Früh Morgens
von
Leviathan
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Träge, müde, lethargisch.
Langsam, so unendlich langsam öffneten sich die traurigen Augen. Verzweiflung und angst spiegelten sich in den düsteren Opalen wieder. Die Mundwinkel zogen sich leicht nach oben. Ein gequältes Lächeln verzog die spröden Lippen. Alles ist in Ordnung, mach dir keine Sorgen, sollte es heißen. Doch es misslang gründlich. Dieser Blick sprach all dies aus, was mit Hilfe der Sprach nicht möglich war. Er schrie. Schrie voll Schmerz und nicht verstandener Qual. Und dann plötzlich begannen die Fenster zur Seele zu glänzen und ganz allmählich füllten sie sich mit dieser salzigen Substanz. Der Kopf senkte sich und mit ihm schlossen sich die Lider, der nun trüben Augen. Und dann floss diese glänzende Substanz über das fahle Gesicht. Und sie floss und floss. Der gekrümmte Körper begann zu zittern und abgehackte Schluchzer entfuhren der entzündeten Kehle. Und so saß sie da, die geschändete Seele. Von vielen geächtet, von sich selbst gehasst.
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