Für angelika (sternenkind)
von
Raven
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Im Jahr 2000 da fing es an
Eine neue Schule, das Internatsleben begann.
Norbertinum so hieß der Ort
Es ist der Name, der sich in unsere Erinnerungen bohrt.
Es war der Anfang wunderbarer Zeiten
Was wir damals nicht immer meinten.
Ich denk zurück als ich dich zum ersten mal sah
Mein Gedanke: OH GOTT, is die sonderbar.
Rote Haare, groß gebaut
Und die Stimme – so schrill so laut ...
Tja was soll ich viel sagen
Doch irgendwann fanden wir uns nach einigen Tagen.
Auf jeden Fall das weiß ich noch
Es winterte in Tullnerbach dem Loch.
Christkindlmarkt wir kommen!!!!!
Nicole, du und ich wir waren bereit
Und reichten uns die Hände zum Geleit.
Bei den Schienen sollten wir dann warten
Doch wir wollten früher starten.
Und so rannten wir als einzige übers Schienengleis
Wuddys Zorn Traf uns mit einem Verweiß.
Also gingen wir allein zu dritt zurück
Wir waren vor Wut total verrückt.
Eines Tages wars soweit
Ein Bett in deinem Zimmer 25 stand bereit.
Ich packte meine 7 Sachen und zog zu dir
Und langsam wurde aus dem uns ein wir.
DU: sauber, gepflegt die Ordnung pur
Ich das lebende Chaos, mein Charakter stur.
Meine Hälfte mit Him-Poster behängt
Hast mir deshalb fragende Blicke geschenkt.
Du meintest mein Musikgeschmack der wär ein Grauen
Und ich sollte auf mein Äußres schaun.
Jeden Montag – du mit 1000 Taschen kamst du an
Worauf mein Kopfschütteln aufs neue began.
Religionsunterricht der war ein Hit
Der gab uns immer den Kick.
Am späten Abend schlichen wir uns aus der Schule
Du, ich und Steffi (die Coole).
Wollten am Sportplatz eine Runde laufen
Schlussendlich lagen wir auf der Wiese und rauchten.
Mehr weiß ich leider nimmer vom ersten Jahr
Obwohl da sicher noch einiges war.
Das 2 Jahr das weiß ich noch genauer
Wieder im Norbertinum hinter fester Mauer.
Die gute alte Zeit als wir Nachts noch aus den Fenster schauten
Und uns bei Gruselgeschichten gar nicht schlafen trauten.
Tagwache bei Stalldienst um halb sechs
Was mich bis heute noch entsetzt.
Du mochtest ihn, ich konnts nicht glauben
Und folgte dir mit genervtem Schnauben.
Nicht nur Pferde mussten wir entmisten
Sondern auch Kühe die besonders viel pissten.
Eines Tages wars soweit
Das Auto deiner Oma stand bereit
Du zeigtest mir wie du so wohntest
Und mein Mitkommen mit nem Ausritt belohntest.
Du im Sattel ich dahinter, mit Katrin gaben wir Gas
Über Stock und Stein über grünes Gras.
Es war die Freiheit nach der wir strebten
(mich wunderts dass wir den Ausritt überlebten)
Der Schulteich war unser Zufluchtsort
Er hat uns Ruhe und Zeit geborgt.
Veralgt und dreckig war die Pfütze
Alkoholflaschen schwammen in der Entengrütze.
Ich sprang hinein in seine Fluten, du schautest mir nach
Dann war es unser Gelächter was die Stille brach.
Am Abend gingen wir Duschen mit Musik
Wir hatten vielleicht nen Tick.
Bevor wir Abends schauten einen Film
Machte der Colaautomat mit uns Gewinn.
Und war uns mal fad so duellierten wir uns mit Gerten
Die uns ordentliche Kats bescherten.
Da war noch die eine Sache
über die ich heut noch lache...
Joggen in aller Früh (Manu ich und du)
Der Power ging uns aus in nu.
Unser Sport hat sich trotzdem gelohnt
Denn auf dem Hügel wurden wir mit dem Sonnenaufgang belohnt.
Piber war fast das beste
Wir waren gern gesehene Gäste.
Obwohl wir rauften, am Gang uns rollten
Die Lehrer wussten nicht was sie davon halten sollten.
Wir erklärten ihr es sei nur Spaß
Worauf sie ihre Vermutungen vergaß.
Lernen war nie meine Stärke
Doch es war dein Wille warum ich mir was merkte.
