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Kategorien > Love Story´s > Außergewöhnliches

Fynn 22

von Yve

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Fynn hatte durch die Vampire des Königs eine Schneise der Verwüstung geschlagen. Er war über und über blutbefleckt und es bereitete ihm äußerstes Vergnügen das Fleisch seiner Gegner zu essen. Nun stand er unmittelbar vor seinem Vater, der ebenfalls viele Gegner besiegt hatte. Das Gesicht des Königs drückte Trauer und Entschlossenheit aus. Fynn lachte laut auf.
„Endlich begegnen wir uns mal, Vater“, Fynns Stimme hatte einen merkwürdigen, kalten Ton angenommen. Dunkel und bedrohlich stand er vor dem Vampirkönig. Er fackelte jedoch nicht lange und schoss schon bald blitzschnell auf Antoine zu, dieser wich mit Mühe und Not aus, doch bevor er sich wieder umwenden konnte, hatte Fynn ihm bereits eine Messer zwischen die Rippen geschlagen. Antoine stöhnte auf, Fynn hatte sein Herz verfehlt.
„Fynn!“, John rannte zu Vater und Sohn. „Hör auf damit! Das ist dein Vater! Komm zur Besinnung, Anna hätte das niemals gewollt!“
Einen Moment schien es so, als würde Fynn für einige Sekunden an seinem Handeln zweifeln. Noch bevor John weiter auf ihn einreden konnte, wurde er gepackt und durch den halben Thronsaal geschleudert. Gwen war wie aus dem Nichts aufgetaucht. Sie wütete wie ein Dämon.
„Töte ihn! Denk an Anna“, zischte sie Fynn zu. Augenblicklich war die Mordlust in die Augen von Fynn zurück gekehrt. Er harkte knackend seinen Kiefer auseinander, um seinem eigenen Vater den Hals zu zerfetzen und von seinem Blut zu trinken. John musste handeln, anscheinend glaubte Fynn immer noch, dass Anna lebte und sich in Gefangenschaft befand.
„Anna ist tot!“, rief er bitter.
Abermals verharrte Johns Schützling in seiner Bewegung.
„Man brachte sie in den Wald, nachdem sie sich weigerte ihnen zu helfen. Man hat sie dem Alb auf einem silbernen Tablett serviert“, schloss er seine Erzählung.
Fynn grinste. Er wirkte ziemlich durch den Wind, geradezu verrückt.
„Das ist egal, ich bereite dem allen jetzt ein Ende“, wieder das kalte, grausige, mordlüsterne Lachen. Fynn hatte nicht aufgepasst, der König hatte die Gelegenheit der Ablenkung durch John genutzt und schlug nun mit geballter Kraft zu. Fynns Kiefer renkte sich mit einem lauten, schmerzhaften Geräusch wieder ein und er wurde einige Meter von seinem Vater geschleudert. Er wurde dadurch nur noch wütender. Wutschnaubend stürmte Fynn wieder auf Antoine zu und biss ihm kraftvoll in die Halsbeuge, als plötzlich etwas Unerwartetes geschah.
Eine Stimme hallte durch den Saal. Sie war verändert und doch rief sie Erinnerungen in Fynn wie auch in John wach.
„Hört auf mit dem Unsinn!“, rief Anna, neben ihr der Alb.
Fynn hielt inne, dann übergab er sich.
„Nein! Du Miststück, dafür wirst du durch meine Hand sterben!“, schrie Gwen aufgebracht und stürzte sich auf die junge Untote.
Anna war ein wenig verwirrt. Gwen stürzte sich auf sie und schlug mit unglaublicher Wucht auf sie ein. Anna versuchte sich zu wehren, doch Gwen war zu stark. Plötzlich wurde Gwen weggerissen und Anna erhob sich wieder. Ihr Gesicht schmerzte und war geschwollen, aber schon bald war alles wieder verheilt.
Fynn hatte Gwen weggerissen. Sein Gesicht wies einen gequälten Ausdruck auf. Annas Widersacherin kreischte wütend und versuchte ihn zu packen.
„Ich bringe euch alles um!“, schrie sie.
Der Vampirkönig hatte sich erhoben. Blut tropfte von seiner Wunde in der Halsgegend. Langsam schritt er auf seinen Sohn zu, der die hysterische Gwen fest im Griff hatte. Dieser blickte zu seinem Vater auf. Ohne eine weitere Gefühlsregung brach er Gwen langsam das Genick. Sie schrie, als er ihren Kopf langsam nach hinten und schließlich einmal um die eigene Achse drehte. Es knackte und knirschte und schließlich riss Fynn den Kopf ab um ihn vor die Füße seines Vaters zu werfen. Die Kämpfe um sie herum hörten auf. Alle blickten zu Vater und Sohn. Fynn verdrehte die Augen und brach schließlich zusammen. Kein Funken Leben schien mehr in seinem Körper inne zu wohnen. Anna blickte ungläubig auf den zusammen gesackten Körper.
„Was ist mit ihm?“, fragte sie die Umstehenden monoton.
Der Vampirkönig schritt auf Fynn zu und lud ihn mit einer Leichtigkeit auf seine Arme, die Anna niemals für möglich gehalten hatte.
„Er ist erschöpft“, flüsterte John ihr zu, der nun neben ihr stand.

