Fynn 19
von
Yve
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„Ich kann es selbst kontrollieren, wenn ich kein Blut zu mir nehme“, gab er zwischen zusammen gebissenen Zähnen hervor.
„Kein Blut? Du kannst es kontrollieren, wenn du kein Blut zu dir nimmst? Wer hat dir denn so einen Schwachsinn eingetrichtert?“, gab der Vampir drohend als Antwort. „Ich habe Geduld Fynn, ich habe Geduld, schließlich habe ich auch eine ganze Weile gewartet bis du dein jetziges Alter erreicht hattest.“
„Dann musst du wohl noch ein bisschen länger warten!“
Anna lief auf und ab in dem kleinen Raum. Es war stockfinster, aber ihre Augen gewöhnten sich langsam an die Dunkelheit.
„Ich will nach Hause John.“
Anna lehnte sich an eine Wand. Ihr war es egal, ob sie dreckig war oder nicht, sie war furchtbar müde.
Anna gähnte.
„Und ich will dass diese Albträume endlich ein Ende haben“, flüsterte sie.
John schwieg, er antwortete nicht.
„John? Bist du noch da?“
„Ja, natürlich bin ich noch da“, gab er gereizt zurück.
„Na ja, bei euch weiß man das nie so genau.“
Die Tür wurde geöffnet und Fynn trat ein.
„Fynn!“, Anna hatte niemals für möglich gehalten, dass sie sich so freuen würde ihn zu sehen.
Die Tür wurde wieder geschlossen und es war wieder stockfinster.
„Gwen kommt hierher“, stieß er wütend hervor.
Schweigen.
„Sie wollen, dass ich ihnen helfe!“, brachte er gequält hervor und lehnte sich ebenfalls gegen eine Wand.
„Wirst du es tun?“, Johns Stimme klang traurig und Anna fragte sich ob Vampire weinen konnten.
„Ich habe mich geweigert“, Fynn seufzte.
„Wir müssen hier doch irgendwie rauskommen, Fynn! Weißt du wie? Du bist doch so unglaublich stark!“, Anna hatte Hoffnung, aber diese wurde jäh zerschlagen.
„Das kann ich nicht, dafür bräuchte ich Blut“, antwortete Fynn resigniert.
„Du könntest etwas von meinem Blut haben“, schlug Anna vor.
„Das geht nicht“, der Tonfall von Fynn gab unmissverständlich zu verstehen, dass das was Anna vorgeschlagen hatte, unter gar keinen Umständen in Frage kam. Er wollte es noch nicht mal in Betracht ziehen.
„Du bist doch sehr schnell, noch schneller als irgendein Vampir und bestimmt auch stärker, warum nutzt du das nicht? Selbst wenn du nicht deine gesamten Kräfte hast!“, versuchte es Anna weiter.
„Anna wir sind in der Unterzahl und Gwen taucht bestimmt auch jeden Moment hier auf.“
Langsam wurde Anna wütend. Immer sprachen alle von dieser Gwen Wer war sie und vor allem was war sie?
„Wer ist diese Gwen überhaupt? Kann mir das jetzt endlich jemand verraten?“
Anna konnte es förmlich spüren, dass weder John noch Fynn es ihr sagen wollten.
„Ich habe ein Recht es zu erfahren! Schließlich sitz ich hier bei Vampiren in Gefangenschaft und habe furchtbare Albträume die mir ein Alb schickt. Wenn ich euch nicht begegnet wäre, dann wäre das auch alles nicht passiert. Also wenn ich das schon durchstehen muss, dann will ich auch die ganze Wahrheit von euch hören!“, Anna holte Luft, sie war gerade dabei sich kräftig in Rage zu reden.
„Gwen ist…“, weiter kam John nicht, denn die Tür wurde abermals geöffnet und Victor trat ein. Er grinste, als er Anna sah, die die Augen zusammenkniff aufgrund der plötzlichen Helligkeit.
„Du da! Komm mit!“, Victor zeigte mit dem Finger auf Anna, die ihn ängstlich und verstört ansah.
„Sie bleibt hier!“, wütend stellte Fynn sich zwischen Anna und Victor. Anna verspürte plötzlich Wärme und Dankbarkeit für diese Geste, die Fynn ihr entgegenbrachte.
„Geh mir aus dem Weg du Halbblut, sonst kannst du was erleben!“, sagte Victor ruhig, wodurch es sich noch bedrohlicher anhörte. Fynn bebte innerlich.
„Geh jetzt aus dem Weg. Gwen möchte sich ein bisschen mit ihr unterhalten!“
Victor kam langsam auf Fynn zu, dieser lächelte diabolisch und tat schließlich etwas womit niemand gerechnet hatte. Blitzschnell schnellte er nach vorne und riss Victor noch tiefer in den Verschlag. Er machte sich über den Vampir her wie ein wildes Tier. Angewidert trat Anna einige Schritte nach hinten.
