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Kategorien > Love Story´s > Außergewöhnliches

Fynn 20

von Yve

1

„Wie willst du sterben?“, der Alb lachte kalt.
Anna senkte den Blick.
„Eigentlich will ich gar nicht sterben“, flüsterte sie ängstlich.
Der Alb wurde wieder todernst.
„Das lässt sich wohl nicht umgehen. Ich habe einen Auftrag und ich werde ihn präzise ausführen.“
Er schoss auf Anna zu, einen Dolch in der Hand. Anna hielt die Luft an und starrte ängstlich den Dolch in seinen blassen Händen an. Jeden Moment würde der Alb ihr das spitze Ding in den Unterleib rammen oder doch sofort ins Herz? Es wäre zumindest ein schneller Tod, wenn er wirklich ins Herz treffen würde. Aber so konnte ihr Leben doch nicht enden. So plötzlich, sie war doch noch gar nicht so alt.
„Warte!“, Anna riss erschrocken die Arme nach oben, obwohl sie die Hände nicht schützen konnten.
„Willst du noch irgendetwas loswerden bevor du stirbst?“, fragte der Alb belustigt. Anna erschrak, als sie eine kühle Hand in ihrem Nacken spürte. Sie fing an zu zittern. Plötzlich fühlte sie sich so unendlich kalt.
„Gwen, sie….“, stammelte Anna.
Der Griff in ihrem Nacken wurde stärker und ziemlich schmerzhaft. Anna riss den Mund auf, aber kein Ton entwich ihrer Kehle.
„Sprich endlich, oder ich breche dir auf der Stelle das Genick“, zischte der Alb.
Der Griff lockerte sich nicht.
„Sie wollen euch alle vernichten“, brachte sie schließlich hervor.
Für einige Sekunden schien die Zeit still zu stehen. Alles war plötzlich still, ein Blatt schien mitten in der Luft gefangen zu sein und dann stach ein furchtbarer Schmerz durch Annas Schädel. Es fühlte sich fast so an, als würde ihr jemand einen spitzen Gegenstand in den Kopf rammen. Immer tiefer und tiefer. Anna schrie und sank auf die Knie. Der Schmerz verschwand und ihr Kopf pochte nur noch. Anna erbrach sich. Stöhnend richtete sie sich auf.
„Warum sollte sie uns umbringen wollen? Dann müsste sie sich ebenfalls vernichten“, sagte der Alb verächtlich.
Anna würgte. Der mentale Angriff hatte sie ziemlich geschwächt.
„Ich weiß nicht, warum sie es tut, ich weiß ja noch nicht mal was sie ist“, jammerte sie und versuchte sich aufzurichten. Der Alb schien zu überlegen, dann griff er Anna am rechten Arm und riss sie in die Höhe. Anna schrie auf.
„Und du glaubst, nur weil du mir das alles erzählst, werde ich dich verschonen?“, der Alb lachte auf und ließ sie wieder auf den Boden fallen. Annas Schulter schmerzte fürchterlich.
„Gibt es denn keine Möglichkeit?“, flüsterte sie. Der Alb hatte es verstanden, waren seine Ohren doch viel besser als die eines Menschen. Wieder überlegte er. Er schien sich nicht sicher zu sein. Sollte er diesem Menschenkind glauben oder sollte er es auf der Stelle töten?
„Es gibt eine Möglichkeit“, antwortete er düster und geheimnisvoll.
„Welche?“, Hoffnung keimte in der am Boden liegenden Anna auf.

