Fynn 9
von
Yve
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John sah seinen Freund fassungslos an. Das konnte er doch nicht ernst gemeint haben oder?
Fynn sah John kalt und entschlossen an. John, er kannte diesen Blick und er verabscheute ihn an Fynn.
„Was ist nun John?“
Fynn sah ihn ungeduldig an. John sah auf Anna, die ängstlich zu ihm aufblickte und dann wieder zu Fynn.
„Nein.“
Fynn senkte kurz seinen Blick und als er ihn wieder hob, waren seine Augen sichtlich verändert. Wieder diese metallenen Augen. Anna riss erschrocken ihre Augen auf. Auf einmal bewegten sich Fynns Haare, sie standen zu allen Seiten ab und glühten golden. Seine Hautfarbe wurde furchtbar blass und erst seine Zähne. Sie strahlten weiß, als er ein boshaftes Lachen lächelte. Seine Eckzähne waren spitz und sahen ziemlich gefährlich aus.
„OH mein Gott!“
Anna stolperte rückwärts.
„Nein Fynn!“
John stellte sich zwischen Fynn und Anna.
„Du kannst sie doch nicht umbringen!“
„Geh mir aus dem Weg! Dann zeige ich dir wie ich das kann!“
Fynns Stimme ließ einen weiteren Schauer über Annas Rücken laufen. Sie war so kalt, gefühllos und doch irgendwie sanft. Was war das bloß für eine merkwürdige Kombination?
„Du hast nicht alles erbrochen, oder?“
Fynn lächelte abermals.
„Geh mir aus dem Weg!“
Er legte seine Hand auf Johns Schulter und fegte ihn einfach aus dem Weg. Anna sah zu Fynn auf, sie zitterte am ganzen Körper. Er streckte eine Hand nach ihr aus und plötzlich war er verschwunden. Anna sah sich verwirrt um. Sie bewegte sich! Aber so schnell, dass sie es kaum wahrnahm. Sie blickte zur Seite. John rannte mit ihr durch den Wald.
„Danke John.“
Sie wusste nicht ob er es verstanden hatte.
„Ich werde nicht zu lassen, dass er dich umbringt, er ist völlig durchgedreht.“
Tränen liefen Anna über die Wangen.
„Ich hatte mich in ihn verliebt…“
Ihre Stimme brach weg. Und dann passierte etwas Furchtbares. Fynn war mit einem Mal da. Er tänzelte leichtfüßig neben John her.
„Halt an John.“
„Nein.“
„Na gut.“
Er holte mit einer Hand aus und schlug John mit voller Wucht in den Unterleib, bevor Anna überhaupt realisieren konnte, was da eben passiert war, wurde sie mit einer gewaltigen Kraft zur Seite gerissen. Der Aufprall war hart. John hatte sie los gelassen und sie war einige Meter weiter auf dem Boden aufgekommen. Gott sei Dank war sie gegen keinen Baum geprallt. John lag regungslos auf dem Boden. Er bewegte sich nicht mehr. Blut strömte aus einer Wunde an seinem Bauch.
„John!“
Anna rappelte sich unter leichten Schmerzen auf und humpelte zu ihm. Fynn stand über ihm und beobachtete das fließende Blut, als er sich runterbeugte einen Finger in das Blut tauchte und ihn ableckte, blieb Anna stehen.
„Was bist du doch nur für ein Monster!?“
Fynn sah nicht zu ihr auf. Seine Lippen waren rötlich verfärbt von Johns Blut.
„Das verheilt wieder, keine Angst.“
Einige Minuten später riss John die Augen auf. Er wich einige Meter von Fynn zurück und sah dann zu Anna.
„John, entscheide dich auf wessen Seite stehst du eigentlich? Auf der deiner Nahrungsquelle?“
Fynn lachte herzlich. John antwortete nicht.
„Bring sie nicht um Fynn. Du liebst sie doch, oder?“
Plötzlich schlug Fynn John ins Gesicht.
„Nein! Verdammt!“
Bevor Anna überhaupt daran denken konnte, davon zu laufen, stand Fynn neben ihr und packte sie an der Kehle. Anna bekam keine Luft mehr. Reflexartig umschloss sie Fynns Handgelenk mit beiden Händen und versuchte zu atmen, was ihr nicht gelang.
„Fynn.“
Fynn wandte reflexartig den Kopf zu John.
„Was ist?“
„Hör auf.“
Fynn drückte noch fester zu.
„Ich denke nicht daran.“
Langsam bildeten sich schwarze Punkte vor Annas Augen, ihre Arme wurden schwerer. Ihr Körper schrie nach Sauerstoff.
„Wenn dir nichts an ihr läge, hättest du sie bereits mit einem Schlag getötet! Hör auf Fynn!“
Fynn sah in Annas ausdruckslose Augen und dann ließ er los. Als Anna den Boden berührte, keuchte sie verzweifelt nach Luft, als könnte man ihr die Luft zum Atmen abermals nehmen. Plötzlich ertönte ein Schrei. Fynn er schrie. Schwach richtete Anna sich auf und sah Fynn an. Dort stand er und schrie und dann war er verschwunden.
