Gefühle
von
Mularion
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Gefühle
Habe ich mein Ziel erreicht? Habe ich es endlich geschafft? Ich stehe hier, genau vor ihr und sehe sie an. Ihre Augen schauen verlegen zu Boden, ein kleines Lächeln zeigt sich, verschwindet wieder und gibt mir das Gefühl meinen Traum erfüllt zu haben. Langsam griff ich nach ihrer Hand, strich mit dem Daumen über ihren Handrücken, während ich ihre zarte Hand in meine legte. Sie schaut mich an, sieht mich mit ihren blauen Augen und ihrem süßen Lächeln an.
Ich hatte am Morgen noch den einen einzigen Gedanken im Kopf, dachte nicht, dass ich so weit käme. Ich war aus meinem Bett aufgestanden, hüpfte unter die Dusche und ließ mir das kalte Nass über den Körper laufen. Ich zog mir meine Sachen an, verschwand aus dem Haus und überquerte die Straße zur Innenstadt. Ich hatte mich mit meinen besten Freunden verabredet und war seit gestern Abend schon ganz wild auf diesen Tag. Ich lief über den Festplatz, wich den Passanten und Touristen aus, schaute nur nach vorn und betrachtete mein Ziel. Maik und… Sie war auch gekommen, stand neben Maik und redete mit ihm. Von weitem konnte sie mich schon sehen, winkte mir zu ,rief meinen Namen. Maik drehte sich ebenfalls um, schaute mir auch entgegen. Da war dieses Gefühl. Ich wusste nicht woher es kam, aber ich hatte es einfach. Ohne es zu verfolgen lief ich weiter auf sie zu, stellte mich zu ihnen. Plötzlich sah ich wie sie am Finger blutete. Anscheinend hatte sie sich irgendwo geschnitten und ich wusste nicht wieso, aber da kam dieses Gefühl zum zweiten Mal. Sofort griff ich in meine Hosentasche zog ein Taschentuch heraus und wickelte es um ihren blutenden Finger. Erst als ich nach ihrem Finger griff merkte sie überhaupt die Schnittwunde und bedankte sich bei mir für die ,,Verarztung” mit einem Lächeln auf ihren Wangen. Sie griff sich in die Hosentasche, zog ein Blatt Papier heraus auf dem eine Nummer stand mit vielen Herzen umringen. Wieder baute sich ein Gefühl in mir auf, doch diesmal war es nicht das Gefühl von eben, sondern ein Anderes, ein schmerzendes Gefühl, dass ich vorher noch nie gekannt hatte. Blitzschnell verschwand es wieder, als sie das Blatt wendete und der Name ihrer Klassenkameradin darauf stand. Es vergingen ein paar Stunden, als wir durch die Stadt schlenderten und an jedem Klamottenladen hielten, weil sie irgendwelche Schuhe schreien hörte. Wir setzten uns in ein Café und bestellten uns jeweils einen Kaffee, um unseren durstigen Hals zu beglücken. Es dauerte nicht lange, da bekam sie schon eine SMS. Völlig aufgelöst verließ sie ruckartig das Café, verschwand hinter einer Ecke. Ich folgte ihr, sagte zu Maik, er solle warten, ich käme mit ihr zurück. Sie saß auf dem kalten Boden mit dem Rücken an der Mauer angelehnt unter einer roten Lichterkette und starrte auf ihr Handy. Mit kleinen Schritten näherte ich mich ihr und beugte mich zu ihr hinab. Jetzt erkannte ich wie ihr die Tränen aus den Augen über die zarte Wange rannen und im Sekundentakt auf den Boden klatschten. Ich legte einen Arm um sie, spürte erneut dieses wohltuende Gefühl, presste sie an meine Brust. Es verging eine weitere Stunde und sie hatte sich endlich beruhigt. Sie hatte mir alles erklärt, erzählte mir die Geschichte. Sie war froh einen Freund wie mich zu haben, stand auf, zog mich nach oben und starrte mit den Augen nach unten.
Ein kleines Lächeln zeigt sich und ich griff nach ihrer Hand. Sie schaute mit einem Lächeln auf den Wangen in meine Augen. Ihre blauen Augen starrten mich voller Liebe an. Langsam schlossen wir unsere Augen, neigten den Kopf leicht zur Seite, kamen unseren Lippen immer näher, pressten sie aneinander. Es war wundervoll, ich konnte nicht von ihr loslassen, doch unsere Lippen lösten sich. Jetzt weiß ich was es für ein Gefühl war. Jetzt weiß ich was ich diesen Tag für sie empfand, wie ich glaubte sie schon verloren zu haben. Ich drehte mich langsam um, sah wie Maik an der Ecke stand, sah in seine Augen und erkannte sein Gefühl. Es war keine Freude, sondern die Trauer. Das Gefühl einen Menschen verloren zu haben.
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Kommentare
Anna Kondraschenko schrieb am 2010-08-19 20:04:05:
ich finde die geschichte gut. sie ist ehrlich..allerdings gibt es hier und da vlt ein paar unpassende ausdrücke. z.B. Wir setzten uns in ein Café und bestellten uns jeweils einen Kaffee.
das hört sich nicht gut an..zwei mal Kaffe..naja aber ansonsten find ichs echt gut!
gut gemacht :)
schau doch bei mir vorbei hab auch einiges schon hier online gestellt ^^ würde mich freun
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