Finsternis Teil 1
von
Scarlett
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Finsternis_Teil_1
Finsternis umhüllte Medin. Er verspürte ein Gefühl vollkommener Leere, die ihn fast körperlich in die Knie zwang, sein Mund war trocken, seine Lippen aufgesprungen, sein Körper ausgezehrt nach den Entbehrungen der letzten Wochen. Noch immer quoll hellrotes Blut aus seiner Wunde, wanderte in leichten Rinnsalen über die seine Hand, die er schützend über seine verletzte Schulter gepreßt hatte, besudelte seine Kleider und tropfte schließlich in immer kürzer werdenden Abständen zu Boden um unter den Grashalmen, die den Boden im Laufe der letzten Jahre überwuchert hatten zu versickern und eins zu werden mit der Erde und dem Staub unter seinen Füssen. Mit letzter Kraft hatte er es geschafft sich auf dem Rücken seines Pferdes bis in diesen Wald zu retten, war schließlich ungeschickt aus dem Sattel gestiegen, um sich an einen der Bäume niederzulassen. Es war bereits tiefe Nacht, ein Schleier dichten Nebels, wie es zu dieser Jahreszeit gar nicht üblich war hatte sich um die Nacht gelegt. Furcht und Unbehagen hatten sich in seinen Geist geschlossen und machen es Medin kaum möglich noch einen klaren Gedanken zu fassen, seine Gefühle überschlugen sich. Immer wieder erschien das gleiche Szenario vor seinen Augen, wiederwillig schüttelte er die grausamen Gedanken des Kampfes aus seinen Gedanken und betrachtete seine Umgebung genauer, sein Hengst stand kaum zwei Meter von ihm entfernt und dennoch vermochte er kaum mehr als einen wagen Schemen des stattlichen Nachtschwarzen Tieres auszumachen, welches Nervös mit den Vorderhufen zu tänzeln schien, die schwere Eiche an dessen Stumpf er sich gelehnt hatte, schien in einem leichten Winkel nach außen gewachsen zu sein und hatte sein Geäst in weit reichenden Bahnen erstreckt, die den Blick in den Himmel vollends versperrt hatten. Ein leises Frösteln durchfuhr seine Glieder, alles an diesem Wald erschien ihm geradezu falsch, er konnte sich des Gefühls nicht erwehren, von jemandem belauert zu werden, nervös drehte er sich in leichten Bahnen hin und her, bis er ein leises Geräusch gewahrte, welches von aus einer Richtung hinter ihm zu kommen schien, mit einem schlagartigen Ruck fuhr er zusammen, versuchte sich aufzurichten und kam nur mit Mühe und einem nicht zu unterdrückenden Schmerzensschrei auf die Beine, er zitterte am ganzen Körper, das Schwert welches er Achtlos fallen gelassen hatte schien nun vollkommen ausser Reichweite, sein Atem ging schnell und sein Herz pochte, wie hatte er nur so dumm sein können, er war vor seinem Angreifer geflohen, dachte sich hier in Sicherheit zu wiegen, ein fataler Fehler, wie es sich jetzt herausstellte. Mit durchdringenden Blicken versuchte er die Gestalt die sich nun etwas weiter jenseits der Äste aufbaute zu fixieren, er konnte dessen gierige Argusaugen fast körperlich spüren, er litt noch immer unter dem Blutverlust und war kaum mehr in der Lage sich auf den Beinen zu halten, sollte es jetzt zu einem Kampf kommen sah er führ sich keinen Chance mehr. Nochmals drehte er sich in die Richtung aus der sein Gegner aufgetaucht war, er erblickte das schwere Damaszenerschwert, welches er in der rechten Hand leicht aufgerichtet hielt, kampfbereit.
Fortsetzung folg.
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