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Kategorien > Fantasy > Engel

Gefallen???

von Anariel, die Nomadin

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Gefallen???


Sie steht hoch oben, auf der Klippe, einst toste darunter ein wildes Meer voller Fische und Leben. Jetzt ist nichts mehr davon da, nur noch eine staubbedeckte, leere Einöde, eine Wüste, aus der die einstigen Unterwasserriffe und Felsen mit scharfen Spitzen hervorstechen, nie mehr wieder von Wasser umflossen und schutzlos dem unaufhörlich klagendem Wind preis gegeben.
Sie blickt leidenschaftslos hinab, nicht regt sich in ihren Gletscheraugen.
Auch hinter ihr gibt es kein leben mehr. All die sanften grünen Hänge und die tiefen Wälder und herrlichen Gärten sind verschwunden. Ebenso in dieser letzten, bösartigen Explosion verdampft, wie das Meer. Vergiftet, verdorben und leergefegt liegt die nackte Erde da und der der Wind trägt sie langsam fort.
Er peitscht ihr das lange, beinahe weiße Haar ins Gesicht, das eine scharfkantige, blasse Schönheit aufweißt und auf seine Art vielleicht schrecklicher anzusehen ist, als die Fratze eines Dämons. Unnatürlich symmetrisch und fast dreieckig, mit großen schrägstehenden Augen, die von einer überraschend klaren geltscherblauen Farbe sind und vollen blassen Lippen, mit einem sinnlichen Schwung.
Ungeduldig wischt sie sich das Haar aus dem Gesicht und blickt weiter mit dem kalten, kalten Augen über die Einöde tief drunten am Fuße der Klippen. Ihre Hände sind schlank und langgliedrig und ebenso blass, ja schon fast weiß, wie ihr Gesicht. Die Fingernägeln laufen spitz zu und schimmern bläulich. Erneut wischt sie sich eine hartnäckige Strähne fort und denkt darüber nach ob sie die Mähne nicht doch noch abschneiden wird. Andererseits gefällt es ihr so eigentlich ganz gut und noch ist es ihr beim Kampf nicht im Weg, nur manchmal ein wenig lästig.
Ihr Blick gleitet suchend über den Horizont, der von düstren Wolken verhangen im Licht der untergehenden Sonne in einem unheimlich rot erglüht.
Wo ist ihr Gefährte? Er sollte schon längst wieder zurück sein.
Doch keine Regung zeigt sich in ihrem Gesicht oder ihren Augen.
Nicht zuletzt deshalb nennt man sie wohl auch Winter.

Ihr Bruder Frost war ihr vom Aussehen und Charakter recht ähnlich. Obwohl er manchmal ziemlich stürmisch werden kann. Ihr Gefährte Shadow hingegen ist vom Aussehen her fast ihr Gegenteil. Seine Gesichtzüge sind genauso fein uns symmetrisch wie die ihren, aber noch etwas kantiger und schärfer, sein langes Haar ist pechschwarz und seine Augen so dunkel, so dass man niemand ihre Farbe bestimmen kann. Ein wildes Feuer lodert tief in Shadows Augen, das einen unvorsichtigen Betrachter glatt verbrennen könnte. Seine Haut ist Honigfarben, ja fast golden und schimmert in einem sanften Ton, der so gar nicht zu dem temperamentvollen Charakter des Mannes passen will.
Außer ihr, Shadow und ihrem Bruder Frost, gibt es noch mehr von ihnen.
Da ist Vulkan, der wie sein Namensgeber ein eher feuriges, aufbrausendes Temperament hat. Seine kurzen Haare sind von einem feurigen Rot und seine Augen von einem dunklen Goldton. Vulkan ist groß und muskulös, er ist der größte von ihnen allen.
Dann gibt es noch Sturm, die mit ihren hüftlangen blauen Haaren, die sie immer zu einem festen Zopf geflochten trägt, den ebenso blauen Augen und den sehr feinen Zügen, wohl am jugendlichsten von ihnen allen aussieht. Ihr Charakter entspricht diesem Eindruck mit seiner stürmischen Spontanität perfekt.
Neben der zierlichen Arrow ist sie die jüngste der Truppe. Arrow ist klein, zierlich und mit ihren kurzen braunen Locken und den ebenso braunen Augen die wohl unscheinbarste unter ihnen. Aber niemand kann so mit Pfeil und Bogen umgehen, wie die kleine Frau mit dem Mandelaugen.
Und dann gibt es da noch den stillen Stone, Sturms großer Bruder, der die hüflangen Haare ebenso sie zu einem festen Zopf geflochten trägt und dessen bleigraue Augen fast schon streng in die Welt blicken. Alles in allem ist der Mann wohl der älteste unter ihnen und sehr ernst, ja fest schon streng. Seine Gesichtzüge drücken auch genau diese Härte aus.

