Fynn 14
von
Yve
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„Na ja, das hat doch ganz gut geklappt.“
Anna blickte deprimiert auf den Boden und gab zunächst keine Antwort.
„Ja, das hat es wirklich.“
Als die Schule endlich vorbei war, stieß Anna einen erleichterten Seufzer aus. Gemütlich kramte sie ihre Schulesachen zusammen und verließ mit zügigen Schritten das Schulgebäude. Gwen machte ihr eindeutig Angst, das konnte sie nicht leugnen. Als sie zur Straße blickte stand dort Fynn mit Johns Auto, das er über alles liebte.
„Das kann doch alles nicht wahr sein.“
Anna ließ den Kopf hängen und blieb stehen. Eine Erinnerung keimte in ihr auf. So hatte er damals auch auf sie gewartet und sie hatte nichts Besseres zutun gehabt als sich peinlich zu machen. Anna konnte sich gut vorstellen, was man bei diesem Anblick jetzt denken würde. Fynn verstärkte das Gerücht, dass sie zusammen waren nur noch mehr. Jetzt konnte Anna ohnehin nichts mehr ausrichten und lief gedemütigt auf Fynn zu.
„Hi. Wie ich sehe holst du mich mal wieder ab.“
„Stimmt genau!“
Fynns Mund wies ein breites Grinsen auf.
„Hör mal Fynn, meine Eltern sind nicht so dämlich, dass sie glauben ich würde jeden Tag zur Nachhilfe gehen.“
Fynn machte ein unschuldiges Gesicht, dann tat er so als würde er kurz überlegen.
„So weit John mir berichtet hat, hattest du diese dämliche Idee.“
„Stimmt.“
Anna war eindeutig nicht in der Stimmung irgendetwas abzustreiten und somit einen Streit anzufangen.
„Aber, John und ich haben uns da schon etwas ausgedacht.“
Misstrauisch sah Anna Fynn ins Gesicht, senkte ihren Blick jedoch wieder, als sie merkte dass etwas sich in ihr regte bei seinem Anblick.
„Dann erzähl mal.“
Sie konnte sich schon fast denken, was jetzt kam. Eine Idee, die noch dämlicher war, als die ihre.
„Steig doch erstmal ins Auto.“
Anna wurde immer komischer zu Mute. Warum war Fynn, der eigentlich nur Sarkasmus und Spott bereithielt, plötzlich so nett? Trotzdem stieg sie ins Auto. Fynn stieg ebenfalls ein und fuhr los, jedoch an seinem Haus vorbei.
„Wo willst du hin?“
„Ist deine Mutter eigentlich zu Hause?“
Zögernd blickte Anna zu Fynn.
„Ja, warum?“
Fynn lächelte wieder.
„Ach nur so.“
Fynn stellte das Autoradio an und pfiff ein Lied mit. Anna fragte sich allmählich, ob sie zu dem richtigen Fynn ins Auto gestiegen war. Dessen gute Laune war ja kaum zu ertragen. Vor Annas Haus stoppte er, stieg aus und öffnete Anna die Tür. Anna stürmte sofort auf die Haustür zu, aber Fynn holte sie ein.
„Warte mal.“
„Warum?“
„Deshalb.“
Fynn verschränkte seine Finger mit Annas. Verstört und geschockt blickte Anna auf ihre Hand.
„Das ist jetzt nicht dein Ernst oder? Händchen halten?“
„Vertrau mir einfach.“
„Dir vertrauen, das wüsste ich aber.“
„Dann vertrau Johns Idee.“
Anna schwieg. Also zog Fynn sie zu ihrer Haustür und klingelte mit der freien Hand. Es dauerte einige Sekunden, bevor Annas Mutter die Tür öffnete. Erstaunt blickte Mrs. Harrison erst Fynn an, dann Anna und dann die in einander verschlungenen Hände. Die Freude sah man ihr sofort an.
„Kommt doch rein.“
Das war ja mal wieder alles wundervoll, was Fynn Anna da angetan hatte.
„Anna davon hast du mir ja überhaupt nichts erzählt!“
Vorwurfsvoll und tadelnd sah sie ihre Tochter an, die genervt zur Seite sah und derweil versuchte ihre Hand aus Fynns Griff zu lösen, aber Fynn drückte einmal kräftig zu und signalisierte Anna damit, dass er so schnell nicht los lassen würde. Diese verzog vor Schmerz das Gesicht und versuchte nicht noch einmal ihre Hand wegzuziehen. Fynn sah die ganze Zeit nur Annas Mutter mit einem charmanten Lächeln an.
„Kommt, setzt euch doch ins Wohnzimmer.“
Schweigend folgten die beiden Annas Mutter.
„Wollt ihr irgendetwas trinken? Orangensaft, Tee?“
„Nein, danke.“
„Doch, ich hätte gern Orangensaft.“
Anna sah Fynn überrascht von der Seite an.
„Was ist denn?“
„Nichts.“
Annas Mutter war bereits in der Küche verschwunden.
