Forbidden Passion
von
InnoSaint
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>> Für meine unerreichbare Leidenschaft <<
Ich schmiege mich näher an deinen Körper und fühle die sanfte Bewegung deiner Arme, die sich enger um meine Taille legen. Du atmest ruhig und gleichmäßig, doch ich weiß, dass du nicht schläfst. Wir können nicht schlafen und ich weiß nicht, ob ich jemals in den Genuss kommen werde, neben dir einzuschlafen, neben dir aufzuwachen. Denn ich darf gar nicht hier sein und du riskierst Kopf und Kragen. Du bist mein Lehrer.
Ich weiß noch, wie es vor etwa anderthalb Jahren angefangen hatte. Ich hatte bislang nie bei dir Unterricht gehabt, sodass diese erste Stunde einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. Mein Gott, ich dachte wirklich, ich würde dich hassen! Dabei hast du mich bloß auf die Probe gestellt, mich provoziert, geprüft, ob ich deinen Anforderungen gewachsen bin. Scheinbar habe ich dich nicht enttäuscht. Auch ich musste meine Einstellung dir gegenüber schon bald gravierend ändern. Anfangs gefiel mir bloß dein lockeres Auftreten und dein Sarkasmus – eines deiner Markenzeichen. Es vergingen einige Monate und ich begann, deine Unterrichtsweise zu schätzen. Du hast mir ein Fach näher gebracht, von dem ich längst nicht mehr dachte, dass ich mich dafür noch so begeistern könnte. Ich fing an, dich zu respektieren, dich interessant zu finden. Du hast mich fasziniert mit deinem Wissen und der Hingabe, mit der du uns versucht hast, dein Fach näher zu bringen. Ich hatte noch nie einen solchen Menschen getroffen gehabt. Wenn du geredet hast, so blieb die Zeit für mich stehen. Ich war ganz dein, meine Augen verfolgten deine kleinsten Bewegungen, meine Ohren fingen gierig jedes Wort auf. Ich hing dir an den Lippen und war hin und weg. Lange Zeit dachte ich, es wäre bloß deine Intelligenz, welche mich so anlockte, doch ich musste feststellen, dass es nicht ganz so war. Mir fiel plötzlich auf, wie dieses Hemd deinen athletischen Sportlehrerkörper toll zur Geltung brachte. Mit einem Mal bemerkte ich deine abgöttischen blauen Augen, welche so wunderbar funkelten, wenn du voller Hingabe deinen Unterricht führtest. Ich sah dich mit ganz anderen Augen und war noch mehr begeistert von dir. Und es gab nichts, was mich an dir störte. Ich belächelte die Tatsache, dass du wohl älter warst als mein Vater und dass du seit vielen Jahren eine glückliche Familie hattest. Ich mochte alles an dir, die tiefen blauen Augen, die sonnengebräunten Hände, das silberne Haar. Doch ich hatte genug Verstand besessen, es nicht zu weit kommen zu lassen, Ich war nicht in dich verliebt und wollte es auch nicht sein. Ich würde dich nach wie vor bloß sympathisch finden, doch du hast es zu verhindern gewusst.
Dein Blick war sehr oft auf mich gerichtet, während du der Klasse ein kompliziertes Stoffgebiet näher brachtest. Wenn du mich so angesehen hast, dann hatte ich das Gefühl, du sprichst nur mit mir. Aber deinem Blick, dem konnte ich nicht standhalten. Deine Augen durchbohrten mich, stießen vor bis in die innersten Winkel meiner Seele und ich hatte große Angst, du würdest meine kleinen Geheimnisse, die dich betrafen, herauslesen können. Wenn ich mit dir sprach – persönlich ohne der Klasse um einen herum – und sei es nur eine kleine, belanglose Frage, die ich dir gestellt hatte, so bist du immer auf mich eingegangen, zumeist noch bevor die Frage kam. Oft hattest du deine Hand auf meinen Oberarm oder auf meine Schulter gelegt und ich fühlte mich dabei wie gelähmt. Hast du gewusst, was für ein Gefühlwirbel diese kleine Geste jedes Mal hervorrief? Einmal hattest du es geschafft, mich völlig aus dem Gleichgewicht zu werfen. Ich stand allein vor der Lehrerzimmertür als sich plötzliche ein Arm um meine Taille legte und ich leicht in die Seite geknufft wurde. Wie groß war meine Überraschung, dich frech grinsend neben mir zu sehen! Du gingst einfach weiter und ich blieb wie vom Donner gerührt zurück. Zu sagen, dass ich geschockt war, wäre gar nichts zu sagen. Ich war vollkommen gelähmt, mein herz und mein Gehirn standen still. Ich wurde aus deinem Verhalten nicht schlau. Diese Geste war zu familiär, zu freundschaftlich. Mögen Schüler und Lehrer noch so gut miteinander auskommen, so etwas war nicht gerade üblich. Ich konnte mir kein Reim darauf machen. Ich wusste nur, dass ich anfing, dir zu verfallen.
