Fynn-Kapitel 8
von
Yve
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„John? Wenn ich es erbrechen könnte, dann hätte ich es schon längst getan. Ich kann es nicht und mir ist trotzdem zum erbrechen übel.“
Er würgte sichtbar.
„So wie es aussieht kannst du es erbrechen, doch du willst es anscheinend nicht.“
Fynn schwieg.
„Wenn du es in deinem Magen behältst, wird es nicht mehr lange dauern und etwas furchtbares wird passieren, willst du das? Warum hast du das eigentlich getan?“
Fynn stand schweigend auf und ging zur Toilette, John verharrte auf dem Sofa, er konnte die Geräusche hören, die Fynn von sich gab, während er sich erbrach. Er hatte Mitleid mit ihm und doch war er auch wütend auf Fynn. Er hatte sich nicht an die Abmachung gehalten. Anscheinend hatte er doch mehr von seinem Vater, als von seiner Mutter. Er war auf eine Art tyrannisch und stur, arrogant und wollte immer Recht haben und behalten. John schüttelte mit seinem Kopf. Ein Kind entsprungen, zu den unmöglichsten Momenten, die es je gegeben hatte. Die Geräusche klangen ab. John erhob sich und ging auf das Bad zu, um nach dem Rechten zu schauen. Fynn hockte auf dem Boden, Blutspritzer waren auf der Klobrille zu sehen.
„Am besten du gehst erst einmal duschen und danach gleich schlafen, dass wäre das beste für dich.“
Fynn stimmte ihm kaum hörbar zu.
„Ja, dass wird wohl das Beste sein.“
Was war bloß vorgefallen? John wusste es nicht, aber er musste es schnell herausfinden, damit er ihm helfen konnte.
„Ich bin mal eben weg, was trinken, ich bin sofort wieder da, ich hoffe dann bist du auch noch hier und nicht wieder irgendwo anders, irgendwas dummes anstellen.“
„Keine Angst John, dass war ein einmaliges Erlebnis.“
„Das hoffe ich doch.“
Er verließ das Haus und verschwand in der Dunkelheit, auf der Suche nach einer schnellen Mahlzeit.
Anna saß auf ihrem Bett und blickte immer noch verstört auf ihr Handgelenk. Hatte sie sich das alles mit Fynn nur eingebildet? Oder war seine Körpertemperatur tatsächlich rapide gesunken? Hatte sich seine Augenfarbe verändert? Hatten sich die Farben bewegt? Das muss doch alles unmöglich gewesen sein. Sie schüttelte den Kopf. Sie hatte Angst vor Fynn, sie hatte immer noch Angst vor ihm. Seine Augen waren so kalt gewesen, als sie vor ihrem Haus standen. Was war bloß los mit ihm? War er überhaupt ein menschliches Wesen? Ja, das war er, schließlich gibt es keine übernatürlichen Wesen. Nein, die gibt es nicht, schließlich ist das wissenschaftlich bewiesen. Sie beschloss sich nicht weiter damit auseinander zusetzen. Sie hatte schließlich besseres zutun. Zum Beispiel Hausaufgaben.
Der nächste Tag begann wie jeder andere. Anna stand auf, wie immer viel zu spät, schnappte sich ihr Frühstück und stürmte aus dem Haus, durch den Park und an Fynns Haus vorbei.
Als sie zu seinem Haus blickte, sah sie ihn, wie er etwas um das Haus pflanzte. Blumen. Sie blieb einen Moment stehen und beobachtete ihn, als er zu ihr aufsah. Er sah wirklich furchtbar aus. Er war furchtbar blass und hatte Augenringe. Er sah aus, als hatte er unter einer Krankheit gelitten oder die ganze Nacht durchgemacht. Anna erschrak. Sein Blick war voller Hass und Feindseligkeit. Er ließ alles stehen und liegen und ging in zurück in sein Haus, die Tür hinter sich zu knallend. Anna stand noch eine ganze Weile vor diesem alten Gebäude, bis die Realität sie wieder einholte. Ein Blick auf die Uhr ließ sie aufschrecken.
„Ich komme viel zu spät!“
Während sie weiter zur Schule rannte, beschlich sie ein merkwürdiges Gefühl. Irgendetwas stimmte nicht mit Fynn. Nur was, das wusste sie nicht.
Nach Mathematik, ließ Anna ihren Kopf genervt auf die Tischplatte knallen. Sie seufzte. Sie fühlte sich irgendwie schuldig. Aber eigentlich hatte sie doch gar keinen Grund dazu gehabt, oder? Schließlich hatte er wieder mit dieser Feindseligkeit angefangen, aber sie hätte die Dinge, die sie gesagt hatte auch nicht sagen dürfen, das war ein Fehler gewesen. Und außerdem hat dieser Fynn noch nie etwas von ihr gewollt.
