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Kategorien > Gedichte > Reim

Gefüllte Otternasen

von ellinida

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Was soll ich tun um zu vergessen?
Was soll ich tun um froh zu sein?
An was soll ich denken, wenn nicht ans Essen?
An Hünchenbrust, Filet und Schwein?
In meinen Träumen tanzen
Die Kalorien so vor mir her.
An Diäten kann ich nicht halten,
Aber Unwissen schützt auch mich nicht mehr.
Was kann ich machen, wenn die Sinne schweifen
Zum Essen, nur so zum Greifen?
Wenn der Hunger mich zerreißt
Und mein Mund heimlich in ein Sandwich beist.
Und wenn der Kühlschrank doch so leer
Ohne jede Freude mehr,
kläglich am Erfrieren ist
weil's doch nix zu kühlen gibt!
Und wenn die Schränke offen stehn
Ohne jeden Imbiss drin!
Wenn gemein die Liste spart:
Esse Möhren, Luft und Quark.
Trink' noch etwas Milch dazu
Dann verweht der Hunger im Nu!
Traurig in der Küch' umher
Lauf ich, und ich wollt' ich wär
'ne fette Sau in Stall und Mist
Wo' s immer was zu fressen gibt.
Zornig werd' ich, schau zur Tafel
"Broccoli, Gemüs und Äpfel".
Wütend wische die Papiere ich
Im hohen Bogen von dem Tisch,
Schreie laut "so geht's nicht weiter!"
Und werd' mit einem Schlage heiter.
O du herrlicher Karottenmus,
Dich tret' ich gleich mit bloßem Fuß!
Verdammt sollst du sein, elender Fisch!
Ab jetzt kommt nur noch Würstchen auf den Tisch!
Spaghetti mit 'ner dicken Sahnesoß,
Mit Popcorn reichlich auf dem Schoß.
Gefangen will ich nicht mehr sein
In diesen Essensquälerein.
Die Dampfkartoffeln geb ich dem Hasen
Nun ess' ich nur noch Otternasen.
Den Babys lass ich gern den Brei
Und ess' stattdessen 'n Schokoei.
Ach wie göttlich alle diese Speisen,
lobet den Herrn und lasst uns ihn preisen,
dass Er uns alle die Geschmäcke schickt
Woraus besteht des Lebens Glück!

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