Gefangen für ewig
von
Wüsti
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So hier noch eine Geschichte von mir, ja Rory eigentlich nur wegen dir^^ wenn sich schon einer für meine Geschichten interessiert soll er mehr bekommen. Natürlich auch für alle anderen die es auch Lesen wollen.^^
Zur Geschichte: Es ist jetzt nicht unbedingt Horror, aber ich wusste nich wo ich es sonst unterordnen sollte vielleicht könnt ihr mir da ja helfen?
LG
Benjamin
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Die schwarze Nacht legt sich wie ein Schleier über den alten mystischen Wald.
Kein Stern, der einem einsamen Wanderer den Weg weisen kann, kein Schild, der vor dem zutiefst dunklen Wald warnt.
Weit und breit keine Menschenseele zu erkennen, auch Straßen gibt es keine, nur einen kleinen braunen Pfad, der direkt in den gefährlichen Wald zu führen scheint.
Die äußersten Bäume wachsen hoch empor und strecken sich auf das offene Gelände zu, als würden sie fliehen wollen.
Ihre Rinde, schwarz wie Pech und von ihrem Blut getränkt, welches am ganzem Stamm klebt, lässt erahnen was für Geschöpfe diesen Wald bewohnen.
Doch kein lebendiges Wesen, würde auch nur in die Nähe dieses Waldes kommen, da sein Instinkt es heftigst davor warnen würde.
Nur das Opfer hat keine Chance.
Es wird in dieser Nacht geschehen, da ist er sich ganz sicher.
Er kann nichts dagegen tun, hilflos wird er zusehen müssen, daran kann er nichts ändern.
Hoffentlich ist es kein Mensch.
Stille.
Kein laut. Nichts.
Einsam und verlassen, könnte man denken, doch dem ist nicht so.
Seine Befürchtungen bestätigen sich, als sich im Wald etwas regt.
Die Bäume schwanken auf ihren dünnen Stielen hin und her und das Gehölz knistert bedenklich.
Der ganze Wald scheint sich plötzlich zu bewegen, ein Baum fällt, Rascheln, dann wieder Stille.
Es ist erwacht.
Ihm wird kalt, zumindest bildet er sich das ein, er weiß was jenes zu bedeuten hat, hastig versucht er die Dunkelheit zu durchforsten, doch nur der Pfad ist zu erkennen.
Ein leises gesummtes Lied klingt an sein Ohr und ihm wird schwer ums Herz.
Das kann es doch nicht machen.
Ihm wären Tränen gekommen, wäre das möglich gewesen.
Das Klagelied, es wird lauter, kein Zweifel dass es ein Mensch ist, ein Kind.
Ein Mädchen, nicht älter als sieben.
Das Lied monoton, traurig, nicht wirklich eins, wird deutlicher.
Er will sie warnen, doch dazu hat er nicht die Stimme, es wäre ohnehin unmöglich gewesen, sie ist nicht mehr bei Verstand, gelenkt von dem Wesen im Wald, kann sie nichts mehr von seinem Ziel abhalten.
Sie betritt den Pfad, der von ihres gleichen errichtet wurde.
Ein zierliches Mädchen mit einem blauen Nachthemd und langem Haar, geht gemächlich auf den Wald zu.
Ein Glimmen geht von ihr aus, eines was in jedem Menschen ruht.
Woher sie wohl kommt?
Im Wald hört man wieder ein Rascheln und das Geäst knistern.
Die Bäume tanzen wieder ihren Todestanz.
Obwohl kein Wind aufkommt, weht das Nachthemd des kleinen Mädchens auf, die Kraft des Wesens, welches nicht mehr warten will.
Ihre Stimme wird lauter und harmoniert mit dem Wiegen der Bäume.
Er will weg von hier, er wünscht es niemandem, was dem Mädchen gleich wiederfährt.
Sie begibt sich in den Wald und ein Rascheln, welches er verfolgt, erstirbt, als es die Mitte des Waldes erreicht.
Er versucht nicht hinzuhören.
Ein angsterfüllter Schrei, der bis zum Himmel reicht, ertönt und dann ein bizarres Geräusch.
Es ist vorbei.
Der Wald beruhigt sich und er auch.
Er weiß was mit ihr geschehen ist.
Ihre Seele wird wie seine an diesem Ort verweilen und auf Erlösung hoffen.
Auch wenn er sie nicht sehen kann, er spürt sie.
Verängstigt, keinen Schimmer was passiert ist, so ist es ihm auch ergangen.
Das erste Jahr wird für sie unerträglich werden, der Tag an dem das nächste Opfer kommt, wird ihre Fragen beantworten, wie sie seine beantwortet hatten.
Doch dazwischen liegt ein grauenvolles Jahr des Wartens.
Jedes Jahr werden sie diesem Ereignis ins Auge sehen müssen.
Jedes Jahr für immer. Es gibt kein Entkommen, dass wusste er.
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