Winters blick irrt immer noch über den Horizont. Wo bleibt Shadow nur, fragt sie sich und eine kleine Sorgenfalte bildet sich zwischen ihren fas weißen Augenbrauen.
Ein heller Fanfarenton hoch oben in den Wolken lässt die Frau aufblicken. Aggressiv und herausfordernd spreizt sie ihre Silberweißen Flügel und ihre Kameraden tun es ihr nach.
Die Schwingen ihres Bruders Frost sind Blauweiß, ebenso wie die von Sturm, die allerdings Shadow begleitet hat. Stones Flügel sind von einem dunklem Grau, Arrows von einem hellem Braun und beide weißen eine Raubvogelartige Zeichnung auf. Shadows Schwingen sind ebenso schwarz, wie sein Haar und damit gehört er zu einer absoluten Minderheit.
Vulkans Flügel sind keine Federschwingen, sondern gleichen in ihrem Aufbau eher den Schwingen einer Fledermaus und weißen eine tiefdunkelrote, teilweise beinahe schwarze Färbung auf.
Vulkan ist kein Engel, wie der Rest der Truppe, sondern einer der letzten Überlebenden der Unterwelt. Der Rest von ihnen gehört allerdings zu dem geflügelten Geschlecht und sie alle trugen irgendwann einmal andere Namen. Doch diese legten sie ab und wählten sich neue, die besser zu ihnen passten.

Sie sind die Gefallenen, die Abtrünnigen, diejenigen, die den Menschen, nachdem sie fast alles in ihrem Wahn zerstörten dennoch noch eine, eine einzige letzte Chance geben wollten. Sie sind diejenigen, die die Uneinsichtigen vernichteten und die Lernwilligen lehrten.
Zusammen mit den magiebegabten Hexen, Zauberern und Magiern, deren Magie plötzlich wieder viel wirkungsvoller geworden war, den verständigen Menschen, allerlei Naturgeister und den letzten Überlebenden der Unterwelten hatten sie, die Gefallenen es gelungen Oasen in dieser zerstörten Welt zu schaffen. Orte voller Licht und Leben und Magie, wie große Gärten, die sich immer weiter ausbreiteten. Das besondere an Menschen war und ist, dass sie eine sehr erfindungsreiche und raffinierte Spezies sind. Und so war es nicht verwunderlich, dass sobald sie nicht mehr bedroht und zensiert wurden allerlei findige und kluge Menschen ihr Wissen und ihre Entdeckungen offenbarten. Zusammen mit der neuerwachten Magie, den Naturwesenheiten und dem Wissen der Unterweltbewohner sehr schnell eine Möglichkeit zur sauberen Energiegewinnung gefunden und umgesetzt wurde. Die Menschen, zumindest diejenigen, die bereit waren sich zu ändern, lernten schnell so zu bauen, so dass die Natur nicht beeinträchtig wurde, sondern in Harmonie existierte.
Es entstanden Städte, die den Namen eigentlich nicht verdient hatten.
Mit Elektronischen und magischen Schirmen vor den giftigen Winden abgeschirmt, gediehen sie und ihre Umgebung und wurden so Zuflucht für viele, viele Wesenheiten.
Diese Orte trugen Namen wie Oasis und Utopia.
Ihre Standorte allerdings mussten gut beschützt und geheim gehalten werden, denn nicht nur die Himmlischen Engel trachteten danach die Menschheit auszulöschen sondern auch gab es noch viele Wahnbefallene Menschen, die blind alten Dogmen folgten oder einfach

