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Kategorien > Love Story´s > Außergewöhnliches

Fynn 17

von Yve

1

„Tut mir Leid“, sagte sie und ging zu ihrer Seite des Bettes.
„Das muss dir doch nicht Leid tun“, sagte er beruhigend und kam einige Schritte auf sie zu.
„Bleib bitte auf deiner Seite!“
Fynn hörte nicht auf sie und kam einfach näher. Anna erhob warnend eine Hand und bedeutete ihm damit fernzubleiben. Dieser blieb stehen und sah sie unschuldig aus großen, braunen Augen an.
„Was hast du nur Anna?“, sagte er mehr zu sich selbst als zu ihr.
Anna fasste sich an den Kopf.
„Ich bin nur etwas müde, ich werde wohl besser schlafen gehen.“
Fynn nickte und begab sich auf seine Seite des Bettes. Schläfrig ließ sich Anna auf das Bett fallen und deckte sich schließlich zu. Fynn tat es ihr gleich und losch schließlich das Licht. Anna war noch überhaupt nicht so müde, wie sie es vorgetäuscht hatte. Nachdenklich, mit dem Gesicht zur Wand gekehrt, lag sie noch eine gute Stunde wach, bevor sie abermals in einen grausamen Albtraum versank.
Anna befand sich in einem Wald, der ziemlich düster und unheimlich war. Es war totenstill in dem Waldstück und so hörte sie nur ihren lauten Atem und den Wind, der durch die dunklen Tannen wehte. Obwohl es ein Traum war, fühlte alles sich abermals ziemlich real an. Der Wind, der Geruch der Tannennadeln und der Waldboden unter ihren Füßen. Unter ihren nackten Füßen. Anna blickte an sich hinab. Sie trug ein Nachthemd, aber keine Schuhe und die Kälte kroch langsam an ihren Beinen hinauf. Es wurde immer kälter, bald konnte das junge Mädchen seinen Atem sehen. Anna schloss beide Arme um ihren Oberkörper, aber trotzdem wurde ihr nicht wärmer, sonder kälter, immer kälter. Plötzlich schoss eine Gestalt aus dem dunkeln. Es war Gwen. Sie sah furchtbar aus. Überall an ihr klebte Blut, das noch in der Kälte dampfte. Gwen lachte diabolisch und zeigte mit einem Dolch auf Anna. Diese bekam Panik und wollte sich umdrehen, aber es gelang ihr nicht und so war sie der zerstörerischen Wut von Gwen schutzlos ausgesetzt. Mit einem unmenschlichen Schrei stürzte sie sich auf Anna und stieß ihr mit aller Kraft den Dolch in den Bauch. Ein furchtbarer Schmerz entbrannte in ihrem Unterleib und fraß sich immer weiter bis auf die andere Seite. Blut spritze, Annas Blut. Gwen riss den Dolch wieder raus und langte nochmals mit der anderen Hand in das klaffende Loch in Annas Bauch, um etwas herauszuholen, ihre Milz. Genüsslich leckte Gwen an Annas Organ und zerquetschte es schließlich mit einer Hand. Anna sank vor Schmerzen auf die Knie. Sie verlor noch immer Blut und allmählich wurde sie müde, immer müder, bis sie schließlich tot zu Boden sank.
Anna riss die Augen auf, noch immer hörte sie das Lachen von Gwen. Panisch sah Anna an sich hinunter und entdeckte Blut! Unmengen von Blut, es war ihr Blut, dass noch immer aus einer Wunde an ihrem Bauch strömte. Nun schrie sie voller Verzweiflung und konnte sich nicht mehr beruhigen. Anna wollte unbedingt sehen, was sich unter dem Nachthemd verbarg und riss daran, aber es schien sich wie eine zweite Haut um sie zu legen und immer enger zu werden. Schließlich kratzte sie nur noch an der Stelle, an dem das Blut ausströmte.
Fynn war hoch geschreckt, nachdem Anna angefangen hatte zu schreien. Sie saß kerzengerade im Bett. Ihre Augen waren trübe, aber weit aufgerissen. Sie hatte wieder einen Albtraum so vermutete Fynn. Das schlimmste aber an der ganzen Sache war, dass Anna sich den Bauch blutig kratzte und markerschütternd schrie. Er musste sie sofort aufwecken oder zumindest stoppen. In Hektik sah er sich um, was sollte er nur tun? Fynn sprang auf und riss Annas Hände von ihrem Bauch um sie festzuhalten.
