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Kategorien > Fantasy > Freundschaft

Five 6.Kapitel

von Deidra Schneewölfin

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Kapitel 6
Gemeinsam sind wir stark

Die nächsten tage verliefen ereignislos für die Mädchen. Es war schon fast langweilig. Dea ging Chris aus dem Weg und Elenja hatte sich in einen Jungen verliebt der zu der fremden Klasse gehörte. Sie nervte die anderen vier mit ihrem ewigen Geschwärme über die Augen des Jungen. Diese beiden Dinge waren das einzige halbwegs interessante. Sharya mischte sich nicht in die Angelegenheiten der Mädchen ein. Sie half den fünf mit ihren Fähigkeiten umzugehen. Das war noch ein wenig kompliziert doch erfreut hatte die Frau bemerkt das vor allem Elenja und Deidra sehr ehrgeizig bei der Sache waren und sich füreinander und auch für die Gruppe stark machten. Sharya seufzte und sah aus dem Fenster. Sie hatte die Mädchen gelehrt mit Pfeil und bogen, Schwert und Dolch umzugehen und innerhalb weniger Stunden waren ihre Schülerinnen besser gewesen als sie. Die eigenen Kräfte mussten sie selber erforschen, da konnte Sharya nicht helfen und jetzt fühlte sie sich unnütz. Den vierten tag in Folge regnete es nun schon und die Sonne schien sich hinter den hohen, grauen Wolkenbergen zu verstecken. Die Wassertropfen liefen wie Tränen an der Fensterscheibe entlang und malten Muster in den Staub des Sommers. Sharya zeichnete die feinen Linien mit dem Zeigefinger nach und seufzte erneut.
,,Sharya?’’, fragte jemand und die Frau wirbelte herum. Ein kleines Mädchen stand vor ihr. Die kleine wirkte aufgelöst und dem Weinen nahe. Die Kleidung des Mädchens war ungewöhnlich. Ein weißes, dünnes Hemd das bis zu den Knöcheln reichte bedeckte den kindlichen Körper.
,,Was ist denn Kleines?’’, wollte Sharya wissen. Sie kannte das Mädchen, es war einer der vielen Geister die auf der Burg lebten.
,,Da waren ein Junge und ein Mädchen in meinem Zimmer, die haben was ganz böses gemacht’’, erklärte das Mädchen und steckte den Daumen in den Mund. Sharya lächelte.
,,Kommst du deswegen zu mir?’’ Die Kleine schüttelte den kopf. Sie nahm den Finger aus dem Mund und lächelte ebenfalls.
,,Jemand hat das Mädchen bestraft und nun will es nicht mehr aus meinem Zimmer heraus’’, meinte das Mädchen feierlich und Sharyas Lächeln verschwand. Die Aussage des Kindgeistes konnte nur bedeuten, dass die Fremde tot war. Das wiederum musste bedeuten das ihre Schützlinge in Gefahr waren wenn es wirklich so war wie sie befürchtete. Ein Schrei gellte durch die Burg. Jemand musste die Leiche entdeckt haben. Der Kindgeist verzog das Gesicht und verschwand. Sharya rannte aus dem Zimmer um zu Deidra und den anderen zu gelangen. Schon nach wenigen Metern spürte sie das es dazu bereits zu spät war.
Dea hatte es zuerst gehört. Jemand hatte geschrieen. Sekundenbruchteile später erkannte das Raubtier in ihr den neuen Geruch der in der Luft lag: Es roch nach Blut! Die anderen vier waren ihr gefolgt als Deidra wie vom Teufel gejagt hinausrannte. Ein paar Gänge weiter waren sie auf ihre Mitschüler gestoßen von denen einige schluchzten, andere würgten.
,,Was ist passiert?’’, fragte Len. Die Gefragte versuchte zu reden, übergab sich dann jedoch auf ihre wahrscheinlich sehr teuren Schuhe. Dea bahnte sich rücksichtslos ihren Weg und blieb wie angewurzelt stehen. Was sie sah erinnerte sie an die schlimmsten Horrorfilme die sie gesehen hatte.
,,Ley bleib zurück’’, fauchte das Mädchen als Ley zu ihr kommen wollte. Es wäre zuviel für die Jüngere gewesen das wusste Deidra. Len, Sam und Any traute sie eher zu das was sie sahen zu verkraften:
Das Zimmer in das sie sahen sah aus wie ein Schlachtfeld. Die Wände sahen aus wie mit roter Farbe bemalt doch der Geruch erklärte worum es sich wirklich handelte. In der Mitte des Zimmers lag etwas das entfernt aussah wie ein Mensch.
,,Oh mein Gott’’, hauchte Samantha. Sie trat mit dem Fuß vor und zog ihn sofort wieder zurück weil sie in eine Blutpfütze getreten war.
,,Das Blut ist noch warm! Es kann nicht lange her sein’’, flüsterte Deidra ihren Freundinnen zu.
,,Da ist ein Geruch den ich nicht kenne!’’
,,Was ist denn los? Any? Len? Jetzt sagt mir doch was los ist’’, verlangte Ley. Die Mädchen traten zurück als Sharya und Schwarz den gang entlang kamen. Sharya stellte sich wie zufällig neben Dea.
,,Und?’’, fragte sie.
,,Fremder Geruch, das Blut war noch warm’’, antwortete Dea leise. Sharya nickte zufrieden. Das erste was sie getan hatte war dem Mädchen die Gerüche der Burgbewohner einzubläuen. Sam gesellte sich zu ihnen. Samantha war ungewohnt blass um die Nase. Sie hatte schwerer an dem schrecklichen bild zu kauen als sie zugab. Doch Deidra erging es nicht viel besser. Wie konnte jemand so etwas tun?
„Alle sofort zurück in die große Halle!!“ schrie Herr Schwarz durch die Menge der Schüler, doch keiner rührte sich. Alle standen still und starrten die Leiche des Mädchens an.
„Sam, Any, Elenja und Deidra, seid so lieb und bringt die anderen in die Halle, Ok?“ flüsterte Sharya den vier Mädchen zu. Ley forderte sie gar nicht erst auf da das Mädchen blass geworden war und nun auf dem Boden saß und vor sich hin starrte. Any schob ein paar Mädchen aus dem Türrahmen und sprach leise mit ihnen. Die anderen drei machten es ihr gleich, wobei Elenja Ley vom Boden hoch zog und sie beim gehen stützte. Sehr viele Kinder mussten sich gegenseitig stützen, da alle geschockt und viele der Ohnmacht nahe waren. Viele konnten es noch nicht realisieren, dass gerade eine ihrer Klassenkameraden gestorben war. Überall sah man stille Tränen die Wangen herunterlaufen. Die stille war gespenstig und Any lief es eiskalt den Rücken herunter als sie zurück schaute und ihre Klassenkameraden wie bei einer Beerdigung hinter sich her laufen sah. Die meisten ihrer Mitschüler sahen panisch aus und sie konnte dass verstehen. Wer das Zimmer gesehen hatte würde in nächster Zeit nicht mehr schlafen können. Sie lief fast automatisch einen schritt schneller als könne sie so von dem Leid weglaufen, als sie ein leises
„Oh nein eins von den Menschenwesen ist gestorben“ hörte. Sie hörte es nicht richtig sondern es klang in ihrem Kopf. Sie drehte sich zu Elenja und Deidra, die beide 2 Mädchen stützten um, sah jedoch keinerlei Reaktionen auf deren Gesichter außer der panische Angst die in diesem Moment wohl jeder der neunten Klasse verspürte.
„Also haben sie es nicht gehört“ dachte sich Any. „Nein, sie sind ja auch nicht wie du“ tönte es in ihrem Kopf zurück. Any zuckte bei diesem Worten zusammen. Wer hatte da mit ihr gesprochen? Wurde sie langsam verrückt? Sie schaute sich nochmals um, konnte jedoch nichts auffälliges erkennen. Sie vergaß jedoch weiter darüber nachzudenken, als die große Tür der Speisehalle in Sicht kam. Any lief darauf zu und riss sie auf, vergaß jedoch dass sie nicht die einzigste Klasse in der Burg waren. Sie hatte die Tür so geschwind aufgerissen, dass jeder in der Halle erschrocken zusammen fuhr. Die Lehrer der anderen Klasse schauten geschockt auf die hereinstürmenden Schüler.
„Mord“ flüsterte jemand.
„Es gab einen Mord“ schrieen nun mehrere Schüler auf einmal. Es hatte

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