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Kategorien > Fantasy > Begegnungen

Fynn-Kapitel 2

von Yve

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Anna hatte sich schon längst abgewandt. Während der arrogante Typ seinen Freund anschrie, holte sie ihr Fahrrad flink aus dem Haus. Immer darauf bedacht, keine lauten Geräusche von sich zu geben. Der Irre war schließlich noch im Haus, dass dachte sie zumindest. Als sie aus dem Haus trat, war das Blondchen immer noch damit beschäftigt, seinen Freund anzuschreien. Wie konnte man nur zu solchen Wutausbrüchen neigen? Na ja sie musste zugeben, sie war auch noch ziemlich in Rage. Dieser Idiot hatte sie einfach fallen lassen. Das war genauso, als würde man zufällig auf einen Verletzten treffen, der ein Messer im Arm stecken hat, das Messer rausziehen und es daraufhin wieder reinstecken, um gleichgültig weiter zu laufen. Mit hoch erhobenem Haupt schritt sie an dem Idioten vorbei. Ihr Fahrrad neben sich herschiebend. Sie konnte noch kein Fahrrad fahren, sie fühlte sich ein wenig wackelig auf den Beinen. Trotzdem versuchte sie so gut es ging, wütend davon zu stampfen.

Fynn wandte seinen Blick von John ab und fixierte wieder das komische Mädchen. Sie konnte doch jetzt nicht einfach verschwinden! Er war noch lange nicht fertig mit ihr.
Aufgebracht marschierte er hinter ihr her.
,,Warte! Ich bin noch lange nicht fertig mit dir!"
Sie ignorierte ihn anscheinend. Das machte ihn nur noch wütender. Nun rannte er und hatte sie schon bald eingeholt. Ruckartig riss er sie an der Schulter herum. Vielleicht ein bisschen zu ruckartig. Sie fiel wortwörtlich auf ihn und das Fahrrad viel direkt neben seinem Körper zu Boden. Geschockt sahen sie sich in die Augen. Er in ihre smaragdgrünen Augen und sie in seine dunklen Bernsteinaugen. Keiner von beiden setzte das Wortduell fort. Sie lag auf ihm, mit den Händen neben seinem Kopf abgestützt, ihre langen, dunkelbraunen Haare fielen ihm ins Gesicht. John stand etwas weiter abseits und beobachtete das Treiben der beiden.
Er hat sich doch nicht etwa verliebt?
Ihm stand der Mund offen. Das wäre die absolute Premiere für den sonst so Gefühlskalten Fynn. Er sollte eine Feier arrangieren.

