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Kategorien > Love Story´s > Außergewöhnliches

Fynn 18

von Yve

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Um 5 Uhr morgens hatte Fynn wieder alles zusammengepackt und wollte kurz in das Zimmer von John gehen, um ihm Bescheid zu sagen, dass es nun weiter ginge, aber er war nirgends aufzufinden. Johns Bett war unberührt, die Tür jedoch offen. Fynn holte einmal tief Luft durch die Nase, konnte jedoch keinen einzigen Geruch wahrnehmen, der zu John gepasst hätte, stattdessen stieg ihm ein anderer, unbekannter und undefinierbarer Duft in die Nase. Er war völlig fremd und furchtbar süß. Was war das?
Fynn eilte aus dem Zimmer und holte Anna. Er konnte auf John keine Rücksicht nehmen, wahrscheinlich war er immer noch draußen unterwegs. Fynn hoffte, dass er draußen unterwegs war.
Sollte irgendetwas Schlimmes mit ihm passiert sein, konnte er ihm jetzt auch nicht mehr helfen, dann war es vermutlich schon zu spät.
„Wo ist John? War er nicht auf seinem Zimmer?“, fragte Anna den sichtlich unter Stress stehenden Fynn.
„Nein, er war nicht auf seinem Zimmer und ich schlage vor, dass wir jetzt schnell hier verschwinden. Hier stimmt etwas nicht.“
Anna sah ihn verwirrt an.
„Er war nicht auf seinem Zimmer, vielleicht ist er ja noch draußen, es heißt doch nicht, dass ihm etwas passiert ist“, sagte Anna ziemlich entschlossen.
Fynn verdrehte genervt die Augen.
„Anna, hör mal, ich habe keine Lust darüber zu diskutieren. John wird uns schon finden und jetzt komm.“
Anna imitierte ihn genervt.
„Ja, ja, ich komme ja schon.“
Schweigend folgte sie ihm. Fynn war sehr erleichtert deswegen. Vielleicht hielt sich noch irgendetwas oder irgendwer in der Pension auf. Er war auf alles gefasst, seine Sinne vollkommen auf seine Umgebung eingestellt. Schließlich verließen sie das Haus unter den sehr misstrauisch wirkenden Blicken der Tresenfrau. Fynn hielt Anna die Autotür auf, damit sie sich gleich reinsetzte.
„Wo wollen wir jetzt hinfahren?“
Ohne zu antworten fuhr Fynn los. Warum passierte das alles jetzt? Er konnte das alles wirklich nicht gebrauchen. Ohne John würde er niemals den Weg finden.
„Ich weiß nicht wo wir hin müssen, John wusste das alles.“
„Auch gut. Wir können auch einfach wieder zurück fahren“, schlug Anna vor.
„Nein, das geht jetzt nicht mehr.“
Gelangweilt beschloss Anna die vorbeiziehende Landschaft zu beobachten.
„Mir ist langweilig“, sagte sie schließlich.
Erstaunt sah Fynn zu ihr hinüber.
„Wir sind doch gerade mal ein paar Minuten unterwegs.“
Die Sonne ging gerade auf und Fynn war schon ein bisschen entspannter, als etwas den Wagen erschütterte.
„Was war das?!“, schrie Anna ängstlich aus.
Fynn antwortete nicht, sondern versuchte den Wagen wieder unter Kontrolle zu bekommen. Vergebens wieder prallte etwas gegen ihn und ließ das Auto von der Straße abkommen und in einen Wald rasen. Fynn musste sofort handeln, noch bevor sie gegen einen Baum prallten, damit Anna nichts geschah. Er riss sie ohne auf ihren Protest zu achten aus dem Sitz und sprang aus dem Wagen. Dieser wurde schließlich durch eine Tanne zum Stehen gebracht und fing Feuer.
Verwirrt fasste Anna sich an den Kopf.
„Mir ist ganz schummrig“, lallte sie.
Fynn versuchte irgendeinen Anhaltspunkt über den Angreifer zu erfassen, aber der Rauch der vom Wagen aufstieg benebelte seinen Geruchssinn.
„Komm“, Fynn musste sofort wieder auf die Landstraße zurück ins Licht und aus dem dunklen Wald raus, aber es war zu spät. Wie Schatten standen sie plötzlich vor ihm. Vampire.
„Was wollt ihr?“, rief Fynn ihnen wütend entgegen. Einer der Vampire löste sich aus der Reihe und trat einige Schritte nach vorn. Sein Gesicht wurde von einer Kapuze verdeckt, die er sich tief ins Gesicht gezogen hatte. Ein Grinsen entblößte seine tödlichen Zähne.
