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Kategorien > Beziehungen > Trauriges

Für immer vielleicht?

von sina franke

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Und jetzt liege ich in den armen eines anderen. Seine unfassbar blauen Augen sehen mich scheu an. Seine kurzen Haare erinnern mich an deine. Und dann, während ich neben ihm liege, nach langen, nach sehr langen Wochen des Kennenlernens, kommst du und nimmst mir wieder einmal meine Freude am Leben.
Und obwohl ich traurig darüber bin, trifft dich keine Schuld, und doch, wäre es nach mir gegangen würde ich heute bei dir in deinen starken, weichen Armen liegen und über unsere gemeinsame Zukunft denken.
Doch mit diesem Mann gibt es keine Zukunft. Nicht jetzt und auch niemals. Denn ich weiß, eine andere Zukunft mit einem anderen Mann würde nicht klappen, denn du wärst immer bei mir.
Und wieder nach langen Monaten erinnere ich mich an dich zurück. Ich habe es lange verdrängt, doch du, du lässt mir einfach keine Ruhe. Wie könntest du auch. Viel zu lange habe ich in deine sanften Augen geblickt, die an eine Olive erinnerten. Deine Augen, dir mir alles von den Lippen ablasen. Und ich weiß, du hast mich geliebt. Du hast mich abgöttisch geliebt.
Und ich schmiege mich an eine Schulter, die nicht zu dir gehört. Die nicht deine ist, mit deinem Duft und deiner Wärme.
Wie oft haben wir gezankt und uns mit einer Kissenschlacht wieder versöhnt? Wie oft hast du mich gefragt was sein, wenn ich völlig fertig nach Hause kam.
Und dann bist du gegangen. Für immer vielleicht.
Vielleicht für immer?
Nein es ist ganz bestimmt für immer. Und wenn doch nicht? Es kamen keine Briefe mehr. Nichts.
Kein Anruf von jemandem, dem du dort von mir erzählt haben könntest. Kein Wort, nicht mal ein Flüstern drang an mein Ohr, um mir zu bestätigen; Du würdest wieder kommen.
Und jetzt liege ich hier, ziehe voller Scham die Decke über meinen Körper und schaue beschämt zur Seite. Er soll meine Tränen nicht sehen.
Ich habe ihm nichts von dir erzählt.
Und es tut mir leid. Ich habe mich an ihm vergangen, wusste, dass ich ihm weh tuen werde, doch ist er nur ein spärlicher Ersatz für dich. Der, der du nie wieder kommen wirst.
Und wenn ich ihm in die Augen blicke, sehe ich immer nur deine, die mich volle Traurigkeit und anklagend anschauten. Ja du wirfst mir vor, dich hintergangen zu haben.
Aber wie könnte ich ohne einen Mann an meiner Seite? DU hast mich hintergangen. Du wusstest, dass es die Möglichkeit gab, nie mehr zurückzukehren und doch hast du es getan. Den Dienst angetreten. Ließt mich allein mit meiner Furcht, die mich jeden Tag wahnsinniger machte.
Jeden Tag machte ich Kerben in das Holz und der Rauch, der unzähligen Kerzen für dich, stieg in meine Augen und schon bald hatte ich keine Tränen mehr.
Ich wollte vor den anderen stark und tapfer sein, doch in den Nächten da vergaß ich meinen Stolz. Und flehte immer wieder: bringt ihn mir doch zurück.
Doch niemand antwortete auf meine stummen Hilfeschreie, der die Wände erzittern ließen von der unglaublichen Wut und Trauer die mich von nun an ausfüllte. Ich schwamm in Selbstmitleid, dass ich alles was ich hatte verloren habe. Und egal was ich auch versucht hatte, war vergebens. Du warst verschwunden. So, als ob es dich nie gegeben hätte. Nur die Bilder, die ich überall stehen habe, nach so vielen Monaten zeugen davon, dass es mal jemanden im meinem Leben gab, den ich abgöttisch geliebt habe. Und ich liebe dich immer noch. Jedem Mann den ich haben werde, würde ich nicht lieben und doch werde ich etwas für ihn empfinden, da ich dich in ihnen sehe. Ich suche immer noch dich. Vielleicht in einem andern Körper mit einem anderen Gesicht, den mir Gott vielleicht geschickt hat.
Doch jetzt habe ich ihn neben mir liegen und mir wir schlecht. Ich gehe, ohne auf Wiedersehen zu sagen und ohne ihn eines Blickes zu würdigen und ich weiß, dass ich ihm wehtue, und es macht mir spaß. Ich habe auch gelitten. Mehr als ein Mensch es vertragen kann.
Ich renne über die Straße sehe nicht um mich, höre nur das plätschern des Sommerregens und renne. Renne ohne zu wissen wo ich bin und finde mich an der Stelle, an der wir uns verabschiedet haben. Doch bevor ich ankomme bremse ich ab. Dort steht ein Mann, in einer grünen Jacke. In deiner Jacke und winkt mir. Er lächelt. Die olivgrünen Augen glänzen im Schein der Sonne, die den Regen jedoch nicht vertreibt.
Und du kommst auf mich zu.
Doch bist du wirklich der, den ich als Du bezeichne? Bist du der, den ich liebe und schon so lange auf dich warte.
Jetzt stehe ich im Regen schaue dir entgegen und dieses DU kommt auf mich zu. Mit deiner Jacke, mit deinen Augen.
Und ich steh dort und kann trotzdem noch nicht sehen, wer du wirklich bist.

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Kommentare

K.Scharr@gmx.de schrieb am 2007-09-23 01:32:34:
lass dir nix erzähln. is nich zu kompliziert und gut nachvollziehbar. lg Kevin
brummberr schrieb am 2007-06-28 23:35:31:
eine gut geschrieben geschichte kann mich nur an bina´as worten anhängen.
danke auch für deine gute kritik. ich weis selber nicht ob meine werke gedanken oder gedichte sind vieleicht beides.

lg brummberr
Charly schrieb am 2007-05-23 19:55:18:
Gefühlvoll ist die Geschichte zwar schon und man fühlt sich sehr berührt, aber an manchen Stellen ist sie wirklich etwas unverständlich.Trotzdem, alles in allem ist das eine wirklich gelungene Story, die einem auch irgendwie nahegeht.
LG Charly ^^
SUSI schrieb am 2007-05-13 16:43:38:
HÄ???
Viel zu kompliziert, viel zuviel verdrehte Worte und Gedanken....
Bina schrieb am 2007-05-11 09:16:15:
Beim lesen deiner Geschichte bekommt man eine Gänsehaut.. Man kann die Gefühle, von denen deine Geschichte bestimmt ist, sehr gut nachempfinden...
Einfach toll geschrieben.
Alles Liebe
Bina

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