Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Nachdenkliches > Verzweiflung

Frei

von Smoothy

1

Immer wenn ich zur schule gehe, kommen mir Szenen in denn Sinn, was Heute so geschehen wird…
Dumme Sprüche und Bemerkungen kenne ich und auch Gewalt kommt öfters vor. Es fällt mir schwer zu sagen, wie ich mich fühle… Ich fühle mich… Verletzt, gedemütigt und verletzt. Habe ich überhaupt noch Gefühle, die nicht mit Schmerz oder Trauer zu tun haben?
Ich kann es nicht beantworten! Freude kenne ich schon seit langem nicht mehr! Freude, Glück und Zufriedenheit sind mir in den Letzten 2 Jahren so fremd geworden, als hätte es sie nie in meinem Leben geben…
“He du Bauernkrüppel! Hast wohl wieder deine Klamotten aus der Mülltonnne gefischt!”
Ignoriere sie, brüllt es in meinem Kopf, ignoriere sie einfach…
Eine Hand berührt mich unsanft an der Schulter und im nächsten Moment liege ich am Boden. “Sogar zu blöd zum Stehen ist Der Bauernkrüppel!” Der Junge der mich gestoßen hat, steht direkt vor mir und grinst mich an. Ich versuche meine Sachen zusammen zu packen, bevor sie sie mir wieder wegnehmen und auf dem ganzen Schulhof verteilen, so dass ich sie später nicht mehr finde. Gerade habe ich mein Deutschreferat in den Händen, da reisst der Junge es mir wieder weg.
“Was haben wir den hier? Hausaufgaben von unserem Bauernkrüppel!”
Er blättert durch mein Referat. “Interessant, interessant…”
Seine Augen glänzen, als er erkennt, dass ich Angst habe, angst vor der Scham, die ich später wieder empfinden muss.
“Die Auswirkungen der Urwaldabholzung auf das Klimasystem der Erde…”, liest er vor, “Zwölf Seiten über dieses Laaaangweilige Thema, obwohl wir alle wissen, dass der Urwald bald weg ist und wir dann sterben. Das können wir doch verkürzen!”
Mit einem fiesen Lachen zerreisst er meine Referat in hunderte Papierfetzen und schmeisst sie in die Luft.
Alle stehen um mich herum, sehen wie ich in Tränen ausbreche und lachen. Lachen über mich und meine Tränen.
Es läutet.
“O, schon so spät! Ich muss in den Unterricht. Tschö, bis später dann, kannst mir ja sagen, wie dein Referat gelaufen ist.” Mit einem schadenfrohen Grinsen dreht er sich um und geht ins Schulgebäude.
Ich sitze auf dem kalten Steinboden.
Zu mir weht ein Fetzen meines Referates. “…dadurch wird das Klima der Erde in die Höhe schiessen. Die Pole werden nichts sein außer Schmelzwasser. Die Flüsse überfluten die Städte und der Tot steht vor der Tür.”
Tot… Ja das war ein Wort das mir gerade sehr zusprach. Einfach nicht mehr sein und dieses Leben hinter mir lassen.
Ich stehe auf. Meine Beine zittern. Ich stiege so schnell zum Dach des Schulhauses wie meine Beine es mir erlauben. Von hier Oben kann ich die Fetzen meines Referates durch die Luft fliegen sehen. Meine Tasche liegt am Boden.
Ich blicke noch einmal Herab und dann springe ich. Ich fühle die Zugluft. Ich fühle die Freiheit. Es ist vorbei!

1

Kommentare

Lexa schrieb am 2006-11-01 14:35:19:
Armer Schatz, aber wenn man beizeiten die Ellebogen als Worte zu gebrauchen lernt, wachsen einem irgendwann daraus Flügel. Ungerechtigkeit, die man erfährt, lässt einen wütend werden, mich auch, kenn das. Aber man sammelt, passt auf, verarbeitet und lernt, lernt, lernt. Irgendwann empfindet man eine innenwohnende Weisheit, die man allen anderen, die diese noch nicht gefunden haben, um die Ohren schlagen kann.LG Lexa
Lucie Li schrieb am 2006-11-01 08:19:19:
Die Lehrer sollten wegen unterlassener Hilfeleistung verklagt werden. Und Mitschüler die das mitbekommen auch.
LG Lucie Li

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.