„Wir wollen uns nur ein bisschen unterhalten und dir ein Angebot unterbreiten“, säuselte er mit starkem französischem Akzent. Fynn wusste nicht genau, ob er es wagen sollte, sich und Anna mithilfe seiner Fähigkeiten zu befreien. Aber um einer Anzahl von 10 Vampiren beizukommen, musste er sich verwandeln. Dazu brauchte er Blut und er wusste nicht ob er eigenständig in der Lage war sich wieder zurück zu verwandeln. Fynn zögerte.
„Du zögerst? Vielleicht hilft dir das ein bisschen bei deiner Entscheidung!“
Eine Gestalt wurde aus der Mitte der Vampire gestoßen. Es war John, schrecklich zugerichtet.
„Wenn du dich weigern solltest, oder uns angreifst, dann werden wir ihn in die Sonne außerhalb des schützenden Waldes werfen, das kann ich dir versprechen, mon ami.“
Fynn blieb ganz locker.
„Na und macht das ruhig, ich wollte ihn sowieso los werden“, antwortete er todernst.
Anna und John schienen ihn gleichzeitig geschockt anzusehen.
„Das ist also der Dank für all die Jahre die ich dir geopfert habe!“, kam es deutlich von dem am Boden liegenden John.
Der französische Vampir schien zu überlegen.
„Na schön, dann eben die Kleine an deiner Seite!“
Einer der maskierten richtete direkt eine Waffe auf Anna. Ängstlich schritt sie auf die Vampire zu. Fynn konnte im Moment nichts ausrichten, er war nur in Besitz seiner vollen Kräfte wenn er verwandelt war und alles Menschliche abgelegt hatte, außerdem konnte man ihn in menschlicher Gestalt leicht töten und das würde niemandem nützen.
„Wenn du ihr auch nur ein Haar krümmst, dann bring ich euch alle um!“, versprach Fynn.
„Ja, ja kommt jetzt mit“, der Vampir machte eine wegwerfende Handbewegung.
5 Vampire führten Fynn ab, der Rest kümmerte sich um Anna und John. Als alles geregelt war gingen alle zu einem schnelleren Tempo über. Anna und John wurden getragen und Fynn eingezäunt von seinen Wachen lief allein. Allen drein wurden Augenbinden um gemacht.
Anna wusste nicht wie lange sie rannten, sie hatte kein Zeitgefühl. Irgendwann jedoch ließ man sie unsanft auf den Boden fallen und löste ihre Augenbinde.
„Aua!“, empörte sie sich.
„Halt den Mund!“
Unfreundlich waren die alle hier. Sie befanden sich vor einer maroden kleinen Hütte.
„Das ist aber ein schönes Geheimversteck“, sagte sie mehr zu sich selbst als zu den Vampiren, aber ein strenger Blick von der Seite ließ sie auf der Stelle wieder verstummen.
„Victor wartet schon.“
Fynn, John und Anna wurden abgeführt. Innerhalb der Hütte befand sich kein Mobiliar, sondern eine steinerne Treppe, die in den Untergrund führte. Anna sah sich mit erstaunten Blicken um. Es war wie ein uralter Keller. Vermutlich eine Art Unterschlupf für Vampire, die vorübergehend in dieser Gegend zutun hatten. Es war ziemlich kalt und nass, Anna fröstelte.
„Das Mädchen und der verletzte Vampir kommen da rein!“, Victor gab klare Anweisungen. Anna und John wurden einfach in eine fensterlose Kammer gesperrt.
„Das können die doch nicht mit uns machen, John!“
John setzte sich auf.
„Doch, das können die“, gab er resigniert zurück. „Das sind Abtrünnige, die das Regierungssystem stürzen wollen, um ihr eigenes durchzusetzen.“
Anna ließ sich gegen eine Wand sinken.
„Was werden die wohl jetzt mit uns anstellen?“, fragte sie ängstlich.
„Vermutlich werden sie uns umbringen, wenn Fynn nicht das tut, was sie von

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Kommentare

grace schrieb am 2008-09-24 14:23:36:
interessante wendung:)
andrea schrieb am 2008-09-24 09:47:58:
klasse. bitte weiter.

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