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Kategorien > Drama > Leben

Forever (maybe...) ( teil 1)

von Heather

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Es war ein drüber und kalter Morgen. Die Sonne dachte erst gar nicht daran hervor zu kommen und auch sonst kreisten nur dunkle Wolken am Himmel. Eine leichte, kühle Brise wehte Shelby durchs pechschwarze Haar. Wie ist sie nur auf die Idee gekommen so früh schon das Haus zu verlassen? Eine Frage die ihr nur eine leise Stimme im Hinterkopf beantworten konnte. Ihr Bett wirkte in diesem Moment so anziehend wie noch nie zuvor, doch sie konnte sich nicht dazu durchringen umzukehren. Vielleicht genau wegen dieser Stimme im Kopf. Außerdem war sie schon zu weit gegangen, denn ihr Haus lag jetzt schon gut 2 Kilometer entfernt, wobei diese Kilometeranzahl nicht wirklich eine Hürde für sie darstellte. Sie ging gerne spazieren, Vorallem am Morgen, denn sie liebte die ersten warmen Sonnenstrahlen des Tages, die den Erdboden erwärmten. Sie liebte es wenn diese Strahlen sie im Gesicht kitzelten und sobald sie dies fühlte, war ihre Müdigkeit wie verflogen. Doch an diesen Tag war alle anders. Sie war nicht einfach nur so zum spazieren unterwegs, sondern sie hatte genau ein Ziel, dass sie aber mehr unbewußt wahrnahm. Sie lief vielmehr von Zuhause fort, um nachzudenken und Vorallem um der Welt zu entfliehen, die für sie immer so perfekt wirkte, sich in der letzten Zeit aber stark verändert hatte. Sie wollte endlich einen klaren Gedanken fassen und dies war ihr in ihrem Haus leider nicht möglich, denn dort lag ständig Streit in der Luft und wenn einmal nicht die fetzen flogen, herrschte eine bedrückende stille.
In der letzten zeit endeten diese Streitereien meist damit, dass irgend jemand weinend aus dem Haus rannte. Meistens war dies ihre Mutter, die schluchzend vor den ständigen Aggressionen ihres Vaters flieh, auch wenn sie wußte dass es keinen Ausweg gab.
Shelby, die mit ihren 16 Jahren das jüngste Familienmitglied war, verstand einfach nicht wie ihre Mutter diese ständigen Demütigungen aushalten konnte. Falls ihre Eltern sich wirklich trennen würden, dann kämen Shelby und ihr größerer Bruder Tobias mit großer Sicherheit zu ihrem Vater. Doch das würden die Geschwister nicht aushalten und auch ihre Mutter würde dies nie und nimmer zulassen. Dies war auch der Grund warum sie alles mehr oder weniger schweigend entgegen nahm. Sie hielt es nicht mit ihm aus, doch sie kam auch nicht von ihm los. Bei diesen Gedanken stiegen Shelby immer wieder Tränen ins Gesicht, denn sie wußte selbst auch genau, dass ihre Mutter ohne ihren Vater einfach nichts wäre. Sie könnte alleine einfach kein eigenständiges Leben führen, doch auch mit ihm war das nicht möglich. Shelby wollte ihrer Mutter helfen, doch sie wußte einfach nicht wie. Doch selbst wenn sie es wüßte, wäre sie komplett Machtlos gegen ihren Vater. Er würde immer Recht bekommen, egal um was es sich handelt.
Besonders Schlimm waren die Nächte für sie. Schon seit Wochen konnte sie nicht mehr einschlafen, geschweige denn mal eine Nacht durchschlafen. Abends hörte sie ihre Mutter immer schluchzen und es brach ihr jedes mal aufs Neue das Herz. Am Liebsten würde sie das große Messer aus der Küche holen und ihren Vater damit überraschen. Er müsste ihr dann versprechen ihre Mutter nie wieder anzufassen und wenn ihm sein Leben lieb ist, sollte er seine Sachen packen und einfach verschwinden. Und falls Drohungen nichts nützen, würde sie ihn sogar eiskalt abstechen, weil sie einfach keinerlei positiven Gefühle für ihn hatte. Keine Liebe, aber auch kein Mitleid....... In ihrer fantasie malte sie sich immer wieder aus, was sie alles mit ihm anstellen könnte, doch sie wußte genau, dass sie nichts davon in die Tat umsetzten würde. Dazu hatte sie einfach nicht genügend Mut. Aber braucht man überhaupt Mut, um einen auszuführen oder reicht dafür schon der Haß, den man auf diese Person hat?
Shelby wußte dies nicht genau doch sie wußte ganz genau, dass zwischen Gut und Böse nur eine dünne Trennlinie bestand. Manchmal stand sie kurz vor dieser Linie, doch ihr gewissen sagte ihr immer wieder: ,, Du darfst nicht morden!" Doch meistens konnte sie ihre Wut nicht unterdrücken. Dann ballte sie ihre Hände zu Fäusten und stand kurz davor ihrem Vater ins Gesicht zu springen. Doch natürlich tat sie das nie.....

