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Kategorien > Jugend > Liebe

Gefühlschaos-Ungewissheit

von Meryem Gök

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Ihre Augen waren leer.Genauso wie ihre Gefühle.Ihre Augen starrten, ohne jeden Gedanken, auf das "Sistema periódico de los elementos". Also auf das Periodensystem der Elemente. Aus irgendeinem Grund wollte sie sich den spanischen Namen merken.
Langsam ging sie den gestrigen Tag durch.
Sie dachte an ihn und versuchte herraus zu finden was sie fühlte. Sein Geruch stieg irgendwoher auf. Auf einmal fühltre sie seinen Kopf an ihrer Schulter und seine Hände auf ihrem Bein.
Verzweifelt versuchte sie seinen Blick wieder einzufangen.Aber es war vergeblich.Denn sie wusste nicht was er dachte oder ob er überhaupt dachte.
Sie sah nur seine Augen, die sie anlächelten.
Jedoch konnte sie den Grund des lächeln seiner Augen nicht deuten.
Sie wünschte sich aber das seine Augen wegen ihr lächelten.Denn das würde sie glücklich machen.Ihr wurde bewusst das sie ihn mochte,womöglich mochte sie ihn mehr als normal.
Also war es doch nicht nur ein Mögen.
Diese Ungewissheit in ihr schien sie auf zu fressen oder war es doch vielmehr die Angst?
Die Angst das seine Augen nicht wegen ihr lächelten.
Die Angst zu verlieren was ihr wichtig war:Ihn.
Die Stimme von ihrem Chemielehrer drang zu ihr durch.Der Lehrer zeigte der Klasse irgendeine Tabelle auf dem Projektor.So wie es aussah schienen die Zahlen auf der Tabelle kein ende zu nehmen.
Ihre Gedanken kreisten weiter.Zurück zu ihm.
Wusste er es?War ihm überhaupt klar was sie fühlte?Er war ja nicht blind oder?
Er hatte eine Sicherheit, sie deutete.Sie flirtet mit ihm so gnadenlos,nutzte jede Gelegenheit um eine Deutung zu machen.Langsam wurde es ihr sogar peinlich.Sie fühlte sich nervig.
Obwohl sie noch nicht einmal genau wusste was sie wirklich wollte tat sie dies alles.
Und er?Er deutete nicht.Er sagte werde ja noch nein.Nicht mal vielleicht, doch manchmal sagte er vielleicht.Aber er erläuterte es nicht.Sie hatte keine Sicherheit.Mittlerweile wusste sie das sie niedlich war.Ja, sie war niedlich das hatte er mal gesagt.Aber hatte das eine tiefere Bedeutung?
Denn jeder zweite Hund war niedlich und wenn man das mit Menschen verglich war jeder 14. schön.Also was sollte sie davon halten?
Sie wollte Klarheit.Sie wollte eine Klarheit die mit ihm verbunden war.
Sie wollte morgen haben,übermorgen haben aber bloß nicht heute.
Am meisten wollte sie gestern haben.
Sie wollte die Zeit bis dahin beschleunigen an dem seine Augen nicht nur lächelten sondern auch ihr den Grund nennen würden warum sie lächelten.Und der Grund wollte sie sein.
Sie wusste was sie wollte.
Nur wusste sie nicht was er wollte.
Sie hasste diese Ungewissheit und die Schüchternheit.
Die Schüchternheit hasste sie ,weil sie glaubte das die Schüchternheit der Grund der Ungewissheit war.
Zumindest hoffte sie das.

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Kommentare

Johanna schrieb am 2007-04-09 23:05:48:
in dieser situation bin ich momentan auch ..
ich weis nich was ich fühle .. ob ich fühle ..

ich finde du hast das sehr schön geschrieben und es auf den punkt gebracht ..
weiter so !!
viel glück !!
Kim schrieb am 2007-01-03 23:42:04:
Genau so fühle ich mich gerade....
irgendwie bringt mich das wirklich zum Nachdenken, ob meine Schüchternheit
auch nur der Grund meiner Ungewissheit über seine Gefühle sind.
Aber das ist ein anderes Thema...
ich will damit nur sagen, dass ich es sehr schön finde, was du geschrieben hast...
Franci schrieb am 2006-10-21 20:27:19:
cool geschrieben, is ma was anderes! lg
Vicky schrieb am 2006-10-20 21:17:33:
Eigentlich sollte ihr gar nichts peinlich sein, höchstens ihm...
Vielleicht fehlt ihm nur die Gewissheit, dass Mann manchmal zu hoch pokert...

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