Fynn-Kapitel 10
von
Yve
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. Fynn streckte einen Arm nach Anna aus und wollte sie dazu bewegen neben ihm Patz zu nehmen, sie blieb jedoch wie angewurzelt und ängstlich an Ort und Stelle stehen. Fynn sah so gequält aus, so unendlich gequält, sein Gesicht war so voller Schmerz. Hätte er sie nicht versucht zu töten, hätte Anna geglaubt, es täte ihm etwas Leid.
„Anna, wirklich, ich wollte das alles nicht, so glaub mir doch.“
John fasste Fynn mit einer Hand auf die Schulter und schüttelte zaghaft mit dem Kopf.
„Versteh sie doch Fynn.“
Auf einmal schien die Wut zurückgekehrt zu sein. Fynn sprang auf, wankte einige Sekunden und hatte dann sein Gleichgewicht wieder gefunden.
„Ich kann doch nichts dafür! Ich bin nun mal so wie ich bin und ich habe es mir nicht ausgesucht!“
Anna zuckte unter dem wütenden Tonfall zusammen. Fynn fasste sich an den Kopf und gab einen Schmerz erfüllten Ton von sich. Einen Moment schien es so, als würde das Monster in ihm wieder zum Vorschein kommen, doch schließlich gewann Fynn die Oberhand.
„Ich wollte doch niemals so sein!“
Nun brach er in Tränen aus und sank auf die Knie.
„Ich wollte doch … nicht…niemals…“
John ging ebenfalls in die Knie und nahm Fynn, als wäre er sein Sohn in den Arm.
„Pscht…ist schon gut Fynn, wir werden das alles schon schaffen.“
„Nein! Werden wir nicht! Ich wollte niemals so sein und ich will es jetzt immer noch nicht! Ich möchte ganz normal sein, wie jeder andere Junge auch! Ich sollte meinem Leben ein Ende setzen.“
Den letzten Satz sprach er so kühl aus, dass Anna die Luft wegblieb.
„Nein!“
John und Fynn sahen überrascht zu Anna auf, die mit geballten Fäusten und gesenktem Blick vor ihnen stand.
„Nein, Fynn. So etwas darfst du niemals sagen!“
Selbst Anna war über diesen Satz aus ihrem Munde überrascht, schließlich wollte Fynn sie vor einigen Stunden noch umbringen. Nun stand Fynn wieder auf.
„Heißt das, du kannst mir verzeihen?“
Fynn sprach den Satz mit einer solch brüchigen und schwachen Stimme aus, dass Anna dachte, sie hätte eine vollkommen andere Person vor sich stehen. Nun wurde auch sie unsicher. Was er da von ihr verlangte war ziemlich viel.
„Also ich…ich…nein! Ich kann das nicht Fynn.“
Nun sammelten sich ebenfalls Tränen in ihren Augen. Fynns Gesichtsausdruck wurde mit einem Mal todernst. Er kam einige Schritte auf Anna zu, diese hingegen ging rückwärts, bis ihr Rücken die Wand berührte. Er kam immer näher, bis er dicht vor ihr stand. Anna fiel das Atmen allmählich schwerer. Sie konnte ihren Blick nicht von seinem Gesicht abwenden. Von diesem wunderschönen engelsgleichen Gesicht, welches eigentlich einem Dämon gehörte.
Er legte vorsichtig eine Hand an ihre Wange.
„Ich liebe dich Anna.“
Er hauchte es ihr ganz leise entgegen. John starrte mit offenem Mund auf seinen Schützling. Hatte er das da eben richtig verstanden? Oder war oder Abend zu anstrengend gewesen?
„Als du solche Furcht vor mir hattest an deiner Haustür, da habe ich mich schlecht gefühlt und als du so sauer auf mich warst. Du wolltest mich nie wieder sehen, dass hat mir fast das Herz zerrissen. Erst da ist mir bewusst geworden, was ich für dich empfinde.“
Anna war bei diesen Sätzen das Herz stehen geblieben. Als sie die Funktion zu Atmen wieder gefunden hatte, löste sie sich von der Wand und schritt auf die Haustür zu. Das einzige was Fynn als Antwort bekam, war das Zuschlagen der alten Holztür.
Als Anna den Weg nach Hause lief, legte sie ganz automatisch die Hand vor ihren vor Schreck geöffneten Mund, aus dem ein Schluchzen drang. Tränen liefen ihr über das Schmerzverzerrte Gesicht. Sie konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, selbst als sie zu Hause von ihrer Mutter und ihrem Vater eine Standpredigt zu hören bekam, war sie völlig abwesend. Sie legte sich in ihr Bett und war darauf bereits in einen nicht enden wollenden Altraum verstrickt, in dem Alben, Vampire, wie auch Fynn vorkamen.
