Geborgenheit
von
schanin*
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Da liege ich nun. Neben ihm. Und er schläft. Währenddem ich dagegen ankämpfe, nicht auch einzunicken, beobachte ich ihn. Wie sich seine Brust langsam hebt und senkt, wie gleichmässig er atmet. Wie gut er aussieht, in seinem weissen muscle shirt und seiner Trainerhose. Wie lieblich und weich seine Gesichtszüge doch wirken. Er schläft. Einfach so. Lässt mich alleine, wach. Und es stört mich nicht. Er hat eine besondere Wirkung auf mich. Obwohl ich ihn noch nicht besonders lange kenne, fühle ich mich doch geborgen. In seinen starken Armen. Ich traue mich kaum zu bewegen, aus Angst, ihn aufzuwecken. Ich weiss, früher oder später muss ich nach Hause, aber das hat noch Zeit. Ich kuschle mich an ihn. Spüre seinen Atem. Es ist das erste Mal, und wird das letzte Mal sein, dass ich bei ihm bin. In seinem Zimmer. In seinem Bett. Nein, es ist nichts passiert. Er hatte mich zu ihm nach Hause eingeladen. Wir haben miteinander geplaudert. Und es war das erste Mal, dass er sich mir gegenüber geöffnet hatte. Mir von sich erzählt. Diese besondere Nähe, die ich fühle, wenn ich bei ihm bin. Ich legte mich neben ihn in sein Bett. Wir hörten Musik. Wir lagen einfach nebeneinander. Ich in seinen Armen. Wie jetzt. Nur dass er noch nicht schlief. Er nahm mein Gesicht sanft in seine Hand. Seine warmen Hände. Und meine kalten Hände. Wir küssten uns. Mein erster Kuss. Ich weiss nicht, ob er es wusste. Es war wunderschön. Einfühlsam. Ein einfacher Kuss. Ich weiss, wenn ich gewollt hätte, hätten wir viel weiter gehen können. Aber ich war noch nicht bereit dazu. Und er hatte es akzeptiert. Ohne nachzufragen. Nahm es einfach an. Als ob es für ihn so in Ordnung wäre. Danach schlief er ein, scheinbar fühlte auch er sich wohl. Und so habe ich Zeit für mich. Um nachzudenken, was ich hier eigentlich gerade mache. Ich fühle mich von ihm angezogen, keine Frage. Und trotzdem kann ich dieses Gefühl nicht als Liebe definieren. Oder ich will es nicht. Diese Vertrautheit, als würde ich ihn schon so lange kennen. Und trotzdem, nein, ich glaube nicht, dass es mehr wird. Ich will diesen Moment geniessen. Wäre er doch nur wach, und wüsste, wie es mir geht. Ich wünsche mir seine volle Aufmerksamkeit, und gleichzeitig bin ich froh, dass er schläft. Fühle mich so unsicher. Ich habe so eine Situation doch noch nie erlebt. Und trotzdem diese Ruhe, die ich habe, wenn ich bei ihm bin. Weil er schläft. Weil ich nichts machen, wo ich doch nicht weiss, was ich tun sollte. Ich schliesse meine Augen. Geniesse diese Geborgenheit. Wünsche mir, es könnte ewig so bleiben.
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Kommentare
nutella schrieb am 2008-08-31 14:16:25:
wunderschön
Sun schrieb am 2008-08-18 18:46:47:
schööön=))
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