Bei Betriebswirtschaft ergings mir schlecht
Der Heil der war mir gar nicht recht.
Bei seiner SA weißt dus noch?
Wie ich aus der Klasse rannte und mich verkroch?!
Mein heulen wurde schlimmer
Doch kurz darauf warst du bei mir in unsrem Zimmer.
Bewaffnet mit Stift und Block unter Bäumen
Konnten wir in Mold die Phantasie nicht zäumen.
Sue und Melanie haben dort ihre Wiege.
Ich denk noch dran wenn ich im Bette liege.
Am letzten Schultag da hama uns gefetzt
Über dass waren wir beide im Nachhinein entsetzt.
Alles wegen der Cindy – wie konnts anders sein
Wegen der Schlampe waren wir beide allein.
Und so folgte ein ganzes Praxisjahr
Und ich dachte daran wie es früher war.
Aber es gab ein Wiedersehn
Sonst würde mein Gedicht ja nicht weitergehn!!!
In Zwettl am Edelhof da sah man sich wieder
Uns zitterten beide die Glieder.
Doch wir waren wieder zu zweit
Komme was wolle, wir waren bereit.
Wir gingen auf die Rennbahn um zu reden
Und versprachen unsre Freundschaft nicht aufzugeben.
Da viel es mir auf in deinen Augen
Ich konnts am Anfang gar nicht glauben
Ein Strahlen als du mir erzähltest
Das du dir nen Mann erwähltest.
Cindy und Yvonne wir teilten uns mit ihnen ein Zimmer
Und unsre Befürchtungen wurden schlimmer.
Alle beide blöd und dumm
In unsrem Zimmer war es selten stumm.
Da war auch noch die Woche in Hohenlehn
Wir sollten Jagen und Fischen gehen.
Alexandra war auch noch dabei
Alex du ich (die Glorreichen 3).
Das Eis in der Kantine war ein Genuss
Doch mit der Schule war bald Schluss.
Ein letzter Ausritt mit unsren Pferden
Das war das schönste auf Erden.
Wir ließen sie laufen, machten ein Rennen
Über Edelhofs Wiesen wie wir sie kennen.
Es nahte das Ende der Schulen Zeit
Es tat mir fast schon leid.
Nach dem Zeugnis gingen wir unsrer Wege
Es war blöd da ich im Waldviertel lebe.
Doch ein Leuten rief mich zurück
Es waren Glocken, dein Heiratsglück.
Jetzt ist es Weihnachten 2004
Und wie du siehst bin ich immer noch hier.
Ich glaub egal wie lang es dauert
und egal wie oft es mich auch schauert.
Ich gebs zu du hattest recht
Mit unsrer Freundschaft läufts nicht schlecht.
Auf weitre schöne Jahre so hoff ich doch
mögen wir uns noch.
Egal wie sehr wir auch streiten
Wir werden uns trotzdem stehts begleiten
So meine Süß
e Fusselpest
Ich wünscht dir und allen ein frohes Weihnachtsfest.
Das wars jetzt mit meiner Reimerei
Ich hoff du lebst noch und warst bis zum Ende dabei.
Im jahr 2005 da sah man sich wieder
Hat sich so ergeben
Denn ich sollte für eine Zeit lang in Neustadt leben.
Ich war kurz dort um dort mal reinzuschnuppern
Und bei meiner heimfahrt dich zu bemuttern.
Am 1.Februar gings dort für mich los
Und unsre Telefonrechnungen wurden groß.
In dieser Zeit haben wir uns lang nicht mehr gsehn
Erst nach dem arbeiten dort
War ich wieder bei dir und gingen fort.
Kinobesuch!! Zwei mal den selben Film
Unsre stolz und Vorurteilsucht fand dort beginn.
Jetzt ist es Mai 2006
Und ich bin total entsetzt
Haben uns schon wieder so lange nicht gesehn
Wie soll das bitte alles weitergehn?
Du arbeitest nun bei VAZ
Und Langschwarza ist nun mein Arbeitsplatz.
Schon wieder so weit auseinander
Doch unsre e-mails halten uns beieinander.
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Kommentare
Kalliope schrieb am 2006-05-13 15:07:06:
Sehr schön! Vor allem das mit der Stolz und Vorurteilssucht, an der ich mich gerne beteilige ;)
Kalli
Luelle Orleans schrieb am 2006-05-12 22:01:00:
Schön gereimt!
lg Lu
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