Fynn-Kapitel 12
von
Yve
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„Bist du dir sicher John?“
John nickte müde.
„Ja ich bin mir sicher. Ganz sicher Fynn.“
„Wann wollte sie noch mal kommen?“
„Nach der Schule.“
Fynn war einige Minuten still.
„Bist du dir sicher?“
Wütend richtete John sich auf.
„Ja, Fynn, ich bin mir todsicher, so tot, dass es mich selbst noch mal töten könnte und jetzt lass mich schlafen verdammt noch mal und vergiss nicht mit ihr über meinen Vorschlag zu reden.“
„Ich bin ein bisschen nervös.“
„Du weißt ja wo die Tür ist, geh hoch, lass mich schlafen, es ist hellerlichter Tag. Verschwinde.“
John ließ sich wieder in die Kissen fallen. Als Fynn nichts mehr von sich gab, öffnete er nochmals die Augen um sich zu vergewissern, dass er wirklich nicht mehr im Keller war. Und tatsächlich, er war verschwunden.
„Gott sei Dank.“
Seufzend schlief John ein.
Fynn stand oben im Wohnzimmer und saß nervös am Fenster. Manchmal sprang er auf und ging ein paar Schritte im Raum herum, dann setzte er sich wieder hin. Er war furchtbar ungeduldig. Eine schlechte Angewohnheit. Dann sah er sie endlich. Sie stand am Zaun und betrachtete unschlüssig das Anwesen. Fynn wusste sofort, sie traute sich nicht herein. Sie hatte immer noch Angst vor ihm. Das war ja auch verständlich. Komm endlich rein, dachte er. Er wusste nicht wie lange sie da noch stand, aber schließlich öffnete sie das Tor und ging auf das Haus zu, um davor auch wieder 5 Minuten zu warten. Fynn reichte es, er ging einfach zur Tür und riss sie auf, ohne dass Anna geklingelt oder geklopft hatte.
„Hi.“
Anna sah Fynn skeptisch an. Sie misstraute ihm. Seine Augen schienen im Moment normal zu sein. Ganz normale, wunderschöne, braune Augen. Nein, sie wollte jetzt nicht schwärmen.
„Komm doch rein.“
Anna nickte verstört und trat ein. Sie kam sich merkwürdig vor und eingesperrt, als er die Haustür wieder schloss.
„Und was wollten wir jetzt die ganze Zeit machen, während du angeblich Nachhilfeunterricht hast?“
Anna zuckte mit den Schultern.
„Ich mache jetzt erstmal Hausaufgaben. Wo kann ich mich hinsetzen?“
„Ich würde sagen in der Küche, da ist ein Tisch und selbstverständlich sind da auch Stühle.“
„Okay.“
Sie folgte ihm in die Küche und setzte sich dort hin, um mit ihren Hausaufgaben zu beginnen.
Fynn lehnte an der Theke und beobachtete Anna.
„Warum schaust du mich so an?“
Er seufzte.
„Ist das nicht offensichtlich?“
„Nein. Ich weiß nicht was du damit meinst.“
Fynn setzte sich gegenüber ihr ebenfalls an den Tisch. Vorsichtig berührte er ihren Handrücken mit seinen Fingerspitzen.
„Ich habe dir doch bereits gesagt, dass ich in dich verliebt bin.“
Jetzt fiel es Anna wieder ein. Sie zog ihre Hand unter seiner Berührung weg. Unsicher sah sie ihm in die Augen, die sie liebevoll und voller Unschuld ansahen. Für einen Moment vergaß sie alles um sich herum. Verwirrt schüttelte sie mit dem Kopf und senkte ihren Blick. Das komische Gefühl, welches sich in ihrer Magengegend ausgebreitet hatte unter seinem Blick, verschwand allmählich.
„Hör bitte auf damit.“
„Womit denn?“
Jetzt tat er auch noch so unschuldig.
„Mir zu sagen, dass du in mich verliebt hast und mich dann auch noch so anzusehen, diesen Blick, dass hast du bestimmt von der Vampirseite.“
Erst musste er überlegen, dann fing er an zu lachen.
„Warum lachst du jetzt?“
„Ach, weißt du wie du das gesagt hast, dass war irgendwie niedlich.“
Er räusperte sich. Anna war wütend.
„Ich bin nicht niedlich, klar!?“
Wieder lächelte Fynn und erhob sich dann.
„Na schön, mach deine Hausaufgaben und ich lass dich jetzt in Ruhe.“
Schweigend verließ er die Küche, aber Anna konnte sich selbst nach seinem Verschwinden, nicht konzentrieren. Verzweifelt ließ sie den Bleistift auf den Tisch fallen. Mathe überforderte sie im Moment maßlos, also packte sie alles zusammen und tat es in ihren Rucksack.
Seufzend lehnte sie sich zurück. Und wieder stand er da im Türrahmen angelehnt und sah sie lächelnd an.
„Mathe ist wohl zu schwer.“
„Nein“, log sie „Ich hatte nur keine Lust mehr, nur damit du es weißt.“
„Natürlich.“
Anna ging auf ihn zu und blieb missbilligend vor ihr stehen.
„Kann ich bitte mal vorbei?“
„Nein.“
„Was soll das? Lass mich vorbei.“
Fynn schüttelte mit dem Kopf und ergriff ihre Hand.
„Lass los! Ich habe keine Lust auf deine Spielchen!“
Fynn wirkte mit einem Mal ganz ernst.
„Du hörst mir jetzt bitte mal zu und läufst nicht einfach weg.“
„Ich will dir aber nicht zuhören“, giftete sie ihm entgegen.
Er versuchte ihre zweite Hand zu ergreifen, schaffte es aber nicht, weil sie anfing rumzufuchteln.
„Lass mich sofort los!“
Endlich hatte er ihre andere Hand.
„Beruhig dich!“
„Hör bitte auf damit.“
„Ich will nur mit dir reden, Anna.“
Als sie jedoch nicht aufhörte und immer hysterischer wurde, küsste er sie einfach. Anna erstarrte in der Bewegung. Fynn hatte sie dichter zu sich gezogen und seine Lippen hafteten auf ihren. Zärtlich küsste er sie. Anna jedoch war außer Stande irgendetwas zu tun. Fynn hatte sie gegen den Türrahmen gedrückt. Tausende Gedanken schossen ihr durch den Kopf. Ihre Gefühlswelt war soeben explodiert. Sie spürte Fynns Lippen, seine Hände und dann dachte sie einfach, dass es doch eigentlich egal ist. Es war nur ein Kuss, keine Mordattacke, also erwiderte sie den Kuss, ließ dann jedoch ab und drückte Fynn sanft von sich.
„Ich muss vorbei.“
Lächelnd sah er der verwirrten Anna hinterher und strich sich mit einer Hand durch die blonden Haare. Sie musste etwas für ihn empfinden, dass konnte sie nicht leugnen.
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Kommentare
hannah schrieb am 2008-06-09 10:57:57:
plsssss schreib weiter!!!!!!!!...^.- xD
is echt geil undtotttaall spannend...=)
gggglg
andrea schrieb am 2008-05-21 17:08:07:
klasse!!!
bitte schreib bald weiter.
lg andrea
Wurm schrieb am 2008-05-21 12:23:35:
Yeah!
Endlich mal wieder eine Fortsetzung.
Alles was ich dazu sagen kann ist: Genial, also bitte schnell weiter schreiben.
Viele Grüße
Wurm
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