„Trinkt er sein Blut, John?“
Etwas knackte. Victor schrie.
„Fynn hör auf!“, nun war es John der aufsprang und Fynn zur Vernunft bringen wollte. Er wusste es war zu spät.
Es rückten bereits weitere Vampire an, die Fynn mit Gewalt von Victor losrissen.
Fynns Mund war mit Blut benetzt. Er grinste unmenschlich und bösartig. Victor schien jedoch noch zu leben. Schwach hob er den Kopf. Der Anblick, den er bot, ließ Anna erschaudern.
Sein Hals war völlig aufgerissen und blutig. Guckte da tatsächlich ein Knochen aus seinem Arm? Hatte Fynn ihm einen offenen Bruch zugefügt?
Einige Vampire halfen Victor auf die Beine. Anna hatte eine Hand vor den Mund gelegt. Es war nur ein Vampir, versuchte sie sich einzureden. Immer wieder wiederholte sie den Satz in ihrem Kopf. Er hat es verdient, Anna, versuchte sie sich weiter zu beruhigen.
Fynn veränderte sich derweil sichtlich. Seine Augen fingen abermals an metallisch zu glühen, seine Haut wurde merklich blasser.
„John? Er will doch nicht…“
„Doch, er will und er wird vermutlich“, antwortete er resigniert.
Anna sagte nichts mehr, sie hoffte nur, dass Fynn zwischen Freund und Feind unterscheiden konnte. Und dann brach es aus Fynn hervor. Das Monster in ihm gewann innerhalb Sekunden die Oberhand und riss sich los. Er war so furchtbar schnell, dass Anna ihn nicht richtig ausmachen konnte. Innerhalb Sekunden hatte er zwei Vampire niedergestreckt. Die anderen wichen ängstlich und verstört zurück.
„Fynn?“, vorsichtig ging Anna einige Schritte auf ihn zu. Ruckartig wandte Fynns einen Kopf zu Anna und blickte sie aus seinen metallischen, goldenen Augen an. Er lächelte und Anna wusste nicht wie sie darauf reagieren sollte.
Er kam auf sie zu, langsam, sehr langsam und Anna hatte den Impuls sich von Fynn wegzubewegen. Sie hatte die Bilder aus dem Wald noch nicht vergessen. Sie hatte sie noch nicht vergessen können, die Albträume hielten es ihr noch immer merklich vor Augen. Sie zeigten Anna, was Fynn jeden Tag mit ihr anstellen konnte. Nun stand Fynn vor ihr, wie aus dem Nichts, blitzschnell war er ihr auf einmal ganz nah. Sie konnte seinen eiskalten Atem auf ihren Wangen spüren. Eine Gänsehaut bildete sich auf Annas Armen. Dort stand er, unmenschlich und gefährlich und sie wusste nicht was er mit ihr machen würde. Geschockt starrte sie ihm in die metallischen Augen, unfähig den Blick abzuwenden. Fynn lächelte und entblößte dabei seine gefährlichen Zähne.
„John?“, flüsterte Anna ängstlich.
„Beweg dich einfach nicht.“
Annas Herz schlug merklich schneller und pumpte tonnenweise Adrenalin durch ihren Körper.
Fynn senkte langsam seinen Kopf. Seine Lippen legten sich auf Annas. Diese war noch immer steif wie ein Brett und wusste nicht was zu tun war. Mit noch immer weit aufgerissenen Augen stand sie da und tat einfach nichts. Es war nur ein ganz kurzer, aber sanfter Kuss und Fynn zog sich sofort wieder zurück. Anna konnte den metallischen Geschmack von Blut auf ihren Lippen schmecken. Es war das Blut von Victor. Angewidert verzog sie das Gesicht. Es kamen noch mehr
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Kommentare
Lilly schrieb am 2008-11-18 22:16:52:
Hast du uns vergessen?????????????
faraday schrieb am 2008-11-02 13:48:17:
hey wann gehts denn weiter??? ich warte schon sehnsüchitg.......
faraday schrieb am 2008-10-06 17:37:42:
hey grundsätzlich wieder der hamma..... so wie eig immer.... aber einige sätze solltest du dir noch mal anschauen..... : den zum beispiel:
Du bist doch so unglaublich stark!“, Anna hatte Hoffnung, aber diese wurde jäh zerschlagen.
naja das klingt kindisch.... so wie ein kind das sagt: aber papa kann das doch.....
oder so irgendwie.... da gibts noch ein paar solcher sätze die aus deinem stil fallen
... schau dir den text einfach nochmal an......
mfg faraday
andrea schrieb am 2008-10-06 17:27:34:
bitte weiter. xD
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