie vor ihr zu verbergen.
„ Wie weit ist es noch bis wir Lauram erreichen?“, fragte sie besorgt und beobachtete erneut den Horizont.
„ Wir brauchen noch mindestens 3 Tagesreisen!“, antwortete Zara automatisch und wagte es nicht Fey mit ihren verquollenen Augen anzusehen. Sie fürchtete ein mögliches Kommentar ihrer starken Reisegefährtin.
„ Verdammt!“, knurrte Fey und zeigte mit dem Finger nach Süden, wo Jabo zu seinem Entsetzen die Silouetten von Reitern am Horizont erkannte.
„ Wir bekommen Besuch“, Fey verlagerte ihr Gewicht und verschränkt die Arme kurz vor der Brust, bevor die rechte nach ihrem Dolch tastete.
„ Wir müssen uns verstecken!“, Zara klammerte sich ängstlich an den Ärmel Jabos und sah sich suchend nach einem Versteck um. Auch Jabo begann sich umzusehen und wich einige Schritte in den Schatten eines großen Felsens zurück.
„ Sie haben uns bereits entdeckt! Wieso sollten sie sonst direkt auf uns zukommen. In dieser kargen Landschaft sind wir leicht zu erkennen!“, stellte Fey nüchtern fest und lehnte sich angespannt gegen eine Felswand.
„ Was sollen wir tun?“, Jabos Herz hämmerte laut gegen seinen Brustkorb und die Panik ließ seine Stimme noch höher als sonst klingen.
„ Abwarten!“, antwortete Fey mit einem entschlossenem Gesichtsausdruck. Zu ihrer eigenen Überraschung verspürte sie in diesem Moment keine unmittelbare Angst. Eine ungewohnte Ruhe erfasste sie und ihr wurde bewusst, dass Vayden Häscher sie zumindest so lange am Leben lassen würden, bis er sein perfides Spiel beendet hatte. Anders konnte sie diesen seltsamen Brief, den sie gefunden hatte nicht deuten können. Nur eines war ihr klar. Hätte Vayden sie töten wollen, hätte er es schon lange getan. Entschlossen verstaute sie ihren Dolch samt Scheide in ihrem Bündel, um unbewaffnet zu erscheinen. Mehr konnte sie jetzt nicht mehr tun. Die Reiter hatten sich mit beunruhigender Geschwindigkeit und in einer großen Staubwolke genähert. Wegen des Staubs konnte Fey nichts weiteres erkennen. Hinter sich hörte sie, wie Zara leise Gebete an die Götter murmelte, dennoch konnte sie ihren Anblick nicht vor den Reitern wenden. Ihr blieb auch keine Zeit mehr Angst zu bekommen. Erst wenige Meter vor ihr unterbrachen die Reiter ihre Halsbrecherische Jagd und blieben in einigen Metern Entfernung stehen. Feys Herz stockte und instinktiv hielt sie die Luft an, bis sich die Staubwolke senkte und ein Reiter durch den Staub auf die zu kam.
„ Wer seid ihr?“, herrschte sie eine ungehaltene barsche Stimme an.
„ Lady de Reigh!“, antwortete Fey wahrheitsgemäß.
„ Ihr seid mit Sicherheit keine Lady!“, stellte der Reiter mit einem abschätzigen Blick auf Feys Kleidung fest. Er trug wie Fey auch Jagdkleidung. Im Gegensatz zu Feys, war sie jedoch kaum verstaubt und dreckig und das Leder seiner Stiefel glänzte im Licht der Sonne. Wegen seines Hutes konnte Fey sein Gesicht nicht erkennen, allerdings erkannte sie an der Fasanenfeder, dass es sich nicht um einen Mann von Rang, sondern lediglich einen einfachen Jäger handelte.
„ Auch wenn ihr keinen Anstand habt. Ich erlaube Euch trotzdem mich gebührend zu begrüßen!“, Fey lächelte spöttisch und ließ ihren Siegelring im Licht funkeln.
Das überhebliche Lächeln aus dem Gesicht des Försters verschwand und er sah sich zu den anderen Reitern um. Bevor er eine Antwort erhielt. Sprang ein Mann elegant von dem Rücken seines Schimmels und kam mit großen Schritten auf Fey zu. „ Fey de Reigh! Ich kann es kaum glauben!“, zu Feys Überraschung trat der Mann mit einem erfreutem Lächeln auf sie zu und legte ihr seine behandschuhte Hand auf die Wange. Erst als Fey einen flüchtigen Blick auf das purpurne Innenfutter erhaschte, erkannte sie, dass Zerion de Souza, der Herrscher der Samui Region vor ihr Stand. Sie fasste sich und ließ sich zu einem förmlichen Knicks auf dem Boden nieder, als er sie freundlich am Arm fasste: „ Solche Förmlichkeiten sparen wir uns. Ich bin nur froh, dass es wenigstens Euch gut geht. Ich habe von der Sache mit Eurer Familie gehört. Tragisch wirklich!“
„ Ihr habt davon gehört?“, überrascht runzelte Fey die Stirn und sah den Herrscher fragend an.
„ Natürlich geht ein Angriff auf die Familie nicht spurlos an mir vorüber! Ich bin tief getroffen und möchte Euch mein Mitleid aussprechen!“
„Danke!“, antwortete Fey automatisch und unterdrückte die in sich aufsteigende Trauer über den Verlust ihrer Familie.
„ Was gedenkt Ihr zu unternehmen?“, fragte sie und sah dem Herrscher unschicklich lange in die Augen. Der sah sie mit seinen grau blauen Augen wachsam an und erwiderte bedacht: „ Keine Sorge meine Liebe! Ich habe den Mörder bereits entlarvt und werde gegen ihn vorgehen. Aber dazu später! Ich möchte Euch und

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Kommentare

thrustworthy schrieb am 2010-05-28 22:31:42:
ähh... gibt es auch einen teil 3? ;P

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