Geflohen
von
Bone1979
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2. Kurzgeschichte
Geflohen
(alle Ereignisse und Personen sowie Orte sind frei erfunden)
Eine eisige Windböe schlug Ihr ins Gesicht, als Sie den Unterschlupf ihres Peinigers verließ.
Nicole Owen zitterte am ganzen Körper. Schon bevor sie in die kalte Nacht geflüchtet war. Die 19 jährige Frau trug noch immer die Sachen am Tage Ihrer
Entführung.
Wie lange war Sie in der Gewalt des Mannes gewesen?
In dem nasskalten Verschlag- das sehr an eine altmodische Kerkerzelle erinnerte, hatte Sie lediglichtes Zeitgefühl verloren.
Ihre Sachen waren verdreckt und zerrissen. Die Knöchel ihrer Hände waren blutverkrustet. Die Finger aufgeschürft und verdreckt.
Aus dem Gang hörte Nicole schwere Schritte. Ihr Peiniger hatte entdeckt das Sie geflohen war. Seine Worte hatten sich bei ihr praktisch eingebrannt.
" Versuch zu fliehen und die Strafe wird dir vorkommen wie die Hölle auf Erden. "
Sein vergammelter Atem war unerträglich. Jedes Mal wenn er zu ihr in den Verschlag kam, tasteten seine dicken rauen aufgeplatzten Wurstfinger sie ab. Ekel
erregend. Obgleich er aufpasste sie nie unsittlich zu berühren.
Ohne weiter darüber nach zu denken rannte Nicole geradezu in den dichten und dunklen Wald.
Sie rannte so schnell wie ihr erschöpfter und geschundener Körper es zu ließ.
Auf dem College war sie im Leichtathletikteam gewesen. Dort lief Sie die 800meter und die 1200meter. Bei Wettkämpfen war Nicole Owen stets und den Ersten die
über die Ziellinie gelangten. Nebenbei jobbte Nicole als Kellnerin und Bürohilfe. Trotz der wenigen Freizeit ging sie mit Freunden weg. Ins Kino. In einen Club. Auf eine Party. Oder überfand sich zu einem Date.
Sie hatte keinen Freund. Ihre letzte Beziehung war noch nicht verheilt.
All das schien im Moment vollkommen surreal zu sein, ein völlig anderes Leben- wie ein Traum.
Äste und Sträucher hämmerten auf sie ein und schienen sie aufhalten zu wollen.
Stockfinstere Nacht herrschte in dem Wald. Ohne zu wissen was wirklich vor ihr lag. Oder wo sie überhaupt war. Sie rannte weiter. Alles war besser als in dem
Verschlag zu hocken.
Nicole stoppte und blickte zurück. Erst sah sie gar nichts.
Hoffnung keimte auf. Das Ihr Peiniger sie nicht verfolgte.
Ein kurzes aufflackern von einem Lichtpunkt, trampelte Ihre Hoffnung nieder.
Der schwankende Lichtpunkt kam direkt auf sie zu.
Erst nieselte es. Jetzt goss es in strömen und die Windböen nahmen an Stärke zu.
Ihre Kleidung war durchnässt und sie fror am ganzen Leib. Immer wieder bekam Sie starke Zitteranfälle. Doch Nicole rannte unerbittlich weiter.
Ihr Körper leistete unglaubliches.
Kurzzeitig erhellte ein Blitz durch die Baumkronen die Umgebung.
Es war die typische Umgebung für einen Wald.
Da blieb Ihr rechter Fuß an einer Wurzel hängen, sie stolperte und klatschte in den weichen Morast. Ein heißer Schmerz durchzog ihren Körper. Ihr rechtes
Knie brannte höllisch.
Nicole unterdrückte den Schmerzenschrei und schrie stumm. Sie versuchte aufzustehen. Als sie auftrat kehrte dieser heiße schmerz zurück. Dennoch humpelte sie weiter.
Durch den starken regen konnte sie nicht sehen, ob ihr Peiniger sie noch verfolgte. Der Schmerz wurde unerträglich. Ihr kamen längst die Tränen. Sie biss die
Zähne zusammen und schmeckte Blut in ihrem Mund.
Erschöpfung machte sich in ihr breit. Die schmerzen laugten sie völlig aus.
Nichtsdestotrotz zog Sie es weiter durch. Bis ihr Körper einfach nicht mehr konnte und sie zusammenbrach.
Nicole spuckte den Schlamm aus ihren Mund und hustete stark.
Sie lag in dem Morast des Waldes. Völlig am Ende ihrer Kräfte und wollte nur noch schlafen. Immer wieder döste sie weg.
