Foe's Guardian-Beschützer des Feindes
von
Jeiy
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Kapitel 1: Gefangen!
Es war eine ruhige und tiefschwarze Nacht in der Stadt Tion. Die vielen Straßen und Gassen wurden durch das schwache Licht der Laternen nur schwach beleuchtet. Am Himmel waren keine Sterne zu sehen, noch nicht einmal der Mond schenkte etwas Licht und der schwüle Juniwind wehte durch die Stadt. Keine Menschenseele war zu sehen und auch kein Tier hatte sich in einem der vielen Wege verirrt. Die Stadt lag im Tiefschlaf und bis zum Sonnenaufgang würde sich das auch nicht ändern. Doch die Stille wurde auf einmal durch das Geräusch von Schritten durchbrochen. Aus einer schwarzen Gasse trat eine Gestalt hervor. Ihr Gesicht konnte man nicht erkennen, da es von einer dunklen Kapuze verdeckt wurde. Mit ruhigen Schritten ging die Person eine Straße entlang. Das Geräusch der Schuhe, wenn sie auf den Asphalt traten, wirkte unwirklich und unnormal in der eigentlich schlafenden Stadt. Der Unbekannt ging weiter, bis ihm ein, an einer Wand hängender Steckbrief, auffiel. Er blieb stehen und betrachtete den Zettel. Langsam hob er seinen Arm und mit einer ruckartigen Bewegung riss er ihn von der Wand und hielt ihn fest. Mit der anderen Hand schlug er seine Kapuze nach hinten. Im Licht der Laternen konnte man nun das Gesicht eines etwa 19 Jährigen Jungen erkennen. Sein etwa schulterlanges und ungewöhnliches weißsilbernes Haar leuchtete in der Dunkelheit um ihn herum. Seine Augen waren jedoch immer noch auf den Zettel in seiner linken Hand gerichtet:
Gesucht, lebend oder tot
Von dem Staat und den Heiligenwachen
Werden seit mehreren Jahren zwei kriminelle
Gesucht. Den wegen Sabotage und
Versuchten Mordes an einem Medium zu Tode
Verurteilten darf keine Gnade zu teil werden.
Jeder, der sie gesehen, oder möglicherweise festnehmen
Kann, darf mit einer Belohnung von einer Millionen Gold
rechnen.
Auf dem unten zu sehendem Foto sind die Gesuchten
Abgebildet.
Der Blick des Jugendlichen glitt an den unteren Rand des Zettels, auf dem ein Bild abgebildet war. Jedoch konnte man in dem schwachen Licht, das die Laternen hergaben nicht viel erkennen. Nur die Namen der Gesuchten konnte man noch, wenn auch undeutlich, entziffern: ` Tihryn und Sahgin `
Auf dem Gesicht des Jungen erschien ein kaltes Lächeln.
„Tss.....so schnell verbreiten sich also Neuigkeiten…“
Das plötzliche Geräusch von Schritten in der Nähe ließ den Jungen zusammen fahren. Er blickte sich um und konnte am anderen Ende der Straße eine vage Bewegung ausmachen. Obwohl sein Körper bis zum zerreißen angespannt war, sah man seinem Gesicht keinerlei Regung an. Er blieb wie festgefroren stehen und beobachtete eine Person, die mit ruhigen Schritten auf ihn zukam.
Was ist, wenn das eine Heiligenwache ist?, dachte er und seine rechte Hand glitt fast automatisch unter seinen Mantel. Er tastete seinen Gürtel ab, bis er auf eine Befestigung stieß. Seine Hand hielt den Griff eines Schwertes fest, seines Schwertes. Er war bereit zu kämpfen, sogar bereit zu töten, wenn es sein musste. Doch schon bei dem Gedanke daran durchfuhr ihn ein ungutes Gefühl, wie jedes Mal, wenn sein Schwert ins Spiel kam. Sein Schwert, das alles andere als normal oder vertrauenswürdig war… Dann trat die fremde Person jedoch in das Licht einer Laterne und das Erste, was der Junge sah war, dass sein Gegenüber ebenfalls ein Schwert besaß und seine rechte Hand zuckte. Er hätte sein Schwert sicherlich gezogen, wenn ihm nicht auf einmal das Gesicht des Fremden aufgefallen wäre. Dieser hatte ebenfalls schulterlanges, jedoch braunes Haar und auch seine Augen waren dunkler als die von dem Jungen. Er war etwa 25 Jahre alt, soweit man das in dem schummerigen Licht erkennen konnte und er wirkte keineswegs angespannt oder erschrocken darüber, mitten in der Nacht jemanden auf den Straßen Tions zu treffen, sondern eher gut gelaunt und froh, dem jungen Krieger mit der ungewöhnlichen Haarfarbe zu begegnen. Auch dieser entspannte sich nun, denn ihm war klar geworden wer vor ihm stand. Seine rechte Hand löste sich wieder von dem Schwert und er ließ einen erleichterten Seufzer hören.
