Frei und wild Teil 11
von
Zahra Kritar
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11.Kapitel
Ihre Knochen waren steif geworden, solange saß Tyra nun schon auf dem Boden und stellte Avoh eine Frage nach der nächsten. Was sie bisher erfahren hatte war ein Anfang und reichte aus, hier zu bleiben. Ihre Mutter war damals Schülerin bei Avoh gewesen. Er hatte ihr die Zauberei beigebracht und hat sie auch in anderen Dingen unterrichtet. Zur Ausbildung der Beschützerin des Smaragdes gehörten auch Prüfungen, die ihr Geschick unter beweis stellen sollte. Diese Prüfungen waren sehr hart und Avoh hatte immer Angst um Ayera gehabt, auch wenn er wusste, dass sie es schaffen würde.
Tyra brummte der Schädel über soviel neues Wissen. Nun wusste sie fast alles aus der Kindheit ihrer Mutter. Das Ayera mit den Drachenjungen Yorik befreundet war und viele Streichen mit ihm gespielt hatten. Das sie mit den Kappan, eine Art Wasserwesen, einen Bündnisvertrag geschlossen hatte. Das ihre Mutter der Herrscherin des Waldes immer getrotzt hatte und in der Lage war, Tore zu anderen Welten aufzuspüren und sie zu öffnen.
Ich verstehe aber immer noch nicht, warum ihr nicht mehr mit den Dracheén befreundet seid. So wie es sich bisher anhörte, führten die Elfen damals keine Zwietracht mit den Drachen. Avoh stockte, dann räusperte er sich verlegen.
Damals kamen die Drachen nach Varéda. Wir Elfen waren bereits da und empfingen sie mit freundlichen Worten. Wir wussten nicht woher sie kamen, doch verspürten manche Elfen eine starke Neigung zu diesen riesigen Tieren. Ich weiß nicht genau, wie viel davon der Wahrheit entspricht, was es mit der Besiedlung des Drachenvolkes auf sich hat, aber wenn wir in Quartan sind, wirst du bestimmt die Erlaubnis haben in einen der Bücher darüber zu lesen.
Tyra brannte vor Neugier. Endlich erfuhr sie die Wahrheit.
Avohs Stimme wurde immer leiser, dass sie ihn nur mit Mühe verstand.
Jedenfalls waren einige Elfen mit diesen wunderlichen Geschöpfen befreundet. Um genau zu sein waren es Sechs, die einen ewigen Freundschaft eingingen, die auf Leben und Tot eingehalten werden musste.
Veneté kreischte auf und antwortet wissend. Sie sind die gleiche starke Verbindung eingegangen wie wir, Tyra. Avoh runzelte ärgerlich die Stirn, wegen der Unterbrechung, doch Tyra hat das, was Veneté gesagt hatte, einen kleinen Denkanstoß gegeben.
Sie fasste sich an ihre Kette. Veneté, aber dann ist es doch bei uns das gleiche. Wenn ich sterbe, wirst du sterben und wenn du stirbst, dann werde ich auch
Dir Dohle schüttelte heftig den Kopf, dass der Ast zitterte, auf dem sie saß.
Nein. Ich werde sterben, falls du Tot bist, doch wenn ich sterbe, wirst du am Leben bleiben. Vielleicht wirst du in Depressionen fallen, aber nicht sterben.
Tyra fand das schrecklich, das soviel davon abhing, ob man stirbt oder nicht.
Aber Veneté, warum bist du dann mit mir eine Freundschaft eingegangen? Obwohl du weist das die Dracheén mich töten wollen? Das würde uns viel weniger Schmerzen bereiten.
Innerlich hatte Tyra Angst um ihn.
Zärtlich meldete sich etwas in ihrem Geist. Tyra, ich bin dein Freund und lieber sterbe ich, als dich nicht zu schützen.
Tyra missfiel das. Aber warum Veneté? Warum so etwas Starkes erschaffen, das nur schlecht ausgehen kann. Glaubst du, mir gefällt es weiterzuleben, wenn du stirbst?
Du wirst dich daran gewöhnen und mich vergessen. Kam es als Antwort.
Ihr war das nicht recht, doch Avoh räusperte sich hörbar und Tyra konzentrierte sich wieder auf die Vergangenheit vom Land Varéda.
Kira, Naren, Sontoc, Lor, Taspin und Tyra.
Tyra? So wie ich? In ihrem Kopf hörte sie die Worte ihres Vaters.