Anna starrte die Stelle an, an der Fynn gerade noch gestanden hatte. Er war verschwunden.
„Er ist weg…“
Brachte sie schwach hervor. Vorsichtig fasste sie sich mit einer Hand an ihren Hals.
„Er wollte mich umbringen.“
John beobachtete das verwirrte Mädchen.
„Soll ich dich nach Hause bringen?“
Ängstlich sah sie ihn an.
„Was sagt mir, dass Fynn nicht zurück kommt und es zu ende bringt?“
Darauf wusste John keine Antwort. Schließlich erhob er sich und ging auf Anna zu, die am Boden kauerte. Vorsichtig legte er eine Hand auf ihre Schulter.
„Ich habe Fynn nur ein einziges Mal so erlebt und ich dachte, es würde nie wieder vorkommen, aber ich habe mich anscheinend getäuscht, er hat mich eines besseren belehrt.“ Anna sah zu John auf.
„Wer verdammt noch mal seit ihr? Was seit ihr?!“
John hob Anna auf seine Arme.
„Das sollten wir an einem gemütlicheren Ort, als hier besprechen.“
Und schon rannte John wieder mit einer unmenschlichen Geschwindigkeit durch den Wald. Als John durch die Stadt rannte, schien niemand seine Anwesenheit zu bemerken.
„Kann uns niemand sehen?“
John lächelte.
„Nein, aber es könnte sein, dass sie einen Windhauch spüren.“
Vor seinem und Fynns Haus blieb er stehen und ließ Anna hinunter, um die Tür aufzuschließen.
„Ist er auch da drin?“
John schüttelte mit seinem Kopf.
„Nein, ich weiß nicht wo er ist und das hier wäre jetzt der letzte Ort an dem er sich aufhalten würde.“
Anna schwieg.
„Komm rein.“
Er wies ihr an einzutreten. Anna zögerte kurz, bevor sie die Schwelle übertrat. Es war dunkel im Innern des Hauses. Viel konnte man nicht erkennen, bis John das Licht anschaltete. Annas Mund stand offen. Das Haus sah ja bereits von Außen ziemlich alt aus, aber die Einrichtung müsste mittlerweile ein kleines Vermögen wert sein.
„Das ist wirklich wunderschön.“
„Findest du?“
Fragte John vergnügt und ging in ein anderes Zimmer.
„Ich wohne hier schon ewig. Wie geht’s eigentlich deinem Hals?“
Anna fasste sich nochmals mit einer Hand an den Hals.
„Es tut noch ein bisschen weh.“
„Sei froh, er hätte dich innerhalb einer Sekunde umbringen können, was er allerdings nicht getan hat. Und daraus schließe ich, dass ihm etwas an dir liegt.“
Sanft sah er Anna an.
„Glaub mir, das hat er sicherlich nicht gewollt. Er ist ein wenig zwiespältig, wenn er diese Anfälle hat.“
Anna sah zu Boden. Anfälle. Was sollten das für Anfälle sein?
„Komm erstmal her und setz dich hin.“
Anna ging in das Zimmer, in das John verschwunden war.
„Setz dich ruhig.“
John wies mit einer Hand auf einen Sessel. Zaghaft ließ sie sich in ihn sinken.
„Warum bist du nicht tot John?“
John schwieg eine ganze Weile, bis er antwortete.
„Du wirst schreiend weglaufen, wenn ich dir das erzähle.“
Verständnislos sah Anna auf.
„Nachdem was passiert ist, habe ich ein Recht das zu erfahren.“
„Das stimmt allerdings.“
John durchquerte
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Kommentare
Lilly schrieb am 2008-03-26 23:06:49:
weißt du, es ist schade das du uns immer so lange warten lässt... soverliert man den Bezug zum vorherigen Text und nimmt einen die Freude am lesen!!!!
Gruß
Lilly
Jule schrieb am 2008-03-24 11:35:21:
Tolle Geschichte, doch wann geht es weiter? Ich bin doch schon süchtig geworden...
andrea schrieb am 2008-03-22 12:49:19:
wann geht es endlich weiter???!!!!
Wurm schrieb am 2008-03-12 20:38:34:
Hallo
...und schon wieder hörst du an der spannendsten Stelle auf.
Vielleicht sollte ich echt mal am Computer sitzen bleiben, bis der nächste Teil da ist- wenn ich das das letzte mal durchgezogen hätte (zum Glück ist da die liebe Schule...) hätte ich fast einen Monat dagesessen und wäre eingestaubt.
Also; schreib lieber schnell weiter.
Wurm
Andrea schrieb am 2008-03-12 16:20:53:
endlich!!!!!!!!!!!
ich hoffe jetzt geht es schneller voran *gg* wenn du nicht so spannend schreiben würdest, würde ich dich ja nicht so drängen.
bitte schnell weiter!!!!!!!
lg andrea
Lilly schrieb am 2008-03-12 14:27:09:
Bitte lass uns nicht mehr so lange warten!!
Nebelelfe schrieb am 2008-03-11 15:01:14:
Huhu,
wenn es spannend wird hörste auf.............wie gemein *heul*
Bin gespannt wie es weitergeht!
Liebe Grüße
Nelfe
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