Und dann ging es bergab mit meinem Verstand und meiner Selbstkontrolle, du wurdest zum Hauptbestandteil meiner Gedanken, Träume und Sehnsüchte. Ich lachte mit dir, ich litt mit dir. Ich weiß noch, wie schwer es für dich war, als ein Schüler dich beschuldigt hatte, es wäre deine Schuld, dass ihm nur wenige Punkte für die Qualifikation zur Prüfung gefehlt hatten. Deine stimme war belegt und deine Augen glänzten. Und ich kam um vor Mitleid und von dem Verlangen, dich in meine Arme zu schließen, dir zu helfen, dir Beistand zu leisten. Mein Verlangen nach dir begann auch körperlich zu sein. Keine Stunde verging, ohne dass ich mich mindestens zwei Mal gefragt hätte, was sich wohl unter deinen Hemden und Poloshirts verbirgt. Und nie hätte ich es auch nur zu träumen gewagt, dass ich es jemals herausfinden könnte. Die Schranken zwischen uns waren einfach zu groß, um sie zu übergehen.
Eine Wende kam plötzlich und überraschend. Ohne jegliche Hintergedanken war ich nach der Stunde zu dir vorgegangen, um eine Unklarheit zu beseitigen. Es war die letzte Stunde und die Schüler verließen in großer Eile die Schule, sodass wir bald die einzigen im Klassenraum waren. Ich wandte mich zum Tafelbild um dir zu zeigen, wo genau sich mein Problem befand, als ich dich plötzlich ganz nah hinter mir spürte. Mich überkam ein leichter Schauer trotz der vorherrschenden 25°C, als ich deinen heißen Atem plötzlich direkt an meiner unbedeckten Schulter fühlte. Überrascht drehte ich den Kopf herum und war noch mehr erstaunt, von deinem Gesicht nur wenige Zentimeter entfernt zu sein. Ich konnte nicht die Kraft aufbringen, mich von dir zu entfernen, das hätte ich mir nie verziehen. Im Gegenteil neigte ich leicht meinen Kopf und verlor den letzten Hauch der Selbstkontrolle. Ehe meine Augen sich schlossen, sah ich nur noch, wie du die letzten Zentimeter zwischen uns überwandest. In meinem Kopf ging es drunter und drüber und alles, was ich noch wahrnahm, waren deine Lippen und deine Arme, die sich sanft um meinen Körper legten. So hatte eine Beziehung angefangen, die schon am Anfang keine Zukunft hatte – die Beziehung zwischen dem Lehrer und seiner Schülerin.
Seit dem ist fast ein Jahr vergangen. Wir sahen uns täglich in der Schule und trafen uns hin und wieder an Wochenenden und in den Ferien. Und nun haben wir diese Klassenfahrt. Keiner hat in diesem einen Jahr Verdacht geschöpft, niemand weiß oder ahnt etwas. Wir sind so vorsichtig, als ginge es um Leben und Tod. Seit drei Tagen verbringe ich einige Stunden einer jeden Nacht in deinem Zimmer. Uns stehen nur noch drei Nächte bevor, sodass wir jede einzelne Minute unseres Zusammenseins genießen.
Du seufzt und küsst mich auf die Stirn. „Du musst
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Kommentare
InnoSaint schrieb am 2007-08-20 02:21:23:
Danke, freut mich, dass es dir gefällt! =)
marina schrieb am 2007-08-02 19:04:05:
tolle schreibweise. mir gefällt die art wie du schreibst... :D
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