„Du kannst meine Hand jetzt ruhig loslassen.“
„Und was ist, wenn ich das nicht will?“
Fynn sah Anna verführerisch in die Augen, dieser blieb für einige Sekunden die Luft weg.
„Stör ich?“
Mrs. Harrison stellte Fynn den Orangensaft vor die Nase.
„Nein, ganz und gar nicht, Mum.“
„Erzählt doch mal. Wie habt ihr euch denn kennen gelernt? Wie heißt denn dein Freund, wie lange kennt ihr euch schon?“
Annas Mutter hatte sich in einen Sessel gesetzt und nippte an ihrem heißen Tee. Fynn ließ nun endlich Annas Hand los. Diese verschränkte ihre Arme sofort vor der Brust und sah ihre Mutter trotzig an.
„Anna und ich haben uns in dem großen Shopping Centre kennen gelernt. Ihre Tochter kann ganz schön zickig sein und gerät schnell in Rage.“
Annas Mutter lächelte.
„Ja so war sie schon immer, mich wundert es ja, dass du, ich darf doch du sagen, sie gebändigt hast.“
Fynn nahm nun auch einen Schluck von dem Orangensaft.
„Nennen Sie mich doch Fynn.“
„Das ist wirklich ein sehr schöner Name.“
„Danke. Anna und ich kennen uns noch nicht allzu lange.“
Anna war sichtlich genervt.
„Wenn ihr mich nun entschuldigen wollt, ich werde jetzt nach oben gehen und mich wichtigen Schulsachen widmen. Wenn du willst Mum, kannst du Fynn derweil meine Babyfotos zeigen.“
„Die würde ich gern sehen.“
Fynn sah interessiert Mrs. Harrison an.
„Anna war wirklich ein sehr niedliches Baby.“
Mit der flachen Hand schlug Anna sich gegen die Stirn, um anschließend wütend den Raum zu verlassen. Annas Mutter wollte soeben die Fotos herbeikramen, als Fynn sich erhob.
„Die Bilder können Sie mir auch ein anderes Mal zeigen.“
Er lächelte ihr noch kurz zu und folgte Anna anschließend.
„Du brauchst mir nicht hinterher zu laufen. Johns Idee ist noch dämlicher als meine und ich werde da nicht mitspielen Monsieur Lügenbaron.“
„Ich hätte deiner Mutter wohl kaum von den wirklichen Umständen erzählen können.“
„Warum denn nicht?“
Herausfordernd sah Anna Fynn in die Augen. Ihre grünen Augen funkelten streitsüchtig. Fynn lachte plötzlich auf und drückte sie auf einige Meter Abstand.
„Diese wütende, mordlüsterne Freundinnennummer hast du echt gut drauf, aber keine Angst, ich bin ganz treu.“
„Was soll das denn nun schon wieder heißen? Wie oft soll ich denn noch betonen, dass ich da nicht mitmache und dass wir nicht zusammen sind, kein Paar.“
Anna war weiter gelaufen und öffnete nun die Tür zu ihrem Zimmer. Fynn schloss sie hinter sich.
„Warum nicht?“
„Weil ich nur bis zu einem Grad da mitmache, weil ich an meinem Leben hänge. Aber so weit, dass wir ein Liebespaar spielen, möchte ich nicht gehen.“
Fynn kam Schritt für Schritt auf Anna zu und drängte diese immer weiter auf ihr Bett zu. Und plötzlich lag sie auf dem Bett, Fynn über ihr, beide Hände links und rechts neben ihrem Kopf in die Matratze gestemmt.
„Wie hast du das angestellt…?“
Ängstlich sah sie Fynn in die wunderschönen, blauen Augen. Vorsichtig strich Fynn eine Haarsträhne aus Annas Gesicht.
„Ich bin kein Mensch, was erwartest du“, flüsterte er ihr entgegen.
„Gut ich bin beeindruckt, du kannst jetzt wieder von mir
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Kommentare
Yve schrieb am 2008-06-15 20:08:59:
Das Fynn blaue Augen hat, das ist ein Fehler meinereseits.. er hat braune.. =)
anna k. schrieb am 2008-06-14 19:01:09:
ich finde das was du schreibst so genial.
deine wortwahl ist echt fantastisch.
schreib bitte schnell weiter.
lg anna
hannah-victoria schrieb am 2008-06-14 16:44:52:
uiii wie sweeetttt......^.-
ahh ich wünschte ich wäre anna...**heul**
fynn is einfach zu sexy,,,,,,....,,,...,,.,.,.,.,.^.-)=(^.^
ganz ganz ganz liebe grüßeund schönnnn weiter schreiben....
hannah
jess schrieb am 2008-06-14 16:24:09:
ohha beeil dich bitte mit der nächsten fortsetzung!! gaaaanz fürchterlich spannend!!!:) biiiiiitte!!:D
!!! schrieb am 2008-06-14 10:25:47:
Wie immer sehr schön! Hoffe du schreibst bald weita!
lg
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