Also, warum sollte sie ein schlechtes Gewissen haben? Sie hatte keinen Grund dazu, eher er.
Sie lächelte. Der Schultag verging wie im Flug und Anna beteiligte sich an jeder Stunde. Sie wusste, dass sie das nur tat, um sich abzulenken, aber das gestand sie sich nicht ein.
Auf ihrem nach Hause weg kam sie wieder an Fynns Haus vorbei, dieses Mal war er nicht im Garten. Sie seufzte und ging weiter.
Daheim, war das erste was sie tat, ihre Hausaufgaben. Als sie mit ihnen fertig war, saß sie auf ihrem Bett und hatte keine Idee mehr, was sie hätte tun können. Gelangweilt starrte sie an ihre Zimmerdecke, als ihr etwas einfiel. Anna schnappte sich ihren MP3 Player und verabschiedete sich von ihrer Mutter. Mrs. Sander würde sich bestimmt darüber freuen, dass jemand ihren Hund ausführte, sie selber war dazu ja noch kaum in der Lage. Es war schon einige Monate her, da sie mit dem kleinen Dackel spazieren gegangen war, aber er schien sie immer noch zu erkennen, denn als Mrs. Sander ihre Haustür öffnet kam der kleine munter auf Anna zu gerannt, um sie zu begrüßen.
„Na, Kleiner.“
Vergnügt strich sie dem Hund über den Kopf.
„Anna? Bist du das?“
Die alte Frau rückte sich ihre Brille, mit den dicken Gläsern zu recht.
„Ja, ich bin es. Ich bin gekommen, um ihren Hund auszuführen.“
„Oh, das ist aber nett von dir, du warst aber schon lange nicht mehr hier.“
„Ja, ich hatte ziemlich viel zutun wegen der Schule.“
Mrs. Sander nickte.
„Na gut, warte, ich hole seine Leine.“
Als sie zurück an die Tür trat waren bereits einige Minuten verstrichen.
Sie nahm den Hund mit sich und verabschiedete sich von der alten Dame. Anna beschloss mit dem Hund im Wald spazieren zu gehen, natürlich mit großem Abstand von ihrem ehemaligen Lieblingsplatz. Als Anna den Waldrand erreicht hatte, steckte sie sich ihre Ohrstöpsel des MP3 Players in die Ohren und ließ ihre Lieblingsmusik ablaufen. Während sie mit dem kleinen Hund spazieren ging, bemerkte sie nicht die hereinbrechende Dunkelheit und die verstreichende Zeit, erst als ihre Batterien des MP3 Players leer waren, bemerkte sie die Dunkelheit um sich. Der Dackel zerrte an der Leine und kläffte lautstark, er wollte unbedingt tiefer in den Wald. Anna wusste, das würde wieder Ärger geben. Sie beugte sich hinunter, um den Hund zu beruhigen, dieser wollte anscheinend nicht, er biss Anna kräftig in die Hand, um anschließend weg zu laufen. Anna schreckte nach oben. Ihre Hand stach und schmerzte und sie blutete.
„Verdammt. Dämlicher Hund.“
Was hatte den Hund nur so in Aufruhe gebracht? Anna lauschte in die Dunkelheit, sie vernahm Stimmen und schließlich eine vertraute, wütende Stimme.
„Fynn.“
Und dann fiel Anna wieder das Gespräch im Auto ein. Er vergrub doch immer etwas im Wald, war das nicht so?
Vorsichtig ging sie auf die Stimmen zu.
„Verdammt John! Du warst doch erst vor kurzem Jagen, also warum denn jetzt schon wieder? Und warum muss ich dir immer helfen alles zu beseitigen? Das müsstest du eigentlich allein machen.“
Johns Lachen ertönte, als es
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Kommentare
Andrea schrieb am 2008-03-10 14:25:38:
wann gehts weiter?!!!??
Kara schrieb am 2008-03-07 00:04:54:
gehts noch weiter oder stirbt anna wirklich??
ich hoffe doch nicht ... schreib bitte schnell weiter ...
Lilly schrieb am 2008-02-27 11:49:37:
wann geht es endlich weiter????
Andrea schrieb am 2008-02-24 14:49:33:
schnell weiter!!!!!!!!!! bitte!!!!!
super geschichte!!
Yuriko schrieb am 2008-02-06 21:21:09:
also ich kann dem wurm nur zustimmen XD find ich auch voll unfair !!!
also schreib schnell weiter !!
Lilly schrieb am 2008-02-06 15:01:17:
Huhuhu .... gut, schnell schreib weiter!
Pünktchen schrieb am 2008-02-06 12:31:55:
jaaaa endlich gehts weiter...ich verschlinge die einzelnen teile nur so...also ganz schnell weiter schreiben bitte bitte
Wurm schrieb am 2008-02-06 10:28:14:
Hey!
Warum brichst du immer an den spannendsten Stellen ab?
Das ist unfair.
Wurm
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