Es vergingen einige Tage und noch immer kein Lebenszeichen von Fynn. Anna war verwirrt. Der Alb war, nachdem Gwen gestorben war, verschwunden gewesen, als hätte er sich spontan in Luft aufgelöst. Hatte Fynn wirklich überlebt? Und wenn ja, weshalb meldete er sich nicht? Es klopfte an der Tür zu ihrem Zimmer, das man ihr zugewiesen hatte. Weit weg von den königlichen Gemächern. John trat ein, obwohl Anna ihn nicht zum Eintreten aufgefordert hatte. Traurig sank ihr Kopf auf ihre Knie. Leise schloss John die Tür und setzte sich zu ihr aufs Bett. Er bot ihr eine Blutkonserve an, doch Anna schüttelte den Kopf. Obwohl sie nun ein Vampir war, bekam sie dieses Zeug beim besten Willen nicht runter,
„Du musst es irgendwann trinken. Darum kommst du nun nicht mehr herum“, redete er ihr gut zu.
„Was passiert mit den Rebellen?“, fragte sie stattdessen.
John lächelte.
„Die meisten von ihnen sind bereits vernichtet oder in Gefangenschaft, aber was mit ihrem Anführer ist, das weiß ich nicht. Er ist geflohen, dieser feige Hund“, schloss John.
Annas Magen tat weh, ihr brannte der Hals, der rote Durst war unerträglich. John tat etwas was furchtbar ungerecht war. Er wusste, dass es am Anfang eine große Überwindung war Menschenblut zu trinken, er bevorzugte es eher von lebenden Menschen zu trinken und nicht dieses eklige, kalte Blut aus Konserven. John öffnete die Blutkonserve und verschüttete daraufhin eine große Menge auf sich und den Boden. Diese Teile waren aber auch furchtbar kompliziert zu öffnen. Oder war er einfach zu blöd? Ach, da war ja eine Öffnung… Aber egal! Hauptsache es war nun endgültig offen. Er beobachtete Anna. Ihre Nasenflügel bebten, ihre Augen blickten hungrig auf das verschüttete Blut. John dachte schon er hätte über sie triumphiert, aber Anna rannte aus dem Zimmer, Nase und Mund mit beiden Händen zu haltend. Er seufzte resigniert und nahm einen großen Schluck aus dem kaputten Behälter. Angewidert verzog er das Gesicht, um kurz darauf alles runter zu kippen. Nun war er wirklich stolz auf sich. Er hatte eine ganze, John sah auf sich und das verschüttete Blut, na gut eine halbe Konserve getrunken.
Anna hielt sich die Nasen und den Mund zu. Sie konnte doch nicht im Ernst das Blut von anderen Menschen trinken. Ihr Oberkiefer schmerzte. Zwei lange, scharfe Zähne waren aus ihrem Zahnfleisch geglitten und verlangte nach Blut. Das konnte doch alles nicht war sein. Wo war sie da nur hinein geraten? Sie konnte doch jetzt unmöglich zurück nach Hause. Sie lief den langen, dunklen Gang hinunter.
„Warte doch Anna!“
Anna drehte sich um und erblickte den mit Blut verschmierten John. Der hatte ihr jetzt gefehlt.
„Bleib mir ja fern mit deinen Konserven!“, rief sie ihm zu.
John hörte nicht und rannte auf

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Kommentare

Rikki schrieb am 2010-02-18 15:24:21:
hmmm.... Eigentlich fand ich deine Story ziemlich gut, und am Anfang hatte sie auch noch ziemlich viel Biss (Im wahrsten Sinne des Wortes^^), aber zum Ende hin wurde sie immer (zäher?) zu lesen. Das Ende kam, im Allgemeinen, sowieso zu abrupt. Man hätte den Kampf noch viel detailreicher schildern können...

Aber ich möchte ja jetzt nicht nur negatives schreiben, denn negativ ist deine Story auf keinen Fall! Vielleicht ist an einigen Stellen der Wurm drinnen, aber man muss auch sagen, dass du die "Beziehung" zwischen Anna und Fynn total gut beschreiben kannst. Also dafür ein groooßes Lob^^

Naja, du schreibst ja selber, dass es nur das vorläufige Ende ist. Vielleicht kann man noch auf weiteres hoffen???

LG
Rikki

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