Anna sah ihm immer noch in die Augen und er erwiderte ihren Blick. Jeglicher Zorn war verraucht. Sie musste das sofort unterbinden.
,,Gut, ich geh dann mal, tschüss, hoffentlich sehen wir uns niemals wieder."
,,Ja, das hoffe ich auch."
Ihr Blick war nun wieder hart und seiner auch. Ruckartig richtete sie sich auf und schnappte sich ihr Fahrrad. Sofort marschierte sie weiter und Fynn tat es ihr gleich, beide schritten stolz an sich vorbei.
John musste sich das Lachen verkneifen. Sie gingen beide in die falsche Richtung.
,,Fynn! Wir müssen nach da!"
Anna und Fynn wandten sich wieder um und marschierten in die andere Richtung. Beide warfen sie ihm einen bösartigen Blick zu. Na das konnte ja noch heiter werden. Tyrann und Tyrannin, passen gut zusammen.
Es war bereits dunkel, der Mond schien als helle Sichel am Himmel auf Fynn und John nieder und die Sterne waren wie kleine Diamanten in ihn eingelassen. Keine einzige Wolke zierte den Himmel. Es war ziemlich frisch, aber das machte den beiden nichts aus. Fynn wahrscheinlich weniger, als John. John räusperte sich.
,,Du magst das Mädchen, oder?"
Fynn antwortete ihm nicht, er war zu tief in Gedanken versunken.
Dieses Mädchen, wer meinte sie zu sein, dass sie ihn, nachdem er so gütig war und sie aufgefangen hatte, anpöbeln zu müssen?! Wenn sie wüsste...Sie hätte sich dreimal überlegt was sie tut.
,,Hör auf an sie zu denken und antworte mir!"
Wütend fixierte er ihn wie immer, das würde nicht viel Wirkung auf John haben, es war schon Routine.
,,An wen denke ich deiner Meinung nach ? Und auf was für eine Frage soll ich antworten?!"
,,Ja magst du sie denn nun oder nicht?"
,,Wen?"
,,Na das Mädchen von vorhin."
Fynn versuchte seine Wut unter Kontrolle zu bringen, es gelang ihm.
,,Wie kommst du darauf?"
Es klang angespannt, aber er schrie nicht.
,,Na ja du denkst die ganze Zeit an sie, du murmelst vor dich hin, wütend, aber du tust es."
John grinste triumphierend.
,,Nein ich mag sie nicht, sie ist arrogant und ....."
Fynn zählte etliche von negativen Eigenschaften auf, die er glaubte bei der Auseinandersetzung bemerkt zu haben.
,,Mach mal einen Punkt, Fynn. Das spricht auch dafür, dass du sie tief in deinem Inneren eigentlich richtig gern hast, du sprichst ja die ganze Zeit von ihr."
,,Ich werde dir gleich zeigen wie gern ich dich habe."
Doch er warnte ihn nicht ein weiteres Mal, er schlug John ohne Vorwarnung ins Gesicht, dieser fiel unweigerlich zu Boden.
,,Ich kann sie nicht leiden."
Jetzt war er ganz entspannt.
,,Ich will nicht mehr über dieses Thema diskutieren."
Trotz dem Anflug von Schmerzen, stahl sich ein Lächeln über Johns Gesicht.
,,Okay, wenn du der Ansicht darüber bist."
Schweigend liefen sie nebeneinander nach Hause.
Dann zu Hause angelangt, verzog sich John in den Keller, er hatte schon getrunken. Und was sprach dagegen sich ein bisschen mehr Schlaf zu gönnen, als sonst?
Auch Fynn begab sich in sein Zimmer im oberen Geschoss. Nachdem er sich bis auf Boxershorts ausgezogen hatte, legte er sich in sein Bett und versuchte sich zu entspannen. Es gelang ihm auch, jedoch keimten Gedanken an dieses zickige Mädchen auf. Es waren keine negativen Gedanken. Er fand sie eigentlich hübsch und diese Augen...Smaragde...Ein merkwürdiges Gefühl war in ihm aufgekeimt, als sie da so auf ihm gelegen hatte. Wütend zwang Fynn sich., seine Augen zu öffnen.
Verdammt, hör auf so über sie zu denken, diese arrogante....
Es war nicht möglich die Augen zu schließen und nicht an sie zu denken. Was war nur los mit ihm?
Irgendwann gewann die Müdigkeit in ihm die Überhand. Er war gezwungen seine Augen zu schließen. Und er träumte, seit Jahren hatte er mal wieder einen Traum, in dem niemand abgeschlachtet wurde.
Geschockt riss Fynn die Augen auf. Es war hell draußen. Früh am Morgen. Er hatte geträumt, ja und es war eindeutig ein Albtraum gewesen. Er hatte sich in dem Traum doch wirklich zu diesem Mädchen hingezogen gefühlt. An all dem Mist war bloß John Schuld. Er hatte ihn so lange zugequatscht, bis Fynn es doch tatsächlich geglaubt hatte. Der konnte was erleben, wenn er wach werden würde. Aber Fynn musste sich wohl noch bis zum Abend gedulden.
Er entspannte sich nach einigen Minuten wieder und erhob sich schließlich. Mit einem großen Ruck zog er die Vorhänge, die eigentlich nichts nützten, auf und ließ die Sonne vollends hinein. Genießerisch schloss er seine Augen. Die Sonne fühlte sich einfach toll auf seiner kalten Haut an. Sie war noch kälter, als die von John. Aber das war ja eigentlich logisch. Nachdem Fynn geduscht hatte, zog er sich ein lockeres Freizeitoutfit an. T-Shirt und Shorts. Seine goldenen Haare standen an einigen Stellen ab. Aber sonst schien alles perfekt auszusehen.

Anna saß schlecht gelaunt unten in der Küche und kaute an einem Brötchen herum. Sie hatte eigentlich keinen Hunger, aber irgendwas musste sie ja machen. Ihr Vater war gestern Abend

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Kommentare

KIKI schrieb am 2007-12-06 13:48:38:
Weiter...Weiter...Weiter...

BITTTEEEE!!!!
Yuriko schrieb am 2007-12-06 12:18:36:
ich frag mich, wie es weiter geht....bis jetzt hört es sich sehr spannend an, auch wenn ich mich frage,
was an john und fynn so besonderes is XD
schreib schnell weiter !!!

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