Gedanke eines verliebten Mädchens
von
Fräulein Schnee
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Es zerreist mich, wenn ich in seiner Nähe bin. Wie ein Magnet zieht er mich an, doch er weckt auch die Schuld im selben Moment. Die bittere Verleumdung meiner Gefühle lässt mich zittern und der Gedanke, seine Haut auf meiner zu spüren, lässt meinen Atem stocken. Allein das verbotene Kribbeln, das seine Berührung auf meiner Haut hinterlässt, treibt mich fast in den Wahnsinn. Genau wie das Bedürfnis es wieder und wieder und die Angst, das jemand die Verzückung in meinem Gesicht sehen würde. Jeder seiner Finger ist ein Folterknecht meiner Hingabe und seine Umarmung mein Gefängnis. Flucht wäre zwecklos, denn ohne seine Nähe ist alles noch schlimmer. Meine Schuld und mein Selbsthass werden nicht mehr gedämpft und in jeder Ecke meines Herzens nisten neue Vorwürfe. Du bist die andere! Du zerstörst aus einer Laune heraus so viel für diese Momente des Rausches! Wie kannst du nur so deinen Sehnsüchten nachgeben? Wie verantwortest du das vor dir? Und dann kommen die anderen Gedanke. Gedanke, dass er mich von dieser Schuld befreit. Die Verzückung in meinem Gesicht sieht und wieder sehen will. Und dass, das Geheimnis unsere Berührung gelüftet wird. Immer wieder bete ich dafür. Für nur einen Moment des Mutes, der Offenheit und des Glücks. Man sagt, in der Liebe sind wir alle Narren und ich bin ein wahres Vorbild für sie. Wenn ich bereit bin jeden erdenklichen Preis zu zahlen. Wenn ich seiner Nähe mein Herz rast. Wenn ich nicht mehr weiß, was ich sage, weil seine Stimme und sein Lachen mich so fesseln. Wenn ich jede Sekunde, die er nur mich ansieht, wie einen Schatz vor den Blicken andere Verstecke. Dann möchte ich weinen und Gott verfluchen, weil es die einzigen Momente sind, in denen mir allzu deutlich klar wird, dass einer anderen sein herz gehört.
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