Fynn kam wieder zur Besinnung. Er lag auf einem kalten, steinernen Boden. Was war passiert?
„Anna?!“, Fynn sprang auf, bereute es jedoch auf der Stelle. Ein stechender Schmerz bereitete sich in seinem gesamten Kopf aus. Schwindel ergriff ihn und er fiel augenblicklich wieder zu Boden. Erst jetzt bemerkte er, dass er angekettet war. Die Ketten ließen es gerade einmal zu, dass er sich aufrichten konnte. Fynn fasste sich mit beiden Händen an den Kopf. Er verfluchte es ein Halbblut zu sein. John hätte diese Ketten schon längst von sich gerissen. Aber er war ohne Blut körperlich schwächer als jeder Vampir.
Etwas wurde geöffnet. Fynn drehte sich ruckartig um. Wieder befiel ihn ein leichter Schwindel. Die Tür zu seinem persönlichen Verlies wurde aufgestoßen. Dort stand sie, Gwen. Fast liebevoll sah sie zu Fynn hinunter und schüttelte den Kopf.
„Du hättest so viel von Anfang an haben können, als Kronprinz der Vampire, aber du hast dein Glück mit Füßen getreten“, Gwen ging vor ihm in die Hocke.
„Sie hätten mich nicht akzeptiert“, zischte er zwischen zusammen gebissen Zähnen hervor.
Gwen zuckte mit den Schultern.
„Jetzt spielt das auch alles keine Rolle mehr. Du wirst den König stürzen und selbst auf dem Thron sitzen und ich werde deine Königin sein“, schloss sie triumphierend.
Fynn spuckte aus.
„Wie willst du das erreichen? Ich werde dich niemals zu meiner Königin machen, noch werde ich selbst König“, schrie er zornig.
Gwen zog einen Schmollmund.
„So hast du vor einigen Jahren noch nicht über mich gedacht, kannst du dich daran noch erinnern? Du hast mich geliebt“, erwiderte sie finster.
Fynn wurde immer wütender.
„Da wusste ich auch noch nicht, dass du am Tod meiner Mutter beteiligt gewesen bist.“
Gwen erhob sich ruckartig und schlug Fynn ins Gesicht, dieser gab keinen Laut von sich.
„Du Narr! Es musste geschehen! Diese dumme Frau wollte dich verstecken, um dich zu beschützen, sie belog unseren Rat und verkroch sich bei den Vampiren! Sie hat nichts als den Tod verdient, du hättest sie sehen sollen, als sie ihr eigenes, dunkles Blut erbrach“, schloss sie amüsiert und verließ den Raum.
„Wenn du dich weigerst Fynn, dann wird es Anna schlecht ergehen. Ich werde sie vor deinen Augen umbringen lassen!“, sagte sie drohend und verriegelte die Tür wieder.
„Du Miststück!“, Fynn war außer sich. Er spürte, dass sein Körper nach Blut verlangte, am besten das dieser Verräterin. Er wollte sich in das unberechenbare Monster verwandeln, das alles in Schutt und Asche verwandeln konnte.
Fynn hatte keine andere Wahl, er musste den König, seinen Vater stürzen, um Annas Leben zu beschützen.
„Gwen!“, er wusste, dass sie noch immer da war. Sie war eine Katze und er war ihr Spielzeug.
„Ja?“, drang es gedämpft durch die Eisentür.
„Ich mache es Gwen, aber tu Anna bitte nichts zu Leide“, traurig ließ Fynn seinen Kopf hängen. Er bekam keine Antwort mehr, stattdessen hörte er nun nur noch ihre Schritte, die sich von ihm entfernten.

John klopfte an die große, schwere Eichentür. Er fühlte sich miserabel. Anna war tot, dessen war er sich sicher und nun wurde er zu seinem König geschickt, dem Vater von Fynn, als Bote. Man hatte John übel zugerichtet, seine Wunden verheilten bereits, aber sie hatten sich große Mühe gegeben, dass es nicht zu schnell geschah.
„Herein“, die dunkle, sanfte Stimme drang durch die Tür.
John drückte die Tür auf und stolperte unbeholfen herein.
„Mein König“, vorsichtig verbeugte er sich.
Antoine, der an einem Schreibtisch saß, sprang erschrocken auf. John musste lächeln. Fynn wurde diesem Mann von Tag zu Tag ähnlicher. Das blonde Haar, einfach alles.
„Was ist geschehen?“, fragte Antoine entsetzt

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Kommentare

tweety schrieb am 2009-03-08 17:24:09:
Hallo, deine story ist echt gut.
Dein schreibstil gefällt mir total....gibt es denn gar kein ende???
naja viele grüße
tweety
anna k. schrieb am 2009-02-02 13:43:19:
Hey???? Wann willste denn endlich wieterschreiben???

ich wart schon fast ne halbe ewikeit auf dein vortsetzung!!!

lg anna

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