Ihr gelang es zu einem Baum zu robben und sich an ihn anzulehnen. Dabei erkannte sie die Hoffnungslosigkeit ihrer flucht. Selbst wenn er sie nicht mehr
suchte, musste sie noch immer aus diesem Wald heraus. Es konnte tage dauern wieder in die Zivilisation zurückzukehren.
Komisch, etwas in ihr zog genau daraus neue kraft.
Man konnte überall und jederzeit hoffen.
Hoffnung gehört ebenso zum Leben wie das Leben selbst und der Tod.
Also rappelte sich Nicole auf. Massierte ihr lädiertes Bein. Sie ging los, weit kam sie jedoch nicht...
Plötzlich blendete ein grell weißes Licht sie. Darauf ertönte die schrecklichste Stimme in ihrem Leben.
" Du bist weggelaufen. Dafür wirst du bestraft. "
Nicole erstarrte.
Das Licht blendete sie jetzt nicht mehr. Dafür konnte sie Ihren Peiniger sehen.
Er war an die 1meter90 groß, schien schwergewichtig zu sein und trug eine weite dunkle Regenjacke- wie sie Fischer trugen. Die Kapuze verhüllte das Gesicht.
Er griff nach ihr. Doch Nicole wich dem Griff aus, verlor dabei das Gleichgewicht und fiel rücklings zu Boden.
Ein lähmender Schmerz erfasste Ihre Wirbelsäule. Dieser Schmerz war eiskalt und verursachte eine unglaubliche Kälte in ihr. So musste sich der Tod anfühlen.
Über ihr thronte ihr Peiniger. Er sah sie sekundenlang an. Dann holte er aus dem Inneren der Regenjacke ein Messer heraus.
Warum war ihr das vollkommen gleichgültig?
Ein Blitz erhellte die Umgebung.
Ihr Peiniger sah von ihr weg.
Das Licht des Blitzes hielt sich länger als üblich. Es zitterte sogar. Nein, das Licht stammt von keinem Blitz. Nicole konnte nicht genau erkennen was im
Moment passierte. Hören tat Sie jedenfalls nichts. Was sie erst jetzt bemerkte.
Aufeinmal zuckte Ihr Peiniger seltsam. Seine Brust platzte dreimal auf.
Dann verschwand das Licht kurzzeitig.
Als es zurückkehrte, beugte sich ein Mann über sie.
Nicole verlor das Bewusstsein.
Von der Krankenschwester hatte Nicole Owen erwahren, das sie seit Zwei Tagen im Krankenhaus lag. Nur die Krankenschwester und ihr behandelnder Arzt hatten
zutritt zu ihrem Zimmer. Anweisung des FBI.
Das FBI hatte auf der Etage ihres Zimmers 12 Agenten postiert. Wie sich herausstellte stand Nicole Owen vorläufig unter dem Schutz des FBI.
Nicole erholte sich schnell. Bei ihrem Sturz- so der Arzt, hatte sie sich die Kniescheibe geprellt. Man hatte es bandagiert.
Denn 1. Tag durfte Nicole das Bett + Zimmer nicht verlassen. Ihre ersten Schritte machte sie in ihrem Zimmer. Danach ging es, trotz des Protestes des
verantwortlichen FBI Agenten, auf den Flur und erkundete unter Aufsicht des FBI die Etage. Am 4. Tag bekam sie dann Besuch.
Es handelte sich dabei um den Mann, der sich kurz vor ihrer Bewusstlosigkeit über sie gebeugt hatte. Der Mann musste in ihrem Alter sein. Er sah jung und süß
aus.
" Miss Owen. ", sagte er schüchtern.
Er trat näher.
Die Krankenschwester verließ das Zimmer.
" Sind sie vom FBI ?", wollte Nicole wissen.
Er sah zum Boden. Dann nickte er und sah sie an.
" FBI Agent zur Ausbildung Jim Dalton. ", stellte er sich leicht unsicher vor.
Durch die Zeitung und die TV-Nachrichten hatte Nicole erwahren das sie das 8. Opfer einer Mordserie werden sollte. Dem FBI gelang bei denn Ermittlungen ein
Durchbruch und konnte denn Unterschlupf des Killers ausfindig machen.
Nicole war einen Tag vor ihrem
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Kommentare
Nina schrieb am 2006-08-01 09:12:00:
WUNDERVOLL!!!! Einfach total genial!!
Vielleicht solltest du jemanden Korrektur lesen lassen, bevor du es wegschickst. Einige Tippfehler.
Aber eine einmalige tolle Geschichte!!
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