Schließlich schrie er ihr so laut er konnte ins Gesicht: „Wach auf!“
Es schien jedoch nicht zu helfen. Fynn ließ Annas Hände für einen Moment los und stürmte ins Bad, in dem er ein Glas mit kaltem Wasser holte und es Anna mitten ins Gesicht goss. Anna zuckte und schließlich wurden ihre Augen klar und nun wirkte sie verschlafen. Vorsichtig betastete sie ihren Bauch, der blutig gekratzt war.
„Ich dachte schon…“, ungläubig betastete sie noch immer ihren Bauch und war sichtlich erleichtert, dass alles an seiner Stelle war.
„Fynn?“, ängstlich sah sie zu ihm auf. Er lächelte sie an.
„Es war wirklich furchtbar“, Anna unterdrückte die Tränen.
„Ist schon gut, jetzt bist du ja wach, aber wir, müssen uns um deine Wunden kümmern“, entgegnete der nun ebenfalls erleichterte Fynn. Er eilte zu seinem Koffer und holte nach einiger Zeit einen erste Hilfe Kasten hervor. Zunächst Desinfizierte er die Wunden. Anna verzog schmerzerfüllt das Gesicht. Das Zeug brannte vielleicht auf Wunden. Schließlich verband er sie, was anderes hatte er ohnehin nicht dabei.
„Ich glaube du willst jetzt nicht mehr schlafen oder?“
Anna schüttelte mit dem Kopf. Ihre braunen Haare waren völlig zerzaust.
„Wie spät ist es?“, fragte sie zaghaft.
Fynn blickte auf seine Armbanduhr, die auf dem Nachtschrank lag.
„Es ist jetzt genau 3.12 Uhr, morgens versteht sich.“
Anna nickte und ließ sich wieder ins Bett sinken. Liegen konnte sie ja, nur einschlafen, das wollte sie nicht. Fynn legte sich auch wieder ins Bett, blieb jedoch auch wach, um für Anna da zu sein und um auf sie aufzupassen.
„Wann hören diese Albträume endlich auf? Ich bin nicht mehr weit von einer Psychiatrie entfernt“, Anna seufzte resigniert.
Fynn schwieg für eine Weile, bevor er antwortete.
„Wenn wir am Zielort sind, wird sich bestimmt jemand finden, der dir helfen kann, davon bin ich überzeugt. Vielleicht folgt uns der Alb auch und wir können ihn erledigen, wenn wir ihn finden heißt es natürlich.“
Anna nickte.
„Ich hoffe es.“
Um 5 Uhr morgens hatte Fynn wieder alles zusammengepackt und wollte kurz in das Zimmer von John gehen, um ihm Bescheid zu sagen, dass es nun weiter ginge, aber er war nirgends aufzufinden. Johns Bett war unberührt, die Tür jedoch offen. Fynn holte einmal tief Luft durch die Nase, konnte jedoch keinen einzigen Geruch wahrnehmen, der zu John gepasst hätte, stattdessen stieg ihm ein anderer, unbekannter und undefinierbarer Duft in die Nase. Er war völlig fremd und furchtbar süß. Was war das?
Fynn eilte aus de Zimmer und holte Anna. Er konnte auf John keine Rücksicht nehmen, wahrscheinlich war er immer noch draußen unterwegs. Fynn hoffte, dass er draußen unterwegs war.
Sollte irgendetwas Schlimmes mit ihm passiert sein, konnte er ihm jetzt auch nicht mehr helfen, dann war es vermutlich schon zu spät.
„Wo ist John? War er nicht auf seinem Zimmer?“, fragte Anna den sichtlich unter Stresse stehenden Fynn.
„Nein, er war nicht auf seinem Zimmer und ich schlage vor, dass wir jetzt schnell hier verschwinden. Hier stimmt etwas nicht.“

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Kommentare

jess schrieb am 2008-09-04 16:54:28:
deine geschichte ist der hammer und macht wirklich sau spaß zu lesen, doch wenn du immer so lange für den nächsten teil brauchst kommt man immer wieder raus u das ist doof!
andrea schrieb am 2008-09-04 11:36:15:
bitte weiter. :)

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