Es vergingen Tage, bald darauf Wochen und schließlich war es Herbst. Ein Herbst, der nur Regen und Kälte bereithielt. Anna ging nicht mehr an Fynns Haus vorbei, sie machte einen Umweg zur Schule, aber das nahm sie in Kauf. Vielleicht wohnten John und Fynn ja auch nicht mehr in dem Haus. Als Anna dieser Gedanke kam, zog sich etwas tief in ihrem Inneren zusammen. Wie jeden Morgen setzte sie sich lautlos auf ihren Platz und verharrte schweigend bis der Lehrer kam. Ihr Klassenlehrer kam auch, nach einigen Minuten Verspätung und er war nicht allein. Ein Mädchen folgte ihm mit selbstbewussten Schritten.
Als Anna sie sah konnte sie nur staunen, ihre neue Mitschüler, sie ging schwer davon aus, dass es eine neue Schülerin sein musste, strahlte vollkommene Schönheit aus.
Den einzigen Makel den es gab, war die Arroganz die sie ausstrahlte. An irgendwen erinnerte sie Anna, aber es wollte ihr einfach nicht einfallen.
„Das hier ist Gwen. Sie ist ab heute eure neue Mitschülerin. Bitte behandelt sie gut.“
Gwen setzte sich weit ab von der Menge an einen Einzelplatz.
„Wie arrogant die ist.“
Verwundert sah Anna zur Seite. Sisilia hatte sich zu ihr hinüber gebeugt. Anna nickte stumm.
„Stimmt.“
Als Anna in Erdkunde ein Referat hielt, blickte sie kurz zu Gwen, die darauf ihre ganze Aufmerksamkeit in Beschlag nahm. Gwen musterte Anna mit kritischem Blick. Ein sarkastisches Lächeln huschte kurz darauf über ihr Gesicht. Anna hatte aufgehört zu reden und erst jetzt drang die Stimme ihrer Lehrerin Mrs. Frighten zu ihr durch.
„Alles in Ordnung Anna?“
„Ja…Ja.“
Nachdem sie die Schule überstanden hatte, ging sie langsam nach Hause, wo sie sich gleich darauf ins Bett legte, um ein bisschen zu schlafen.
John stand vor Annas Fenster und ging nervös auf und ab. Er führte Selbstgespräche.
„John, pass auf Anna auf, es könnte sein, dass ihr was zu stößt. John tu dies, John tu das.“
Irgendwann kam er sich ein bisschen dumm vor, wie er so vor ihrem Fenster auf und ab ging, also verbarg er sich ruhig stehend im Schatten. Was dachte sich Fynn nur schon wieder dabei? Eigentlich müssten sie schon längst ihre Sachen packen, um hier weg zukommen. Aber das kam ja auf gar keinen Fall in Frage, da sich der kleine Tyrann tatsächlich verliebt hatte. Mit dem Unterschied, dass seine Angebetete nichts mehr von ihm wissen wollte.
Jeden Tag saß Fynn am Fenster von Sonnenaufgang bis Untergang und wartete darauf, dass Anna an seinem Haus vorbei ging, nur damit er sie abpassen konnte.
Warum er nicht persönlich bei ihr vorbauschaute? Anna könnte ihn ja abweisen. Genervt starrte John auf das geschlossene Fenster, als Stimmen aus dem Inneren des Hauses drangen, die kein Mensch verstehen hätte können.
…doch, ich werde da heute hingehen! ...
…nein! Du hast immer noch Hausarrest…
…das ist mir egal! …
Anscheinend hatte Anna irgendetwas vor…
John überlegte einen Moment. Dann lehnte er sich an den Baum, der vor ihm stand und fixierte weiterhin Annas Fenster. 5 Minuten passierte weiterhin nichts, doch dann öffnete sich zaghaft das Fenster zu Annas verdunkeltem Raum. Dort stand sie, zurecht gemacht
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Kommentare
hannah schrieb am 2008-05-19 17:06:03:
bittteee schreib mal weiter..xD bin schon richtig ungeduldig...
sooorrryyy aber ich glaub ich liebeeeee diese storryy...lol
hannah schrieb am 2008-05-02 21:59:41:
omg!!!!!!!!!!!!!!!!please schreib weiter......schau mir jeden tag deine seite an ob du das vllt schon rein gmeact hast.......xD
bttteee weiter schreiben und zwar zackzackzack...xD
lg
Milupino schrieb am 2008-04-23 21:52:53:
ohhhh meinnn gotttt........die geschichte is echt geilllll glaub mir.......
schreib schnelllll weiter muss wissen was passiert xD
lg mili
Yuriko schrieb am 2008-04-17 20:44:58:
oh nöööö....
warum muss meine namensvetterin die böse sein ?
das find ich aber gar nicht nett XD
mal abgesehen davon, finde ich deine gschiche mal wieder extrem genial....!!!
Deine Gwen ^^
andrea schrieb am 2008-04-17 16:49:46:
bitte schnell weiter^^
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