„Oh man, kannst du mich beim nächsten Mal nicht wenigstens vorwarnen, wenn du kommst? Ich dachte schon, du wärst einer von diesen Heiligenwachen“, sage der Junge.
„Das tut mir ja wirklich Leid, aber wie du weißt kann ich nachts in einer voll besiedelten Stadt nicht einfach rumschreien. Dann hätten wir nicht nur eine Heiligenwache am Hals, schätz ich“, antwortete der andere.“ Und außerdem...mit so einer Heiligenwache wirst du doch leicht fertig, oder etwa nicht?“
„Natürlich, aber darum geht’s nicht. Wäre hier keine Laterne gewesen, hätte ich dich angegriffen“
„Ah, verstehe...dann hast du ja richtig heldenhaft gedacht, was?“
„Hör mir ja mit diesem Helden Quatsch auf......du solltest dir lieber das hier ansehen...“.
Der Junge zeigte seinem Freund den Zettel und wartete ab, bis er ihn durchgelesen hatte. Dieser wirkte danach nicht mehr so gut gelaunt wie zuvor und schaute den Jungen wieder an.
„Hm...ich hätte nicht gedacht, dass sich Neuigkeiten auch hier so schnell rumsprechen...und das Wort ‚Übertreibung’ ist ihnen auch nicht grade fremd, wie es scheint“
„Die Sache mit dem versuchten Mord stimmt nicht ganz.....und überhaupt wurde es viel zu sehr dramatisiert, da hast du Recht, aber...“
„Aber? Du hast doch selbst immer gesagt, dass das der einzig richtige Weg ist. Oder...hast du deine Meinung etwa geändert...Tihryn?“
Der Junge, dessen Name Tihryn war, blickte auf den dunklen Boden. Er schüttelte den Kopf und schaute seinen Freund wieder an.
„Nein, das ist immer noch meine Meinung, aber es sieht so aus, als wenn wir langsam zu bekannt werden...wir können bald nicht mehr in öffentliche Hotels gehen, oder uns überhaupt irgendwo zeigen, geschweigedenn mit irgendwem reden....es gibt irgendwann niemanden mehr, der uns nicht kennt. Mir fällt bald auch nichts mehr ein, was wir dagegen tun können...oder hast du irgendeine Idee, Sahgin?“
Sahgin wußte darauf keine Antwort und sein Blick fiel wieder auf den Zettel in seiner Hand. Er öffnete grade den Mund um etwas zu sagen, als ihm Tihryn deutlich machte still zu sein. Er deutete auf die gegenüberliegende Straßenseite und Sahgins Blick folge dem Tihryns. Zuerst war nichts ungewöhnliches zu erkennen, die Stadt lag im Halbdunkel und der Wind suchte sich träge einen Weg durch die Gassen, doch dann waren plötzlich Stimmen zu hören, viele Stimmen und es würde nicht lange
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Kommentare
Jeiy schrieb am 2008-02-24 12:08:50:
Hallo Wurm,
freut mich, dass dir die Geschichte gefällt, aber ich muss dir leider sagen, dass ich die Fortsetzung sehr wahrscheinlich nicht reinstellen werde. Ich habe nämlich vor den kompletten Anfang von Foe's Guardian neu zu schreiben (muss ich tun, denn sonst bekäme ich im späteren Lauf der Geschichte so einige Probleme...) und von daher würde es wohl kaum Sinn ergeben die Fortsetzung von diesem Anfang hier noch rein zu stellen, oder?
Außerdem wird diese Geschichte mit großer Wahrscheinlichkeit eine art Fortsetzung von 'Licht und Finsternis' sein (sie spielt sozusagen einige Jahre später) und daher schreibe ich zurzeit auch eher an Licht und Finsternis weiter.
Aber naja, wer weiß, vielleicht dauert es ja gar nicht allzu lange, bis ich den neuen Anfang von 'Foe's Guardian' hier reinstelle ^^
Auf jeden Fall vielen Dank für deine Komments!
Mfg
Jeiy
Wurm schrieb am 2008-02-22 22:15:22:
Hallo Jeiy,
da hast du den Kommi, der dir zum Reinstellen des Nächsten Teils fehlt; Ich finde diese Geschichte genial. Und spannend- du hast ja genau an der verzwicktesten Stelle aufgehört.
Also, schreib bitte möglichst schnell weiter, beziehungsweise stell den nächsten Teil rein.
Hoffnungsvolle Grüße
Wurm
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