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Kommentare

Nischi schrieb am 2010-02-28 14:17:33:
Auch ich finde es schön wieder etwas von dir zuhören ^^hab mir schon sorgen gemacht :)
ich freu mich riesig wieder was von dir zulesen was mit gefallenen engeln und dämonen zutun hat.du hast das talent mich immer zufesseln mit deinen geschichten.
ich drüch dir auch ganz fest die daumen mit deinem schattenfang und ich werde eine der ersten sein die es dann kauft^^
liebe grüße Nischi
Anariel schrieb am 2010-01-26 02:15:24:
Hallo Lineria,

wie schön, dass du so begeistert bist.
Da wird dir die Überarbeitung vermutlich noch viel, viel besser gefallen.


Liebe Lilly,

wie schön, dass du auch noch da bist.
Es freut mich, von dir zu hören und es freut mich natürlich auch sehr, dass dir auch diese Geschichte so gut gefällt.
Vielen herzlichen Dank für das tolle Lob.

Ja es tut mir auch leid, dass ich hier alle Fans und Freunde von Schattenmacht enttäuschen muss, aber ich muss da auch an mich denken. Nun muss ich es erst einmal fertig kriegen und dann mal sehen, ob es überhaupt ein Verlag haben will....Aber ich finde selber dass da viel Potenzial drin is...

Mal sehen was draus wird.

Liebe Grüße
Anariel
Lilly schrieb am 2010-01-24 11:45:16:
Hey,
mal wieder ein klasse Anfang und ich bin unglaublich gespannt wie es weiter geht.
Schade das du Schattenmacht hier nicht weiter veröffentlichen willst, aber recht haste... Ich glaube nämlich, dass dies ein richtig gutes Buch ist und unglaubliches Potenzial hat.
Du bist einfach SUPER begabt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Viel Glück bei deinem Versuch (ich trau mich das nicht)
Lg
Lilly (Elisabth Giehl)
Lineria schrieb am 2010-01-23 13:56:37:
Echt schöne Geschichte! Du kannst echt super schreiben und man kann sich die einzelnen Personen echt gut vorstellen!
Super!
Weiter so ;)
Anariel schrieb am 2010-01-19 14:19:40:
Hallo Jeiy,

wie schön, dich hier wieder zu lesen. Das freut mich jetzt ja wirklich sehr.
Wie schön, dass dir mein enuestes Werk so gut gefällt.
Eigentlich wollte ich ja nicht mehr hier veröffentlichen, aber das überlege ich mir vielleicht nochmal.
Nun diese Geschichte hier ist eigentlich nur ne Idee, mitten in einer schlaflosen Nacht niedergeschrieben und dann einfach eingestellt. Was man auch an den Verschreibern und Fehlern sehen kann..-lacht-
Na mal sehen, ob sich da noch mehr dazu entwickelt. Ideen genug sind da...
Kann aber ein wenig dauern....

Die Idee IHN als SIE darzustellen trage ich schon eine kleine Ewigkeit mit mir herum. Freut mich, dass dir das so gut gefällt.


An Schattenmacht arbeite ich übrigens fleißig weiter, allerdings werde ich davon definitiv nix mehr öffentlich machen, da ich wirklich vorhabe, dieses Werk als Buch zu veröffentlichen.
Ich hänge da aber auch dieser einen Stelle...drumherum allerdings wächst die Geschichte gut weiter....

Nun denn liebe Grüße
Anariel
Jeiy schrieb am 2010-01-18 15:24:33:
Anariel!
Wie schön, mal wieder etwas von dir zu hören (bzw. zu lesen ^^) war in letzter Zeit ja mächtig still um dich. Und nun wieder eine neue Geschichte, wie mich das freut! Und dann auch noch eine, die von (gefallenen) Engeln, Dämonen und natürlich auch von meinem absoluten Liebling handelt, nicht zu vergessen ^^ Übrigens eine interessante Idee, IHN dieses Mal als eine SIE darzustellen. Darüber hatte ich selbst irgendwann auch schon einmal nachgedacht ^^ Ich bin wirklich gespannt, was du noch alles aus dieser Geschichte machen wirst und ich werde auch garantiert weiter lesen!

Mfg
Jeiy

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