Hastig bog sie um die nächste Ecke und schon erblickte sie den Fluß über dem eine ca. 10 Meter lange Brücke reichte. Sie erinnerte sich noch lebhaft daran wie sie mit ihren Eltern dort war. Es war schon Jahre her und damals war sie so etwa 9 oder 10 Jahre alt gewesen. Zu jener Zeit waren ihre Eltern noch glücklich gewesen und hatten selten kleine Auseinandersetzungen. Shelby erinnerte sich noch daran, wie sie hier in der Nähe gepicknickt hatten. Vorallem aber trat ihr wieder ins Gedächtnis wie glücklich ihre Mutter zu jener Zeit einmal war.
Sie betrat die kleine Brücke und setzte sich dann erschöpft auf das metallene Geländer. Ihr Blicke schweifte über das glasklare Wasser und sie fühlte sich aufeinmal so frei. Dieses Gefühl von Freiheit hat sie sonst noch nie gefühlt und es war einfach unheimlich schön. Die Luft war frisch und duftete nach den ersten Frühlingsblumen des Jahres. Dafür dass es erst Anfang Frühling war, war es schon ziemlich warm, auch wenn morgens noch ein eisiger Wind wehte. Shelby empfand die Luft als sehr angenehm und atmete deshalb ein paar mal tief ein und aus. Vielleicht würde es ja das letzte mal sein..........
Sie ließ ihren silbergrauen Rucksack fallen und stieg dann über das Geländer, rutschte jedoch einmal kurz ab, doch sie fing sich sofort wieder. Erst beim zweiten Mal schaffte sie es übers Geländer und befand sich dann nur noch wenige Meter über dem Wasser, dass bläulich glitzerte. Mit einer Hand hielt sie sich krampfhaft fest und mit der anderen strich sie sich das lange Haar aus dem Gesicht. Sie war bereit in die endlose tiefe zu springen, doch irgend etwas hielt sie zurück. Vielleicht war es der Gedanke an ihre Mutter, die sie hilflos zurücklassen würde...... oder aber der Gedanke an das gleichgültige Gesicht ihres Vaters. Spürte sie da etwa doch noch einen Lebenswunsch?

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Kommentare

Heather schrieb am 2006-06-23 21:52:17:
Du hast recht, es war halt meine erste Geschichte und ich fand sie auch nicht sonderlich toll und deshalb habe ich auch nicht vor diese weiterzuschreiben.......
P.S. schrieb am 2006-06-21 18:55:55:
Tut mir leid, aber ich muss leider sagen, das mich die Geschichte nicht wirklich berührt hat. Die Idee war wirklich gut, aber die Umsetzung war sprachlich gesehen einfach weniger gut,... dazu jede Menge Rechtschreibfehler. ich konnte mich nicht wirklich in Shelby reinversetzen... was ich schade fand. Ihre Gefühle kamen einfach viel zu wenig rüber! Versuch dich doch mal selbst viel mehr auf ihre Situation einzulassen, wie würdest du dich fühlen, wenn du einen solchen Vater hättest? Da würde in dir mehr abgehen....

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