Garten
von
Alucard
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Langsam setzen sich die eisernen Tore in Bewegung. Mit jeder Sekunde öffneten sie sich ein Stück mehr, bis schließlich die verschlossene Pforte offen stand.
Jillian und der Prinz nahmen sich bei der Hand und schritten durch das nun offen stehende Tor. Sie traten in helles, weißes Licht. Der Garten stand offen. Das erste mal, seit vielen Generationen war der Garten wieder zugänglich für die Menschen.
Der Garten selbst schien aufzuatmen, als würde er Luft holen, nach langer Zeit ohne Sauerstoff.
Die beiden Menschen bewegten sich durch eine Woge aus reinem Licht. Sie konnten noch nichts erkennen, so hell erschien es, doch sie wurden nicht geblendet.
Das Licht verhüllte, was vor ihnen lag, doch konnten sie jeden Strahl genau erkennen.
Die beiden Menschen hatten zu ihrem Lebtag nie deutlicher etwas sehen können. All ihre Sinne schienen geschärft, als sie so durch die Wand aus reinem Licht traten. Sie atmeten leichter und ihre Herzen füllten sich mit neuem Mut.
Besonders der Prinz genoss die Veränderung. Zu lange hatte er in seinem eigenen Schatten gestanden. Der Wächter war nun endlich tot und der Prinz war frei. Nun wusste auch er, wer er war. Es war, als hätte ihn die onyxfarbene Rüstung jeglichen Lebensmut geraubt. Das war nun vorbei.
Jillian fühlte die starke Hand in der Ihren und lächelte. Endlich hatte sie ihre verlorene Hälfte gefunden und wie es vorherbestimmt war, hatte sie ihn zuerst aus dem Schattenreich zerren müssen, um seine Pracht zu erkennen. Ja, sie hatte eine gute Tat vollbracht und nun würde sie mit ihrem Liebsten, den Garten sehen, von dem sie Nacht für Nacht träumte.
Als hätten ihre Gedanken etwas bewirkt, ertönte auf einmal eine Melodie. Doch war ihr diese Melodie nicht fremd. Es war dieselbe, die Jillian Jahr für Jahr hörte, wenn sie traurig und ohne jegliche Hoffnung war. Es war die Melodie des Gartens, doch nun hörte sie sie nicht nur in ihren Gedanken, wie all die Jahre zuvor.
Die Melodie umgab die beiden Wanderer und an den Blicken des Prinzen, merkte sie, dass auch er die wunderschönen Klänge hörte.
Auf einmal war das Licht verschwunden.
Sie standen auf einer Wiese. Eine große Anzahl der unterschiedlichsten Blumen wuchsen dort. In weiter Ferne sahen sie Bäume und Berge.
Sie waren angekommen, im Garten Eden.
Sie vernahmen das Plätschern eines Baches und auf den entfernten Bäumen sangen die Vögel.
Über ihnen erstrahlten zwei Sonnen, dicht nebeneinander
Sie sahen fast so aus, wie riesige Brillengläser.
Jillian umarmte den Prinzen und küsste ihn sacht auf die Wange: „Wir sind da.“
Dieser lachte und wirbelte mit ihr auf der Wiese umher.
Nach einer Weile, ließen sie sich lachend ins Gras fallen. Die Liebenden fielen in ein Meer aus Blumen.
Seit sie ins Paradies gekommen waren, hatte der Prinz nicht mehr gesprochen. Nun sagte er mit betrübter Miene: „Meine liebe Jillian, wir haben alles erreicht, was wir wollten, doch meinen wahren Namen kenne ich immer noch nicht.“
Seine haselnussbraunen Augen blickten ernst. Jillian jedoch konnte nur lächeln und kam mit ihren zarten Lippen ganz nah an sein Ohr: „Mein Prinz, ich kenne doch euren Namen. So wie ihr, den Meinen mir nanntet, so werde ich nun den euren preisgeben am Ende dieser Reise. Er lautet…“ Jillian sprach leise, dass nur der Prinz selbst in vernehmen konnte. Seine ernste Miene, erhellte sich und er umarmte seine Liebste: „Ja, du sprichst wahr. DAS ist mein Name.“ Er küsste sie voller Leidenschaft.
A.d.A.: Nun, das war das Ende dieser kleinen Reihe. Ursprünglich schrieb ich nur "Wächter" und wollte es so stehen lassen. Es war mehr eine Laune dre Natur, als ich an "jillian" saß udn dahcte, bringen wir doch auch was von der anderen Geshichte mit hinein. Das, was ihr soeben gelesen habt, kam dabie raus. Ich bednake mich bei jedem fürs Lesen und auch kommentieren. Ich glaube vor allem diese vier Geschichtchen .... sind ... mein ganz persönliches Erbe an diese Welt.
Ich danke euch.
Der Autor
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Kommentare
www.top3-suche.de schrieb am 2010-03-25 18:19:45:
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Alucard schrieb am 2008-02-27 19:31:01:
Namen sind nur Schall und Rauch...
Jeiy schrieb am 2008-02-22 15:46:32:
Wie Anariel schon sagte: Sehr schön geschrieben und auch sehr viel freiraum für eigene Gedanken. Über den Namen deines Prinzen habe ich mir auch schon so einige Gedanken gemacht und ich finde es gut, dass du ihn nicht erwähnt hast Selber zu raten und sich namen auszudenken macht nämlich manchmal wirklich Spaß ^^
ich hoffe es folgen noch weitere Geschichte, die genauso schön sind wie diese. Mach weiter!
Mfg
Jeiy
Anariel schrieb am 2008-02-21 18:12:36:
Wie die anderen auch wunderschön geschrieben. Und auch diesmal bleibt der Raum für den Leser weit und ein jeder kann sich selbst ausmalen, welchen Namen er trägt. Ich denke da an einen ganz bestimmten, aaaaber werde ihn tunlichst für mich behalten.;)
Übrigens, das Erleben, das sich plötzlich zwei eigentlich verschiedene Geschichten zu verbinden gedenken, das kenn ich sehr gut.;)
Es grüßt dich lieb
die Nomadin Anariel
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