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Kategorien > Liebe > Wahre Geschichten

Füreinander bestimmt teil 8

von Lissa

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(...)
Die nächsten beiden Tage vergingen sehr langsam. Zu dem Liebeskummer kam auch noch Heimweh. Ich heulte mir fast jeden Abend die Augen aus und selbst Mareike konnte mich nicht mehr trösten.
Doch am 15. Mai hatten wir dann endlich Tanz-AG. Hier lernten wir Tanzen und ich hatte Jakob ja schon gefragte, ob er mir mir tanzen wolle. Das As hatte ich im Ärmel.
Ich war furchtbar aufgeregt. Am allerschlimmste war, dass Herr Hampe den Kurz leitete. Er tanzte uns irgendetwas Peinliches mit Frau Neseker vor und wir sollten es nachmachen. Doch die Drehung gelang mir einfach nicht. Es war wirklich mega-peinlich. Herr Hampe kam und sah uns zu und sagte dann: "Melissa, du machst das völlig falsch!" Ich habe noch niemals im Leben einen Menschen so sehr gehasst wie Herrn Hampe in diesem Moment.
Wir hatten ihn als Mathelehrer. In Mathe bin ich der totale Versager. Also sagte ich zu ihm: "Das liegt nicht an mir, das liegt an ihen. Immer wenn sie mir etwas beibringen wollen, dann kann ich es nicht!!" Wenisgtens lachte Jakob darüber.

Am Abend fand dann die erste Disco statt. Es war echt ein Reinfall. Angefangen Bei Jakob, der das gleiche anhatte wie gestern und vorgestern beim Sport, während ich mich eine Stunde lang aufgebrezelt hatte und sogar noch geduscht hatte. Johanna meinte, er sähe aus wie ein Penner. Daruafhin ging Jakob duschen und zog zumindest einen anderen Pulli an.
Die Musik war gut, aber erst tanzte niemand. Doch dann spielte Herr König Hot'n Cold. Aline und ich dancten voll ab und irgendwann machten alle mit. Dann tanzten wir mir den Jungs. Ich verzichtete bei allen auf die Drehung. Ich wollte nicht undbedingt auf die Schnauze fliegen.
Doch als Jakob mir dann dauernd auf die Füße trat und lieber mit anderen tanzte als mit mir, brach ich dann echt in Tränen aus.
"Ich kann doch nicht immer nur mit dir tanzen!" verteidigte er sich. Ich drehte mich einfach um. Warum tat er mir bloß so weh? Wir redeten ca. eine Viertelstunde nicht mehr miteinander. Dann hielt ich es nicht mehr aus und ging zu ihm.
"Jakob, es tut mir leid!" sagte ich leise. Als Antwort nahm er einfach meine Hände und tanzte mit mir.

Doch tief in mir drin fühlte ich mich verzweifelt. Ich wusste nicht, was Jakob wollte und auch nicht, was ich wollte. Ich wollte ihn. Aber nicht so wie im Moment. Was war denn bloß los mit mir? Ich wollte nicht, dass er mir die Klassenfahr versaute, aber andererseits liebte ich ihn. Ich wusste gar nichts mehr.
Nachts lag ich lange wach und dachte an ihn. Wieder flüsterte mir die Stimme in meinem Kopf zu: "Ich habe dich ja gewarnt!"

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