Fliegen wie ein Vogel
von
Katie Leuc
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In mir ist eine große Leere. Ich spüre sie und kann sie doch nicht füllen. Die Leere war nicht immer da, sie kam mit dem Krieg. Ich glaube, sie sind Geschwister, die Leere und der Krieg. Beide fressen.
Der Krieg frisst sich durch das zerrüttete Land, durch meine Familie und mein Dorf. Und die Leere frisst mich.
Sie wandert, denn nun sitzt mir die Leere im Hals. Sie denkt, sie frisst meine Worte, meine Hilfeschreie, bevor ich sie aussprechen kann.
Ich weiß, wie ich die Leere füllen kann. Endlich.
Der kalte Wind verursacht mir eine Gänsehaut. Seit langem fühle ich wieder etwas. Es ist das richtige. Ich breite die Arme aus und fühle mich wie ein Vogel. Der letzte Schritt bringt mich über die Kante. Die Luft strömt an mir vorbei, die Leere bleibt hinter mir zurück. Davongeflogen...
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Kommentare
Traumfänger schrieb am 2009-02-14 11:52:39:
Wunderschön formuliert!
Gefällt mir!
Gruß, Silke
Die Autorin schrieb am 2008-07-27 19:13:29:
Du kannst mir glauben nr. 2, ich bin ein opti. Aber du solltest mal die lustigen geschichten von mir lesen. GRAUENHAFT. Ich mag die melancholie, das merkt man auch an meinen Gedichten.
lol schrieb am 2008-07-19 00:24:34:
wow..
super geschrieben!
franke, sina schrieb am 2008-07-13 22:30:28:
wundervoll - traurig.
aussage kreaftig und schoen zu lesen. du hast einen tollen sprachstil.
ich werde mehr von dir lesen. bin begeistert
liebe gruesse
xxx sina xxx
nr.2 schrieb am 2008-07-09 09:49:30:
warum müssen in kurzgeschichten immer menschen sterben? effekthascherei. wenn du ein optimistischer mensch bist, dann schreib doch was optimistisches, daran mangelts momentan.
also du schreibst ja gut, aber die pathetischen geschwister krieg und leere sind doch etwas zu dick für die paar zeilen.
schreib doch mal eine optimistische geschichte über einen regenwurm auf lsd, der glaubt er wäre frank sinatra. biiiiite, mein ich ernst.
Gimliy schrieb am 2008-07-06 21:33:07:
Das ist eine sehr schöne und berührende Geschichte. Gut geschrieben, kurz und kein Wort zuviel, aber doch noch genug Aussage.
vlg: Gimliy
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