Dein Vater heißt mit Nachnamen so wie du.
Avoh? Kann dieser eine Gründer Tyra noch Leben? fragte sie hoffnungsvoll.
Avoh sah sie klug an.
Ich hatte mir gedacht, dass du das fragst. Nein, er lebt nicht mehr. Auch wenn wir Elfen ein hohes Alter erreichen. Unsterblich sind wir denn noch nicht. Jedenfalls war Tyra damals ein starker Krieger und hat natürlich Nachfahren hinterlassen. Dass du gerade nach ihm benannt wurdest überrascht mich. Aber deine Mutter hatte schon immer eine schwäche für die Drachenfamilie Tyra. Er strich beim Reden nachdenklich über die Rinde eines schwarzen Baumes, an dem er lehnte.
Und, existieren noch Nachfahren? Avoh schien nicht zu wissen, dass ihr Vater einer von den uralten Drachenfamilien ist.
Ja, ja soweit ich weiß gibt es auf der Festung von Lijok, der Stadt der Drachen, noch einen, der ihr Angehört.
Wieso klangen seine Worte so bedachtsam gewählt? Warum war Avoh auf einmal so Still?
Irgendetwas in ihr sagte, das sie es noch früh genug herausfinden würde.
Avoh brummte ungeduldig.
So da wir es wieder geschafft haben vom eigentlichen Thema abzukommen, bitte ich jetzt um Ruhe und keine Unterbrechungen mehr. Dabei sah er Veneté giftig an und die Dohle starrte mit demselben bösen Blick zurück. Tyra hatte das Gefühl, das sich die beiden einen Blickduell unterzogen und somit hüstelte sie laut.
Avoh besann sich und erzählte weiter.
Gut. Die sechs Gründer kennt ihr nun. Diese Elfen hatten grundsätzlich andere Fähigkeiten. Fähigkeiten, die so verschieden mit den der Elfen ohne Drachen waren, dass es ab und zu Streitereien gab. Hauptsächlich waren sie einfach nur neidisch. Da die Dracheén, also so nannten sich die Gründer, stärker und meist ausdauernder waren. Die Drachen verliehen ihren Gebietern diese Kräfte und da es immer mehr zu Auseinandersetzungen kam, beschloss unsere Königin, dass die Dracheén eine eigene Stadt besitzen sollten. Die Festung von Lijok. Sie wurde am Eismeer gebaut. In einer Talsenke umgeben von Schneebergen. Weit weg von Quartan. Doch damit begann die Königin ihren ersten Fehler. Durch das Geschenk, eine Stadt zu bauen für nur sechs Elfen und ihre Drachen, machten sie edelmütig. Sie hielten sich für etwas besseres, dass sie eine eigene Festung besaßen. Die Dracheén waren sogar der Meinung, sich nur untereinander Fortzupflanzen. Genau wie es die Drachen taten, damit es nicht zu Verunreinigung der Blutlinie kam. Dadurch entstanden nun zwei Völker. Die Elfen, die im Wald lebten und die Dracheén am Eismeer. Aber eines Tages ging Taspin zur Herrscherin des Waldes und bat sie um Hilfe. Die Drachen brauchten Magie, um weiter zu leben. Ein Kalic
Tyra wollte gerade Fragen, was ein Kalic sei, doch Avoh schnitt ihr mit einer Handbewegung das Wort ab.
Ein Kalic würde das Leben eines Drachen retten. Die Königin, die angetan war von diesen stolzen Wesen, willigte ein, dass jeder Drache in seinem Leben das Recht hatte, sich ein Kalic zu nehmen. Sie schlossen einen Vertrag und das war der Zweite Fehler der Königin. Denn um einen Kalic zu bekommen, musste ein Elf getötet werden. Zuerst wurden nur die schwachen und Kranken als Opfer genommen. Später schon Frauen und Kinder. Jahrelang ging es einigermaßen gut, doch die Dracheén breiteten sich immer mehr aus. Jetzt sind es über 200, das bedeutet 200
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Kommentare
andrea schrieb am 2008-02-22 13:02:33:
bitte schreib weiter!!!!!!!!! du kannst so viel aus deiner geschichte machen!!!!!
schnell!!!!!!!!!!!!! bitte ;-)
super geschrieben!!!
lg andrea
Linh schrieb am 2008-01-29 14:38:51:
schreib weiter, oder stellweiter rein!! will lesen!! hihi, hdl, aso schick mir mal das bild
hihi
linh^^
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